Die besten Kindheitserinnerung haben etwas mit Essen zu tun

Ich verbinde viele Kindheitserinnerungen mit Essen. Geht es Euch auch so?

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Kommentare
bbm


Z.B. als mich mein Opa am Jausentisch "gefüttert" hat, indem er immer die leckersten Bissen von seinem Teller auf den meinen herüberwandern ließ.


Oder an die Eispalatschinken, die ich zum ersten Mal bei der Großmutter meiner Kusine gegessen habe. Habt auch ihr ähnliche Erinnerungen?


Bettina Müller
Oh ja ...

... da gibt es viele! :-) Meine Oma (väterlicherseits) hat uns immer, wenn ein Ausflug ins Schwimmbad oder ähnliches auf dem Programm stand, Butterbrote mit Salz geschmiert, Äpfel geachtelt und eingepackt. Die Kombination aus der salzigen Butter und den Äpfeln war einfach himmlisch! Bei meiner anderen Oma gab es immer die besten Obstkuchen. Noch heute schwelge ich in Erinnerungen an ihren Rhabarberkuchen oder an die Nachmittage in ihrem Garten, wo der frisch gebackene Erdbeerkuchen serviert wurde. Überhaupt fand ich es immer toll, durch die Gärten der beiden zu schlendern und Beeren & Co. frisch von den Sträuchern zu naschen.

bbm
Die Großeltern also ...

... genauso wie bei mir auch. Durch Kindheitserinnerungen an gutes Essen haben sich auch bei mir besonders die Großeltern (oder auch andere ältere Leute) eingeprägt. Ich hoffe, dass ich irgendwann mal selbst Enkelkinder haben darf - jedenfalls werde auch ich sie dann nach Strich und Faden mit Essen verwöhnen! :-)

lundi
Eher nicht

Die besten Erinnerungen sind vom Essen weit entfernt. Essen an sich hat mich als Kind einfach nicht interessiert. Es war notwendiges Übel wie schlafen oder waschen. Deshalb war ich wohl auch nicht mäkelig, hab einfach gegessen, was auf dem Tisch stand, mal abgesehen von Milchreis, den ich hasste. Das heisst nicht, dass das Essen nicht gut war, im Gegenteil, die Großen ließen sich was einfallen. Es hat mich nur nicht interessiert. Allerdings habe ich akribische Untersuchungen angestellt, wo wann und warum welcher Strauch die besten Blaubeeren entwickelt und warum sie getrocknet oder als Marmelade nicht schlecht wurden. Auch wie aus schwerer, klebriger Masse im Ofen ein fluffiges Brot wurde, fand ich faszinierend. Stundenlang saß ich vor dem Ofen wie vor einem Fernseher. Hab dann für meinen Wissensdurst diverse andere Dinge in den Ofen gesteckt - naja... Birken habe ich angezapft, Kräuter gesammelt und Rüben ausgebuddelt. Den Hühnern die Eier aus dem warmen Nest stibitzt und ausgeschlürft. Also Lebensmittel fand ich schon spannend, nur mehr für den Kopf als für den Magen.

Gaston
Halb halb

Es gibt Rezepte aus meiner Kindheit, an die mich gerne erinnere. So habe ich schon viele Varianten von Speckkuchen gebacken, leider wurden sie alle auch nicht nur ähnlich zu dem Speckkuchen, den meine Großmutter gemacht hat. Das Rezept hatte sie leider nicht aufgeschrieben, sie machte viele Sachen aus dem Kopf, teilweise sogar ohne Waage.

Das genaue Gegenteil war meine andere Großmutter. Dort musste gegessen werden, was auf den Tisch kam. Sie war extremst sparsam. Ich erinnere mich mit Schaudern an Brennesselgemüse, nein, nicht aus jungen zarten Pflänzchen, aus alten, großen Nesseln, das ganze ohne Salz und holzig. Ich bekomme auch bis heute den Horror, wenn ich Pfannkuchen nur rieche. Sie hat sie in altem Fett (es musste ja gespart werden) fast schwarz verbrannt, dann noch irgendwelche Gemüsestrünke reingemacht. Nein es war keine Notzeit, das waren die 70iger Jahre.

Gruß

Gaston

antenne
Die gleichen Großmütter

@Gaston, wir scheinen ähnliche Großmütter gehabt zu haben :) Die schönsten Erinnerungen verbinde ich auch mit Familienessen am großen Tisch bei meiner Großmutter mütterlicherseits. Meine Großeltern kamen aus Tschechien und regelmäßig gab es wahre Mirabellen/Zwetschgenknödel, Mohnnudel oder Speckknödel-Gelage. Die ganze Familie kam Mittags zusammen - auch die weiter entfernt lebenden Kinder - und es wurde reingehauen, wir haben dann immer gezählt wer die meisten Knödel geschafft hat. Die Speckknödel waren so kleihne geschabte Dinger, die wurden am nächsten Tag in der Pfanne aufgebacken, soooo lecker. Und mein Opa hat im Garten einen Grill gebaut - bei und wurde ständig gegrillt, auch mit der ganzen Verwandschaft am Tisch, Das waren schöne Zeiten und ich vermisse die Beiden sehr. Bei meiner Oma väterlicherseits mussten mein Bruder und ich immer die Teller leer essen: ein Löffel für Mama, ein Löffel für Papa usw. Horror ! Und an Nikolaus oder Ostern gab es hin und wieder die abgelaufene Schokolade, die sie aus der hintersten Ecke des Schrankes in ihrem Schlafzimmer ausgegraben hat. Und sie hatte an Weihnachten immer diese Schokosterne am Baum. Ach, alles in allem Schöne Erinnerungen. :)

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