In „MEIN KOCHBUCH FÜR KOCHMUFFEL” outet sich Ursula Karven als Antikoch und wird von Küchenguru Sebastian Dickhaut auf den rechten Weg geführt. Hier erzählt er uns davon.
„Yeah, baby.” Fotograf Björn Kommerel und Ursula Karven beim Warmschießen
Es war an einem
Mittag im Mai 2010. Der Frühling entwickelte sich gerade zu Frühsommer, und die
Fenster des Küchengötter-Kochstudios HUKODI standen weit offen. „Yeaaaaah,
Baby, zeig’s mir, suuuuuper, so ist es toll, jaaaaAAHHHHH”, schallte es da
heraus, und ich musste erst mal vor die Tür gehen, um die Nachbarn beruhigen.
„Ursula Karven schält da drinnen nur Äpfel, ehrlich”, flüsterte ich der
Homöopathin von gegenüber zu. „Die Karven? Hier? Wow… wie kommt das denn?” Gute
Frage.
Wie konnte es
also soweit kommen, dass die berühmte Schauspielerin und Yoga-Botschafterin mit
Ex-Wohnsitzen in Los Angeles und Mallorca nun von ihrem Penthouse in
Berlin-Grunewald nach München-Untergiesing zum Apfelschälen kommt? Ganz einfach:
Sie wollte kochen können. Und noch lieber: kochen mögen. „Ich finde in meinen
Leben immer wieder die Balance”, hatte sie bei unserem ersten Treffen erzählt.
„Nur beim Kochen nie. Und das fängt schon im Supermarkt an. Bis ich da das
richtige Öl gefunden habe, tränen mir schon die Augen vom Suchen zwischen
Oliven-, Raps-, Distel- und Soweiter-Öl.”
Darum sollte ich
ihr einen Kochkurs geben – Basic Cooking für einen bekennenden Kochmuffel mit
einem ziemlich feinen Geschmack. Und das nicht nur für ein paar Stunden,
sondern über acht Wochen vom Einsteiger bis zum Überflieger, mit Wohlfühl- und
Entdeckertagen, an denen wir eine besondere Zutat erforschen, dazu mit vielen
Tipps und Tricks, zwei wöchentlichen Einkaufsplänen, wenig Fleisch und fast
keinen Pilzen, denn die mag sie nicht.
Spielerische Kochtherapie für vielbeschäftigte GenießerInnen
Wer sich jetzt
denkt, daraus könnte man doch auch gleich ein Kochbuch machen, der hat natürlich Recht. Zum
einen, weil das Kochmuffeln verbreiteter ist als man denkt (mehr als 50 % der deutschen Küchenbesitzer befällt es regelmäßig bis immer). Zum anderen, weil
die Idee zu einer spielerischen Kochtherapie für vielbeschäftigte GenießerInnen
eigentlich alle gut fanden, denen wir davon erzählten. Deswegen also das
Geschrei im letzten Mai – als Ursula Karvens Leibfotograf Björn Kommerel extra
aus Los Angeles eingeflogen war, um uns für ein paar Tage zu begleiten.
Jetzt ist das
Buch fertig: MEIN KOCHBUCH FÜR KOCHMUFFEL mit Ursula Karven als Kochmuffel auf gutem Weg und mir als
Küchenguru mit unbekannter Mission. Ganz besonders in der letzten Woche,
als ich von Ursula lernen konnte, wie man vor der Kamera lächelnd eine gute
Figur macht. Denn da waren wir auf kleiner Deutschlandtournee, Kochen, Yoga,
Essen und Gespräche für Zeitungen, Magazine und Sender. Inklusive jeder Menge
„Yeaaah, suuuper, jaaaaaah”.
Davon sprechen
wir aber ein anderes Mal. Denn jetzt gibt’s was zu gucken – eine
Handvoll Küchengötterfilme zum Thema „Was ist ein Kochmuffel und wie
krieg’ ich den los?” Mit Szenen aus dem Leben in Berlin und unserem Kochen in
München – Ursula Karven unplugged sozusagen. Viel Spaß dabei. Hier geht es zu den Filmen.
„Und sehen wir gut aus?” Bei Anprobe und Maniküre - ganz rechts mit Redakteurin Anja Schmidt.
„Und was machen wir jetzt mit dem?” Fisch in der Salzkruste, das große Anti-Kochmuffel-Wunder.
„Na, Essen natürlich.” Björn und Sebastians Assistentin Lea beim Edelrestessen. Fotos: Dickhaut