Da war es wieder, das leidige Thema Diät und Abnehmen. Pünktlich zum Auftakt des neuen Jahres. Muss das ehrlich jedes Jahr wieder auf den Tisch oder eben nicht?
Ein ordentliches Frühstück mit Nickys Müsli im Bircher Style (Credit: Maike Damm)
Fünf Kilo in drei Tagen, nichts als Rohkost für vier Wochen oder Blitzfasten am Wochenende - Das neue Jahr ist da und das merke ich neben müden Knochen und Eisklötzen statt Füßen vor allem, wenn ich morgens durch den Schnee zur Tramhaltestelle stapfe, vorbei am Zeitungskiosk. Da prangen dann Zeitschriften, die mit vielfältigsten Abnehmtricks aufmachen und in neonfarbenen Lettern vor Fettfallen warnen. Spätestens im Supermarkt wird das neue Jahr dann aber zur Farce, wenn ich - tief gebeugt ins Kühlregal - den einzigen Joghurt zu greifen kriege, der mehr enthält als null Prozent von irgendwas.
Nickys beste Diät von allen
Weiter geht's dann in der Redaktionsrunde: Nach Nickys bester Diät von allen soll eigentlich Sebastian dran sein mit seinem persönlichen Geheimrezept für eine schlanke Linie. Nur will dem Gerneesser garnicht so recht einfallen, worauf er in kulinarischer Hinsicht so verzichten könnte. Und so testet er süße, bunte Krebbelsche und ich verlasse unsere Runde mit dem "Diät-Auftrag". Also sitze ich und grübele und plötzlich sind sie da, die drei goldenen Regeln, mit denen mich meine Mutter über Jahre verfolgte und die mein Leben heute ganz unbemerkt tatsächlich leichter machen:
1. "An apple a day keeps the doctor away." Besagter Apfel ist für mich zwar nicht immer ein Apfel, sondern kann schon auch mal eine Birne oder im Winter eine Kiwi sein, aber soviel Raum für Interpretation muss sein.
2. "Jeden Tag was Grünes, was Rotes und was Gelbes." Die komplizierteste der drei Regeln, denn ich ertappe mich immer wieder beim Grübeln darüber, ob ein Granny Smith nun zu Grün zählt oder auch mal in die Kategorie Rot oder Gelb fallen kann, weil es sich bei ihm ja schlussendlich doch um einen Apfel handelt und ein solcher meist rot oder gelb ist, selten grün. Was eigentlich sehr praktisch ist, denn letztenendes fällt er dann immer in die Farbkategorie, die es für mich an diesem Tag noch abzuarbeiten gilt.
3. "Frühstücken wie ein König." Besser gesagt frühstücke ich sogar wie eine Göttin und habe mir dafür was Feines von Nicky abgeguckt: ihr Müsli Bircher Style. Das ist mit gerösteten Nüssen, selbstgemachtem Feigenmus zum Süßen, einer Mixtur aus eingeweichten Haferflocken und zerdrückten Bananen und frischen Früchten je nach Saison und persönlichem Gusto so reichhaltig, dass ich garantiert bis mittags keinen Hunger verspüre. Was mich vorm vormittäglichen Plündern unseres "Stockwerk-Snäckbärs" bewahrt.
Was heißt hier eigentlich Diät?
Stimmt, eine Diät ist das noch lange nicht. Aber das soll es ja auch garnicht sein. Denn ich zähle mich wie Nicky und Sebastian zur Fraktion der Gerneesser und Diät hat meist was mit "Verzicht" zu tun - mal mehr, mal weniger. Außerdem bedeutet Diät zu halten meist, den lieben langen Tag an "nichts als Essen" oder eben "nichts zu essen" zu denken. Nach der Diät heißt oft auch vor der Diät. Die einzige Ausnahme, die mir dazu einfallen will, ist neben der "Frühstücksdiät mit Apfel und nach Farben" (wie ich sie mal nennen will) nur Nickys Diät. Aber bekanntlich bestätigen Ausnahmen ja auch die Regel.
Magisches Wort, für alle die über das Essen, mit dem Essen und was essen, wieder experimentieren wollen, müssen, können?!
Diese Vielseitigkeit bei diesem Wort und worauf man alles kommt unglaublich, ich find aber gut, jaaa, man denkt auch wieder mal über seine Lebensgewohnheiten nach oder besser Essgewohnheiten und was NEUES ist ja immer gut und mit guten Vorsätzen, das hat so was und es kommt keine Langeweile auf. Dann die Planung, wie und was, wie bringe ich es im Alltag auf die Reihe, freiwillig, geht das alles prima.
Doch kommt es auch vor man MUSS, es gibt ja auch Diäten die gesund machen und das ist so schwer, dann ist dieses freiwillige weg und man MUSS…………….
Fazit: Apfel, Gesund, Naturrein, in Maßen, nach Jahreszeiten essen.