Donnerstagsdiskussion, die 17.

Schon wieder ist eine Woche vergangen... Diesmal waren zumindest uns im Norden sogar 2,5 Tage Sommerwetter gegönnt...

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Kommentare
JulietteG

Liebe KüchengötterInnen!


 


Diese Woche wählte ich beinahe ein simples Thema, aber schließlich müssen alle Frage einmal geklärt werden! :) 


In den vergangenen Tagen habe ich sowohl Oliven als auch Kapern fleißig verarbeitet (siehe mediterraner Kartoffelbrei und Vitello tonnato). Also stelle ich diese Woche die Frage: Kapern und/oder Oliven???


Um den Hintergrund meiner Frage zu erklären, gebe ich bereits hier meine Ansicht preis. Wie Ihr mittlerweile wisst, mochte ich bis vor kurzer Zeit keine Oliven. Mittlerweile stört mich ihre Anwesenheit im Essen gar nicht mehr, vielmehr genieße ich ihren Geschmack. Im Gegensatz dazu mochte ich Kapern (und auch sehr gerne Kapernäpfel) schon immer gerne. Meine Eltern empfanden das damals (als ich noch zu Hause wohnte) als sehr merkwürdig, da sie der Ansicht waren, dass man eher Oliven als Kapern lieben würde / könnte.


Deshalb meine Frage: Habt Ihr Euch dem Geschmack von Oliven/Kapern "angewöhnen" müssen? Mochtet Ihr eine Zutat schneller lieber als die andere? Oder geht Ihr einem oder beidem am liebsten heute noch aus dem Weg?


 


Wie immer freue ich mich auf Eure Beiträge und nach so viel Liebelei mit den Zutaten:


Liebe Grüße,


 


Juliette :)

Aphrodite
Schwarze oder grüne Oliven?

Kapern eingelegt in Essig oder Salz? Ich muss zugeben, Sachen mit denen ich mich früher nie auseinander gesetzt habe. Schwarze Oliven, trocken eingelegt, waren für mich das Non-Plus-Ultra. Mittlerweile würde ich für Pastasaucen mit Kapern diese großen, grünen Oliven vorziehen. Kalamata-Oliven wollte ich noch probieren. Das ist teilweise noch ein unbekanntes Feld. Kapern mochte ich immer schon gern. Standard aus Kindertagen waren Königsberger Klopse. Meine Oma kam aus Königsberg. So ist das mit den Kapern.

zimtstern
Als Kind...

mochte ich keine Oliven und Kapern kenne ich erst, seit ich selbst koche. Und heute mag ich beides! Bei den Oliven ist es mir egal, ob schwarze, grüne oder Kalamata-Oliven. Wenn ich ein offenes Glas zu Hause stehen habe, futtere ich zwischendurch ein paar Stück pur. Als "Würzzutat" würde ich sie nie weglassen, wenn sie in einem Rezept angegeben sind. Meine Mum mag beides nicht, mein Stiefpapa isst sie, ist aber nicht so ein Fan davon wie ich. Und das ist die wahre Bestimmung von Oliven =) Und aus den Resten wird dann das gemacht. Schmeckt sogar meiner Mum!

lundi
Oliven?

Oh je, als Kind/Jugendliche kannte ich die gar nicht. Wusste schon von deren Existenz, aber es gab sie bei uns nicht. Seit ein paar Jahren probiere ich immer Mal. Wenn sie da sind, esse ich sie, wenn nicht, auch gut. Mann und Kinder mögen keine und auch kein Gericht, das Oliven enthält. Somit gibts die für mich nur außer Haus. Mit Kapern ist das anders, die mögen wir alle gern, immer schon, in allen Varianten, große und kleine. Wir lieben die Königsberger Klopse und Kapern auch gern zu Fisch, Geflügel, Tomaten... nicht zu vergessen als Zugabe bei vitello tonnato. Die Jüngste mag den Geschmack, sortiert die Kapern aber trotzdem raus, da sie nicht gern drauf beisst. Soll sie, so klein sind die ja nicht. Manchmal bei Soßen halt ich einfach den Pürierstab rein, damit ist das Problem mit ganzen Kapern aus der Welt und die Soße wird schön schaumig.

Rinquinquin
Oliven und Kapern

Kapern kannte ich schon in meiner Kindheit, die waren immer so schön sauer. Ich stehe ja nicht auf süss :-))). Mir sind da die kleinsten am liebsten. Die Kapernäpfel mag ich nur ein kleiner Anzahl. Kapern in Salz eingelegt sollen wohl die besten sein, aber ich sehe keinen Sinn darin, das Salz abzuwaschen oder abzureiben, dann sind sie auch wässrig.

 

Wann ich Oliven kennengelernt habe, weiss ich gar nicht mehr, sicher auch im Süden Frankreich. Dort gibt es Stände auf den Märkten, da könnte ich mich glatt verlieren. Inzwischen gibt es ja auch perfekte Oliven beim Türken, davon mag ich die dicken grünen mit Mandeln drin am liebsten. Schwarze Oliven habe ich immer da, die trockenen à la grecque, die kommen bei mir in alle möglichen Gerichte rein. Die wässrigen schwarzen aus dem Glas lehne ich ab, die schmecken mir nicht.

Rinquinquin
Thema verpasst - huhu

Die Frage lautete ja, ob man sich den Geschmack angewöhnen musste!! 

Kann ich nicht sagen, denn einmal probiert, war ich begeistert. Es gibt so vieles, was man nicht kennt und wenn es einmal falsch präsentiert wurde, ist's passiert: NIE WIEDER.

 

Ich stelle sowieso fest, dass heute viele junge Leute von klein auf so vieles nicht mögen, was in meiner Kindheit ein absoluter Kick war: Rosinen, Nüsse, Mandeln, trockene oder kandierte Früchte. Dafür habe ich alles getan. Denn Schokoriegel aller Arten, Müslistangen und der ganze süsse Kram, das stand nicht zur Verfügung. Ein Knüller war übrigens auch ein Schälchen mit Zucker, Kakao und Haferflocken, einfach so trocken reingemümmelt. 

JulietteG
Das Thema hätte auch Oliven und Kapern...

heißen können... Also hast Du im eigentlichen Sinne das Thema gar nicht verpasst, liebe Rinquinquin. Und davon sollen sich auch alle anderen nicht abhalten lassen... Die "Gewöhnung an den Geschmack" kam eher daher, dass die Oliven und ich eine Zeit brauchten... :)

 

Die aus dem Glas mag ich ebenfalls nicht! Die einzigen Oliven, die ich zur Zeit gerne mag, sind diejenigen von griechischen/türkischen Stand mit Kräutern eingelegt... Eine Mischung aus grünen und schwarzen Oliven wobei ich mir immer ein paar mehr Schwarze aus der Schale fischen lasse, da mir diese besser schmecken... Der Auflauf von zimtstern wurde nach dem Hinweis auf Olivenbrot und karlchens Kommentar ebenfalls durch einige Oliven ergänzt. 

 

Da ich mich noch zu den jungen Leuten zähle, obwohl ich nach meiner Rechnung schon Anfang Ende Zwanzig bin, habe ich damals auch immer Nüsse und trockene Früchte und Rosinen genascht... Das lag jedoch vor allem an der Neurodermitis, die ich als kleines Kind hatte, mit welcher ich auf Milchprodukte reagierte. Da meine Mutter mir auch mal was zu Naschen geben wollte, gab es eben diese... Vielleicht bin ich deshalb nie zum Süßschnabel geworden, auch wenn sich die Neurodermitis zum Glück eindämmen ließ. Aber vielleicht auch der Grund warum ich keine Rosinen oder getrocknete Früchte am Essen mag... Pur gerne, aber sonst nicht... Und auch pur esse ich sie heute nur noch selten... :)

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