Der Valentinstag und die Farbe Rot mögen zwar ein untrennbares Paar sein, diese Himbeertrüffel geben aber auch an jedem anderen Tag ein ausgefallenes Mitbringsel ab.
Als mich Maike kürzlich fragte, ob ich nicht eine gute
Valentinstags-Idee (vielleicht sogar in rot?) für meine Kolumne hätte, musste ich einen
lauten Seufzer unterdrücken. Es gibt wenige Dinge, die ich so
leidenschaftlich ignoriere wie Valentinstage oder Muttertage. Nicht
weil ich lieben Menschen nicht gerne eine Freude bereite – eher das
Gegenteil ist der Fall – nein, ich lasse mir nur ungern vorschreiben,
wann ich das zu tun habe. Leider stehe ich damit relativ allein auf
weiter Flur, zumindest wenn man sich die Süßigkeiten- oder
Grußkartenregale Anfang Februar genauer betrachtet. Oder mein
Email-Postfach, dass vor lauter nerviger Valentinstags-PR bald
überquillt.
Mit der Farbe Rot oder Pink kann man mich da schon eher zum Rezeptschreiben bringen. Natürlich könnte man pinkfarbene Kuvertüre verwenden
(gibt es z.B. von Valrhona) und damit einen Kuchen überziehen oder
selbstgemachte Pralinen verzieren, aber das war mir dann doch zu
simpel. Auch diesmal kam mir der Zufall zu Hilfe: Vor kurzem hatte ich
online einige Backzutaten bestellt und war dabei auch über
gefriergetrocknete Himbeeren gestolpert. Da ich diese gerne in mein
Müsli mische, hatte ich sie mitbestellt, allerdings noch keine weiteren
Verwendungsmöglichkeit ausprobiert.
Kurz darauf erinnerte ich mich an ein Dessert, dass mit feinem Puder
aus gefriergetrockneten Beeren bestäubt war, würde sich das auch für
selbstgemachte Trüffel eignen? Schnell nach meinem
Standard-Trüffel-Rezept gekramt und ausprobiert! Um die kleinen, ein
wenig Schaumstoff-ähnlichen Himbeerbrösel im Mörser fein zermahlen zu
können, ist die Zugabe von Zucker sinnvoll, so zerreibt man sie
leichter und feiner. Danach müssen noch mit einem Sieb die Himbeerkerne
entfernt werden und der Verwendung für edle Trüffel steht nichts mehr
im Wege. Bei der Zubereitung kam ich außerdem noch auf die Idee, die
Sahne mit etwas Himbeere abzuschmecken – das verleiht der Ganache eine fruchtig-säuerliche Note.
Und so bin jetzt ich es, die sich bei Maike bedanken muß. Hätte sie
mich nicht nach etwas Rotem für den Valentinstag gefragt, wären
mir diese verführerischen Trüffel wohl kaum in den Sinn gekommen.
Logischerweise habe ich sie schon Tage vor dem eigentlichen Anlaß
verschenkt und selbst vernascht. So gut!
Und hier geht’s zum Rezept.
Noch mehr leckere Rezepte und Geschenkideen für den Valentinstag gibt's in unserem Valentinstags-Special.
Also mir, liebe Nicky, hast Du mit diesen kleinen pinken Prachtexemplaren schon mal eine riesen Freude bereitet - Valentinstag hin oder her;) Am liebsten würde ich gleich loslegen mit Himbeerenmörsern und Trüffelrollen!