9 Tage in Berlin

Vor kurzem bin ich von einer 9 Tage dauernden Geschäftsreise aus Berlin zurück gekommen. Allabendlich bot sich die Gelegenheit, neue Restaurants und Gerichte kennen zu lernen. Einige davon fand ich so interessant, daß ich versuchen werde, sie nachzukochen.

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Kommentare
karlchen

Berlin bietet eine unüberschaubare Zahl unterschiedlichster Restaurants. Allerdings ist die Stadt auch so groß, daß sich selbst Einheimische fast nur in ihren "Ecken" auskennen. Rund um unseren Hotel gab es auffallend viele asiatische Restaurants, die meist qualitativ hochwertige Menüs zu fairen Preisen angeboten haben.
In der Oranienburgerstraße sind die Restaurants aufgereiht wie Perlen an einer Kette. Die meisten Restaurants bieten die Möglichkeit, draußen zu sitzen, manchmal sind dafür auch Heizpilze aufgestellt und auch außen ist alles toll dekoriert. Aufgrund der großen Konkurrenz hier stehen vor den weniger gut besuchten Restaurants die Kellner und werben mit Sonderpreisen, um Kunden anzulocken. Unser Ziel war ein malaiisches Restaurant, das uns alle verblüffte. Das Essen war unglaublich schnell auf dem Tisch und alles bekamen es innerhalb weniger Minuten. Es war toll angerichtet und sehr günstig. Vorweg gab es knusprige, scharfe Brotfladen aus Kichererbsenmehl. Auch frisches Naan-Brot aus dem Holzbackofen wurde angeboten.


An einem anderen Abend fanden wir ein italienisches Self-Service-Restaurant. Am Eingang bekam man eine Chipkarte, es gab verschiedene Stationen wie "Salat und Vorspeisen", "Pasta", "Pizza", "Desserts" usw.. Überall wurde das bestellte vor den Augen des Kunden zubereitet. Für die Pizza bekam man einen Pager der vibrierte und blinkte, wenn die Pizza fertig war. Die Einrichtung war ausgefallen. An jedem Tisch war längs ein Gestell angebracht in dem Kräutertöpfe mit frischem Basilikum, Petersilie, Essig, Öl, Gewürze, usw. untergebracht waren. Die Preise waren niedrig, weil man alles selbst abholen mußte. Bei der Rückfahrt von der Messe zum Hotel zeigte uns ein Taxifahren das angeblich beste chinesische Restaurant der Stadt. Auch Promis würden dort essen und es wäre sehr teuer. Allseits bekannt wäre es wegen der köstlichen Entengerichte. Wir aßen an diesem Abend dort. Die Speisekarte bot für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas. Es gab preisgünstige Gerichte, aber auch aufwändige und ausgefallene Gerichte und eine große Auswahl an kantonesischen Gerichten. Ich genhmigte mir als Vorspeise "Tausendjährige Eier mit Quallensalat" (siehe Bild). Meine Kollegen probierten zaghaft und waren erstaunt, daß das wirklich schmeckte. Die tausendjährigen Eier schmeckten nicht wesentlich anders als hartgekochte Eier. Die Qualle hatte eine eigenartige Konsistenz, denn im ersten Moment hatte man das Gefühl auf Gummi zu beißen und dann war sie plötzlich doch weich. Als Hauptgang hatte ich dann gedämpften Tofu mit Fischfüllung in einer Soße mit Pak Choi und Pilzen.
Im Hotel gab es Cocktails die bereits fertig gemixt geliefert wurden. Sie kamen mit etwas Eis in einen Shaker, wurden dann geschüttelt und schon waren sie fertig. Erstaunlicherweise schmeckten sie sehr gut. Inzwischen habe ich herausgefunden, daß auch ein Privatmann bei dem Hersteller bestellen kann. Falls jemand Interesse haben sollte, bitte melden. Es gab auch verschiedene Club-Sandwitches, auch die wurden fertig geliefert. Sie kamen aus dem Kühlschrank auf den Grill und auch die schmeckten erstaunlich gut. Die einfachste Ausführung war einfach eine Scheibe Toast mit Pesto bestrichen und je eine Scheibe Kochschinken und eine Scheibe Käse darauf gelegt.

sparrow
Krokodil läßt grüßen

Du bist mutig Quallen zu essen. Aber nachdem Du ja schon Krokodil probiert hast, schreckt Dich nichts mehr.

Aber ohne Witz, Berlin ist toll und hat tolle gastronomische Angebote. Ich war vor kurzem auch dort und hatte herrliches Indisches und Thai-Essen, auch Tappas in der Oranienburger Straße waren super lecker. An die tausendjährigen Eier habe ich mich noch nicht heran getraut.

Mir ist das Wasser im Mund zusammen gelaufen als ich Deinen Bericht gelesen habe. Wollte eigentlich heute abend nichts mehr essen. Jetzt habe ich Hunger gekiregt. Ein kleiner Snack muss noch sein.

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