Es fehlt noch die ein oder andere Geschenkidee für Weihnachten? Jetzt gibt es kulinarische Geschenktipps aus der Küchengötter-Redaktion! Heute: Sebastians Gewürzmischung.
Ich sag’s gleich: Ich mache hier Eigenwerbung. Für meine eigenen Gewürzmischungen. Aber die sind noch ganz frisch und unbekannt, weswegen ich mir jetzt mal erlaube, darauf hin… Wie bitte? Ob ich jetzt denn unbedingt auch noch einen auf Gewürze machen muss? So wie Schuhbeck, Poletto, Henze, Holland undundund?
Ja, gute Frage, die ich mir selbst als erstes gestellt habe. Und mir dann gesagt habe: Ja! Weil ich mit Gewürzmischungen immer so meine Probleme habe. Weil ich nie so genau weiß, was ich jetzt mit einem „indisches Hochzeitscurry” machen soll, wenn ich mal nicht gerade indisch kochen oder heiraten will. Und weil ich andererseits mir nicht die Küchenschränke für alle Lebenslagen voll stopfen will. Aber so ein kleine Handvoll Würzgläschen, die einem auf Anhieb den Kochalltag verzaubern – das hätte ich schon gern.
Sie heißen „süß”, „scharf”, „sauer” und „herb” - denn Würzen fängt mit Schmecken an
So entstand die Idee, vier Basic-Würzmischungen zu entwickeln, die unsere größten Vorlieben abdecken - in dem sie den vier wichtigsten Geschmacksrichtungen folgen: Süß. Sauer. Scharf. Und bitter bzw. herb. Mit dieser Idee ging ich vor drei Jahren zu Bettina Matthaei, die würzige Kochbücher schreibt, als Küchengötter-Würzfee wirkt, vor allem aber Mastermind der Hamburger Manufaktur 1001Gewürze ist. Und sie schuf vier Mischungen, die was von Google haben – leicht verständliche Benutzeroberfläche, hinter der ein komplexes System Wunder wirkt. Weswegen die Mischungen schlicht „wunderwürz” heißen. Und jetzt bei 1001Gewürze zu bestellen sind.
„Wunderwürz”? Ich konnte nach dem ersten Schnuppern einfach nicht anders, ihnen diesen Namen zu geben. Zum einen, weil sie so wundersam rund und vertraut riechen, auch weil in den Gläschen meine liebsten Aromen stecken: unter anderem Cumin und Sumach in herb, Kardamom und Zitronenschale in sauer, Paprika und schwarzer Pfeffer in scharf, Zimt und Ingwer in süß. Das wahre Wunder ist aber, was diese Mischungen beim Kochen mit den Gerichten machen. So wie ein gutes Parfüm jedem Menschen einen anderen Duft verleiht, so wirkt Wunderwürz auf verschiedenen Speisen ganz unterschiedlich. Süß zum Beispiel, in dem noch Kardamom, Pfeffer, Paradieskörner und Vanille stecken, lässt Avocados orientalisch, Bratkartoffeln erdig und Milchreis rasant schmecken.
Die ideale Basis fürs Erfinden von eigenen Phantasierezepte und Lieblingsgerichten
Das liegt zum einen an der hohen Qualität der Grundgewürze, die immer nur in kleinen Mengen frisch gemahlen und gemischt werden (ohne die Streckmittel Salz und Zucker, deren Menge ich beim Würzen lieber selbst bestimmen will). Das liegt aber vor allem an dem wunderbaren Händchen von Bettina Matthaei, die jeder Mischung einen eigenen Charakter gegeben hat: in sich reich und komplex, nach außen intensiv und eindeutig. Die ideale Basis fürs Erfinden von eigenen Phantasierezepte und Lieblingsgerichten. Und für alle, die sich erst mal vortasten wollen ins Wunderwürzland, habe ich meine jeweiligen Lieblingsgerichte ich auf Kärtchen an die Gläschen gehängt. So oder so – viel Freude damit und ein frohes Fest.
Wie sieht's bei Euch aus mit Weihnachtsgeschenken, schon fündig geworden? Oder habt Ihr Tipps, die auch für andere Küchengötter nützlich sein könnten? Weitere Geschenketipps aus der Redaktion folgen in den nächsten Tagen und Wochen!
Ich würd mir ein oder mehrere dieser Gewürzmischungen kaufen, wenn sie im normalen Handel erhältlich wären. Bin immer offen und nach der Suche nach neuen Gewürzmischungen (da ich auch die "Perfekte" noch nicht gefunden habe.)
Allerdings schrecken mich hier die Versandkosten von € 11 ab (EU-Ausland), um dieses Geld könnte ich mir bereits zwei dieser Gewürzmischungen kaufen.
Aber ansonsten prima Idee. Vor allem finde ich's gut, dass kein Salz bzw. Zucker enthalten ist.