Der Umgang mit dem Eigentum anderer

Von Zeit zu Zeit stößt es mir immer wieder auf, wie lasch mit dem Eigentum anderer umgangen wird. Dies ist besonders auf Internetseiten der Fall. Meist sind es Bilder, die von Rezepten hier auf der Kommunikationsplattform eingestellt werden und leicht nachprüfbar anderen Webseiten entlehnt sind. Mich ärgert an sich dieser Datenklau, wobei ich es persönlich als ziemlich unverfroren finde, wenn wieder besseres Wissen beim Einstellen der Bilder die Versicherungserklärung an dem eigenen Urheberrecht bestätigt wird.   Vielleicht dazu noch ein paar kleine Rechtsinformationen: Bilder unterliegen generell (von sehr,  sehr wenigen Ausnahmen abgesehen, wie Abbildungen, die der Gemeinfreiheit unterliegen, der GNU Free Documentation License unterliegen oder direkt vom Autor ausdrücklich zu kommerziellen Zwecken freigegeben wurden) dem Urheberrecht, unabhängig ihrer Schöpfungshöhe. - Es dürfte recht unangenehm sein, wenn wegen Unbedachtsamkeit von Veröffentlichtungen einem Abmahngebüren von einem Anwaltsbüro ab 1.200 Euro aufwärts ins Haus flattern.   Etwas anders verhält es sich mit den Rezepten selbst. Da es sich bei z.B. bei einer Zutatenliste um reine tatsächliche Mitteilungen handelt, also um eine mechanische Wiedergabe von Gegenständen, ist diese nicht urheberrechtlich geschützt. Anders sieht es schon bei einer Kochanleitung aus. Da kann durchaus ein urheberrechtlicher Schutz zu bejahen sein. - Also lieber selbst machen, eigene Formulierungen und Hinweise geben ist immer die beste Alternative.   Persönlich habe ich es mir zu Eigen gemacht, bei Rezepten bekannte Köchinnen und Köche, die ich sehr schätze, auf jene hinzuweisen, wenn auch die Rezepte Mangels küchentechnischen Equipment oder fehlenden Zutaten etwas verändert wurden, da ist immer eigene Kochphantasie mit am Werk.   Ich denke, da auch im Namen der Küchengötter-Redaktion gesprochen zu haben, denn jene haben sicher Besseres zu tun, um bei jedem User-Rezept zu prüfen, ob das Urheberrecht eingehalten wurde.

6
Kommentare
Liebstöckel


Von Zeit zu Zeit stößt es mir immer wieder auf, wie lasch mit dem Eigentum anderer umgangen wird. Dies ist besonders auf Internetseiten der Fall. Meist sind es Bilder, die von Rezepten hier auf der Kommunikationsplattform eingestellt werden und leicht nachprüfbar anderen Webseiten entlehnt sind. Mich ärgert an sich dieser Datenklau, wobei ich es persönlich als ziemlich unverfroren finde, wenn wieder besseres Wissen beim Einstellen der Bilder die Versicherungserklärung an dem eigenen Urheberrecht bestätigt wird.


 


Vielleicht dazu noch ein paar kleine Rechtsinformationen: Bilder unterliegen generell (von sehr,  sehr wenigen Ausnahmen abgesehen, wie Abbildungen, die der Gemeinfreiheit unterliegen, der GNU Free Documentation License unterliegen oder direkt vom Autor ausdrücklich zu kommerziellen Zwecken freigegeben wurden) dem Urheberrecht, unabhängig ihrer Schöpfungshöhe. - Es dürfte recht unangenehm sein, wenn wegen Unbedachtsamkeit von Veröffentlichtungen einem Abmahngebüren von einem Anwaltsbüro ab 1.200 Euro aufwärts ins Haus flattern.


 


Etwas anders verhält es sich mit den Rezepten selbst. Da es sich bei z.B. bei einer Zutatenliste um reine tatsächliche Mitteilungen handelt, also um eine mechanische Wiedergabe von Gegenständen, ist diese nicht urheberrechtlich geschützt. Anders sieht es schon bei einer Kochanleitung aus. Da kann durchaus ein urheberrechtlicher Schutz zu bejahen sein. - Also lieber selbst machen, eigene Formulierungen und Hinweise geben ist immer die beste Alternative.


 


Persönlich habe ich es mir zu Eigen gemacht, bei Rezepten bekannte Köchinnen und Köche, die ich sehr schätze, auf jene hinzuweisen, wenn auch die Rezepte Mangels küchentechnischen Equipment oder fehlenden Zutaten etwas verändert wurden, da ist immer eigene Kochphantasie mit am Werk.


 


Ich denke, da auch im Namen der Küchengötter-Redaktion gesprochen zu haben, denn jene haben sicher Besseres zu tun, um bei jedem User-Rezept zu prüfen, ob das Urheberrecht eingehalten wurde.




Kochmamsell
Danke

@Liebstöckel, du sprichst mir aus der Seele-

WOLLBAER
@Liebstöckel

Man kann sich in der Tat über alles ärgern, Gott sei Dank muss man es aber nicht. Bitte stell Dir nur einmal vor, wie oft das Brandenburger Tor, Big Ben,  Tower Bridge, Eifelturm,  Kopenhagener Meerjungfrau oder das Brüsseler Manneken Pis fotografiert wurde und keiner fragte bisher nach Erlaubnis. Nun will sich die EU endlich dieser Sache annehmen.

 

https://www.freelens.com/magazin-archiv/wem-gehoert-der-eiffelturm/

http://www.wz-newsline.de/home/politik/eu-parlament-diskutiert-fotografier-verbot-1.1962295

 

Mittlerweile habe auch ich ein saumäßig schlechtes Gewissen. Ich summe seit 2 Tagen "Yellow Submarine" vor mich hin, wissentlich den Beatles Lizenzen zu hinterziehen.

 

Wenn das meine Mama wüsste........................

 

Liebe Grüße

Rolf

gebrochen an Leibe und Seele.

 

Ps: Übrigens habe ich das auch manchmal mit dem Aufstoßen.

Aphrodite
Ich summe mit.

Fotografierverbot für öffentliche Gebäude? Demnächst darf ich dann denjenigen fragen, der die Tomate gezüchtet hat, ob ich sie fotografieren darf? Egal ob als Püree oder fein in Scheiben geschnitten? Das wäre es noch. Erst um Erlaubnis fragen, dann aufessen oder fotografieren. Eine echte Marktlücke: 500 g Tomaten incl. Fotografiererlaubnis für 1,99 EUR - ein echtes Schnäppchen! Eine halbe Portion in einem Gourmet-Restaurant incl. Fotografiererlaubnis kostet dann genauso viel wie die ganze Portion ohne Fotografiererlaubnis. Also ich plädiere für die Fotografiererlaubnis.

 

Mein Gehirn knipst auch ganz tolle Bilder. Aus einem Hirnscan lässt sich bestimmt auch noch ein tolles Geschäftsmodell basteln. Kostenlos war gestern.

 

Das Urheberrecht, so wie es bisher verankert ist, sollte es nach wie vor geben. Alles andere wäre Nepp.

WOLLBAER
@LieblingsAphrodite
Der Umgang mit dem Eigentum anderer  

Lass uns gemeinsam summen........lass es Liebe sein (Rosenstolz)

 

https://www.youtube.com/watch?v=3tiDLp9okqk

 

Genau das meinte ich Aphrodite. Du sprichst mir aus dem Herzen. Man muss nicht alles kommerzialisieren. Ich denke niemand will ein Uhrheberrecht verletzen, wenn er beispielsweise den Eifelturm fotografiert.

 

Liebe Grüße

Rolf

Pingu
Die liebe EU

Gott sei Dank ist das Gesetzt aber doch gekippt worden und man darf in Deutschland auch weiterhin öffentliche Gebäude knippsen. Das mit dem Fotografierverbot für Tomaten wäre dann aber wiederum sehr spannend, denn es müsste vom Züchter ja erstmal der Beweis erbracht werden, dass es seine Züchtung ist: ;)

Aber ernsthaft: Ja, Bilderklau hier geht gar nicht!

Aber...

es dürfen ja auch nur bleibende Gebäude fotografiert werden und nur von öffentlichen Wegen. Wenn das Gebäude verhüllt ist, gilt das dann wieder als Kunst und da kann die Veröffentlichung eines Fotos auch wieder ein rechtliches Drama auslösen.

Noch nicht eingeloggt?

Hier könnte dein Kommentar stehen :-)

Login