Nicky und Sebastian sind heute auf großer Mission in Berlin: Auf dem Podium diskutieren sie über Foodblogs und die Rettung unserer Esskultur. Lust reinzuschauen?
Seit einigen Tagen sind unsere Küchengötter, Foodblogger und Kochbuchautoren Nicky und Sebastian auf großer Mission in der Hauptstadt. Als leidenschaftliche Betreiber eigener Foodblogs - deliciousdays.com und rettet-das-mittagessen.de - und neugierige wie kreative Küchengötter zählen sie nicht nur zur digitalen Gesellschaft, sondern haben auch noch einiges zu erzählen.
In einer Podiumsdiskussion auf der
- Berliner Konferenz re:publica gehen sie
- am Donnerstag, den 3. Mai 2012 ab 15 Uhr
der Frage nach, inwieweit sie mit ihren Foodblogs Einfluss nehmen können auf unsere Esskultur.
Lust reinzuschauen? Hier geht's zum Livestream auf republica.de
Und hier gibt's noch ein paar Infos zum Auftritt von Nicky und Sebastian für alle, die den Livestream leider verpassen bzw. verpasst haben: Foodblogs - Verfall oder Rettung der Esskultur
Und schade, dass es diese Diskussionen nur live gibt. Esskultur in Deuschland? Da driften Anspruch und Wirklichkeit wie im ganzen Kulturbetrieb in Deutschland auseinander. Blogger sollen da stilprägend sein? Auf einige wenige trifft das vielleicht zu. Und dann fehlen die Sponsoren. Weltenwandeln wie Goethe ist ja einfach nicht mehr drin. Kennst du dasLand, wo die Citronen blühn, Im dunkeln Laub die Gold-Orangen glühn,... Dieser Zauber muss ja erst einmal überspringen. Und soetwas schafft man nicht mit Spitzenköchen in TV-Shows und auch nicht mit Bloggern im Internet. Jedenfalls nicht, wenn sie nur vor sich hinbloggen. Und Spitzenköche ihre Haut zu Markte tragen wie Starfriseure ihre Haare.
Und ganz wichtig: Wenn hier von Verfall gesprochen wird. Und damit gemeint ist, der Verfall des professionellen Publizierens (!) - was dann wenig mit der Esskultur in Deutschland zu tun hat. Auch der Unbegabte kann die Schönheit eines Gedichts erkennen, selbst wenn er es nicht schreiben kann. Und solange Professionalität in den Verlagen als Mittel zum Zweck (Geldverdienen) verstanden wird, können alle gerne auf diesem Status verharren. Zeiten ändern sich. Man wird von neuen Möglichkeiten überrollt. Niemand wird mehr von Kutschen überrollt. Ja, es wird sie geben, die neue Esskultur. Rette sich wer kann.