In der letzten Woche trafen sich die Gewinner des Maike-kocht-Dickhaut-hilft-Wettbewerbs zum gemeinsamen Kochen im Münchner Schlachthofviertel – Fleisch gab’s aber keins.
"Einmal in Frisco, da ist mir ein Tintenfisch sooo nahe gekommen"
Aus dem nahen Norden waren welche da und aus dem tiefen Süden, absolute Einsteiger und ausgebildete Profis, Mutter und Tochter, Mann und Frau - und zwei gute Bekannte haben sich bei unserem Küchgötterkochkurs in der letzten Woche auch wieder gefunden („Bist Du nicht…?” „Ja, und Du bist doch…!”). Mit anderen Worten, es war ein wirklich besonderer Tag, den die Gewinner unseres Wettbewerbs da an einem der verwunschensten Plätze Münchens im verbrachten – zwischen Isar und Schlachthofviertel im schönen Wohnlokal des „Heimspiel”.
Und es war ein heißer Tag. Zum einen wegen der Temperaturen, zum anderen, weil wir alle Fenster zumachen mussten. Denn es wurde nicht nur gekocht, sondern auch gefilmt: eine Spezialausgabe von „Maike kocht, Dickhaut hilft”, in der wir – Trick! – einen guten Teil der Küchengötterwünsche für die nächsten Folgen auf einen Schlag erfüllt haben. Gibt’s noch im Juli zu sehen – danke an alacarte, Eliza, Krissy, Kri & Co., milkailka und winnerger, dass sie die Dreharbeiten geduldig ertragen haben.
Das Programm für diese sechs Stunden war ehrgeizig: Zum Auftakt machten sich Gastgeber Maike, Nicky, Anke und ich ans Zitronenparmesanbutterbrot aus Nickys kommendem Buch „delicious days” – masssives Front-Cooking. Das galt auch noch für die nachfolgende Tintenfischwarenkunde inklusive Wokken (Zart-Trick: Tintenfischtuben aufschneiden und von innen kreuzweise einschneiden, dann nur 2 Minuten wokken). Aber an den restlichen bunten Asia-Salat aus Melone, Radieschen (Trick: Grün dazu, besser als Rukola) und Tomaten mussten alle ran. Das Rezept hatte ich für den Kurs am Schreibtisch zusammengeschrieben – massives Testkochen also auch noch.
Und jetzt ALLE!
Danach kannten sich alle gut genug, um Gruppen zu bilden, von denen die eine die Semmelknödel ansetzte, abdrehte und gar ziehen ließ, während die andere Pfifferlinge putzte (Waschen in Mehlwasser macht sie fixrein und hält sie trotzdem trocken) für die Rahmschwammerl mit Dill – ein Kraut, das toll zu Pilzen passt. Tja, und weil wir zwischendurch immer wieder ins Schwätzen kamen und uns zu den Knödeln doch mal letzten, war es nach Mittag, bis es zum Hauptgang kam.
Deswegen verschoben wir das Duell „Gurkenrisotto gerührt gegen ungerührt” aufs nächste „Maike kocht, Dickhaut hilft” und kleideten gleich die Lachsforelle im Salzmantel nach Fish Basics ein. Vier Prachtstücke hatte die Crew vom Heimspiel besorgt, die wir nach Rezept 30 Minuten (frisch und glasig), 40 Minuten (saftig und aromatisch) und 50 Minuten (im Doppelpack) garten, wobei die Kruste sich am besten wegklappen ließ.
Während an der Kochtheke der Fisch vom Blech aus dem Salz genascht wurde, machten sich die Profis aus Frankfurt in der Basisküche schon an die Salzburger Nockerln, die man unbedingt noch vor Kursende probieren wollte (ein Deutschlandspiel drohte). Nach dem Motto „Kochen ist Arbeit, aber eine schönere gibt’s nicht” standen wir zum Schluss alle zufrieden um den Herd rum, löffelten himmlische Nockerl und hatten das Gefühl, alles richtig gemacht zu haben – auch weil genug Platz für Überraschungen (z. B. Winnergers Mitbringbagel) blieb. Im Handumdrehen war aus einer Zufallstruppe ein echtes Genießerteam geworden. Tja, nichts verbündet eben mehr als Kochen und Essen.
Hier alle Rezepte samt Links:
Tintenfisch-Antipasti aus dem Wok
Bayerische Semmelknödel
Rahmschwammerl mit Dill
Lachsforelle im Salzmantel
Salzburger Nockerln
„Wird das was?” (Wer denkt’s von wem?)
„Sieht aus, als ob das jedenfalls was wird - wir setzen uns schon mal.”
„Jaja, Hauptsache ihr habt Euren Platz. Tennis anyone?”
Keine Chance gegen ein vierfach stilles Damendoppel.
Und die schönsten Feste enden…
…auch irgendwann vor der Tür. Danke an alle Küchengötter und den Besten Geist Boris (rechts). Fotos: milkailka (1), Dickhaut (6)
An alle Küchengötter und Küchengöttinenen, schöner hätte man es wirklich nicht formulieren können. Der Tag hat echt richtig Spaß gemacht. Das Kochen das Schwatzen und nicht zuletzt das Essen. Die Location war auch wirklich passend für dieses Vorhaben und dank Sebastian, Maike, Anke, Nicole und Boris, die uns zeigten und halfen, haben wir alle etwas von diesem schönen Tag mitgenommen . Vielen lieben Dank dafür und Grüße an alle aus Frankfurt.