Eine italienische Focaccia wird normalerweise nicht mit Kartoffeln gebacken, es gibt jedoch eine Ausnahme: die Focaccia pugliese.
Ich mag Brotteige sehr gerne, denen als spezielle Zutat Kartoffeln
zugesetzt werden. Die Brote bekommen dadurch ein besonders gutes Aroma
und halten lange frisch, die Krume wird feucht, locker und porös, die
Kruste schön braun.
Kartoffelbrot findet man daher in vielen Ländern in diversen
Variationen: Schottland hat seine Tattie Scones, Irland sein Potato
Bread bzw. Potato Farl, Norwegen die Lefse, in Ungarn werden Langos
(frittierte Brotfladen) traditionell mit Kartoffeln gebacken, zudem
gibt es ein Kartoffelbrot namens Krumplis Kenyér. Die Portugiesen
lassen sich Pão doce schmecken, das sogar seinen Weg nach Hawaii
gefunden hat und dort Hawaiian Sweet Bread oder Portuguese Bread heißt,
in Brasilien wurde goldgelbes Süßkartoffelbrot oder auch
Süßkartoffelbrötchen daraus.
Auch in Deutschland bäckt man Kartoffelbrot. Etwa in der Eifel oder im
Siegerland, wo die Variante mit gekochten Kartoffeln Sijjerländer
Bäckel, die mit rohen Räiwekoche heißt. Neben rohen oder gegarten
Kartoffeln kann man Brotteig auch mit handelsüblichen Kartoffelflocken
für Kartoffelpüree anreichern (wobei ich für Kartoffelbrei natürlich
jederzeit frische Kartoffeln vorziehen würde).
Eine italienische Focaccia wird normalerweise nicht mit Kartoffeln
gebacken, es gibt jedoch eine Ausnahme: die Focaccia pugliese. Auch
hier sorgen die Kartoffeln im Teig für eine saftig-weiche Textur und
machen das Brot damit zu einem idealen Begleiter für Antipasti, es
schmeckt aber auch ofenwarm mit einem Glas Wein ganz ausgezeichnet.
Welchen Belag man für die apulische Focaccia wählt, bleibt einem selbst
überlassen: typisch sind z.B. Kirschtomaten, karamellisierte Zwiebeln
oder Oliven. Man sollte damit aber eher sparsam umgehen, die Focaccia
soll nicht zu einer üppig belegten Pizza mutieren.
Ich habe mich bei meiner Focaccia pugliese für einen Belag aus gegrillten roten Paprikastreifen entschieden.
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