Cupcakes, Scones & more – My trip to South England

Irgendwo zwischen Fish & Chips und Sandwiches

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Kommentare
zimtstern

Vom 2. – 7. Mai war ich mit der Schule in Südengland. Auf dem Programm standen viele malerische, kleinere Städte, aber auch London und Brighton. Wir waren bei Gastfamilien untergebracht und wie auch in Mitteleuropa unterschieden sich die Familien untereinander, was die Essgewohnheiten und die Kochkunst betrifft. Die Familie, in der ich untergebracht war, hat mit uns keine Mahlzeit gemeinsam eingenommen und die 15-jährige Tochter frühstückte sogar vor dem Fernseher. Auch setzen die meisten Familien auf Fertiggerichte (nicht nur, aber schon sehr oft). Take-away-Shops sind Teil des britischen Alltags und man findet sie an jeder Ecke. Das hört sich jetzt vielleicht nicht so an, als ob man von England kulinarische Genüsse erwarten könnte (der Ruf des englischen Essens ist ja auch ein anderer), aber bei näherem Hinsehen wird man feststellen, dass England mehr zu bieten hat.


Vorerst muss man sagen, dass die britischen Spezialitäten meistens nicht unbedingt gesund sind, aber das kann man von der österreichischen und der deutschen Küche ja auch nicht behaupten. Da wir den ganzen Tag mit Sightseeing beschäftigt waren, hatten wir nicht Zeit, in ein Restaurant zu gehen und etwas „Richtiges“ zu essen, weswegen wir uns den ganzen Tag von Backwaren und Sandwiches ernährt haben.


Woran man in England auf keinen Fall vorbeikommt, sind Cupcakes! Es gibt eigene Geschäfte, in denen man nur Cupcakes kaufen kann, diese aber in einer unzähligen Vielfalt und viel hübscher dekoriert, als man es sich vorstellen kann. Ich war in einem Geschenkladen, in dem es nicht nur Mitbringsel für zu Hause gab, sondern auch alles, was man für die perfekten Cupcakes braucht: unzählige Cupcake-Backbücher, hunderte von Papierförmchen in allen nur erdenklichen Designs, Cupcake-Ständer in allen Größen zum Präsentieren der fertigen Kunstwerke. Dazu auch noch Cupcake-„Fanartikel“ (ich hab mir fünf kleine Lipgloss-Döschen und zwei Handcreme-Dosen in Form eines Cupcakes gekauft – eine Creme duftet nach Schokolade, die andere nach Kokos).

Was es ebenfalls überall gibt, sind Doughnuts, und zwar in allen Variationen und mit vielen verschiedenen Füllungen. Meistens sind sie um einiges fettiger und reichhaltiger, als man es als Mitteleuropäer gewohnt ist, und so kann man sie nur lieben oder hassen.


Auf keinen Fall darf man meine Ferienliebe vergessen: Scones. Sie sind ein rundes Gebäck, in Geschmack und Konsistenz irgendwo zwischen Kuchen und Brötchen, schmecken süß und enthalten meistens Rosinen. Man schneidet sie in zwei Hälften und gibt „Clotted Cream“ (gibt es bei uns nicht, ein Österreicher kann sie aber nicht von zu steif geschlagener Sahne unterscheiden) und Erdbeermarmelade darauf. Dazu gibt es dann noch eine Tasse Schwarztee mit Milch und Zucker. Das Ganze nennt sich dann „Cream Tea“.


Im gleichen Restaurant, in dem wir die Scones gegessen haben, habe ich mir Flapjacks gekauft. In ihrer puristischsten Version sind sie eine Art Müsliriegel nur aus Haferflocken, Butter und Zucker, es gibt sie aber in unzähligen Variationen, zum Beispiel mit Nüssen, Trockenfrüchten oder Schokolade. Ich als absoluter Haferflocken-Fan war begeistert, aber zwei meiner Klassenkameraden haben es gekostet und ihnen hat es nicht geschmeckt.


Jetzt aber zum Nationalgericht der Briten: Fish & Chips. Der Fisch ist einfach ein paniertes Fischfilet, dazu gibt es die „Chips“ (= Pommes frites), eine Art Mayonnaise (für mich war das Sauce Tartare) und manchmal auch Erbsen. Über die „Chips“ muss man eine großzügige Portion Malzessig geben. Die meisten von uns wollten das von Anfang an nicht probieren. Ich schon, aber die Essigflasche war nicht auf dem Tisch, sondern man musste sie sich extra holen, und im Stress des Moments (wir waren ziemlich viele und ich war vorhin noch in Brighton verloren gegangen) hab ich das dann leider vergessen. Bei meinem nächsten England-Aufenthalt (der bestimmt kommt!) werde ich das aber sicher tun. Wir haben Fish & Chips in einem Restaurant gegessen, es ist aber eigentlich ein typisches Straßengericht, das Mitte des 19. Jahrhunderts populär wurde. Früher hat man es in Zeitungspapier gewickelt serviert, aber wegen der Hygiene-Gesetze der EU ist das heute nicht mehr erlaubt.


Zuletzt kurz zu Chips: Unsere Chips (die auf Englisch „crisps“ heißen) gibt es dort in sämtlichen Geschmacksrichtungen, zum Beispiel auch Steak & Zwiebel. Am beliebtesten sind aber die Essigchips, und auch die sind wieder so ein Thema: Entweder man liebt sie, oder man hasst sie – und ich habe sie geliebt!


Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in die Welt der englischen Spezialitäten geben. Natürlich gibt es noch viel mehr und man könnte auch mit nur kurzen Beschreibungen ganze Bücher füllen. Wie bereits gesagt überwiegen in meinem Bericht die süßen Sachen, da wir nicht viel Zeit hatten, in richtige Restaurants zu gehen und deswegen hauptsächlich Süßes und Sandwiches gegessen haben. Die englische Küche hat aber sicher noch viel mehr zu bieten, und solltet ihr einmal nach England reisen, dann legt alle Vorurteile ab und probiert alles, was euch unterkommt!

Bettina Müller
Klingt toll!

Das klingt nach einem spannenden und aufregenden Ausflug, Zimtstern (ich hoffe du warts nicht allzu lange verloren gegangen?). Mein letzter England-Aufenthalt ist viele viel Jahre her, damals gab es den Hype um Cupcakes noch nicht. Aber beim nächsten Englandtrip werde ich auf jeden Fall in einem Cupcake-Laden verloren gehen. Essigchips liebe ich auch. Die gibt es bei uns mit Balsamico und zu Hause wartet schon eine Tüte auf mich. Ich glaube auch, dass die englische Küche es verdient hat, ausprobiert zu werden. Spätestens Scones mit Clotted Cream kann bestimmt niemand mehr widerstehen. :-)

Mohnkuchen
Super

Liebe Zimtstern, vielen Dank für diesen tollen Bericht. Ich war auch mal 4 Wochen in England zum Sprachurlaub und habe in einer Familie gewohnt. Mein persönliches Highlight war, dass die Engländer alles mit Kartoffeln essen, es gab Pizza mit Pommes drauf oder zu jedem Essen noch eine Ofenkartoffel, auch wenn es beispielsweise Nudeln mit Tomatensoße gab, krass oder? Essigchips waren nicht mein Fall, aber für "Cream Tea" also die Scones mit Clotted Cream und Marmelade, dazu schwarzen Tee würd ich meilenweit gehen. Cupcakes gab es zu meiner Zeit in England (1995) noch nirgends ;-)

cystitis
Schöner Bericht

Liebe verena, da hast Du ja was Tolles erlebt. ich wäre gern dabei gewesen. England habe ich bisher noch nicht geschafft. Allerdings müßte ich wohl mein Englisch erstmal aufpolieren. Ist doch ziemlich eingeschlafen. Sicher würde ich mich auch eher aufs Sightseeing verlegen, als nach kulinarischen Genüssen Ausschau zu halten.

Wunderschön

Ich bin total begeistert von deinem Bericht! Wunderschön kann ich nur dazu sagen.Ich finde überhaupt, dass der Süden von England einfach Klasse ist. Ich mussaber auch zugeben, dass ich ein totaler Englandfan bin seit dem ich bei den Sprachreisen für Schüler während meiner Schulzeit teilgenommen habe. Das warauch eine tolle Zeit.

england und cupcakes

Hey, spät dran, aber schönes Bericht. Im england war ich einmal und leider auch nur für eine Woche. Das war aber eine tolle Reise, die ich bei grupon gebucht hatte und gerne nochmal machen würde.

Und cupcakes ist was tolles, eine sugar orgie^^

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