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Dinnele

Erstellt von Eliza - bewertet mit 5 (10) - 19 Kommentare
letzter Kommentar von Aphrodite am 02.09.10
Kategorien: Aus dem Backofen, Deutschland > Baden-Württemberg, Dessert, Hauptspeise, Pizza, Vorspeise
heißt die knusprige, badische Pizza. Sie wird in geselliger Runde hintereinander mit verschiedenen Belägen gereicht und man ißt immer nur 1 bis 2 Stückchen von jedem.
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700 g Mehl Type 405, 2 Teelöffel Salz, 210 ml lauwarmes Wasser, 8 g frische Hefe, 400 g Schmand, ca. 100 g Naturjoghurt, ca. 250 g kleingewürfelten Speck, ca. 200 g Cocktailtomaten, etwas Rucola, 1 rote Zwiebel, 2 Äpfel, etwas flüssige Butter für das Apfeldinnele, oder Quittengelee
Schritt 1
Hefe in der Hälfte des Wassers auflösen, eine Vertiefung in das mit Salz vermischte Mehl machen, die Wasser-Hefe-Mischung reingießen und langsam kneten. Zweite Hälfte des Wassers dazugießen und nach und nach einarbeiten, bis ein feuchter Teig entstanden ist.
Schritt 2
Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und so lange kneten, rollen, falten und drücken, bis der Teig geschmeidig ist. Dann den Teig zurück in die Schüssel geben, Deckel drauflegen und in Ruhe gehen lassen.Je länger, desto besser, da er sehr wenig Hefe enthält. Ich knete ihn bereits am Abend vor dem Backen.
Schritt 3
Ungefähr 2 Stunden vor dem Dinnele-Backen den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, in 6 - 8 gleich große Laibe aufteilen und bis zum Backen zugedeckt an einem warmen Ort aufgehen lassen.
Schritt 4
Schmand mit Joghurt vermischen (darf nicht dünnflüssig sein), salzen und pfeffern. Speck, Zwiebeln und Tomaten schneiden, Rucola waschen und die Stielenden abschneiden, Äpfel schälen und sehr fein hobeln. Zwischenzeitlich auch den Backofen mit dem Pizzastein (wer hat) auf 250 Grad vorheizen.
Schritt 5
Nun den Teig protionsweise sehr dünn ausrollen, auf die Backschaufel geben und zuerst mit der Schmandmischung bestreichen. Dann Speck und Zwiebeln drübergeben und ab damit auf den Pizzastein oder das Backblech im unteren Bereich des Ofens für circa 12 bis 15 Minuten. Wenn das Dinnele schön goldbraun ist, kann es auch schon serviert werden. Die Tomaten-Rucola-Dinnelen bestreicht man auch zuerst mit der Schmandmischung und legt dann die Tomaten drauf. Der Rucola wird erst ein paar Minuten vor Bachzeitende auf das Dinnele im Ofen gelegt. Die Apfel-Dinnelen werden mit etwas flüssiger Butter oder mit glattgerührtem Quittengelee bestrichen (kein Schmand), die Äpfel schön kreisrund darauf verteilt und dick mit Zimtzucker bestreut.
Schritt 6
Sehr fein sind auch Dinnelen mit Birnen, die dann bei Tisch mit Williams flambiert werden. Das ist ein herrlicher Abschluß für so ein gemütliches Dinnele-Essen.
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Persönliche Notizen - für andere unsichtbar (hinzufügen?)
Gepostet am 12.06.2009 - melden?
Dinnele-Essen

Ein Teig ergibt dann ja ein abendfüllendes Programm. Gefällt mir, wird sicher auch von Ostfriesen gegessen und genossen - natürlich am liebsten mit einem Gutedel?!

LG nika

Gepostet am 12.06.2009 - melden?
Beim Dinnele-Essen

mit einem leckeren Gutedel wie Du schreibst, vergißt bestimmt sogar der "gestandenste Ostfriese" kurzfristig seinen Tee mit Kluntje ;-) weil  ihm alles so gut schmeckt!

Liebe nika, viele Grüße in den hohen Norden, Eliza

Gepostet am 13.06.2009 - melden?
Mit Liebe gemacht.

Ich habe schon viele Flammkuchen genossen in Mannheim oder Speyer in einem Straßencafe und auch schon selbst versucht. Doch dieses Rezept ist in seiner Beschreibung noch eine Ecke ausgefeilter und voller Raffinessen. Das kommt natürlich SOFORT in mein Kochbuch :) Besonders die Apfelvariante mit Quitte und ohne Schmand hat es mir angetan.

Gepostet am 12.09.2009 - melden?
Schmeckt super!!!!

Also Deine Dinnele, liebe Eliza, schmecken wirklich klasse. Ich habe aber nur die Zwiebel/Speck-Variante und die Apfel-Variante gemacht. Mit einem  Badischen Federweißen war das Essen komplett. Allerdings habe ich für den Teig etwas mehr Flüßigkeit genommen, so ca. 250-280 ml waren es wohl. Bei 210 ml blieb bei mir der Teig zu trocken. Ansonsten kann ich jedem diese Dinnele empfehlen. LG Maus

Gepostet am 12.09.2009 - melden?
Dinnele=Heimatgefühle

Danke für das Dinnele Rezept. Als Badenerin habe ich natürlich gleich Dein Rezept durchgelesen und es im mein Kochbuch aufgenommen. Das muss ich unbedingt in glutenfreier Version ausprobieren. Ich bin gespannt ob ich den Teig wohl auch so dünn hinkriege.

Eine neue Herausfordderung!

Gepostet am 26.09.2009 - melden?
Dinnele mit Hindernissen.
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Erstes Handicap: Mit dem Wasser war ich etwas zu großzügig - habe fast die doppelte Menge genommen und konnte dann beim Ausrollen noch etwas Mehl untermischen. Und dann hatte ich die grandiose Idee, den ausgerollten Teig gleich auf's Backblech zu geben. Nach zwei Stunden Ruhezeit hatte ich dann die Bescherung: festgepappt! Backpapier wäre die Lösung gewesen. Der schöne Teig! Als Rettungsanker half nur noch: Teig noch einmal kneten, ein Backpapier oben, ein Lage Backpapier unten und den Teig noch mal ausrollen. Klappte prima und wurde schön gleichmäßig. 

 

Uns haben alle Dinnele geschmeckt: mit Zwiebeln, mit Tomate. Und am besten war der Teig! Auch mein verunglückter ging im Ofen schön auf und geriet ausserordentlich knusprig. Die Apfelvariante habe ich mit Apfelbutter, Apfel-Chips und mit Zucker und Zimt gemacht. Die Apfelchips werde ich das nächste Mal erst ganz zum Schluss, wenn die Dinnele aus dem Ofen kommen darüberstreuen. 5 min. waren etwas zu lang. Sie bräunen sehr schnell.

Gepostet am 26.09.2009 - melden?
Und das beste zum Schluss.
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Da ich noch etwas von der Schmand-Joghurt-Mischung übrig hatte, habe ich diese zusammen mit Feigen verwendet und etwas Honig drüber geträufelt. Es geht doch nichts über überbackene Feigen!

Gepostet am 27.09.2009 - melden?
Göttliche Dinnele in 3 Gängen
plus

Liebe Eliza,

Dein Dinnele Rezept ist einfach wunderbar. Dieser hauchdünne und krosse Teig mit verschiedem Belag. 1. Gang bei uns mit Tomate und Rucola.

Gepostet am 27.09.2009 - melden?
2. Gang Dinnele
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Schinkelwürfel, rote Zwiebeln, etwas Rucola auf Creme Fraiche (15%) mit etwas geriebenen Parmesan. Einfach göttlich.

Gepostet am 27.09.2009 - melden?
Bild Dinnele mit Schinken
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Rucola und roten Zwiebeln

Gepostet am 27.09.2009 - melden?
3. Gang Dinnele mit frischen Erdbeeren
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aus dem Garten, auf einem Bett aus Mascarpone mit etwas Honig und mit grünem Pfeffer, aus der Pfeffermühle.

Gepostet am 27.09.2009 - melden?
3. Gang 2. Fassung mit Birne
plus

auf einem Bett Mascarpone und  Sternaniszucker.

Ein wunderbarer Dinnele Abend ging zu Ende. Wiederholung ist schon geplant.

Danke liebe Elize für das Rezept. LG auchwas

Gepostet am 27.09.2009 - melden?
Ich freue mich riesig ;-)))

und bin einfach nur begeistert über Eure Dinnelen! Die sehen so toll aus und können ganz einfach nur phantastisch geschmeckt haben, hmmm. Wie schön, daß dieses Rezept so vielseitig ist und dadurch für jeden Geschmack und auch Kühlschrankinhalt etwas bietet. Nächstes Wochenende mache ich sie dann auch wieder und wir freuen uns schon drauf. Liebe Grüße an Euch alle, Eliza

Gepostet am 27.09.2009 - melden?
konnte auch nicht wiederstehen
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und habe heute abend Dinnelen gbacken. ich kann nur sagen: HERRLICH !! Danke für das tolle Rezept

Gepostet am 28.09.2009 - melden?
Ein Dinnele-Baum
plus

Als Belag habe ich grüne Paprika (Baumkrone) und gelbe Paprika (Sonne), Kirschtomaten (Äpfel), Schalotten (Wolken), ein Grissini (Baumstamm) und Schnittlauch (Gras) genommen. Gewürzt habe ich mit Pfeffer aus der Mühle und Zitronensalzflocken. Das ganze ergibt dann einen Dinnele-Baum. Jetzt soll nur keiner sagen ich wäre kindisch.

Gepostet am 28.09.2009 - melden?
Dinnele mit Blumen
plus

Für die süsse Variante habe ich den Teig mit Quittenmarmelade gestrichen. Die Quittenmarmelade ist von meiner Mutter und besteht aus Saft und Fruchtfleisch der Quitte. Darauf habe ich dann Blumen aus Zwetschgenspalten und Physalis gemacht. Das ganze wurde noch mit etwas Rohrzucker und Mandelplättchen bestreut. Leider ist das Foto unscharf.

Gepostet am 28.09.2009 - melden?
Ein richtiges Kunstwerk

Dein Dinnele Baum ist zu schade zum Essen. Den solltest Du Dir fast an die Wand hängen.

LG Trudel

Gepostet am 11.08.2010 - melden?
Hmm..

In dem Rezept ist leider viel zu wenig Wasser angegeben, ich frage mich, wer mit 210 ml einen anständigen Hefeteig hinbekommt? Also ich habe im Endeffekt 360 ml gebraucht, damit ein geschmeidiger Teig herauskam. Ansonsten ist das Rezept gut, ich persönlich würde in den Teig noch ein wenig mehr Salz hineingeben.

Gepostet am 02.09.2010 - melden?
Dinnerle, die zweite Runde.
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Eigentlich war gestern mein Dinnerle Tag. Doch die Hefe hatte irgendwie Ladehemmung. Also habe ich den Teig kurzerhand in einem Schraubglas in den Kühlschrank verfrachtet. Heute war er dann gut. Da ich mit der Wasserangabe das erste Mal nicht zurecht gekommen bin, habe ich mich an diesem Rezept orientiert. Aber ansonsten besitzt das Rezept von Eliza aufgrund seiner ausführlichen Beschreibung und den Hintergrundinformationen einsame Klasse. Es sind halt doch mehr als Brotfladen mit Zwiebeln und Speck. Und dann ist es natürlich auch interessant wieder zu lesen, was letztes Jahr da so alles gezaubert wurde. Heute habe ich ein Zwiebelpesto mit Balsamico-Essig ausprobiert. Die flamierte Birnenvariante, wie von Eliza vorgeschlagen, muss ich unbedingt mal ausprobieren. Und klassisch in geselliger Runde werde ich dieses Rezept auch wieder machen. Heute, das war nur hoppla-hopp.

Rezept Steckbrief

Dinnele

Zutaten
  • 700 g Mehl Type 405
  • 2 Teelöffel Salz
  • 210 ml lauwarmes Wasser
  • 8 g frische Hefe
  • 400 g Schmand
  • ca. 100 g Naturjoghurt
  • ca. 250 g kleingewürfelten Speck
  • ca. 200 g Cocktailtomaten
  • etwas Rucola
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Äpfel
  • etwas flüssige Butter für das Apfeldinnele
  • oder Quittengelee
Autor
Eliza
Anzahl Portionen
4 - 5
Zubereitungszeit
unter 30 min
Region
Deutschland > Baden-Württemberg
Schwierigkeitsgrad
Mittel
Kalorien
Keine Angabe
Art der Zubereitung
Aus dem Backofen
Menüfolge
Dessert, Hauptspeise, Vorspeise
Gerichttyp
Pizza
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