Donnerstagsdiskussion, die 13.

Heute sind wir nach allgemeiner Meinung bei einer Unglückszahl angelangt. Da ich an eine Freitag, den 13. geboren bin, stehe ich dem locker gegenüber, denn ansonsten müsste mir ja ständig etwas passieren. :)

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Kommentare
JulietteG

Liebe Küchengötter/Innen!


Für die heutige Woche stellte sich mir nun die Frage, ob ich ein bewusst fröhliches Thema nehme! "Fröhliches Kochen"??? Ich hoffe doch, dass Ihr beim Kochen die meiste Zeit fröhlich seid. Letzte Woche kochte BlackCoffee als Trostgericht "Saure Leber" (zugegebenermaßen ruft dies Gericht keine Fröhlichkeit bei mir hervor, aber wie sie im Forum so schön schrieb: "Geschmäcker sind zum Glück verschieden"!). Als ich hier am nächsten Tag herumstöberte und mir die Rezepte von BlackCoffee anschauen wollte, sah ich den Gästebuch-Eintrag von kurbis: Das wäre doch mal ein schönes Thema für die Donnerstagsdiskussion. Sofort notiert und gleich umgesetzt. Also meine Frage in dieser Woche: Habt Ihr ein Trostgericht? Sozusagen ein Essen, dass herhalten muss, wenn der Tag wenigsten durch das Essen wieder aufpeppelt werden soll?


Wie immer bin ich gespannt auf Eure Antworten und freue mich bereits darauf!


Einen schönen Donnerstag wünscht Euch mit lieben Grüßen, Juliette!


 


P.S.: Das war jetzt ja ein Zufallsfund! Falls Ihr mal Anregungen für die Donnerstagsdiskussion habt, schreibt sie mir doch einfach in mein Gästebuch! Vielleicht wollt Ihr auch mal über bestimmte Themen sozusagen bezüglich des Backsektors diskutieren... Da bin ich als Anti-Süßschnabel ja gar nicht bewandert! Alle Ideen bitte zu mir! :)

cystitis
Pekingsuppe

Jetzt mußte ich erst einmal scharf nachdenken, denn ich habe schon lange kein Trostgericht mehr gebraucht. Aber Pekingsuppe macht uns immer wieder gute Laune. Das Rezept habe ich aus unserem ortsansässigen chin. Restaurant. Da es mit sher viel Schnippelei verbunden ist, gehen wir aber dann meistens essen oder holen uns die Suppe nach Hause.

nika
Trösterle

Wenn ich mal ein Trostgericht für meine Fam. kochen muss, dann ist es die Hühnersuppe, als Krönung mit einem anschließenden Geflügelsalat für meinen GöGa. Für mich allein ist es immer ein großer frischer Salat mit einem leckeren Dressing.

 

Allerdings muss ich hinzusetzen, seit kurzem ist das buttrige Steak auch ein Favorit als Trösterle in meiner Familie.

Liebe Grüße und hoffentlich keinen Grund für ein Trösterle,

Eure nika

lundi
Nicht

Trostgericht? Nein! Manchmal hab ich auf etwas Appetit, manchmal koche ich auf besonderen Wunsch oder um eine Freude zu bereiten ein Lieblingsessen, manchmal esse ich innerhalb 3 min eine ganze Tafel Schokolade (gegen Kopf- und Rückenschmerzen, 1mal monatlich, kein Quatsch, das hilft), bei extra viel Stress (passiert nicht oft, wir denken positiv und in der Ruhe liegt die Kraft) gehen wir zum Italiener um nicht kochen und abwaschen zu müssen und abschalten zu können, aber ein Trostgericht ist das alles dann doch nicht. Essen als Trost finde ich nicht gut. Eher umgekehrt: Bestimmte Gerichte wecken Erinnerungen und Emotionen, dann gehts los: Weisst du noch...?

sparrow
kein Trost- aber Wunschessen

Bei uns gibt es kein Trostessen aber zu bestimmten Anlässen, Geburtstage oder wenn die Kinder zu Besuch kommen dürfen Essenswünsche angemeldet werden, die ich dann gerne erfülle. Für mich selbst ist das Kochen und Backen eher "Trost". Wenn es mir mal nicht gut geht, brauche ich nur in meine Küche gehen, die Türe schliessen und ein Essen oder Gebäck kreieren, dann geht es mir schon viel besser. 

auchwas
Neues probieren

an schlechten Tagen, die jeder hat,  auch ich ab und zu, dann nehme ich mir gerne ein neues Rezept vor und probiere es aus. Da sind schon die tollsten Gerichte daraus entstanden die wunderbare Erinnerungen wecken und was der Anlass war, das ist vergessen. So richtig aus Trost oder Frust essen, nee. Zur schnellen Hilfe um großen Ärger zu bewältigen eine Tasse Tee entspannen oder einen schönen Spaziergang auch ein kleiner Rundgang im Garten hilft gut. Zugegeben sehr schön kann auch ein nettes Essen dann mal in einem Lieblingsrestaurant sein, so richtig ein gutes Gefühl und keinen Stress mit dem Abwasch. Ich muss gestehen wenn ich so richtig ausprobiere und  Sößchen mache und und meine Küche ist  dann nur noch was für Leute die Trost beim Abwaschen suchen, für mich nur ein notwendiges übel. Es soll aber Leute geben die mit vorliebe abwaschen und abtrocknene und polieren, nicht ich.

antenne
Trostessen

Das ist bei mir ein Kartoffel-Hackfleisch-Karotten-Stampf, gewürzt mit Liebstöckel. Richtiges Matschepamp-Soulfood-Essen :)

Schlumpi
Nudeln oder Pizza

Ein ganz bestimmtes Rezept hab ich da zwar nicht, aber gehaltvoll darf es dann auf jeden Fall sein: Pizza mit extraviel Käse oder Lasagne. Oder der Nudelauflauf, den meine Mutter früher oft gemacht: mit Eiermilch überbacken und ein bisschen Gemüse unter den Nudeln versteckt, Tomatensoße dazu.

Auf Experimente hab ich dann keine Lust; lieber Altbewährtes!

nika
Matschepamp-Soulfood-Essen

@antenne: Das Gericht liest sich aber toll, kann ich mir lecker vorstellen. Hast Du es schon hier eingestellt? Würde mich sehr freuen :).

crazycook
Soul Food

"Soul Food" ist die Afro-Amerikanische Küche der Südstaaten der USA, etwa wie Cajun Food und alte Jazz und Gospel Music. Nahrung, die ein persönliches Wohlbefinden hervorruft und Kindheitserinnerungen an Gutschmeckendes weckt, nennt der Amerikaner "Comfort Food" . Auch die Bewohner des ehem. Commonwealth nennen diese Art von Gerichten so. Warum müssen wir unser Denglish immer und überall verbreiten. Warum ist das in "old" Germany so?

BlackCoffee
Trostessen die 2.

Nachdem ich so nett zitiert wurde melde ich mich doch nochmal zu Wort. Saure Leber ist mein persönliches Trostessen, weil ich es supergerne esse. Der Rest meiner Familie mag es aber gar nicht und ich muss es für mich extra zubereiten. Das tu ich aber nur wenn ich mir selber was gutes tun will. Leider bin ich der totale Kummer und Frustfresser. Für meine Tochter ist ein einfacher Krauteintopf und als Dessert dazu Crepes mit Nugatcreme tröstend. Für meinen Sohn mach ich in Notzeiten meinen persönlichen Kartoffelsalat und für meinen Mann Fleischpflanzerl.

 

kurbis
Trostessen

Trostessen,  beginnt bei mir in der Kindheit. Knie aufgeschlagen, beim Sportfest keinen Erfolg,  "Klein-Zicken-Krieg", Handarbeit will nicht gelingen, da war schon ein selbstgemachter Schoko-Pudding oder im Winter Bratäpfel ein willkommener Trost

Für viele Männer sind es diese warmen deftigen Gerichte oder Suppen, die über den Alltagsstress hinwegtrösten....

Mit den Trostgerichten sollte man sehr vorsichtig umgehen, denn sonst "wirken" sie nicht mehr.

Die Wirkung wird allerdings enorm, wenn man das Lieblingstrostgericht serviert bekommt. Probieren Sie es aus!

 

Bettina Müller
Es lebe das Trostessen

Trostessen? Das sind bei mir ganz klar Hühnerfrikassee mit Kartoffelbrei oder noch warmer Schokoladenpudding. Gerichte, die mich seit meiner Kindheit begleiten und immer dieses wohlig warme Gefühl verbreiten. :-)

Spaghetti

Das ist einfach. Das beste Trostessen sind bei mir ganz klar Spaghetti, wahlweise mit Tomatensauce, Bolognesesauce oder all'Arrabiata. Das war schon immer so, Spaghetti (überhaupt Pasta) hätte ich schon als Kind jeden Tag essen können.

Mohnkuchen
Lange überlegt...

Liebe @Juliette, erstmal danke für das tolle Thema. Das hat mich richtig zum Nachdenken angeregt und es ist auch sehr schön zu lesen, was die anderen Küchengötter damit verbinden. Ich denke auch, dass ein Trostessen oft auf die Kindheit zurückgeht. Aber was für Gerichte dabei rauskommen ist schon interessant. Manches würd ich gar nicht unbedingt essen, schon gar nicht als Trostessen, aber die Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden ;-) Als Kind oder Jugendlicher würd ich sagen war Fisch a la Bordelaise mit Reis und Gurkensalat eins meiner Lieblingsessen und danach Pfannkuchen mit Äpfeln oder Käse und Salami oder Rosinenquark dazu. Jetzt, wenn ich was brauche, das den Tag rettet könnte ich mir das noch nicht mal selber machen ;-) ihr werdet es erraten: Gemüse indirekt gegrillt vom Weber-Grill, allen voran HOKKAIDO!!!!!!!!! Oder den als Suppe, das kann ich selber und könnte es Tag und Nacht essen.

antenne
soulfood

@crazycook - ja warum denglish ? weil soulfood in einem wort schön umschreibt worum es geht, wie du schon geschrieben hast: wohlbefinden - erinnerungen, also nicht unbedingt "trostessen", das trifft es nicht richtig. warum heisst du eigentlich "crazy cook" und nicht "verrückte köchin" ? ;)

@nina - ich kann mich gerne mal dran versuchen, wird ja auch langsam mal zeit...

antenne
oder comfort food ?

oh ja, da hab ich mich wohl vertan. also wohlbefinden/erinnerungen = comfort food und seelenessen/essen das glücklich macht = soul food. aber wer wird es da so eng nehmen...

und grade habe ich eine tomatensuppe mit mozzarella und basilikum - die macht beides :)

Rinquinquin
Essen tröstet mich nicht

Wenn ich richtigen Kummer habe, dann kann ich gar nichts mehr essen. Weg sind die Ideen, die Lust zum Kochen und der Appetit, Kochbücher interessieren mich nicht mehr. Selbst die sonst heissgeliebten Spaghetti mit Tomatensauce, Bolognese oder all'arrabiata (huhu Jarimba!!) haben keinen Reiz mehr für mich. Auf einmal komme ich ohne Essen durch den Tag und habe mich schon oft in guten Zeiten gefragt, wie ich diesen Appetitzügler mal nur irgendwie aktivieren könnte - ohne den Kummer natürlich. Das Einzige, was ich bei Kummer brauche, das ist ein Glas Rotwein. 

Aphrodite
Für mich auch Matsche-Pampe.

Ich nenne es Mood Food. Das sind die kleinen Glücklichmacher / Serotonin-Botenstoffe. Schokolade ist es bei mir nicht. Eher Milchreis oder Griesbrei mit Johannisbeeren. Hilft auch gut, wenn man nach einem Stresstag nicht einschlafen kann. Frische Luft, wie von auchwas erwähnt, hat auch etwas für sich. Groß in die Küche stellen würde ich mich an solchen Tagen nicht. 

JulietteG
Wow!

So viele Kommentare und ich bin natürlich höchst erfreut! Aber was soll ich sagen, ich habe gar kein Trostessen. Ich bin weder ein Lust- noch ein Frustesser! Soweit im Studium Klausurenphasen anstanden und alle sich über Gewichtszunahmen beklagten, weil die Schokolade sozusagen mit auf dem Schreibtisch lag, habe ich eher weniger gegessen. Mir reicht ein schöner Tee zum Arbeiten und den brauche ich sogar, denn wenn meine Teetasse leer ist, habe ich das Gefühl, nicht mehr richtig arbeiten zu können. Es stellt sich auch die Frage, wofür man den Trost braucht. Was den Alltagsstress anbelangt und andere Dinge bezeichne ich mich gerne als optimistisch-realistisches Stehaufmännchen (bzw. -frauchen). Den Mut verliere ich erst, wenn der Zug schon abgefahren ist. Oder wie meine Mutter immer so schön sagt: "Gedanken macht man sich, wenn man sich Gedanken machen muss!" Also nicht schon vorher alles schlecht reden... (Funktioniert in der Praxis auch nicht immer, aber eigentlich hat sie recht)!

Im Moment bin ich wirklich ziemlich im Stress... Im Durchschnitt sitze ich 7 Tage die  Woche ca. 13 Stunden am Schreibtisch! Würde es Euch nicht geben und dazu mein entstanderer innerer Zugzwang, dass ich hier jeden Tag mein Essen veröffentliche (und nicht nur eine Variation von drei Gerichten :)) gäbe es sicherlich sehr viel Hergesuchtes, was bei mir Tiefkühlpizza (ja, ich gestehe), Sandwich (mit viel Mayo, Schinken, Käse, Gurke und Ei) und schnelle Pasta (Carbonara, Parmesan und Knoblauch, etc.). So habe ich zumindest die letzten zwei Monate vor meinem Examen gelebt, wobei ich dort sogar 16 Stunden am Schreibtisch saß... Die nun übrig gebliebenen 3 Stunden (mehr als 13 Stunden die ganze Woche hält man auf Dauer einfach nicht durch) nutze ich nun zum Kochen und noch viel schöner zum Durchstöbern von Lebensmittelgeschäften. Mittwoch war ich in meinem Biosupermarkt und als ich wieder vor der Tür stand (obwohl ich nur 5 Dinge gekauft habe, der Platzsparmodus in meiner Küche zügelte mich) war eine gute halbe Stunde vergangenen. Aber ich muss sagen, dass ich total entspannt habe.

Gute Überleitung... Denn auch in der Küche entspanne ich total. Bis auf Sport gibt es keine Tätigkeit bei der ich alle Gedanken dermaßen abschalte und mich nur auf mein Essen und dessen Zubereitung konzentriere. So habe ich meine Auszeit bevor es weiter geht und widerstehe der Versuchung mich auf das Sofa zu legen, denn dann schlafe ich sofort ein! :) Deshalb koche ich momentan sogar etwas aufwendiger, um meine schöne Pause etwas auszudehnen. 

Es gibt auch Tage, an denen ich nach Hause komme und denke "Jetzt noch kochen??? Keine Lust!!!" Zumal ich ja zur Zeit der einzige Mensch bin, gegenüber dem ich etwas anderes rechtfertigen müsste. Wenn man aber erst mal dabei ist und am Ende wieder ein leckerer Teller anstrahlt, bin ich glücklich!

Zusammengefasst: Mein Trostessen ist das Kochen selbst und alles was daraus entsteht! Was nicht heißen soll, dass ich nicht auch gerne koche, wenn kein Stress ist... Dann sogar noch lieber! :)

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