Donnerstagsdiskussion: Ab in die Tonne mit Geschirr & Co.?

Wie haltet Ihr es bei Gartenfesten & Grillpartys.: Greift Ihr zu Wegwerfgeschirr wie Pappteller und Plastikbesteck?

12
Kommentare
küchengötter

Liebe Küchengötter, der Sommer ist da und damit haben Gartenfeste, Grillparty, Picknick & Co. wieder Hochsaison. Und wir möchten von Euch wissen, wie Ihr es bei solchen Festen und Gelegenheiten mit dem Geschirr haltet: Greift Ihr zu Wegwerfgeschirr wie Pappteller, Plastikbecher, Plastikbesteck & Co.? Oder benutzt Ihr bei Outdoorfeiern ganz "normales", wiederverwendbares Geschirr?

nika
Camping-Geschirr

Als ich mein Camping-Geschirr erneuert habe wurde das alte für ebensolche Outdoor-Feste aufbewahrt und kommt gelegentlich zum Einsatz. Da ich auch das Besteck ausgewechselt habe passt es optimal. Dazu noch ein alter Becher einer bekannten Plaste-Firma und schon bin ich perfekt ausgerüstet. Ich nehme das Geschirr in einem Müll-Beutel mit und habe auch ein paar Stücke vom wertvollen Küchenrollen-Serviettenpapier dabei, damit kann ich dann grobe Reste schon vor Ort entsorgen und das benutzte Geschirr wird im Müllbeutel perfekt wieder mit nach Hause genommen. Die mitgebrachte Salatschüssel passt da auch noch hinein. Nichts verschmutzt mein Auto oder meine Fahrradtasche und zu Hause gibt es die Spüli, die wäscht das Geschirr wieder sauber, ich habe keinen Müll verursacht, ein gutes Gewissen und gut gegessen. 

 

Tipp: Ich habe unter das Geschirr mit Nagellack einen Buchstaben gemalt. Geht auch in der elektrischen Spüli bei 65° nicht ab.

@nika ... Bingo! So I do!

Wir haben mittlerweile einen kleinen Fundus an Melamin-Geschirr, das bei solchen Gelegenheiten zum Einsatz kommt. Transport samt Küchenrolle findet in einer dieser überaus praktischen blauen Plastiktaschen eines bekannten schwedischen Möbelhauses statt. Bei "kleinen" Gelegenheiten, wie einem Picknick zu zweit, halten wir es very British: Picknickkorb und Decke. Das Geschirr ist sogar "echt", als Stilbruch liegen unsere täglichen Bento-Boxen im Korb. Und natürlich liegen im Kofferraum Küchenrolle und Müllsack, ebenso ein kleiner Wasserkanister zum Händewaschen. Zum Schluss ein Toast auf die Queen. Wir haben noch nie auch nur des kleinste Fetzchen Müll hinterlassen.

WOLLBAER
Geschirr, Besteck und Gläser

Bei unseren Sommerfesten war irgendwie immer ein Party Service mit von der Partie. Der lieferte die Getränke, Geschirr, Besteck und Gläser sowie beispielsweise Spanferkel, Lamm oder den gebackenen Schinken samt Beilagen.

 

Das war meiner Frau und mir lieber, weil wir dann auch etwas vom Abend hatten und uns nicht um das Essen kümmern mussten. Das ganze wurde in Form eines Buffets aufgebaut und die Leckereien wurde von dem Angestellten der Firma tranchiert. Die Leihsachen wurden am Mittag des Folgetages wieder abgeholt.

 

 

Christina Blümel
In guter Gesellschaft

Da treffe ich wohl auf viele Gleichgesinnte. Auch ich verwende bei meinen Gartenfesten immer "normales" Geschirr. Die halbe Stunde, die ich am nächsten Tag für's Aufräumen brauche, investiere ich gerne, denn ich weiß, dass dadurch ein Sack voll Müll vermieden wurde :)

Toskanafan
Goldrandgeschirr, altes Porzellan, und Leinenbettlaken,,,,

es ist schon Jahre her, wir bauten ein richtiges Zelt im Garten auf. Eine gute Frau vom Kegelverein brachte mir ein Weidenkörbchen mit Goldrandgeschirr und Besteck. Im Zelt wurden Tische und Co aufgebaut. Von meiner Großmutter sind noch echte Leinenlaken hier, damit wurden die Tische gedeckt, und ein wenig in Falten drapiert. Falls es Eis gibt,  kommt mein altes Porzellan  von meiner Urgroßmutter zum Einsatz. Das Zelt wurde mit allem was die Natur her gibt geschmückt. /Hagebutten, Wilder Wein, und Co,,,,. Im Garten waren ausgehölte geschnitzte Kürbisse  mit Lichtern und Fackeln  verteilt. Tagelange Arbeit. Alle waren fasziniert.

So hat es sich eingebürgert, und wird immer so gemacht.

Inzwischen habe ich eigenes Goldrandgeschirr, steht im Keller. Dieses kommt immer wieder raus. Auch bei der letzten Fete deckte ich alles mit diesen Laken ein. Auf den Tischen und am Buffet kommen Hagebutten, Kastanien  und wilder Wein zum Einsatz. Die Laken sind leider sehr schwer zu bügeln, kostet Waschpulver und Co. Papiertischdecke ist schneller. Trotzdem sieht es einfach schöner aus.

lundi
Wer will schon Pappteller?

Wir grillen und picknicken oft. Am liebsten ganz ohne Geschirr. Bratwurst und Brätl oder Zucchini werden mit einem aufgeschnittenem Brötchen festgehalten. Dieses Brötchen, auch Festhalter genannt, wird so lange wiederverwendet, bis man fast satt ist und erst dann gegessen. Das habe ich in Thüringen gelernt, dort wird auch am öffentlichen Bratwurststand müll- und geschirrfrei frei im Brötchen serviert. Das läuft auch auf unseren kleineren Grillparties mit Freunden so.

 

Für kultivierte Gartenfeste zu besonderen Anlässen verwende ich auf den Biertischgarnituren Stofftischdecken, mein normales Alltagsbesteck und mein normales Alltagsgeschirr aus der Küche. Da wir eine große Familie sind (wir haben 3 Kinder, mein Mann hat 9 Geschwister, ich 6), habe und benutze ich reichlich davon. Ich habe kein tolles Service für so viele sondern ein Sammelsurium vergangener Jahrzehnte. Nach dem Fest ab in den Geschirrspüler und fertig. Alles ist besser als Pappe und Plastik.

 

Das galt übrigens früher auch für unsere Kindergeburtstage. Auch Kinder, auch kleinere Kinder, haben anständiges Equipment verdient, sie werden schon überall sonst mit einheitlichen Bildern und Werbebotschaften versorgt, da muss ich die gerade angesagte Comicfigur nicht auch noch auf dem Teller haben.

 

Wenn ich durch Drogerie und Supermarkt laufe, irgend jemand muss das enorme Sortiment an Pappe und Plastik doch kaufen und verwenden? Das produziert doch keiner nur zum Spaß?

Gaston
Keine Tonne

In die Tonne kommt nur was zerbricht. Ich kann auf Teller und Tassen etc. der Gemeinde bei Bedarf zurückgreifen. Auch da sind diverse alte Teile dabei, Goldrand und Co. Hinterher kommt alles in die Spülmaschine. Das einzige was ich nicht habe, sind Tischdecken aus Leinen. Dafür verwende ich etwas besser Papiertischdecken von Dunicell, aber nur für größere Gartenfeste. Beim normalen Familiengrillen auf dem Balkon lege ich ein Wachstuch auf den alten Tisch. 

Pappteller verwende ich sehr selten, höchstens mal um Besuchern etwas mitzugeben. Leider sehe ich in der Nachbarschaft dass Grillen scheinbar auch mit Einwegdingen funktionioniert, vom Einweggrill bis zu Plastikgabel. Dahin geht das Zeug aus dem Märkten wohl hin, vor allem jetzt zu Zeiten von der EM.

lundi
Pølsepinne...

In meiner Heimat besitzt übrigens jeder eine pølsepinne und ein turkniv. Das erstere ist ein Zweizack an einem Teleskopstab mit Holzgriff. Darauf werden die Lebensmittel gespießt und gegrillt, mit Rost oder bei offenem Feuer. Ersetzt die Gabel. Weiterhin gehören turkopper dazu, Holzgefäße zum Trinken oder Servieren von Speisen. Leicht, robust, unzerbrechlich. In meiner Familie wurden sie selbst geschnitzt. Das ist die traditionelle norwegische Grillausstattung. Und zwar oft eine ganz persönliche, teilweise mit Initialen oder wunderschönen geschnitzten Holzgriffen. Ohne diese 3 Gegenstände geht dort niemand auf Tour. Es ist auch nicht unüblich, als Gast die eigene pinne oder das eigene Messer zu benutzen. Auch wir haben dies beim Wandern, Picknicken oder Camping immer dabei und benutzen sie oft im Garten.

Normalerweise nicht

Eigentlich nicht. Wir haben in der Regel genügend Geschirr für alle Gäste da und dann nutzen wir das auch. Nur wenn es so viele Leute sind, dass es nicht ausreicht dann nehmen wir Pappgeschirr. Doch das kommt so gut wie nie vor. 

Je nachdem...

Bei mir ist es mal so, mal so. Wenn ich mal eine Geschirrspülmaschine hab, werde ich sicher ganz und gar auf Papp- und Plastikgeschirr verzichten. Bisher kommt es halt manchmal vor, dass ich einfach auf das Abwaschen verzichten möchte, vor allem wenn die Party unter der Woche stattfindet und viele Personen anwesend sind.

azucarconlimon
Schon

Wenn ich größere Feiern mache, greife ich auch auf Pappteller zurück. Das ist schon einfach sehr geschickt. Ansonsten aber nein, der Umwelt zuliebe

Kommt drauf an..

Bei Feiern oder Grillen bei mir zu Hause nehme ich immer das normale wiederverwendbare Geschirr her, das kann man ja danach einfach in den Geschirrspühler stecken und fertig. Bei Picknicks o.ä. ist mir das allerdings zu gefährlich und auch zu schwer, die Teller mitzuschleppen, deswegen greife ich da meistens auf Wegwerfgeschirr zurück. Da habe ich eine tolle umweltfreundliche Entdeckung gemacht. Es gibt Teller aus Zuckerrohr, die nicht so schädlich für die Umwelt sind wie Plastik- oder Pappteller.  Im Vergleich zu den Standardplastiktellern sind die natürlich etwas teurer, aber gar nicht so viel wie man vielleicht denkt und immerhin ist so das Gewissen etwas beruhigt.

Noch nicht eingeloggt?

Hier könnte dein Kommentar stehen :-)

Login