Sagt mal,

Erstellt am 14.02.13 von bbm - 27 Kommentare
letzter Kommentar von Toskanafan am 23.02.13
Kategorien: Zutaten & Zubereiten
gibt es hier außer mir noch ein paar Küchengötter, denen die Haare beim Anblick der immer größer werdenden Fertigprodukt-Regale in den Supermärkten zu Berge stehen?
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Ich finde es unglaublich, wieviel Platz in den Supermärkten für nahezu ungenießbare Lebensmittel verschwendet wird. Dabei ist mir die Problematik der berufstätigen Hausfrau (-mann) natürlich voll bewusst! Aber dass eine Hausfrau (bzw. -mann) ein "Sinnlos"-Produkt wie z.B. fertigen Palatschinkenteig aus dem Kühlregal tatsächlich kauft, werde ich wohl nie begreifen. Schade, dass anscheinend ganze Nationen über die Generationen hinweg "verlernen" wie man "richtig" kocht. Neu ist diese Entwicklung allerdings nicht. Denn bereits eine Generation "vor" mir (wo es in den 70 er Jahren ja durchaus großteils üblich war, dass eine Hausfrau nicht berufstätig war) hat mit offenen Armen Fertigprodukte wie z.B grässliche Suppen, oder scheußliches Kartoffelpürree aus der Packung bereitwillig der Lebensmittelindustrie abgekauft. Ich finde, dass Ein Umdenken längst überfällig ist!
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Gepostet am 14.02.2013 - melden?
Ganz deiner Meinung
Ich bin voll deiner Meinung. Selbst kochen macht so viel Spaß und es gibt schnelle und gute Gerichte die ohne ....Fix viel besser schmecken. Wenn ich sehe .....Fix für Currywurst, Gulasch, Bolognese, Carbonara etc. dann stellen sich mir die Haare zu Berge. Es muss wieder schmecken gelernt werden. Vor Weihnachten war ich im Supermarkt einkaufen, da hat mich eine Bekannte gefragt, was kochst du an den Feiertagen. Ich habe ihr erzählt was ich koche z.B Entenbrust an Orangensoße, selbst gemachte Röstis, Chicoréesalat mit Orangen, Walnüssen, Creme fraiche und Zitrone. Da hat sie stolz in ihren Wagen gezeigt, da lagen zwei Fix-Päckchen, einmal Lachspfanne und eine Fleischpfanne. Sie meinte: So einen Stress würde sie sich nicht antun. Am meisten freut mich, dass meine Kinder meine Art zu kochen übernommen haben.
Gepostet am 14.02.2013 - melden?
Zeitersparnis?

Dem Konsumenten wird ZEITERSPARNIS vorgegaukelt. Dabei braucht man ,um ein einfaches Gericht selber zu kochen, nicht viel mehr Zeit, als wenn man das Feriggericht erstmal von dem Haufen Plastik befreien - und es dann erhitzen muss. Außerdem  ist das Endergebnis ist bei Selbstgekochtem einfach viel leckerer!

Im Bereich "Backen" ist das mit den Backmischungen übrigends ähnlich...

Gepostet am 14.02.2013 - melden?
Genau

Ich schaue immer völlig fasziniert zu, was die Leute vor mir in der Kassenschlange auf das Band legen. Es wird ja so getan, als seien diese Packungsessen in 2 min fertig. Was die Fix-Produkte angeht: wenn man mal die Kochanleitung drauf genau liest und was dann noch alles dazu gekauft werden muss, bleibt letztendlich nur noch die (immer schön gleiche) Würzung mit eingebautem Saucenbinder. Nur keine Experimente machen!

Gepostet am 14.02.2013 - melden?
Qualität

Pferdefleisch in Rindfleisch-Lasagne setzt im Augenblick allem die Krone auf. Bei Frischfleisch muss gekennzeichnet werden, woher das Fleisch stammt und was es ist. Bei verarbeiteten Fertigerzeugnissen ist der Ursprung der Zutaten über die lange Produktionskette nicht mehr nachzuvollziehen. Huch, da ist uns doch was anderes reingerutscht. Passiert mir auch mal beim Kochen und dem Griff in die Tiefkühltruhe. Aber ich weiß dann wenigstens, was es ist. Und wenn dann die Diskussion weiter geht in Richtung konventionell und bio, werden meist auch die vielen Zusatzstoffe ausgeblendet. Und wer hat wohl den Leuten eingeredet, dass sie nicht kochen können? Man muss ja nicht alles glauben, was so landauf landab erzählt wird. Gegen das vorwurfsvolle: "Was, Du kochst das alles selbst.", reagiere ich allergisch. Jedes Mal werden wie bei Sparrow noch Argumente hinter her geworfen. Echt lästig ist so was.

So, und nun schaue ich mal, was Herr Henssler sagt...

Gepostet am 14.02.2013 - melden?
Von 12 bis Mittag

Was der Kunde kauft, wird produziert. Ganz einfach. Zusatzstoffe? Sind doch alle hier zugelassen. Also sicher unbedenklich. Ein Stück TK-Lasagne kostest Betrag x und reicht genau für eine Mahlzeit. Eier, Mehl, Öl, Tomaten, Gewürze ... - Kosten, Haltbarkeit, Lagerung, Mengen, Verfügbarkeit... alles viel zu unübersichtlich. Geschmack? Fertig-TK schmeckt doch prima. Aufwand? Ca. 2 min. Einfach in den Ofen schieben. Richtig Lasagne macht richtig Arbeit. Wie das geht? Man kann nicht alles wissen. Eine Argumentation für das Fertige - Denken von 12 bis Mittag.

 

Natürlich dauert es viel länger, selbst zu kochen, schmeckt anders, sieht anders aus, gelingt nicht immer perfekt, erfordert Denken über den Tellerrand hinaus und ein gewisses Maß an Ausdauer. Man kann nicht gut kochen, ohne sich ernsthaft damit zu beschäftigen und sich Zeit dafür zu nehmen. Wie beim Klavierspielen oder beim Programmieren. Nicht jeder WILL Klavierspielen. Nicht jeder WILL kochen. Ich kann das schon verstehen. Fertigessen ist willkommen.

 

Mir fällt es durchaus leicht, diese Abteilungen beim Einkauf zu ignorieren und beim Kochen meinen Horizont zu erweitern.

Gepostet am 14.02.2013 - melden?
Alles ist Entwicklung,
deshalb bin ich mir nicht ganz sicher, ob es richtig ist, diese Entwicklung in Hinblick auf die Fertiggerichte kommentarlos hinzunehmen.Wenn neue Regale mit Fertigprodukten wie die "Schwammerl" aus dem Boden schießen, dann hat es unweigerlich zur Folge, dass andere Produkte aus dem Sortiment genommen wurden. Deshalb kann es schon sein, dass ich mir im Supermarkt vor so einem neuen Regal überlege, was hier genau an dieser Stelle vorher verkauft wurde und ob diese Produkte nun gänzlich aus dem Sortiment gestrichen wurden. Sprich - ob womöglich auf Sicht die Selbst-Kochenden abgestraft werden, weil kein Platz mehr für die Produkte einer "Minderheit" vorhanden ist.
Gepostet am 14.02.2013 - melden?
Minderheiten und Mehrheiten.

@bbm, das hast Du schon richtig erkannt, was der Anspruch von Wirklichkeit ist. Der Handel versucht sich durch gute Qualität und Engagement zu profilieren. Und was macht der Verbraucher? Er kauft das gute Zeug nicht. Zu sehen in den Gemüseabteilungen, wenn sich ein und die gleiche Kiste Tomaten aneinander reiht. Aber es gibt ja zum Glück nicht nur den einen Supermarkt oder Discounter. Und viele Bauern verkaufen wieder vor Ort. Da lohnt sich schon mal ein Ausflug auf's Land. Und Online ist fast alles erhältlich. Nur für mich braucht der Lebensmittelmann nicht einkaufen. Über die Marktstände sollte man sich mal Gedanken machen. Kaum jemand hat ja noch Zeit, vormittags in der Woche einkaufen zu gehen. Hier sind Ideen gefragt.

Gepostet am 14.02.2013 - melden?
Es wird den Berufstätigen vieles vorgegaukelt - leider :-(

Und die glauben es auch noch. Aber Ihr wißt doch auch, dass Erziehung und Essen immer vorgelebt wird.

Ich kann sehr gut verstehen, dass manch einer nach einem anstrengenden Arbeitstag keine Lust mehr hat sich in die Küche zu stellen.

In unserer Familie kamen wir vor Jahrzehnten über den Geschmack wieder an die jahreszeitmäßige Ernährung. Die Möhre aus dem Supermarkt schmeckte  schon damals nicht mehr wie die Möhre, die vom Bauern oder aus dem Garten kam. So schlossen wir uns einer privaten Einkaufsgemeinschaft an und kauften wieder direkt beim Bauern ein. Damit sind unsere Kinder (die sind inzwischen schon 30 Jahre alt) groß geworden. Wir wurden natürlich damals schon grüne Körnerfresser genannt und haben aber alles ausprobiert. Über selbst geschrotetes Müsli, Sojaprodukte (Tofu) und Milch direkt vom Bauern.

Das war alles mit viel Eigeninitiative verbunden, aber es schmeckte uns einfach viel besser als die Produkte aus dem Supermarkt.So ist es natürlich kein Wunder bei uns, dass unsere *Kinder* inzwischen frisch kochen trotz Berufstätigkeit und merkwürdigerweise ißt unser kleiner Enkel alles und war in seinen jungen Jahren mit fast 2 Jahren nicht einmal krank.

Der Gipfel empfand ich einmal in einem kleinen Supermarkt, dort lag Rhabarber auf dem Band und ein Kleiner frug: Mama, was ist das denn ?

So finde ich es momentan hier ganz ideal, dass ein Steffen Henssler hier morgen interviewt wird. Denn der macht gerade in seiner Sendung *Topfgeldjäger* bei seinen schnellen Gerichten klar, wie schnell es oft geht mit Frischware und dass die Convenience Produkte oft nur teuer und natürlich nicht so lecker sind wie frische Lebensmittel.

 

 

Gepostet am 14.02.2013 - melden?
Meiner Meinung nach...

besteht das Problem tatsächlich darin, wie Du liebe Belle es bereits erwähntest, dass man sich dem Stil anpasst, den man vorgelebt bekommt, zumindest wenn man ihn als akzeptabel empfindet oder zu faul ist ihn zu ändern.

 

In meiner Generation (unter 30) habe ich schon sehr viele Menschen getroffen, für die die Nahrungsaufnahme eigentlich nur noch ein lebenserhaltender Akt ist, der ohne Genuss wahrgenommen wird. Man selbst könne einfach nicht Kochen, also werden Kantinen aufgesucht, Pizzen, etc. bestellt und Fertigprodukte gekauft. Dies gilt übrigens unabhängig von dem Zeitfaktor, den die jeweilige Person zum Kochen gehabt hätte.

Ich bin zeitlich sehr eingespannt und wie ich hier vor ca. einem halben Jahr bereits schilderte: man steht vor einer plötzlichen Umstellung des gewohnten Tagesrhythmuses und der Neue lässt ein Kochen am Abend vermeintlich nicht mehr zu!

Ich mag es kaum zugeben, aber zu diesem Zeitpunkt wagte ich ein zweimaliges Experiment, dass in der Mülltonne endete: Ich kaufte Fertigprodukte! Da mir klar war, dass eine Tüte Fixx-irgendwas keine Zeitersparnis bringt, ging ich sozusagen gleich zu den Hardcore-alles-muss-nur-noch-aufgetaut-bzw. mit-Wasser-übergossen-werden-Produkten über. Es begann mit einer 5-Minuten-Terrine, bei der das Glutamat sozusagen auf der Zunge prickelte. Na gut, davon kann man nichts erwarten, also wagte ich es noch mal in der TK-Abteilung an einem Nudelgericht, dass nach dem ersten Bissen SOFORT im Müll landete.

Ich hatte beides halb unfreiwillig getestet, weil ich mir dachte: Die anderen essen das doch auch und mäkeln dann abends beim Italiener über jegliches Essen rum, obwohl ich dieses dort eigentlich für gut befunden habe. Jetzt vermute ich auch warum! Deren Geschmacksnerven sind absolut abgetötet! Ich empfand das Ganze wirklich erschreckend.

Zusammengefasst: Ich empfände es grundsätzlich nicht als verwerflich, Fertigprodukte zu kaufen. Der Zeit- und Single-Faktor erschwert die Motivation zum Kochen doch oftmals! Abgesehen von den ganzen E...-Zutaten, Hefeextrakten und Glutamaten finde ich es persönlich VIEL erschreckender, welche negativen Geschmackserlebnisse sich da angetan werden und eigentlich noch viel schlimmer als lecker empfunden werden (was natürlich auf Dauer mit den E...s etc. zusammenhängt). 

Andererseits tut es mir auch weh, wenn ich sehe, wie viele Leute im Supermarkt zu dem abgepackten Billigfleisch greifen... 

Das Bewusstsein für gutes Essen und damit auch Produkte ist anscheinend leider bei vielen verloren gegangen!

Bei mir wird jedenfalls wieder alles frisch gekocht, so wie ich es von zu Hause kenne! Meistens zwar nicht spektakulär, aber gut!

P.S.: Für all diejenigen, die ebenfalls unter Zeitmangel leiden.... Ich habe hier und hier einige Rezepte gespeichert, deren Zubereitungszeit höchstens 30 Minuten beträgt, ohne dass es irgendwelchen Fertigkrams bedarf!

 

 

 

Gepostet am 15.02.2013 - melden?
Genau so ist es
JulietteG - ein ähnliches Experiment mit ein paar wenigen Fertigprodukten habe ich auch schon hinter mir. Genau aus der selben Überlegung heraus, dass es doch essbar sein müsste, wenn auch andere es essen, hab auch ich mal Fertiges aus den entsprechenden Abteilungen ausprobiert. Ich kam genau zu der selben Erkenntnis. Was da auf dem Teller liegt, gehört eigentlich in die Tonne. Aber selbst wenn man sich überwinden kann, die Pampe aufzuessen - dann kommt man unweigerlich zur nächsten Erkenntnis: Nicht nur das es ungenießbar ist - es macht eigentlich nicht mal richtig satt! Hinterher hat man bis zur nächsten Mahlzeit das Gefühl, als hätte man nicht wirklich gegessen. Meine beiden Söhne sind übrigens Schulkantinen-Verweigerer. Vor ein paar Jahren dachte ich mir, dass es sinnvoll wäre, sie in die Schulkantine zum Essen zu schicken, damit sie eine Mahlzeit im Bauch haben, wenn sie nachmittags Schule haben. Es dauerte nicht lange, da kam dann die Beschwerde von der Lehrerin, dass meine zwei die einzigen Kinder sind, denen die Mittagspause zu kurz ist, um das Essen aufzuessen. Und das, obwohl sie sich fast immer nur etwas Suppe geben lassen und die Hauptspeise erst gar nicht anrühren. Naja, einen Versuch war's wert - heute, da sie nun schon ein paar Jahre älter geworden sind und sie an 3Tagen in jeder Woche recht lange Schule haben, würde ich sie nichtmal unter Zuhilfenahme von 10 Pferden dazu bringen, in die Schulkantine Essen zu gehen. Sie bevorzugen es, Jause von Zuhause mitzunehmen und kommen dann abends ausgehungert nach Hause und die ersten Fragen nach dem Nachhausekommen lauten: "Wann gibt es Essen?" und "Was hast du gekocht?" Zu meiner Schande muss ich aber eingestehen, dass meine beiden sehr wohl das Essen bei der allerseits bekannten Burgerkette gerne mögen und sie überhaupt nichts dagegen einzuwenden hätten, wenn wir mit ihnen das Burgerrestaurant öfter aufsuchen würden. Zum Glück gibt's keine Filiale in Schulnähe, Denn ich kann mir vorstellen, dass wir in diesem Fall Zuhause öfters Essensdidkussionen hätten...
Gepostet am 15.02.2013 - melden?
Aussterbende Fraktion,,,,

sind die, die selbst kochen, dachte ich nach Diskussion mit meiner Couisne. Es werden immer weniger. Es sei denn, man ist hier im Forum.


Die gleiche Meinung,,,,


@bbm,
wie Du, habe ich auch. Wir werden so was von zu gemüllt mit Schnellprodukten. Mir geht`s oft wie @sparrow, da stehen sie an Weihnachten an der Kasse,,,,, sogar die Klösse sind schon fertig geformt im Einkaufswagen, die Fix,,,,-Päckchen gleich daneben. Früher hatte ich mal gerne mit diesen Fix-Päckchen gekocht, doch ohne schmeckt es viiiiel besser, ist genauso schnell fertig, freilich muss ich vielleicht Zwiebel, Knoblauch schneiden/schälen und ich weis waaaaaas drin ist. Es muss ja unter der Woche nicht gerade der lange dauernde Braten sein. Es gibt’s soooo viele schnelle Rezepte, wie bei @JulietteG, oder so wie hier,

Ich wundere mich über Kunden, man muss nur mal in die Einkaufskörbe sehen, was da gegessen wird, der Korb voll, Fertigpizza/Eis, TK-Ware, dann stehen sie auch noch in voller Ruhe beim ratschen, in der Sommerhitze. Ich hätte da Stress, pur.  TK-Ware, da laufe ich extra, wenn mein Korb schon an der Kasse steht, noch mal zur TK,-Theke, hole die Ware, dann aber flott mit TK-Tüte, ausgerüstet  nach Hause. Ich könnte mich da aufregen, doch ich muss das ja nicht essen.

Ich war neulich beim Kochevent von A. Herrmann. Der Sterne koch sagte auch. Die Sterneküche könne, wenn beide berufstätig sind, nicht alle Tage auf den Tisch gebracht werden, aber,,,, wenn Zeit dafür da ist.

Dann gibt`s noch die Schlauen,,,,, sind auch noch Verwandschaft, sie kochen vorwiegend  Fertiggerichte, falls anders, dann mit Fix, oder gar nicht.  Sie gehen lieber zum Essen, Hauptsache keinen Kochtopf in Bewegung setzen,,,,,,,,.  Sie haben  ja ihren Job gemacht, und sitzen am gedeckten Tisch. Wen sie gerade mal bei mir sind ,ich beim Kochen, und es läuft mal nicht wie geplant, kommt Kopfschütteln,,, Ich bin die Dumme,,,,,,,.

Erst jetzt am Rosenmontag habe ich mal endlich wieder meinen Bauern-Hofladen aufgesucht, es ist weiter weg. Aaaber, hat sich gelohnt,.. Ich wollte selbstgemachtes Sauerkraut vom Faß, da fand ich noch selbstgemachten Frischkäse, Frikadellen, gute hausgemachte Wurst, Fassbutter, Nudeln, Honig, Wintergemüse,  sogar Schneebälle,,,,,,,.  Die sind sooowas von gut, kannte ich nicht, ist eine Schande denn sie sind eine fränkische Spezialität. Wer kennt sie?????.  Die Händlerin erklärte wie ich sie aufbewahren kann,,, so was macht einfach Spaß und Lust auf das Essen. Essen ohne Glutamat u. Co. Einen neuen Biohändler/Ente und Co, habe ich auch gefunden, ich freu mich drauf, diesen zu besuchen.

Gepostet am 15.02.2013 - melden?
Fix gegen natürlich
Ich war kürzlich bei einer Bekannten zum Essen eingeladen, da ich glutenfrei essen muss, habe ich gefragt was sie kocht. Es gab Zwiebelschnitzel. Die Schnitzel kommen in eine Auflaufform, darüber kommt ein angerührtes Päckchen Zwiebelsuppe, gemischt mit Sahne. Das ganze wird in den Ofen gestellt. Die Zwiebelsuppe, war nicht glutenfrei. Ich habe ihr angeboten vorbei zu kommen und die Zwiebelschnizel mit ihr zusammen mit natürlichen Produkten zu machen. Zur Vorsicht habe ich meine Gewürze mit gebracht. Sie war erstaunt wie schnell das ging und sie hat abends von den Gästen Lob für das Essen gekriegt. Alle wollten das Rezept haben.
Gepostet am 15.02.2013 - melden?
Meine Tochter mag die Buchstaben-Suppe.

Meine Oma hatte die Tüten im Küchenschrank, wir durften uns dann immer eine Tüte aussuchen. Und wenn die Oma meiner Tochter Tütensuppen kocht, habe ich dagegen nichts einzuwenden. Das waren auch die ersten Gehversuche meiner Tochter in der Küche: Zusammen mit einer Freundin haben sie Nudelsuppen gekocht, zwar nicht aus der Tüte sondern mit körniger Gemüseboullion aus dem Glas. Gemüse geschnippelt und waren mächtig stolz.

 

Kann sich jemand vorstellen, dass aus Unerfahrenheit und der Angst, etwas zu kochen, was komplett daneben geht, nicht schmeckt und auch mal anders schmecken soll mit Fertigprodukten einigermaßen geschmackvoll und gelingsicher gekocht werden kann. Manche Leute können kein Autofahren und manche können nicht kochen.

@sparrow, ich hatte früher auch immer meinen halben Hausstand dabei, wenn ich mich bei Freunden zum Essen verabredet habe. Die fanden das praktisch, was dann noch ziemlich weit weg ist von selber kochen.

Gepostet am 15.02.2013 - melden?
Ein paar hilfreiche Produkte gibt es schon

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass es natürlich ein paar (wenige) hilfreiche Produkte gibt, die auch geschmacklich akzeptabel sind. Auch ich habe leider nicht die Zeit, täglich frische Suppe aus Fleisch, Suppengemüse und Knochen zu kochen, nur damit man dann etwas zum Aufgießen beim Zubereiten einer Sauce hat. Also zugegeben - da kommt schon hin und wieder auch der "Suppenwürfel" zum Einsatz. Ob das allerdings "gut" ist, es so zu machen, dessen bin ich mir ehrlich gesagt nicht sicher. Genau mit diesen "Helferlein" bekommen wir alle unsere versteckte Dosis Glutamat und Co ab.

Und was man auch nicht vergessen darf, das ist, dass wir allesamt heutzutage mit der großen Auswahl an Lebensmitteln verwöhnt sind. Zu Ur- Urgroßmutters Zeiten gab es im Winter halt an jedem zweiten Tag Weißkraut mit Kartoffeln - einfach weil die Leute im Winter davon abhängig waren, was sie eingelagert hatten bzw. was überhaupt zur Lagerung geeignet war. Da wird dann der Speisezettel ganz schön dünn im Winter und ich bezweifle, dass das lecker war. Gesund war es aufgrund der mangelnden Abwechslung wohl ebenfalls nicht.

Nichts desto trotz gibt es meines Erachtens einfach zu viel in den Regalen, das wirklich keiner braucht. Das sind bloss Erfindungen der Lebensmittelindustrie, um mit billigsten Zutaten und einem schicken Etikett den größtmöglichen Profit zu schlagen. Ich verwehre mich vehement dagegen, bei solchen Produkten zuzugreifen und ich kann Leute nicht verstehen, die sich auf so eine banale Art und Weise hinters Licht führen lassen ...

Gepostet am 15.02.2013 - melden?
Bio Gemüsebrühe
Bio- Gemüsebrühe und Feischbrühe habe ich auch im Haus. Früher hab ich auch mal Miracoli oder Ravioli probiert, bin aber schnell wieder auf meine selbst gekochten Gerichte zurück gekommen. Seit ich Zöliakie habe, lebe ich sowieso viel bewusster. Die einzigen Zugeständnisse, die ich mache, sind bei den glutenfreien Mehlen. Die Mischungen lassen sich leichter verarbeiten als die selbst gemischten Mehle.
Gepostet am 15.02.2013 - melden?
Früher und Vielfalt

@bbm ich kenne das noch: Es gab jeden Tag Fisch, mit etwas Glück Kartoffeln oder Brot dazu, kaum Gemüse und ein Apfel war ein seltenes Luxusgut, der wurde gerecht aufgeteilt. Aber Du irrst: Doch, jaja - es hat uns geschmeckt, und wir hatten weder Erkältung noch Allergien. Ohne Obst und Gemüse. Und im Norden sind die Winter länger als hier! Kochen lernen bedeutete für mich: Gucken, was man hat und was draus machen. Das war nicht so schwer.

 

Heute ich das anders. Die Vielfalt ist überwältigend. Ich sehe das als große Errungenschaft und erfreue mich dran. Aber inzwischen reichlich übertrieben. Ich verstehe leider nicht, warum man hier immer überall alles zur Verfügung haben muss. So viel kann doch keiner kaufen oder essen. Das ist ein anderes Thema.

 

Meine große Tochter ist vor kurzem ausgezogen und hat seitdem aufgehört zu kochen. Es ist ihr zu anstrengend. Nicht das Kochen selbst, was sie gut kann. Täglich mind. 10 Stunden lernen (Bachelor), vielleicht noch Freunde treffen. DANACH noch nachdenken und entscheiden, was gibt es, was brauche ich dazu, wo, wann und wieviel einkaufen, reicht mein Geld usw. Hinterher abwaschen (Mini-Haushalt mit wenig Platz und wenig Geschirr), aufräumen ... Ich verstehe das schon! Wäre mir auch zu anstrengend. Wenn sie zu uns nach Hause kommt, guckt sie, was da ist, und legt los, uns zu bekochen. Da schließt sich der Kreis. So ein Start ins eigenständige Kochleben ist heute viel schwieriger als zu meiner Jugend. Die Organisation rundrum, was heute für mich längst Routine ist, muss sie erst lernen, und das ist echt schwer. Ich verstehe das. Statt Maggifix sackt sie bei mir selbst gekochte TK-Fertig-Ware ein. Das ist OK.

 

Mein kleine Tochter: Wenn sie kochen soll oder will fragt auch - was haben wir denn, da mach ich was draus. Oh, das kommt mir bekannt vor. Gene? Erziehung? Abziehbilder von mir? Von Vielfalt überfordert?

Gepostet am 15.02.2013 - melden?
Werbung

Kriegt IHR hier auf der "küchengötter-website" eigentlich auch immer KNORR-Werbung? Wenn die wüssten, dass sie gerade hier verkehrt sind...

Gepostet am 16.02.2013 - melden?
oooh

das mit deiner tochter versteh ich... ich beziehe seit mittlerweile 3 jahren eine bauernkiste - dh da kommt einfach gemüse daher, das grad da ist und das ist dann da und daraus gilt es dann was zu machen. diesen zugang schätze ich sehr und bin auf der anderen seite auch total überfordert wenn ich jetzt alles einkaufen muss... mich entscheiden, was aus diesem riesenangebot nehm ich jetzt mit?

vor fertigprodukten graut mit allerallerspätestens (manchmal nehm ich so ein neues packerl neugierig in die hand um zu schauen was das da überhaupt sein soll) nach der zutatenliste. geht doch gar nicht.

"mono- und diglyceride von speisefettsäuren"  "acesulfam" "aspartam" "glukose-fruktose-sirup" "gehärtetes pflanzenfett" "volleipulver" "oligofruktose" und weißderteufelwasnoch. mir ziehts alles zusammen beim lesen, bauchweh krieg ich und... wie kann man sich das hineinziehen? da gibts noch viel schlimmere wörter, aber die damerk ich mir ja gar nicht (und abschreiben kann ich sie grad nirgens).

von sämtlicher "abfallverwertung" - milchzucker, milcheiweiß, süßmolkenpulver, eigelbpulver,... einmal abgesehen.

nein danke. lieber frisches gemüse.

mahlzeit!

Gepostet am 16.02.2013 - melden?
Selbst Kochen und Selbst-Kochen-Lernen

@lundi: Du hast vollkommen recht, als ich meinen Hausstand gegründet habe gab es gerademal Dosenfutter :((,  a) wir mochten es nicht und b) mein GöGa verträgt es nicht. Ich habe von meiner lieben Großmama richtiges gutes Kochen und Einmachen von der Pike auf gelernt. Sie arbeitete damals in einer Versuchsküche unseres Stromlieferanten und war somit immer auf dem neuesten Stand in puncto Küchentechnik und Küchenutensilien. Ausserdem hat sie mich neugierig gemacht mit ihren Kräuterzucht und deren Verwendung in Salaten.  

Als mein Töchterlein im Studium war hat sie sich ihre Fertiggerichte auch immer bei mir abgeholt. Mit dem Kauf eines Induktionsherdes wurde nun mein geliebter Dampfdrucktopf für mich unbrauchbar und sie hat ihn dankbar geerbt. Jetzt nach dem Studium kocht sie selbst.  Ich habe mit Genugtuung gehört, was sie bereits alles darin zubereitet hat. 

Ich habe mir interessehalber die Rückseite (Zubereitung von Fertiggerichten) durchgelesen und festgestellt, es werden (siehe Rinquinquin) immer noch weitere Zutaten benötigt, eingekauft (und somit ist das Fertiggericht nicht fertig!) und der Müllberg ärgert mich auch.

Meine tägliche Planung beginnt auf dem Parkplatz meiner Arbeitsstätte, nämlich: wenn ich ins Auto einsteige, um heimzufahren. Es wird überlegt, was befindet sich im Kühlschrank und was könnte man daraus machen. Ich brauche meistens keine 30 Minuten, um ein komplettes Gericht zu kochen. Auf dem Lande braucht man allerdings eine sortierte Vorratshaltung. Bei Gerichten, die länger brauchen, werden die Reste eingewckt und so habe ich meine eigenen Fertiggerichte.

 

:)): STIMMT:

"Werbung

Kriegt IHR hier auf der "küchengötter-website" eigentlich auch immer KNORR-Werbung? Wenn die wüssten, dass sie gerade hier verkehrt sind... "

Gepostet am 17.02.2013 - melden?
Werbung? nein

Ich erhalte die Werbung nicht, liegt vielleicht am Adblocker plus.

Aber zur Ursprungsfrage. Ich finde es schon traurig wie mit Lebesmitteln im Fix und Fertig Bereich umgegangen wird. Leider können wir uns nur was vormachen, die Zeit wo viele selbst kochen ist vorbei. Da kann man nochsoviele Kochshows im Fernsehen zeigen. Wenn ich denke was meine Großmutter noch alles konnte, die würde manchen Küchenchef in die Tasche stecken. Von ihr habe ich auch noch einen Schatz, ihr Schulkochbuch aus den 20iger Jahren. Fein säuberlich geführt. Das Gegenteil dazu: Der Hauskreis vom Freitag. 10 Gäste, von 20 bis 40 Jahre. Wir haben gemeinsam gekocht, nur eine Dame konnte es richtig, andere bekamen schon Probleme, nur eine Gelbrübe oder eine Stange Lauch zu putzen und kleinzuschneiden. Da wundert es mich nicht, dass es im Supermarkt immer mehr Fertigprodukte sieht. Traurig, aber wahr.

Gruß

Gaston

Gepostet am 19.02.2013 - melden?
Deutschland isst....

Gestern kam ein Bericht im NDR über Deutschland isst mit Tim Mälzer. Da hat er unter anderem versucht, Fertigprodukte nachzukochen, so wie sie auf der Zutatenliste stehen. Ein durchaus sehenswerter Bericht. Er ist in der NDR Mediathek unter http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/media/deutschlandisst107.html einige Tage verfügbar.

Gruß

Gaston

Gepostet am 19.02.2013 - melden?
Super Brokkoli-Cremesuppe.

@Gaston, erschreckend fand ich, was suggeriert wird und was wirklich drin ist. Und warum alles mehr oder weniger gleich schmeckt. Eine 3/4 Erdbeere im Obstmix und ein paar Brokkolistängel in der Suppe. Hefeextrakt ist glutamathaltig und bei natürlichen Aromen reicht es, wenn es eine nätürliche Quelle ist (Holz, Pilze). So etwas muss man studiert haben, um es zu verstehen. Fertiggerichte nach Zutatenliste nachkochen werde ich auch mal machen, um den Kindern zu zeigen, was da drin ist: Friss dich fett! - Das als kleine Zusammenfassung, wenn der Link nach einer Woche nicht mehr aktiv ist.

Gepostet am 21.02.2013 - melden?
Bio als Kompromiss oder Alternative?

Hat jemand Erfahrung mit Bio-Fertiggerichten oder Fertiggerichten aus dem Reformhaus?

Ich würde mir von denen weniger Chemie und mehr natürlichen Geschmack erhoffen...

Gepostet am 21.02.2013 - melden?
Fast keine Bio-Fertiggerichte

Meinst Du so etwas wie Tütensuppe oder TK-Lasagne? Nein, sie sind nicht besser, enthalten zu viel Chemie, oft Glutamat. Ich lese auch das Kleinstgedruckte und bin ganz glücklich, dabei nicht auf eine Brille angewiesen zu sein. Trifft meinen Geschmack nicht, hab's probiert. Tütenpulverzeugs finde ich sowieso überflüssig, wenn ich Fleisch oder Gemüse zubereite, mit wenigen Gewürzen und einem Klecks Sahne ist alles perfekt. Wozu dann die Tüte?

 

Klar gibt es Kompromisse: Gewürzgurken oder Nudelsoßen im Glas von alnatura z.B. - das ist für mich OK. Reden wir nicht alles schlecht. Es gibt schon einiges in guter Qualität, Bio oder auch nicht. Gründlich lesen und probieren.

Gepostet am 21.02.2013 - melden?
All die kleinen Helferlein...

sind natürlich in Bioqualität nicht auf billig getrimmt, @muffinfee. In der Gemüseboullion im Glas steht dann schon drauf, dass keine Hefe zugesetzt wurde und wie hoch der Gemüseanteil ist (14%). Und je hochwertiger das Produkt, um so teurer. Fertige Pestosaucen, viele Spezialitäten gibt es zum Teil auch fix und fertig. Bei Blätterteig nehme ich auch den Frischteig aus dem Kühlregal. Gegenüber Selbermachen sind diese Produkte dann sehr teuer. Und dafür ist mir manchmal das Geld dann einfach zu schade. Bei Fertig-Ravioli aus dem Kühlregal nehme ich in Kauf, dass eine Ricotta-Spinat-Füllung immer gleich schmeckt und auch die Fertigsaucen im Beutel kein Vergleich sind zu selbstgemacht. Den Geldbeutel schonen würden andere, einfache, schnelle Gerichte. Nach einem anstrengenden Tag sind mir dann auch 20 min. in der Küche zu viel. Ritsch-Ratsch-Fertig! Was aber selten vorkommt. Will sagen, es muss nicht alles teuer und Reformhaus sein. Es soll aber Leute geben, die ernähren sich nur so. Unvorstellbar für mich.

Gepostet am 23.02.2013 - melden?
Danke Gaston,

ich habe die Sendung gesehen, der Link/Sendung ist in der Mediathek zu finden.

Gepostet am 23.02.2013 - melden?
Wie gut sind No-Name-Lebensmittel?

Habt ihr die Sendung mit Nelson Müller gesehen?. Im Großen und Ganzen zu empfehlen. Sicher,  ich bin auch schon mit einigem eingegangen. Das kaufe ich dann eben nicht mehr.

Hier, der Link für alle, die die Sendung verpasst haben.

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