Knoblauch

Ob die Knolle, deren Heimat die Steppe Kirgisiens ist, gegen Vampire hilft, mag zweifelhaft sein. Sicher ist, dass kaum eine Küche der Welt ohne Knoblauch auskommt.

Knoblauch

Knoblauch liefert ein einzigartiges Aroma. Und nebenbei auch jede Menge Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Was ihn so unverwechselbar macht und ihm auch heilende Wirkung verleiht, ist ein stark schwefelhaltiges, ätherisches Öl namens Allicin. Das ist auch schuld daran, dass die alten Griechen die Knolle als "stinkende Rose" bezeichneten. Gegen die Knoblauchfahne ist kaum ein Kraut gewachsen. Denn die dafür verantwortlichen Schwefelverbindungen werden im Blut gelöst und über die Haut "ausgeatmet". Zähneputzen nützt wenig. Heiß duschen schon eher. Noch besser: Petersilienblättchen oder Gewürznelken kauen.

Verwendung:

Für volle Knofel-Power Zehen in Scheibchen schneiden oder hacken. Für leichtes Aroma Zehen im Ganzen mitgaren und nachher rausfischen. Für einen Hauch Salatschüsseln, Pfannen oder knusprige Brote mit einer halbierten Knoblauchzehe einreiben. Eine Mischung aus Knoblauch- und Frühlingszwiebelgeschmack liefert Schnittknoblauch oder Knolau, ein Kraut aus dem Asialaden, das wie platter Schnittlauch aussieht und nur kurz mitgaren sollte. 

Saison und Qualität:

Guter Knoblauch ist – falls erntefrisch – elastisch, hat pralle, saftige Zehen, einen grünen, festen Stiel und eine leicht feuchte, rosafarbene Haut ohne gelbe oder dunkle Stellen. Getrockneter ist fest und trocken und hat eine glatte, seidenpapierdünne, weiße oder rosafarbene Hülle ohne Flecken oder Risse.
Knoblauch braucht Sonne und Licht. Regen lässt ihn faulen. Deshalb wächst er gut in Südeuropa, Ägypten und Kalifornien. Früher ließen Knoblauchbauern die Knollen nach der Ernte einfach zum Trocknen auf dem Feld liegen. Mittlerweile sind die Knollen aber so begehrt, dass man sie am liebsten gleich an die Geschäfte liefert. Kenner kaufen Knoblauch dann im Juni, Juli und August, wenn die Knöllchen erntefrisch aus Italien, Spanien oder Frankreich kommen. Wählen Sie den rosafarbenen, der birgt ein feineres Aroma. Getrockneten Knoblauch bekommt man rund ums Jahr – in Rosa und in Weiß.

Aufbewahrung:

Frischer Knoblauch sollte nicht länger als zwei Wochen im Gemüsefach des Kühlschranks liegen. Wärme lässt die Triebe sprießen. Auch getrocknete Knollen möglichst kühl (wenn auch nicht im Kühlschrank), dazu dunkel und luftig lagern. Knoblauchzöpfe nicht im Küchendunst aufhängen.
Schnittknoblauch hält sich – in ein feuchtes Tuch gewickelt und einer Plastiktüte verpackt – im Kühlschrank ein bis zwei Tage.

Unser Video aus der Küchenpraxis: Knoblauch richtig verarbeiten.

Und hier finden Sie Rezepte mit Knoblauch.

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