Winterlicher Braunkohl mit Pinkel
Dies ist ein Original-Rezept aus Bremen. Am besten schmeckt er, wenn er den ersten Frost gehabt hat und es draussen bitterkalt ist.
1,5 kg frischer Grünkohl,
2 mittelgrosse Zwiebeln,
30 g Schweineschmalz,
20 g Hafergrütze,
500 g Kasseler Rippenspeer (am besten mit Knochen),
200 g durchwachsenen frischen Bauchspeck,
200 g geräucherten Bauchspeck,
2 geräucherte Kochwürste,
4 sog. Pinkelwürste (Grützwurst) geräuchert oder frisch,
Salz, Pfeffer a.d.Mühle,
Piment,
ca 3/8 l Gemüsebrühe
Schritt 1
Den Grünkohl putzen, die Rippen entfernen und ihn gründlich waschen. Grob in Stücke reißen und ihn in kochendes Salzwasser geben, zum Kochen bringen, 1-2 min. kochen lassen und abtropfen lassen.
Schritt 2
Das Schweineschmalz erhitzen und die in kleine Würfel geschnittenen Zwiebeln darin glasig dünsten und danach den Grünkohl dazugeben. Die Hafergrütze unterrühren und erhitzen, dabei häufiger umrühren, so dass der Kohl sich nicht anlegt. Solange erhitzen, bis der Kohl leicht bräunlich wird und mit ca. 3/8 l Gemüsebrühe auffüllen und mit Salz und Piment abschmecken.
Schritt 3
Dann das Kasseler in den Kohl geben, zum Kochen bringen. Etwa 1 Std. köcheln lassen, dann die Würstchen, den Speck und die Pinkel ebenfalls dazugeben und noch einmal 20 Minuten mitkochen lassen.
Schritt 4
Wenn alles gar ist, mindestens eine Pinkel öffnen und unter den Kohl rühren, damit er schön sämig wird. Nochmals mit Salz, Pfeffer und Piment abschmecken.
Schritt 5
Serviert werden zu einer Portion Kohl jeweils 1-2 Scheiben Kasseler, 1 Stck. Bauchspeck, 1 Kochwurst und 1 Stck. Pinkel, sowie als Beilage Salz- oder Röstkartoffeln.
Schritt 6
Es handelt sich hierbei um ein Wintergericht und der frische Kohl sollte den ersten Frost bekommen haben. Auch sollte der Kohl nicht zu klein gerupft sein zum Kochen, dadurch hat er noch Biss, wenn das Gericht fertig ist. Es heißt Braunkohl, weil er durch das lange Kochen braun ist und nicht mehr grün. Am 2. Tag aufgewärmt schmeckt das Gericht besonders gut. Hinterher gehört zu diesem Essen ein klarer Korn zur Verdauung. Die Pinkel gibt es sogar in Süddeutschland bei *Schlemmermeyer*.
würde mein Mann jerne essen, dazu noch 'n Töppsche Semmf, denn das Rheinische liegt ihm im Blut, seine Mutter ist aus Düsssseldorf.
Anmerkung: dat kriescht er aber nisch von mir.😜