Donnerstagsdiskussion, die 30.

Heute wollen wir mal unsere Gesundheit in den Vordergrund der Diskussion bringen...

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Kommentare
JulietteG

Liebe KüchengötterInnen!


 


Die liebe kurbis hat in dieser Woche ein Thema für diese Diskussion vorgeschlagen, welches ich doch sofort umsetzen möchte! Kommen manche Lebensmittel allein aufgrund Ihrer gesundheitlichen Wirkungen in Eurer Küche zum Einsatz? Mögt Ihr diese vielleicht nicht einmal so gerne, legt jedoch so erheblichen Wert darauf, dass Ihr diese trotz dessen benutzt?


 


Wie immer freue ich mich auf Eure Antworten!


 


Liebe Grüße und einen schönen Donnerstag,


Juliette

JulietteG
Ein sehr interessantes Thema...

auf das ich alleine gar nicht gekommen wäre! Dies resultiert insbesondere daraus, dass ich keine Lebensmittel lediglich aufgrund ihrer gesundheitlichen Wirkungen einsetze, insbesondere soweit mir diese vielleicht nicht sonderlich gut munden! Insgesamt achte ich natürlich auf eine ausgewogene Ernährung, insbesondere der regelmäßige Verzehr von Obst und Gemüse! 

Ich bin doch wirklich gespannt, wie es diesbezüglich bei Euch in der Küche aussieht!

Liebe Grüße,

Juliette

KleineKöchin
Was ich nicht mag...

...kommt mir auch nicht auf den Tisch. Aber da gibt es kaum etwas. Einiges esse ich tatsächlich öfters, einfach um ein wenig "Gesundes" zu mir zu nehmen.

Dazu gehören das in letzter Zeit hier viel diskutierte Leinöl zb, ich gebe einen Schuss davon in meine frisch gepressten Säfte (allerdings habe ich diese Woche leider meinen Entsafter ins Jenseits befördert).

Auch hier hinein kommt eine Mischung aus etwas Honig, etwas Zimt und ein bisschen Kurkuma- eine Gesundheitsbombe, und wer sich was Gutes tun möchte, sollte das mal probieren im Winter.

 

Womit ich gerne meine Gerichte ein wenig gesundheitlich aufpeppe sind Sprossen, leider vergesse ich zwischendurch immer mal wieder, welche anzusetzen.

 

Und die oben genannten frisch gepressten Säfte mache ich mir teils, weil ich den GEschmack liebe, aber auch, weil ich kein so Obstfan bin, zumindest nicht wenn ich es zuerst schälen, schneiden etc. muss. Dann doch lieber was, das so im Vorbeigehen geht (Physalis, Trauben, ...)- aber, sie helfen mir im Winter, ein wenig Vitamine zu bekommen.

 

Gemüse steht bei mir mehrmals täglich auf dem Speiseplan, das brauche ich also nicht verpacken :-)

 

Außerdem achte ich beim Kochen auf hochwertige Öle, irgendeine Supermarktmischung zum Braten ("weil sie ja nicht spritzt") kommt mir nicht in die Pfanne!

 

Das war aber jetzt wirklich mal ein spannendes Thema, habe mir gar nicht gedacht, dass ich soviel beitragen kann. Ich bin schon ganz gespannt auf die anderen Beiträge!!!

nika
Gewürze und Kräuter

kommen bei mir 1. wegen des Geschmacks und 2. wegen mancher gesundheitlicher Vorteile auf den Tisch: Kümmel an Kohl und so ähnlich.

Ausserdem achte ich darauf, viel Quark und Frischkäse und Joghurt in den Gerichten zu verstecken. Wir trinken keine Milch und essen keine süßen Nachspeisen, da reicht Käse auf dem Vesperbrot nicht aus. Mein Brot backe ich zum größten Teil aus Weizen, Roggen oder Dinkel selbst. Ich mahle es auch selbst, da weiß ich was drin ist.

 

Ein Schuß Öl zu allen rohen Gemüsensalaten opder Obstsalaten muss sein, denn sonst verbraucht der Körper die Vitamine nicht gut genug. Zum Obstsalat kann es auch gerne ein Zitronen-Oliven-Öl sein.

Hanföl war für meine Kinder - als sie noch klein waren - auch in den Säften drin. Die mache ich auch mit dem Entsafter. Bunte Mischungen kommen da zustande: Möhre mit Apfel und einer Rote Bete z.B. Leinöl habe ich noch nie benutzt kann mir also kein Urteil erlauben.

 

Nach 16.00 Uhr werden keine Kohlenhydrate mehr gegessen und leider habe ich gelesen rohes Obst, Gemüse und Säfte sollen abends auch nicht mehr so gut sein. Dabei habe ich doch gern einen Apfel zum Krimi gegessen...

Ich bin gespannt auf Eure Antworten. Sicherlich wird wieder etwas Neues für mich dabei sein.

gesdundes ist gesund

Also ich achte natürlich das meine Familie und ich etwas gesundes auf den Tisch bekommen. Aber dass ist nicht der Grund warum manche Sachen auf den Tische kommen und manche nicht.

Es gibt von allem was(natürlich nicht an einem tag). Aber wenn wir etwa nicht mögen, essen wir es nicht. Viel Gemüse gibt es bei uns in diversen Formen ob in der pfanne, im Ofen (z.b: gefüllte zuchini/tomaten). Oder als Salat (kalter brokoli).

Aber es gibt auch mal pizza oder hot dogs auf den tisch^^ aber eher selten.

kurbis
gesund, gesund...

Eigentlich lebt meine Küche vom Genuß, vom Spiel der Sinne...

Rote Beete, dieser  intensive Geschmack nach Erde mag ich eigentlich nicht,. dennoch weiß ich, dass Rote-Beete sehr gesund ist.  Folglich kreire ich Rote-Beete-Rezepte, wo ganau dieser gesunde Geschmack in den Hintergrund gerät, mit Meerrettich, mit Zitrone....

Genauso geht es mir mit dem vielumschriebenen Leinöl, es erinnert mich immer an Lebertran meiner Kindheit.

Als meine Tochter, abgemagert, dünnhäutig nach einer schwierigen OP nicht so recht auf die Beine kommen wollte, was hab ich ihr gemacht

Lebertran - in Mangomus-  lecker hat sie gesagt

oder die Brennessel-Suppe im Frühjahr - gesund ohne Ende - entschlackend, entwässernd, stoffwechselanregend.... - schmecken tut sie eigentlich nicht - es sei denn wir kombinieren Knoblauch, Zitrone,

herrlichen Quark...., dann wird es lecker und gesund.

Die Liste könnte ich  um einige Beispiele erweitern, was ich sagen wollte, verdammt all die gesunden Sachen nicht von Eurem Speiseplan,

vieles schmeckt, wenn es entsprechend  zubereitet wird. 

Man muß nur manchmal Alternativen suchen! Keiner muß "gesunde Kost" sich zumuten, aber probieren, Alternativen suchen, Schmackhaftes mit "Gesundem" verbinden. Der ständige Austausch - aktiv u. leidenschaftlich  - auf dieser  Community- hilft uns da sicherlich weiter.

 

Aphrodite
Gleiches wie kurbis und kleineKöchin.

Nur der Gesundheit wegen würde ich nichts essen wollen. Aber das eine schließt das andere ja nicht aus. An Brennesselsuppe würde ich mich nicht so ohne weiteres heran wagen. Aber viele gesunde Rezepte von früher sind ja mittlerweile vorzeigbar und weit weg von der "Körner- und Gesund-Ecke". Vieles kann man übertreiben. Omega 3 Fettsäuren in Pflanzenöl soll vom menschlichen Körper nur zu 1% verwertet werden können. Da greife ich dann lieber zu Fisch. Und die Ausgewogenheit macht es. Ich achte auf gute und frische Zutaten. Und das ist meistens TK. Frischer geht Gemüse kaum. Und wirklich frische Ware ist auf dem Markt oder beim Gemüsehändler sehr teuer. Gesund lässt sich auch gut verkaufen. Da renne ich auch nicht jedem Trend hinter. Und ich weiß gar nicht, was kurbis gegen Rote Beete hat. Richtig zubereitet schmeckt da nichts mehr erdig. Die Sticks frittiert gehen glatt als Pommes durch. Und zum Schluss bleibt nur die schöne Farbe. Vorgekocht und vakuumiert würde ich sie allerdings niemals mehr verwenden.

 

lundi
Nein nein nein

Man lebt nicht gesünder, nur weil man bestimmt Sachen isst!!! Für mich gibt es keine "gesunden Lebensmittel", alle nicht chemieverseuchten sind gesund, von Gemüse über Schweinshaxe mit Schwarte bis zur Schokolade. Immer eine Frage der Menge, Saison, Kombination und Abwechslung, dabei liegt die Betonung auf Abwechslung. Und versteckt wird gar nichts, jeder soll wissen, was am Essen ist und das auch rausschmecken. Was nicht so schmeckt, lasse ich weg, oder ich versuche eine andere Methode der Zubereitung. Aber reinschummeln gilt nicht. Wer keine Rote Bete (ich liebe sie) oder keine Milchprodukte mag, lebt auch ohne gut. Leinöl hab ich noch nie verwendet, ich schwöre auf Raps-, Oliven- und Senföl. Wir sind alle gesund und fit, von 8 bis 55 Jahre alt, da kann die Ernährung nicht so falsch sein. Vitamine, Fettsäuren und Mineralstoffe zählen oder abwägen kommt nicht infrage. Bei Krankheiten oder Unpässlichkeiten ist das freilich was anderes.

 

Dem Trend, die berühmten alten Gemüsesorten von Oma wieder auszugraben, gehe ich nicht nach. Gesünder lebt man damit auch nicht und die geschmackliche Bereicherung hält sich in Grenzen. Es hat irgendwie auch seinen Grund, dass man heute lieber moderne Spinatsorten als einen Brei aus Brennesseln oder Giersch isst. Das waren oft Notlösungen, kann man in die Ernährung einflechten, muss man aber nicht.

 

@nika Bitte iss abends deinen Apfel oder auch zwei, wenn du magst. das ist keinesfalls schädlich. Diese blöde Disskusion kommt immer mal wieder falsch rüber. Manche Menschen vertragen abends kein Obst/Gemüse, das ist der eigentliche Kern der Sache. Äpfel haben übrigens auch Kohlenhydrate. Und den berühmten Kümmel an den Kohl und Ähnliches mache ich auch, nicht aus gesundheitlichen (Blähungen krieg ich trotzdem), sondern geschmacklichen Gründen und weil manche Dinge eben einfach zusammen gehören.

Bettina Müller
gesundes Essen

Ich glaube den größten Gefallen tut man sich, wenn man sich beim Kochen an Saisonalität der Lebensmittel hält. Seit dem ich das tu hab ich das Gefühl, automatisch viel gesünder zu kochen und zu essen. Weiter geht's natürlich mit der Zubereitung: Wenn ich ein noch so vitaminreiches Gemüse stundenlang in Wasser koche, hätte ich mir diese vielleicht sonst gesunde Zutat auch gleich sparen können.

 

Spannend finde ich meine persönliche Entwicklung was Vollkornprodukte angeht. Noch vor ein paar Jahren war es ganz normal, dass ich "weiße" Pasta gekauft habe. Heute greife ich schon automatisch nur zu Vollkornpasta. Und das nicht nur, weil sie gesünder ist, sondern weil sie mir tatsächlich auch viel besser schmeckt.

 

Mein absolutes Laster wird wohl immer Sahne sein. Aber egal, ich denke, so lange man nicht mit schlechtem Gewissen ist, sonder auch einfach mal genießen kann, ist sowieso vieles halb so schlimm. ;-)

Rinquinquin
wer bestimmt, was gesund ist?

Da halte ich es wie lundi, für mich gibt es auch keine "gesunden" Lebensmittel. Ich esse, worauf ich Lust habe und lasse mir da nichts vorschreiben. Ich weiss schon selbst, was mir schmeckt und das ist auch gut für mich.

Ja, genau, jetzt werden Gemüsesorten aus Uromas Zeiten wiedererweckt und uns erzählt, die seien noch viel gesünder als die bisher bekannten Gemüsearten. Warum nur sind sie dann in der Versenkung verschwunden? Am Angebot kann es nicht gelegen haben, eher doch am Geschmack und der Zubereitung, die vor 50 Jahren für das Gemüse doch ziemlich quälend war. 

 

Gesund oder nicht gesund, ab und zu mal eine Pizza, selbstgemachte Pommes frites, eine schöne Käse-Sahnesauce zur Pasta oder wie heute bei uns eine traumhafte Sauce zu einem Rehnüsschen: das macht glücklich und das ist doch wohl das Wichtigste.

JulietteG
Ihr sprecht mir aus der Seele...

liebe lundi und liebe Rinquinquin! Mit meinem ersten Kommentar wollte ich mich noch etwas zurückhalten, aber meines Erachtens ist eine sehr wichtige gesundheitliche Kompomente das Glücklichsein! Darüber könnte ich hier Romane schreiben! Viele Leute haben nämlich meines Erachtens vergessen, auf die kleinen Dinge im Leben zu achten und auch daraus ihr Glück oder Glücklichsein zu schöpfen! Ich war schon immer ein Stehaufmännchen... Es geht immer weiter! Beziehungsweise manchen geht es eigentlich gar nicht schlecht, vergessen allerdings, dieses zu erkennen! Auf das Essen bezogen: Was sich die meisten Leute so jeden Tag mal eben so "reinschaufeln" um satt zu werden, würde mich auch unglücklich machen (zumal das Essen meist wirklich unsgesund ist)! :)

Eigentlich resultiert genau daraus mein neues  Einkaufsproblem! Ich habe immer jeden Tag gegessen, worauf ich gerade Lust hatte... Neue Idee im Kopf... sofort umgesetzt! Jetzt muss ich für mehrere Tage planen... Aber woher soll ich heute schon wissen, worauf ich Sonntag Lust zu Essen habe! :)

Eine Anmerkung trotzdem noch zu meinem jetzt etwas ausgeweiteten Thema: Als freundlich gesinnter Mensch wünsche ich immer allen Kasiererinnen einen schönen Tag! In meiner alten Heimat kannten mich ja schon alle... Aber es ist hier doch wieder faszinierend zu beobachten, dass man alleine dadurch den Menschen ein Lächeln auf das Gesicht zaubern kann, weil davor zehn Leute ignorant die Kasse verlassen haben! Das zumindest erfreut auch mich (also das Lächeln, nicht die Leute davor! :)))

Wie ich hier schon so oft gesagt habe: GENIEßEN....

Und noch zu alten Gemüsen, die jetzt wieder aufleben: In ihren alten Zubereitungen sind sie sicherlich nicht mehr der heutigen Zeit entsprechend... Das gilt jedoch genau so für Gemüsearten, die früher wie heute beliebt sind! In moderner Interpretation sind sie jedoch einen Genuss wert, wie ich an der Pastinake erfahren durfte!

Also immer machen, wie man meint... :)

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