Ein bayerisches Dienstagskochen zum Mitschunkeln. Wer dienstagkocht mit?
Liebe Dienstagskocher, heute begrüße ich Euch mal im Dirndl (das müsst Ihr Euch an dieser Stelle einfach mal vorstellen), denn obwohl ich nur eine Zuagroaste bin, hat mich seit drei Jahren das Wiesnfieber gepackt und in meinem Kleiderschrank findet sich schon das eine oder andere Wiesngewand, während man mich gerade meistens auf der Wiesn findet.
Ein Dirndl oder die Lederhosn braucht Ihr bei unserem nächsten Dienstagskochen nicht rauszuholen, aber vielleicht mögt Ihr trotzdem das gleiche essen wie ich auf dem Oktoberfest? Ganz klassisch isst man auf der Wiesn natürlich ein Hendl, das am besten noch mit Petersilienbutter gefüllt ist, doch ein bisschen Abwechslung auf der Bierbank schadet auch beim Oktoberfest nicht, vor allem, wenn man öfter dort ist:
Fleischpflanzerl mit Bayerischem Kartoffelsalat
ist mein Rezeptvorschlag fürs Wiesn-Dienstagskochen. Die sind nicht nur meist preiswerter als ein Hendl, sondern schmecken auch lecker (auch noch wenn sie schon kaltr sind, wenn man vor lauter Anstoßen mal nicht mit dem Essen hinterher kommt). Zu Fleischpflanzerl reicht man übrigens selbst in München keinen süßen Senf, der ist Leberkas und Weißwürstln vorbehalten.
Als Beilage kommt natürlich nur Bayerischer Kartoffelsalat in Frage, der mit Essig und Brühe angemacht ist. So, wie man es hier halt im Süden mag.
Für alle, denen das jetzt nicht bayerisch genug ist, habe ich ein Ersatzrezept vorbereitet und bin gespannt, ob es jemand zubereiten wird: Rettich-Weißwurst-Salat. Hier vereinen sich Weißwürstl und Radi in einer Salatschüssel – bayerischer geht’s wohl kaum noch.
Und, liebe Dienstagskocher, kann ich Euch mit diesen Rezepten zum Mitkochen und Schunkeln verführen?
In diesem Sinne wünsch ich Euch einen guten Appetit und bin gespannt auf Eure Fotos und Berichte.
140 Dienstagskochen und die Rezepte dazu:
Alle Rezepte im Überblick und mit Bild findet Ihr übrigens auch in Maikes Dienstagskochbuch und in Bettinas Dienstagskochbuch.
Wie das Dienstagskochen ausging? Schon bald mehr an dieser Stelle...
da muß ich mich jetzt aber wirklich einklinken zum Kartoffelsalat, denn dieses Rezept macht einem echten Bayern absolut gar keine Freude und auch der bayrischen Küche wenig Ehre.
Kartoffeln geschält kochen? In 5 mm dicke Scheiben schneiden, in Brühe ertränken und auch noch über Nacht in den Kühlschrank stellen? Und sogar noch Olivenöl dazu, das hab ich ja vor Aufregung ganz vergessen.
Wie auch immer, das geht wirklich nicht als bayrischer Kartoffelsalat durch, nicht mal mit der größten Gelassenheit, sei der Gardasee auch noch so nah bei München. Seid mir nicht böse liebe GU, aber das wißt Ihr auch.
Und wenn ich schon grad so schön am „Granteln“ bin ….. in Oberbayern (wo Euer Firmensitz ist), ist die Breze seit ewigen Zeiten eine Brezn und keine Brezel (der Plural verändert nichts, oa Brezn, zwoa Brezn, drei Brezn usw.), Richtung Schwaben und Baden Württemberg wird sie dann zur Brezel (zu Eurem Beitrag „Brezelallerlei“).
So, genug gegrantelt für heute, Lg, Eliza