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Donnerstagsdiskussion, die 12.

Nach der Rückkehr zu den Ursprüngen in der letzten Woche soll sich das Thema dieser Donnerstagsdiskussion wieder voll und ganz um Euren momentanen Kochalltag drehen!

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Kommentare
JulietteG

Liebe Küchengötter/Innen!


 


Diese Woche interessiert mich, ob Ihr mit anderen Personen zusammen kochen könnt oder führt Ihr lieber das alleinige Regiment in der Küche?


Kocht Ihr sogar jeden Tag oder in regelmäßigen Abständen zusammen mit einem Familienmitglied, trefft Euch mit Freunden zum gemeinsamen Kochen oder verwöhnt Ihr diese lieber mit allein von Euch zubereiteten Gerichten?


 


Wie immer bin ich gespannt auf Eure Antworten!


Liebe Grüße, Juliette

Nicht nur

eine persönliche Entscheidung, sondern es ist bestimmt auch eine von der Küche vorgegebene Aufteilung. Da wir eine neue Küche planen - mit einem Kochblock und vernünftiger Arbeitsfläche in der Mitte - wird sich der Küchenarbeitsplatz für eine Person in einen Arbeitsplatz verändern, an dem man/frau gemeinsam schnippeln und brutzeln/kochen können. Wir kochen sehr gerne zusammen, jedoch haben wir die Küche 1982 geplant und da gab es noch keine Ambitionen bei meinem GöGa mit zu machen. Als er sich dann für das Kochen interessierte wurde es teilweise zur Zerreißprobe, weil immer gerade der/die eine gerade vor der Spülmaschine, dem Herd oder der Spüle stand und der /die andere dann aus der Schublade oder Tür  darunter etwas brauchte oder auch nur den Müll loswerden wollte. Auch die verschiedenen Garzeiten von Gemüse, Kartoffeln oder Fleisch mussten abgestimmt werden.

Wir freuen uns auf den Urlaub, denn da kochen wir fast immer gemeinsam. Zumindest die Planung und der Einkauf (inclusive dem Bummel über den Wochenmarkt und dem anschließenden Cafe Solo in der Bar am Markt) wird gemeinsam getätigt.

Ich wünsche allen, die gemeinsam kochen, viel Vergnügen dabei, aber auch das gemeinsame Aufräumen gehört dann dazu.

Immer allein

Ich koche immer noch am liebsten allein. Die Männer, bis auf einen, die ich kannte, interessierten sich nicht die Bohne für die Küche und was Mann darin anstellen könnte. Der einzige Mann, der auch kochen konnte, hatte sooo andere Vorstellungen, daß wir uns lieber in der Küche aus dem Weg gegangen sind. Wenn der eine gekocht hat, war der andere draußen.

jetzt gibt es sowieso keinen Streit mehr. Ich bin allein. Mein Großer, der nur noch zu Hause schläft, freut sich, wenn Mutti was hinstellt. Da ich viel mit meiner Hexenküche beschäftigt bin, nehmen eh alle Reisaus.

unterschiedlich

Mit meinen Söhnen koche ich sehr gerne zusammen. Die stehen mir nicht im Weg rum und kochen selbst auch mich Begeisterung. Mein Mann geht aber lieber aus der Küche und freut sich auf das Essen.

Gerne zusammen

Mein Mann rührt wahnsinnig gern in Töpfen und Pfannen herum, guckt unter die Deckel, probiert alles, mopst die Zutaten und stibitzt ein Stück von allem, was gerade fertig oder auch noch nicht fertig ist, bringt mir alles durcheinander, lenkt mich ab, und das alles sehr liebevoll, so dass er dafür auch noch ein Lächeln von mir erntet. Er ist aber auch konstruktiv: übernimmt gern das Anbraten von "Sachen", räumt auch zwischendurch und hinterher das Nötigste auf oder weg. Schälen und schnibbeln macht er auch, aber nur, wenn es sein muss. Wir kochen gern und sehr harmonisch zusammen und immer völlig stressfrei, Streit gibt es dabei nicht. Warum auch? Meist geht es locker und sehr lustig zu. Die Kleine kocht lieber ohne Eltern, weil Eltern "Besserwisser" sind und Tipps geben, die sie gar nicht hören will. Also einfach machen lassen. Wenn ihr was nicht so gelingt, nimmt sie es gelassen und will die Tipps immer noch nicht hören. Das ist OK. Die beiden Großen haben diese Phase bereits hinter sich und mögen das gesellige Kochen, wenn Zeit dazu ist oder die Notwendigkeit besteht.

wie geht das?

Noch nie habe ich mit jemandem zusammen gekocht. Dazu muss doch jeder seine Ideen mit einbringen können und die Idee, was auf dem Teller sein soll, wächst allein auf meinem Mist. Für Kochwettbewerbe wäre es schon eine Vereinfachung gewesen. Aber mein lieber Mann ist ziemlich kochunfähig und ich bin schon dankbar, dass er mich mit Getränken versorgt und bei Einladungen ist er für den Esstisch alleinverantwortlich, das ist auch nicht übel. Wenn ich erst lang erklären muss, was jetzt und danach gemacht werden soll - dann habe ich es auch schon selbst gemacht.

 

Um etwas Farbe hier reinzubringen: jetzt beginnt die Brombeerzeit.

Dieses Thema reizte mich schon länger...

weil ich dazu die Meinung habe: es kommt darauf an, mit wem man kocht! Und eigentlich doch am liebsten allein, aber....

Als ich noch zu Hause wohnte, habe ich ganz, ganz selten alleine am Herd gestanden. Wochentags gab es das Essen von meiner Mutter und am Wochenende kochten wir alle zusammen! Anfangs setzte mein Vater am Wochenende seine Ideen um und meine Mutter und ich agierten praktisch als Gehilfen. Mit der Zeit entwickelte es sich immer mehr zu einem gemeinsamen Kochen, es sei denn, mein Vater hatte wieder eine ganz neue Idee. Dafür stellte er sich auch schon nachmittags in die Küche und bereitete vor. Das hat sich jedoch alles entwickelt... Mittlerweile kochen meine Mutter und mein Vater jeden Tag gemeinsam und machen auch die Küche zusammen (zumindest den Teil, den mein Vater meint machen zu können, von dem Rest will er keine Ahnung haben! :)) Aber er spült die Töpfe ab, die ja ungewaschen nicht in die Spülmaschine können, weil sie dort nicht sauber werden und erledigt einige andere Dinge). 

Wenn ich am gewohnten Freitag (soweit ich es schaffe, diese Woche leider wieder nicht) zu Hause bin, agieren wir mittlerweile als eingespieltes Team. Meine Eltern geben vor, was es gibt (unter vorheriger telefonischer Absprache mit mir) und eigentlich übernimmt jeder automatisch seinen Part. Meine Mutter Fleisch, mein Vater Fisch und der Rest wird gemacht wie es passt. Die allgemeine Vorgehensweise (insbesondere wegen der Garzeiten) wird vorher kurz debattiert und dann läuft das einfach. Aber da wir uns geschmacklich sehr einig sind und diesen zusammen entwickelt haben (bzw. ich muss dann wohl eher sagen, dass ich ihn übernommen habe) klappt das wunderbar. Natürlich kommt man sich dann gegenseitig mal etwas zu klug, aber das kriegen wir gegenseitig immer  schnell wieder geregelt. Es wird kurz diskutiert, einer lenkt ein oder es gibt einen Kompromiss und am Ende ist das Essen lecker. Aufgrund der langjährigen Tradition agieren wir als eingespieltes Team... Auch wenn ich immer weniger zu sagen habe, seitdem meine Eltern jeden Tag zusammen kochen... Eigentlich genieße ich es auch einfach mal nur der "Gehilfe" zu sein, Chefkoch kann ich hier die ganze Woche spielen! Die Küche zu Hause ist übrigens durch die Einrichtung einer "Kochinsel", wie es so schön heißt, wo sich das Ceranfeld befindet, so groß, dass jeder seinen Arbeitsplatz haben kann und keine Platzkonflikte entstehen.

So, jetzt habe ich sogar noch mehr dazu zu erzählen.... Meine beste Freundin, die bis vor kurze lediglich ein Meter entfernt wohnte, führte mehrere Jahre eine Wochenendbeziehung... Nach der plötzlichen Trennung musste natürlich im Gegenzug sozusagen eine Beschäftigung für das Wochenende herbeigeführt werden. Da sie am Wochenende gerne für Ihren Freund kochte, waren wir darauf gekommen, dass wir einen Tag des Wochenendes zusammen kochen. Wir wollten es zumindest ausprobieren und waren beide etwas skeptisch, denn wir ließen uns beide nicht gerne in Töpfe schauen. So fingen wir damit an, dass man sich abwechselnd beieinander traf und jeweils sozusagen erst mal die Leibgerichte abgearbeitet wurden. Der "Gast" war fürs Schnippeln, Rühren, etc. zuständig und der "Gastgeber" führte praktisch das Regiment und gab sozusagen höfliche Anweisungen. Das klappte gut. Nachdem wir die Leibgerichte durch hatten, wagten wir uns an Neues. Irgendwer hatte immer eine Idee oder hatte irgendein Rezept zu Hand und so diskutierten wir vorab darüber, wandelten ab und kochten gemeinsam. Irgendwann artete es leider etwas dazu aus, dass nur noch bei mir gekocht wurde, weil die Ideen von mir kamen, aber das haben wir durch festgelegtes abwechselndes Kochen wieder kompensiert.

Die Freundin ist vor Kurzem leider weggezogen und so fiel auch nach drei Jahren diese "Tradition" weg.

Wenn ich eigenen neue Ideen habe, muss ich jedoch gestehen, dass ich am Liebsten alleine am Herd stehe. Oder eben mit einer guten Kochfreundin, die mich schalten und walten lässt... oder eben meinen Eltern ;) 

Aber wenn ich es mir genau überlege: Das Schöne am Essen ist nicht das alleinige oder zweisame Kochen, sondern das gemeinsame Essen! Das vermisse ich wirklich! Durch Euch, liebe KüchgötterInnen, stört es mich nicht mehr! Was zählt ist das Resultat (zumindest wenn man etwas Gutes essen möchte) und ich hoffe, dass meine Fotos und Rezepte rüberbringen, dass es mir essensmäßig oftmals geschmacklich verdammt gut geht! :))))

 

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