Diese italienischen Teigkissen lassen sich im Nu ganz ohne Kartoffeln zubereiten und zergehen trotzdem auf der Zunge.
Die Auswahl des heutigen Rezepts haben wir unserer Küchengöttin Maike zu verdanken: Bei unserer letzten Redaktionssitzung konnte ich mich
nicht beherrschen und hab’ von meinem neuesten Lieblingsrezept
(Ricotta-Gnocchi) geschwärmt, die sich im Handumdrehen zaubern lassen. Woraufhin Maike leuchtende Augen bekam und ganz ehrfürchtig
meinte, an selbstgemachte Gnocchi hätte sie sich noch nicht rangetraut
und die seien bestimmt nicht einfach. Weit gefehlt!
Wer sich zuhause am eigenen Herd die Zeit und Muse nimmt, Pasta oder
Gnocchi selbst zuzubereiten, der wird von seinem Umfeld wahlweise als
„leicht verrückt“ oder „Profi-Koch“ tituliert. Die Wahrheit ist viel
unspektakulärer: Hat man erstmal seinen ganzen Mut zusammengenommen
(oder die eigene Faulheit am Schopf gepackt) und ein gutes Rezept, dann
steht einer lebenslangen Freundschaft nichts mehr im Wege. In meinem
Fall könnte man allerdings auch von Besessenheit oder chronischer
Gnocchi-Sucht sprechen - dieser Ansicht ist zumindest mein Freund, der
die italienischen Teigkissen innerhalb der letzten zwei Jahre öfter
vorgesetzt bekam als ihm lieb war. Bisher gehörten simple
Kartoffel-Gnocchi, leuchtend orange Kürbis-Gnocchi und grüne
Basilikum-Gnocchi zu meinen Favoriten und ich hatte mich damit
abgefunden, dass Gnocchi-Genuß nun mal mit einer ordentlichen Portion
Zeit und Aufwand verbunden waren.
Bis ich Ricotta-Gnocchi für mich entdeckte. Ich begann zu
recherchieren, probierte verschiedene Varianten und meine Begeisterung
wuchs mit jedem neuen Versuch. Selbstgemachte Gnochi in 15 Minuten?
Unmöglich hätte ich vor kurzem noch gesagt, mittlerweile hab’ ich mit
genau diesem Rezept selbst hartnäckige Gnocchi-Zweifler in meinem
Freundeskreis bekehrt. Sogar Küchengötter-Sommeliere Hande, die nur aus ihrer Haustür zu fallen braucht um die authentischsten Gnocchi in
einer der unzähligen römischen Trattorien zu bestellen und sich bis
dato immer strikt geweigert hat, Gnocchi selbst zuzubereiten, selbst
Hande war begeistert von ihrem Ergebnis – sie schaffte die Zubereitung
in weniger als 10 Minuten!
Abgesehen von der wirklich einfachen und schnellen Zubereitung lassen
sich diese kleinen italienischen Knödelchen mit einer Vielzahl von
Saucen kombinieren, von herzhaften Fleisch- bis fruchtigen
Tomatensaucen, gebräunter Butter oder frischem Pesto, für jeden Geschmack
findet sich die perfekt Kombi. Und Maike hat nun keinen Grund mehr,
sich vor selbstgemachten Gnocchi zu drücken... die anderen
Küchengötter selbstverständlich auch nicht ;)
Zum Gnocchi-Rezept »
Liebe Nicky, Gnocchi in 15 Minuten? Zusammen mit den Dienstagskochern wage ich in der nächsten Woche den Versuch! Klingt so lecker und zu Deinem Rezept gibt es auch schon einige freudige Kommentare!