Warum sich eine gegrillte Wassermelone als Reinfall entpuppt hat und ein scharfer Ananas-Salat schließlich doch noch alles gerettet hat.
Ob ich eine gute Idee zum Grillen hätte? Aber logisch, da war doch noch
diese Wassermelonen-Idee, über die ich nun bereits mehrmals im Internet
gestolpert war, die stand schließlich ganz oben auf meiner „Muss ich
unbedingt mal ausprobieren“-Liste.
Leider läuft nicht immer alles wie geplant. Zum Einen war da das
Wetter. Die letzten 8 Tage konnte man die Sonne hier in München mit
viel Fantasie eventuell irgendwo hinter den grauen Wolken erahnen. An
Grillen denken bei so einem Wetter wahrscheinlich nicht einmal die
eingefleischstesten BBQ-Fans und Gartenbesitzer, geschweige denn
Gartenlose und nur Mini-Kugelgrill-Besitzer wie ich. Muss die
Wassermelone ihr Leben eben in einer Grillpfanne lassen, dachte ich
ganz pragmatisch. Und machte mich auf zu meinem Lieblingsobsthändler in
der Nachbarschaft, der meist sehr süße und fast kernlose Wassermelonen
im Angebot hat. Die in Folie gewickelten Viertel sahen diesmal etwas
arg blass aus, aber in Ermangelung guter Alternativen nahm ich trotzdem
eines mit. Was sollte jetzt noch schief gehen?
Wieder zuhause erhitzte ich meine Grillpfanne, schnitte die Melone in
gut fingerdicke Scheiben und legte sie begleitet von einem sanften
Zischen auf die Rillen der Pfanne. Knapp zwei Minuten auf einer Seite
und schon zierte ein schönes Muster meine Melonenscheiben. Meine
Erwartungen stiegen ins Unermeßliche. Von einem rauchigen Aroma hatte
ich gelesen, der karamelisierte Zucker der Melone würde zusammen mit
der Konsistenz ein einzigartiges Geschmackerlebnis abgeben. Doch von
wegen, Pustekuchen! Schon der erste Bissen schmeckte langweilig,
schlichtweg fad, auch Würztipps wie schwarzer Pfeffer, Fleur de Sel
oder ein paar Tropfen gereifter Balsamico konnten der Melone keinen
spannenderen Stempel aufdrücken. Mein Hauptproblem aber war die
ungewohnte Temperatur - wenn man sein Leben lang Melone eisgekühlt aus
dem Kühlschrank verspeist hat, dann fällt es schwer, diese plötzlich
warm und leicht „lädscherd“ zu genießen. Mein Testesser weigerte sich
gleich nach dem ersten Bissen und fragte mich verständnislos, warum man
denn Melone grillen sollte. Mittlerweile glaube ich, dass er recht
hat! Meine tolle Grill-Idee war also ein ziemlicher Reinfall…
Aber ich hatte doch ein tolles Rezept für den nächsten Grill-Abend
versprochen! Ich versuchte mir unsere letzten Grill-Events in
Erinnerung zu rufen und sofort fiel mir die Salsa meiner Freundin
Dagmar ein. Die Salsa war an sich schon ein Hit, aber ich hatte sie
kurz darauf zu einem scharfen Salat umfunktioniert und meine Familie
bei unserem alljählichen Grillfest damit begeistert. Super schnell in
der Zubereitung und mit den Hauptzutaten Ananas und Feta garantiert ein
Highlight zwischen den üblichen Verdächtigen wie Nudel- und
Kartoffelsalat.
Na, neugierig geworden? Hier geht’s zum Rezept.
Wer gar nicht genug von Gegrilltem bekommen kann und noch mehr Tipps rund um den richtigen Grill, Grillzubehör und natürlich Rezepte sucht, wird garantiert in unserem großen Special zum Thema Grillen fündig.
Klingt köstlich, Nicky! Den werde ich doch gleich mal am Wochenende ausprobieren - nachdem die Sonne wieder rausgekommen ist und dem Grillen eigentlich nichts mehr im Wege steht :) Ich habe in der Tat immer das Problem, dass mir nichts einfällt, was ich zum Grillen mitbringen kann. Ab heute nicht mehr, vielen Dank!