Der schöne Norden - Stockholm

Einen (leider zu kurzen) Abstecher machte ich mit einer Freundin nach Stockholm, wo wir für ein paar Tage die angeblich schönste Stadt des Nordens erkundeten.

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fee017

Es ist der Überredungskunst meiner Freundin zu verdanken, dass ich überhaupt nach Stockholm kam. Da ich sowieso (fast) jede Reise mitmache, wurde ich ihre Begleiterin und war am Ende so begeistert wie noch nie nach einem Städtetrip. Stockholm mit den vielen Parks, Inseln, Museen und der beeindruckenden Natur der Umgebung, samt den vorgelagerten Schären muss man einfach gesehen haben.


 


Die Schweden teilen eine Leidenschaft mit mir - Zimt. Zimtschnecken, Kanelbullar, sind das Nationalgebäck der Schweden und Pfefferkuchen gibt es nicht nur zu Weihnachten, sondern das ganze Jahr über. :)  Die süßen schwedischen Bäckereien sind zu einem großen Teil aus Hefeteig, mit Zimt-, Kardamom- oder Marmeladefülle. Leider findet man Bäckereien nicht wie in Frankreich an jeder Ecke. Dafür lieben die Schweden es, ins Caféhaus zu gehen (auch dort gibt es Gewürztees :) ).


 


Wieder einmal bin ich in einem Land gelandet, das Fisch liebt. Vor allem Lachs und Hering sind im Norden sehr beliebt. Surströmming, die vergorene Heringsdelikatesse, habe ich aber nicht probiert. Da war meine Probierlust dann doch nicht so groß. Dafür Laxpudding, also Kartoffelauflauf mit Lachs. Im Großen und Ganzen kann man sich nämlich trotz der fremden Sprache auf den meisten Speisekarten zurechtfinden, denn Schwedisch hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Deutschen und so manche Begriffe kann man sich dann doch zusammenreimen, vor allem, wenn man mehrer Sprachen spricht.


 


Natur- und Umweltbewusstsein wird in Schweden ebenfalls großgeschrieben. Nirgendwo sonst verzichten so viele Menschen, die es sich leisten könnten, auf das Auto. Der öffentliche Verkehr in Stockholm ist zwar (wie alles andere auch) etwas teurer wie bei uns, aber gut ausgebaut und man kann auch mal auf ihn verzichten, denn zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommt man ebenfalls gut voran. Und ist man einmal müde, kann man sich sicher sein, dass der nächste Park oder das nächste Ufer nicht weit entfernt sind.


 


Ach ja, à propos Naturbewusstsein: Beim Milchregal wird man mit einem lauten "Muh" begrüßt. :)

Auch ein Fan

Die Begeisterung kann ich nur teilen, wir lieben die nordischen Länder. Wir sind ein paar mal durch Stockholm gefahren auf dem Weg in den hohen Norden. Einmal habe ich eine ehemalige Klassenkameradin besucht, die dorthin ausgewandert ist, dort ihr Glück gefunden hat und nie wieder zurück möchte.

 

Und auf dem Heimweg nehmen wir immer gaaanz viele Zimtschnecken (eingefroren) mit nach Hause, weil die sooo lecker sind. Ich gebe zu, besser als meine selbst gebackenen. Zimtschnecken sind ja im Norden zu Hause, die haben wir auch reichlich in Norwegen und in Island vernascht. Überhaupt finde ich das Gebäck im Norden immer sehr lecker, ob Brot oder Kuchen. Nur manchmal zu süß. Sehr oft ist es stark gewürzt, die Lieblingsgewürze scheinen vorrangig aus dem Orient zu kommen: Zimt, Ingwer, Koriander, Fenchelsaat... nichts Mediterranes.

 

Im Restaurant waren wir leider aus Kostengründen noch nicht. Die Küche unserer Gastfamilien war immer sehr einfach: Fisch und Krabben (selten frisch, oft eingelegt, als Suppe oder als total leckere Pastete), Brot, Preiselbeeren, manchmal Kartoffeln, manchmal Elch - alles einfach so ohne viel drumrum, oft nur mit Salz gewürzt, gern auch mit Wacholder und Piment, aber äußerst lecker, dazu leider oft geschmacklose Tomaten. Hering, ja der ist allgegenwärtig und es gibt ihn in allen möglichen Varianten. Das mit dem Lachs empfinde ich nicht so, der ist recht teuer und mehr für Touris, vor allem auf den herrlichen Fischmärkten. Normalverbraucher greifen wohl eher zu Dorsch/Kabeljau und Schellfisch, manchmal Leng, im Winter die Hechte (die liebe ich nicht so). Fisch könnte ich jeden Tag essen, schon zum Frühstück.

 

Na und Surströmming ist natürlich nur was für die ganz harten, auch fast alle Einheimischem (zumindest aus meinem Bekanntenkreis) machen einen großen Bogen drum! Wir haben uns den Spaß mal bei einer Party gemacht, Duft und Optik sind schlimmer als der Geschmack, solange es genug Aquavit zum Nachspülen gibt.

 

Weiterhin habe ich den Eindruck, dass man dort nicht so viel Angst vor Konservierungsstoffen hat, die sind leider noch mehr drin als bei uns, egal ob Gebäck oder Fischprodukte.

 

Auf jeden Fall ist Schweden und seine ruhige Hauptstadt immer eine Reise wert, auch kulinarisch! Danke für den Bericht!

Fernweh!

Von rankreich aus habe ich statt Heimweh eher Fernweh...

Das klingt alles so gut: Natur, großes Umweltbewusstsein (das fehlt mir in Frankreich ein bisschen...), Gwürztee, Kartoffelauflauf mit Lachs, eine RUHIGE Stadt, ...Ich glaube, ich muss meine Eltern bearbeiten... Oder vielleicht wird's auch eine Kajaktour mit meiner Freundin...

LG

 

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