Donnerstagsdiskussion: Beste Reste

Übrig gebliebenes Essen oder Lebensmittel im Kühlschrank - wir suchen Tipps und Rezepte zur Essensresteverwertung. .

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Kommentare
küchengötter

Die heutige Donnerstagsfrage geht auf eine Anregung von Aphrodite zurück (vielen Dank dafür!): Wie verarbeitet Ihr Eure Essensreste?  Keiner will ja tagelang dasselbe essen. Welche kreativen Ideen habt Ihr, um Übriggebliebenes neu und spannend zu verwerten?


 

crazycook
Ciabatta

bleibt ziemlich oft bei uns übrig. Daraus wird dann besonders im Spätsommer und Herbst ein toskanischer Brotsalat. Mengen kann ich nicht angeben, da die jeweils vorhandenen Reste aufgebraucht werden.

Tomaten-Brotsalat:  

altbackenes Brot vorzugsweise Ciabatta; grob gehackte reife Tomaten (aller Art); kleine Salz-Kapern oder Kapernäpfel; 1 Tropea Zwiebel in feine Streifen geschnitten; grob gehackte eingemachte rote Paprikaschoten; crunchiges Meersalz; frisch gemahlener schwarzer Pfeffer; Rotweinessig; Olivenöl extra vergine; eine Handvoll frische Basilikumblätter

falls vorhanden Sardellenfilets fein geschnitten

Das Ciabatta in grobe Stücke reißen. Die Tomaten in eine Schüssel geben und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Kapern, wässern, trocknen und zusammen mit der Zwiebel, Paprika, Ciabatta und Sardellen zu den Tomaten geben, mit den Händen vermischen. Essig nach Geschmack, und etwa doppelt bis drei mal so viel Olivenöl unterrühren. Wenn nötig mit Salz, Pfeffer, Essig oder Öl, abschmecken. Anschließend Basilikumblätter unterheben. 

Liebstöckel
Hoppelpoppel

ist ein einfaches (Traditions)Gericht der Berliner Küche aus Bratkartoffeln, Bratenresten, Eiern und Sahne. Der Name soll eine Zusammenziehung aus hops und popelig sein, in etwa dem Sinn, dass popelige (kümmerliche) Reste, bevor sie hopsgehen (verderben), verarbeitet werden. Da es sich um ein typisches Resteessen handelt, können die verwendeten Zutaten stark variieren. (Wikipedia)

 

Eine Variante davon gibt es bei den Küchengöttern schon - siehe Hoppelpoppel.

 

Eine weitere sogenannte »Resteverwertung« ist die Soljanka, die vor 1990 auf fast jeder Speisenkarte in Gaststätten Ostdeutschlands zu finden war. (Jetzt übrigens auch noch!) Braten- Wurst - und Schinkenreste sind in dieser herzhaften Suppe willkommen.  Ein Rest Bratensauce gibt der Suppe noch mehr »Pfiff«. Selbst Reste von Kohl passen da hinein.

 

Alle guten Dinge sind Drei, und da währe noch eine Sauerkrautsuppe zu erwähnen: Reste von gegarten Sauerkraut mit Rinderbrühe aufgießen, Kartoffelstücke hinein und diese 10 Minuten garen, gebratene Rostbratwurst und Rest von Bratensauce hinein. Mit Kümmel und Majoran abschmecken. Blitzschnell als wärmende Suppe an kalten Herbsttagen.

 

Selbst als Desserts eignen sich »Reste«, fällt mir ganz spontan noch ein: Es sei nur an die »Armen Ritter« erinnert …

 

In Summa kann man mit »Reste-Rezepten« ein ganzes Kochbuch füllen, aber bei dem heutigen Konsum- und Ernährungs-Trends dürfte jenes nicht »in« und offensichtlich auch jene »Rezepte« in Vergessenheit geraden sein. - Bei unseren Altvordern kam nichts weg. Dies ist aber (leider) Historie.

 

lundi
Welche Reste?

Gerade gucke ich in unseren Kühlschrank. Keine Reste. Auch keine Wurst oder Gemüse, ich kaufe alles, was leicht verderblich ist, ganz dosiert ein. Da ich täglich für die Familie koche, weiß ich, wieviel jeder isst. Da bleibt sehr selten etwas übrig. Oder ich koche bewusst auf Vorrat. Einen ganzen Kohlkopf schaffen wir nicht, also koche ich mehr und friere portionsweise ein. Auch Reste von Zitronensaft, Eiweiß, Bratenfond usw. friere ich ein, selbst Miniportionen. Ist doch schade drum. Wir haben aber auch kein Problem, an 2 Tagen nacheinander das Gleiche zu essen. Und sollten doch mal Kartoffeln, Hackklöpschen, Möhren o.a. übrig bleiben, muss ich das nur in die Küche stellen, hinausgehen und warten. Das verschwindet recht schnell auf sonderbare Weise... Sollte das auch nicht helfen: ab in die Pfanne. Dafür brauche ich kein Rezept. Und Brot wird gegessen, bis es alle ist, auch wenn es nicht mehr frisch ist.

 

Ein echtes Problem habe ich mit Milchprodukten wie Milch, Sahne, Schmant, Joghurt, Quark usw. oder so Sachen wie Mayonnaise oder Wein. Die kleinste Abpackung ist hier 200g, in Glasbehältern noch mehr. Davon brauche ich so wenig und so selten, da stehe ich oft ratlos vor Resten. Da hilft auch kein Rezept. Wenn z.B. in einem Suppen-Rezept 200 g Sahne angegeben sind, benutze ich nur 1-2 EL. Da es mir dann jedes mal darum leid tut, bin ich auf dem Weg, so etwas nur noch zu kaufen, wenn ich tatsächlich eine größere Menge brauche, weil ich zum Bsp. Pudding kochen will. Die Suppe schmeckt auch ohne den Sahneklecks.

lundi
Da haben wir es

Das weicht vom Thema ab, aber gerade lese ich diese Verführung. Mein Problem: 50 ml Apfelsaft. Was mache ich denn mit den restlichen 950 ml aus der Flasche? Ich kaufe prinzipiell nur in Glas. Ich trinke keinen Saft. Gar keinen. Die Kinder auch nicht. Auch keine Schorle. Mein Mann nur äußerst widerwillig und wenig. Also mache ich einen Kompromiss mit kleinem Trinkpäckchen? Gibt es die auch einzeln? Trotzdem ein Rest. Nein, ich pack ich die Senfkörner mit zu den Zwiebeln in die Brühe und gebe ein paar Apfelstücke dazu. Apfelreste sind kein Problem.

 

Vielleicht sollte eher gefragt werden, habe ich Reste, warum und ggf. wie vermeide ich sie, wenn sie voraussichtlich nicht verbraucht werden können?

nika
lundis Gedanke

ist nicht so abwegig, ich kaufe keine Milch mehr, denn was soll ich mit einem ganzen Liter. Wir zwei schaffen keinen Liter Milch. Selbst ein halber wäre schon eine große Leistung. Deshalb gibt es Milch nur kontrolliert, wenn ich weiß, ich koche z.B. den einen Tag Pudding und den anderen Tag eine Vanillesauce (oder so ähnlich). Viele Dinge bleiben deshalb im Regal stehen und werden nicht mehr gekauft. Der Gegen-Gedanke ist natürlich: kaufe ich kleinere Packungen so fördere ich die Verpackungsindustrie und den Müllberg. Wie war es früher einfach: Milchkanne in die Hand und zum Bauern gebracht. Nach dem nächsten Melken konnte dann die Milchkanne wieder abgeholt werden: kein Müll und die Menge, die ich wollte. Mit Saft habe ich die gleichen Probleme wie lundi, deshalb versuche ich viele Säfte durch O-Saft (frisch gepresst) zu ersetzen, um Reste zu ersparen.

nika
Brotreste

verarbeite ich für Frikadellen oder Brotsuppe.Habe ich nicht sofort Verwendung, dann würfel ich das Brot und trockne es. Getrocknet ist es lange haltbar und kann als Paniermehl oder als "Altes Brot" mit in den Brotteig. Aurch getrocknet kann ich die Brotwürfel zur Suppe oder zu Frikadellen veredeln. Rest vom Mittagesen müssen nicht unbedingt so wieder aufgewärmt werden, wie es am Vortag zubereitet wurde. Pellkartoffeln z.B. werden über zwei,  drei Tage gesammelt zu Bratkartoffeln (yummieh).

Gaston
Resteverwertung

Dem Hund sind Reste immer willkommen. Eine übrig gebliebene Kartoffel kommt in den Napf. Manchmal mache ich aber auch ein richtiges Resteessen, da isst jeder was anderes, es stehen dann durch Reis und Nudeln auf dem Tisch, auch zweilerlei oder dreierlei Soßen. Auf den Punkt kochen schaffe ich so gut wie nie. Aber wegwerfen kommt nur sehr selten vor, dazu muss etwas schon verdorben sein, was ich gerade bei so heißem Wetter wie heute, nicht ganz verhindern kann.

crazycook
Hallo ! Wie lautet das Thema?

Zur Erinnerung:

wir suchen Tipps und Rezepte zur Essensresteverwertung.

Welche kreativen Ideen habt Ihr, um Übriggebliebenes neu und spannend zu verwerten?

Toskanafan
Meine Antwort, das Geröstel,,,

das gibt es immer wieder, alle Reste, Kartoffeln, Gemüse, die im Kühlschrank zu finden sind, werden separat je nach Zutat, angebraten, warmgemacht, gewürzt, . Dazu kommen meist noch frische Zutaten, wie  ein paar Pilze, Tomaten, und vor allem frische Kräuter. . Zum Schluss werden sie zu einem Gericht in der Pfanne zusammengefügt, manchmal kommt noch pochiertes Ei, oder Spiegelei dazu. Meist kommt ein völlig neues Gericht dabei raus. Auf den Punkt gegartes Fleisch kommt meist an einen Salat. Oder, nun gelernt, Fleisch auf den Punkt gegart,  bis maximal 60 Grad im Braten-Fond langsam erhitzen, und dazu geben. Selbst übrig gebliebenes Kartoffelpürree, kann zur nächsten Suppe wandern.

Reste sind auch Lebensmittel, die gekauft, im Schrank lagern, nicht verwendet, und nun das MDH., überschritten haben, getrocknete Pilze, Risotto mit Pilzen, Konserven, TK,  usw.. Spannend wäre das als Diskussion. Was kann man wann noch essen ?. Bei Pasta geht das noch 10 J.

WOLLBAER
Vogelheu

Ich liebe dieses Gericht. Es ist einfach zuzubereiten, schmackhaft und preiswert.

 

Brötchen vom Vortag werden in kleine Stücke geschnitten und in der Pfanne mit fein gewiegten Zwiebeln angebraten. Dann macht man eine Eiermilch und würzt diese mit einem wenig gekörnter Gemüsebrühe und lässt sie in der Pfanne stocken. 

 

Dazu schmeckt ein leckerer Salat.

 

LG Rolf

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