Holunderblütengelee, goldig, knallorange oder beschwipst
Jedes Jahr im Mai verströmen Holunderblüten wieder ihren betörenden Duft. Sie eignen sich nicht nur für hausgemachten Sirup, sie ergeben auch ein tolles Frühstücksgelee.
500 ml Wasser (ggf. bis zur Hälfte durch Apfelsaft/Weißwein ersetzen),
10-15 Holunderblütendolden,
Saft einer Zitrone,
optional: ein paar Himbeeren,
600 g Gelierzucker 1:1
Schritt 1
Die Holunderblütendolden auf kleines Getier untersuchen und entfernen, dabei die Blüten möglichst wenig schütteln, da sonst der aromatische Pollen verlorengeht. Wasser (nach Wunsch auch mit Apfelsaft/Weißwein gemischt) in eine Schüssel geben, die Blüten hinzufügen und mit einem kleinen Teller beschweren. Die Schüssel gut abdecken und die Flüssigkeit mindestens über Nacht ziehen lassen.
Schritt 2
Die Blüten gut ausdrücken, entfernen und Zitronensaft zugeben. (Wer dem Gelee einen leuchtenden rot-orangen Farbton verleihen möchte, gibt nun noch eine kleine Handvoll leicht angedrückter Himbeeren dazu.)
Schritt 3
Durch ein feines Passiertuch (entfernt noch vorhandenes Getier und Himbeerreste) in einen weiten, hohen Topf gießen, Gelierzucker zugeben und zum Kochen bringen. Sprudelnd etwa 5 Minuten kochen lassen und dabei gelegentlich umrühren. Das starke Schäumen legt sich zum Ende hin (ansonsten den Schaum abschöpfen) und nach erfolgreicher Gelierprobe in kleine, sterilisierte Gläschen abfüllen.
Schritt 4
Schmeckt auf dem Frühstücksbrötchen ebenso gut wie im Jogurt.
Ein ganz tolles Rezept!
Hier um die Ecke ist ein kleiner Park, "Am Hollerbusch". Dort habe ich gestern gesammelt. Die Blüten hatten schon einiges an Tieren mit in die Wohnung gebracht. Ordentliches Schütteln hat dem intensiven Geschmack aber nichts abgetan, habe das Gelee gerade probiert. Sehr sehr lecker!
Hab übrigens die Variante mit Weißwein gewählt. Freue mich schon aufs Frühstück morgen!
Und ich glaube, dass ich Anfang der Woche nochmal sammeln gehe und noch ein paar Gläser mehr mache.