Unser vielleicht beliebtester Kochkurs hat mal wieder das Hukodi auf den Kopf gestellt. Aber lest einfach selbst…
Wie bringt man eine Gruppe von zehn Kochwütigen dazu, die Hüften zu indischen Klängen zu kreisen? Wer es weiß, kann es mir gerne verraten, denn ich habe es bei unserem Bollywood-Kochkurs letzten Donnerstag nicht geschafft. Doch auch wenn nicht getanzt wurde, es wurde fleißig gekocht und natürlich auch fleißig gegessen.
Los ging es mit einem sprudelnden Aperitif für die lustige Runde, der es dank Chili und Ingwer faustdick hinter den Ohren hatte. Nachdem dann alle richtig „scharf“ darauf waren mit indischen Gewürzen herum zu experimentieren, ging es auch schon an die „Arbeit“. Plötzlich die Überraschung: Innerhalb weniger Minuten waren alle männlichen Kochkursteilnehmer aus der Küche verschwunden. Kochkursflucht? Nicht ganz. Ein Blick ums Eck klärte auf: Sie hatten im Nachbarraum kurzerhand eine Kräuterküche eröffnet, um Koriander und Minze im Gleichschnitt den Gar aus zumachen. Während es dort bereits unwiderstehlich gut nach frischen Kräutern duftete, begaben sich am Herd Tomaten in ein Bad aus Kokosöl, Senfkörnern, Curryblättern, Chili und Weißweinessig. Wer nicht dabei war und es nicht selbst gerochen hat wird kaum glauben können, wie gut es im Hukodi in kürzester Zeit gerochen hat!
Da wir nicht nur riechen wollten, wurden dann natürlich auch bald all unsere Köstlichkeiten vernascht: Tandoori-Paratha (selbstgemachtes indisches Knusperbrot) mit Koriander-Minze-Chutney, Dal mit Blumenkohl und Fisch im Päckchen mit Safran Pulao. Wer jetzt denkt, dass nun nichts mehr in unsere Bäuche gepasst hätte, kennt Sebastian noch nicht. Denn ohne Dessert geht ihm niemand aus dem Hukodi. Und wenn schon, dann aber richtig: Es gab Wolke Süß mit nur gaaaaaanz wenig Sahne (hust, hust).
Spätestens nach den letzten Löffeln des Desserts wäre wohl sowieso niemand mehr in der Lage gewesen, seine Hüfte ohne Beschwerden zu kreisen. Doch beim nächsten Mal, da krieg ich Euch bestimmt! Und auch ohne rhythmische Sportgymnastik bleibt mir mal wieder nur zu sagen: Schön wars. ich freue mich auf den nächsten Kochkurs mit Euch.
Die neue Kräuterküche im Hukodi: Die männlichen Kochkursteilnehmer waren ganz schnell nebenan bei Küchenfee Lea zum Kräuterzupfen verschwunden. Ob's am Platzmangel oder an Lea lag?
Während nebenan geschnippelt wurde, probierten andere schon mal fleißig die Tomatenmischung für den Tisch. Die Betonung liegt auf fleißig - es hat anscheinend gut geschmeckt.
Der Teig für unser Tandoori-Paratha macht sich zugegebenermaßen nicht ganz von selbst: Erst kneten, kühlen, ausrollen, eine Teilgblüte falten...
... und dann nochmal ausrollen. Doch wen kümmert's, wenn das indische Brot am Ende so köstlich schmeckt?
Dann hieß es nur noch ein letztes Mal abschmecken (gemeinsam geht das immer besser) und schon konnten die Hauptgerichte verköstigt werden.
Küchengott Sebastian zeigte am Ende noch allen, was er so alles drauf hat und schlug die Sahne fürs Dessert mal eben von Hand. Respekt!
Das war es auf jeden Fall. Da sind wir, sparrow und ich, uns einig. Und geschmeckt hat es ganz toll. brot hatten wir allerdings eindeutig zuviel gebacken. Von der Tomatensoße für den Fisch hätte es aber gern mehr sein können.
Jetzt zu Deiner Frage mit dem Tanzen. Die Musik trat dann vor lauter Kochwut doch sehr in den Hintergrund und Sebastian wollte ja auch nicht mitmachen ;-))
Insgesamt aber ein ein sehr gelungener Abend!!