AUS PETRAS BACKSTUBE: Fruchtiger Osterzopf

Landauf, landab - pünktlich zur Osterzeit wird wieder überall fleißig gebacken. Fehlt noch die perfekte Idee? Unsere Gastbloggerin Petra weiß auch diesmal Rat.

AUS PETRAS BACKSTUBE: Fruchtiger Osterzopf
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Kommentare
Petra Holzapfel

Sicher steht auch in diesem Jahr wieder bei vielen Familien ein besonderes Ostergebäck auf dem Frühstückstisch. Manche haben es am Ostersonntag zusammen mit Osterschinken, Meerrettich, Salz und gekochten Ostereiern in einem geschmückten Osterkorb in die Kirche gebracht und dort weihen lassen - hier kann man beispielsweise sehen, was alles in einen polnischen Osterkorb gehört.

Neben Lämmern aus Rührteig handelt es sich bei den meisten Osterbroten um Hefegebäcke, die sich allerdings in ihrer Form sehr stark unterscheiden. Ein sehr altes Brot ist die steirisch-slowenisch-kärntnerische Osterpinze, ein rundes Brot, welches durch Einschneiden seine dreigeteilte Form erhält und damit die Dreifaltigkeit symbolisiert. Manchmal wird die Pinza mit einem rot gefärbten Ei geschmückt, das für Fruchtbarkeit und Wachstum steht. Die rote Farbe verweist dabei auf das vergossene Blut Christi. Diese roten Eier findet man auch auf den griechischen Osterbroten Tsoureki oder Lambropsomo. Da Eier in der Fastenzeit nicht gegessen werden sollten (sie galten als „flüssiges Fleisch“), werden sie nun wieder vermehrt verwendet, was sich auch in der reichhaltigen Rezeptur vieler Ostergebäcke niederschlägt: in einem polnischen Kochbuch habe ich eine Babka mit 30 Eigelb und 500 g Butter auf 1 kg Mehl gefunden – wahrhaftig keine leichte Kost!

Aus Italien kommt die oft mit einem Mandelguss versehene Ostertaube (Colomba di Pasqua). Gebräuchlich sind aber auch frei geformte Gebildbrote in Tierform (in Tirol etwa in Form von Hasen, Hennen oder Hirschen) oder aber Ostermännchen mit Eiern im Arm, ja selbst Puppen (Pupi, Titola) aus Hefeteig werden gebacken. Unseren Ostertisch zierte im letzten Jahr ein großes, lockiges Osterlamm. Oder wie wäre es mit diesen niedlichen Häschen?

Am meisten verbreitet sind aber wohl einfache Osterfladen oder geflochtene Osterkränze (Nester) und Zöpfe, oft angereichert mit Zutaten wie Orangeat, Zitronat und Rosinen. Ich habe dieses Jahr das Rezept eines schwedischen Mandelzopfes abgewandelt und daraus einen mit roten Eiern geschmückten Osterzopf mit getrockneten Aprikosen und Rosinen gemacht. Zum Rezept »

 

Noch mehr Rezepte, Ideen und Tipps rund um Ostern gibt's in unserem Osterspecial.

kaltmamsell
Sehr gut

Die Zöpfe nach diesem Rezept sind ganz ausgezeichnet geworden!

den zopf werde ich für ostern auch backen...

der sieht richtig lecker aus und passt wunderbar auf den tisch zu den lämmern und hasen.

Aphrodite
Die kleinen Osterbunnies sind süß.

... und der Zopf mit den Eiern macht optisch und inhaltlich was her! Eine tolle Idee. Ich wußte doch nicht, wie man die Eier mit dem Kuchen bäckt. Viele Rezepte werden auch einfach überblättert. Und dieses werde ich in meiner Kleinst-Küche ebenso bewältigen können :)

Großes Lob!

Da ich keine Aprikosen zu Hause hatte, habe ich sie einfach durch weitere Rosinen ersetzt. Durch die Vanilleschote und die geriebene Zitronen- und Orangenschale bekam der Osterzopf ein ganz feines Aroma. Ich habe von allen Seiten großes Lob eingeheimst, das ich an dieser Stelle gerne weitergebe. Ich werde den Zopf bald wieder backen, dann jedoch als runden Fladen.

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