Ich kann nicht wirklich mitreden. Milchbars sind für mich Relikte aus alten DDR-Zeiten. Milchbar nennt sich dort niemand mehr? Hinweggefegt nach der Wende. Ganz anders wird dies in N.Y. gesehen.
Was finden die Leute nur an Cereal Milk? Und die passenden Cookies gibt es auch dazu. Wer es ganz genau wissen möchte, findet hier das Rezept. Ich persönlich schwöre ja auf den Rest mit Zimtgeschmack dran. Das so etwas Kultstatus hat, wusste ich nicht.
aber warum aus alten DDR-Zeiten. Ich war in den späten 50 er Jahren in Stuttgart öfters in der Milchbar im EM-Palastin der Königstraße. Nicht nur der Milchgetränke wegen, sondern auch wegen einer Besonderheit des Etablissements. Diese Milchbar hatte als technische Attraktion eine sich automatisch öffnende durchsichtige Glastür. Man trat auf ein Kontakgitter, das direkt vor der Tür in den Boden eingelassen war und die Tür öffnete sich. Damals war es en vogue high heels und Nylons mit Naht zu tragen und viele Frauen kleideten sich so. Das Betreten der Kontaktgitter mit high heels schien problematisch, denn man hätte mit den Absätzen der Schuhe durch die Gittermaschen rutschen und in der Gittermatte hängen bleiben können. Einige Frauen befürchteten wohl derartiges und traten deshalb mit einem großen Schritt über die Kontaktgitter. Die Tür öffnete sich nicht und man rannte dagegen. Es gab auch damals schon so eine Art Milk "To Go" in Pappbechern. Man kann sich vorstellen was passierte wenn sich die Glastür beim Verlassen der Bar nicht öffnete. Man hat dann die Tür mit gelben Streifen versehen um diese Mißgeschicke zu verhindern, letztlich ohne großen Erfolg. Die Tür wurde entfernt. Die Technik musste der verschütteten Milch weichen. Die Hoch-Zeit dieser Milchbar war aber kurze Zeit danach bereits verstrichen und sie wurde geschlossen.