o Falscher Käse auf dem Vormarsch

Erstellt am 19.05.09 von lalinea1965 - 17 Kommentare
letzter Kommentar von Aphrodite am 11.07.09
Kategorien: Zutaten & Zubereiten
Ein Mix aus Geschmacksverstärker, Wasser, Fett und Eiweiß: Auf Pizza und Co. findet sich oft so genannter Analog-Käse. Für den Verbraucher ist das meist nicht zu erkennen
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Unter www.vzhh.de finden Verbraucher Produkte mit dem sogenannten Analog-Käse - etwa Pizza, Lasagne, Cheeseburger oder Cordon bleu, aber auch Käsebrötchen oder Käsestangen vom Bäcker.

Im Supermarkt, aber auch in Fast-Food-Restaurants oder in Back-Shops werde den Verbrauchern der Kunstkäse meist ohne Kennzeichnung untergeschoben, kritisierte die Verbraucherzentrale. Analog-Käse ist 30 bis 40 Prozent billiger als echter Käse. Anzeige

Bei einem Markttest fanden die Einkäufer im Kühlregal etwa die "Lebensmittelzubereitung mit Pflanzenfett" oder "Hähnchenschnitten Cordon bleu Art", die eine minimale Menge echten, mit viel Imitat gestreckten Käse enthalten.

Auf der Zutatenliste kann so "Zubereitung mit Käse" stehen. Auch für Schafskäse gebe es Imitate, die im vermeintlich Griechischen Salat beim Imbiss landeten, erklärte die Verbraucherzentrale.   Wollen wir nicht alle "echten" Käse für "echtes" Geld????

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Anonym
Gepostet am 19.05.2009 - melden?
Ergänzung

Zitate dazu von www.foodwatch.de

Lebensmittelherstellern und Gastronomie dient das Imitat alsbilliges Ersatzprodukt für echten Käse. So preist ein Anbieter auf seinerInternetseite 100 Kilogramm "Analogkäse" für 148 Euro an – als"kosteneffektive, kontinuierlich verfügbare Alternative zu traditionellemPizzakäse". 100 Gramm Käse-Imitat kosten demnach nicht einmal 15 Eurocent.

 

Verbraucher können kaum erkennen, wenn ihnen Pseudo-Käseuntergejubelt wird. Käse-Ersatz findet sich im Handel unverfänglich als"Pizza-Mix" oder "Sandwich-Scheiben", auch bei überbackenenProdukten in Bäckereien oder Imbissen könnte Pseudeo-Käse eingesetzt worden sein

Denn wo "Käse" drauf steht, muss auch Käse drinsein. Wenn Händler, Imbissbetreiber oder Gastwirte ihren Kunden dennochPseudo-Käse als Käse verkaufen, ist das illegal – aber keinesfallsausgeschlossen. Nach Angaben der Lebensmittelkontrollbehörden in denBundesländern kommt es zu zahlreichen Deklarationsverstößen, gerade beiFast-Food-Imbissen, in denen Kunstprodukte als Käse verkauft werden. Doch dieBehörden geben ihr Wissen nicht an die Verbraucher weiter, die Betrüger werdennicht genannt.

 

Gepostet am 19.05.2009 - melden?
Alles eine Frage des Profits.

Ich habe gelesen, der Pseudokäse  verträgt 400 °C, Teflon schmilzt schon so um die 370. Es geht darum, Fertigpizzen in der halben Zeit backen zu können...und somit mehr Profit zu erzielen.

Und wer sagt, wie sich diese unkaputtbare Pampe auf Langzeitdauer in unserem Organismus auswirkt????

Eine Sauerei!

 

Gepostet am 19.05.2009 - melden?
Ui, Ui, wer kauft hier diese Produkte?

Nicht alles Käse oder was ?!

Es ist schlimm  was dem Verbraucher alles untergejubelt wird, das finde ich auch. Und man kann nicht genug aufpassen was im Einkaufskorb landet. Aber da habe ich bisher keine Nachricht für mich erkennen können, da ich in diesem Bereich weder esse noch diese Produkte benutze.

Gepostet am 19.05.2009 - melden?
Auf der Sicheren Seite!

Denke genau wie auchwas: da ist man doch wiedermal auf der sicheren Seite, wenn man Bio und möglichst wenig verarbeitete Produkte kauft und kein Fastfood isst. 

Ne Sauerei find ich´s trotzdem!

Aber wie immer ist da auch mal wieder die "Geiz ist geil"-Einstellung mit Schuld, oder?! Die/Wir Verbraucher haben so vieles in der Hand!!!

 

Anonym
Gepostet am 19.05.2009 - melden?
Wissen

@kakadu

wir Verbraucher haben eine ziemliche Macht und Verantwortung. Aber dafür braucht man auch die entsprechenden Infos. Anderseits sollten auch die Leute, die nicht soviel Geld für Öko-Produkte ausgeben können- oder sich nicht mit den Themen so befassen- auch geschützt sein.

Genaus ist es doch nun mit der Mogelei um die HALTBARE FRISCHMILCH und die verschleierte Deklarierung.

Gepostet am 19.05.2009 - melden?
Zu billig ist verdächtig

Wenn ein Lebensmittel besonders preisgünstig ist, dann stimmt damit erwas nicht und man sollte es nicht kaufen. Am besten ist es, wenn man Bio-Produkte verwendet, oder auf einem Markt einkauft wie @lalinea1965, da kann man mit dem Produzenten Auge in Auge sprechen und weiß zeimlich genau, was man kauft. Wer viel selber macht, der hat ein kleineres Risiko, so eine Geschmacksverstärkerpampe zu erwischen. Ich brauche so ein Zeug auch nicht und bin auf jeden Fall dafür, daß Lebensmittel die so etwas enthalten deutlich gekennzeichnet werden müssen. Den Fast-Food-Fans ist es vermutlich egal, was sie da essen.

Gepostet am 19.05.2009 - melden?
Mir ist es nicht egal was ich esse,

und alle die profitgierigen Haie sollte damit gefüttert werden. Anklagen und wie kann man das ändern?   Klar nicht kaufen, ich habe keine Probleme, hoffe ich zumindest und mit mir kein Absatz und kein Umsatz. Schwierige Themen am Abend. Da lauern so viele  Haie im Ozean. Wir müssen aufpassen !

Gepostet am 20.05.2009 - melden?
Ein großes Problem ist meiner Meinung nach,

daß es vielen Menschen wirklich egal ist, was sie essen – Hauptsache es ist billig, schmeckt ihnen und macht sie satt. Aus dem TK-Regal rein in die Mikrowelle, falls zum Essen sogar noch ein Teller benötigt wird, diesen dann schwupp-di-wupp in die Spülmaschine, anschließend noch eine Tüte Käse-Chips vor dem Fernseher oder PC und eine Flasche Cola oder Fanta. Diese Menschen fragen nicht, welcher Käse auf ihrer Tiefkühlkost oder in ihrer Chipstüte war, echt oder unecht, egal, sie könnten bestimmt vielfach keinen Greyerzer von einem Camembert unterscheiden.

 

Das ist wohl der Grund dafür, dass diese Imitate überhaupt verkauft werden können. Wären die Verbraucher aufgeklärter und somit kulinarisch gesehen auch etwas anspruchsvoller, würden sie diesen Mist (Entschuldigung) ablehnen, und er wäre ganz einfach unverkäuflich und somit weg vom Markt.

 

Ich denke, wir alle hier sind sehr sensibel, was unsere Ernährung und den Genuß betrifft. Daher treffen wir uns in diesem Forum wohl auch mehr oder weniger regelmäßig, um unsere Erfahrungen auszutauschen und unseren „Koch-Horizont“ zu erweitern.

Es ist sehr schön, dass hier auch so viele junge Leute mit großer Freude dabei sind und diese Begeisterung auch sicher an ihren Freundeskreis weitergeben. Das bringt schon sehr viel!

 

In den Schulen und Kindergärten wird heute auch schon einiges dazu beigetragen, den Kindern leckeres, frisches und gesundes Essen nahezubringen. Doch dann zurück, in ihren Familien, daheim, wie sieht´s da häufig aus?

 

 

Gepostet am 20.05.2009 - melden?
Mein Freund Harry.

Er ist nicht wirklich mein Freund, aber (schlecht für ihn - gut für meine Tochter) das abschreckende Beispiel einer gnadenlosen Fehler-nährung. Harry mag Fastfood und schüttet Unmengen an Cola in sich hinein. Ihm schmeckt's. Meine Tochter hat Respekt vor diesem bulligen Mann. Er ist nett, aber so wie er möchte sie nicht werden. Geschmack ist ein trügerischer Radar und bei den meisten dann wie ein einseitig trainierter Tennisarm. Von Fertigpizza & Co habe ich mich verabschiedet, seit Pressfleisch verwendet wird. Eiweiß ist Eiweiß und dann schließt sich der Kreis.

Gepostet am 20.05.2009 - melden?
wenn man sich mal ansieht ...

wie viel von dem fertigzeugs verkauft wird kann man echt davon ausgehen das es manchen menschen egal ist was sie in sich reinstopfen... ich kaufe kaum fertige produkte und wenn schaue ich genau hin was drin ist.

Anonym
Gepostet am 20.05.2009 - melden?
Aber wie

Wir sind uns ja hier alle einig-jeder ist  interessiert an gesunder Ernährung und gesunder Zubereitung.

Aber es ist wie auch mit  anderen Themen- diese Informationen erreichen wieder nur die, die eh schon gut Bescheid wissen und aufgeklärt sind.

Die Frage ist aber: wie erreicht man denn die Anderen?? Eine schwierige Herausforderung. Frauen wie lalinea erfüllen da eine wichtige Rolle- als Katalysator gerade für die Kinder und Jugendlichen. Oder alle Mütter hier, die es vorleben und auch so weitergeben.

Ich selber versuche in meinem kleinen Umfeld auch immer wieder mit Leuten darüber ins Gespräch zu kommen- z.Bsp im Supermarkt beim einkaufen ergaben sich schon hitzige Debatten.

Zum Thema Geld: es gibt wirklich eine Menge Leute, die einfach nicht soviel zur Verfügung haben, um Bioprodukte einzukaufen. Mit Bewußtsein, kann ich aber auch mit kleinem Geldbeutel gut und vernünftig einkaufen.

Anderseits sehe ich auch Leute, die blindlinks im Ökosupermarkt einkaufen- weil es eben schick ist und Geld keine Rolle spielt. Auch dort ist nicht alles einwandfrei und umweltfreundlich.

Gepostet am 20.05.2009 - melden?
Ach, die schon wieder.

@Jeanne, es sind kleine Trippel-Schritte. Und solange die Richtung sitmmt, wird das auch richtig sein und richtig spannend. Was früher Bio war, hat heute ein Bio-Siegel und jeder, der sich Bio nicht leisten mag, macht es "Do it yourself". Auf den Balkonen wird roter Mangold kultiviert, auf dem Fensterbrett in der Küche sprießt Basilikum. Auf Nintendo DS gibt es "Gesund kochen". Hauswirtschaft ist wieder in, weil die Kinder sagen: Meine Mutter kann nicht kochen! Diese Lücke wird gefüllt.Da wurde ein Generation mal kurzerhand abgehängt. Ansonsten brauchte es keine Überzeugungstäter.

Anonym
Gepostet am 21.05.2009 - melden?
Hoffnung

@aphrodite,

hier sieht es nicht so hoffnungsvoll aus. Typisch Großstadt eben. Da rennen die Kids nach der Schule und kaufen sich diverse Asia-Tütchen mit den Trockensuppen und vertilgen die in rauen Mengen- sind ja preiswert. Und da pure Chemie und viel Glutamat, brauchen sie immer mehr davon.

Hauswitschaft ist hier noch nicht in. Im Gegenteil- dafür sind die außer Haus Angebote zu vielfältig.

Aber schön zu lesen, das es doch auch anders aussieht im restl. Land.

Gepostet am 11.07.2009 - melden?
Lebensmittel mit minderwertigen und künstlichen Inhaltsstoffen

Heute fand ich in der Zeitung einen erschreckenden Bericht über Lebensmittel mit künstlichen oder minderwertigen Inhaltsstoffen. Nur wenn man ganz genau hinschaut, kann man das erkennen. In einem Fall wirbt sogar der Promikoch Alfons Schuhbeck für ein solches Produkt. Auf der Website www.abgespeist.de findet man eine Liste von solchen Lebensmitteln und eine genaue Beschreibung, was da nicht in Ordnung ist. Wir sollten also künftig ganz genau hin schauen, was "drin" ist.

Gepostet am 11.07.2009 - melden?
Sollten wir nicht alle eine bisschen "Gottfried" sein?

@Karlchen, die Foodwatch-Artikel haben mir fast die Schuhe ausgezogen. Wichtiger scheint, zu wissen, was NICHT auf dem Etikett steht. Ich fühle mich regelrecht weichgeklopft von diesen Werbeversprechen. Weniger Zucker in Capri-Sonne? Weit gefehlt! Sie weisen den Zuckeranteil nur nicht aus. Heute habe ich meiner Tochter die Ernährungspyramide erklärt. Und jetzt wollt Ihr wissen, wer Gottfried ist? Er nennt sich Spaßbauer und hat so ganz eigene Ansichten von der zivilisierten Welt.

Anonym
Gepostet am 11.07.2009 - melden?
Fast food

das paßt dazu

http://www.kuechengoetter.de/community/forum/Alles-Feinschmecker-oder-doch-auch-Fast-Food--beitrag-928232.html

Sehr interresant finde ich auch die Aussagen zum Pesto von Bertoli.

Aber die Frage ist auch- wir lesen diese Infos und dann? Wird jemand hier auch aktiv und unterstützt solche Aktionen zum Verbraucherschutz? Ich muss gestehen- bisher tat ich es nicht. Aber will mich damit mal näher beschäftigen.

Anonym
Gepostet am 12.07.2009 - melden?
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