Donnerstagsdiskussion, die 56.

Es ist zwar schon Samstag, aber ich hoffe, Ihr seid trotzdem diskussionsfreudig!

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Kommentare
JulietteG

Liebe KüchengötterInnen!


Im Moment könnte man meinen, dass sich meine Zeitplanung gegen die Küchengötter verschworen hat. Dienstag immer lange unterwegs und zum Ende der Woche sowieso und plötzlich war es Donnerstag und ich habe es sozusagen gar nicht mitbekommen! Deshalb heute am Samstag, aber man könnte ja auch einfach "Wochendiskussion" sagen, dann fällt es gar nicht auf! :)


Jetzt aber zum heutigen ähm Wochenthema: Vegetarisch/Vegan!


Ein Großteil von Euch isst Fleisch: Habt Ihr schon mal darüber nachgedacht, Euch vegetarisch oder gar vegan zu ernähren? Wie oft in Woche esst Ihr Fleisch?


Und an alle Vegetarier oder Veganer: Esst Ihr kein Fleisch, weil Ihr es nicht mögt oder aus ethischen Gründen? Bzw. an die Veganer müsste die Frage eher so gestellt werden, warum Ihr jegliche tierische Produkte vermeidet?


Ich bin wie immer gespannt auf Eure Antworten,


liebe Grüße,


Juliette

JulietteG
Ich persönlich muss sagen...

dass ich darüber noch nie nachgedacht habe.... Ich esse mal mehr mal weniger Fleisch oder Fisch... Letzterer fällt ja auch unter Tiere und die sind im Endeffekt bedrohter als eine Kuh aus artgerechter Haltung. Wobei ich auch viele kenne, die sogenannte Pescetarier und somit auch bzw. nur Fisch essen (also kein Fleisch aber Fisch).

Davon abgesehen, mag ich Fleisch einfach gerne! :) Zur Zeit koche ich oft die schnelle Küche, was dann automatisch schnell in Pasta endet und esse dadurch weniger Fleisch! Aber so ein richtig gut gebratenes Stück Rinderfilet oder ähnliches.... Zum Reinlegen! :)

Aber das ist meine Meinung? Welche habt Ihr?

KleineKöchin
Ein interessantes Thema!

Da bin ich auch gespannt auf die Antworten!

Wir essen ja gerne Fleisch, wenn auch sehr reduziert seit über einem Jahr.

Meinen Wunsch, weniger Fleisch zu essen konnte ich bis Anfang dieses Jahres nur schwer weiterverfolgen. In der Familie meines Lebensgefährten gab es eine Metzgerei- Fleisch, Wurst und Würste waren also immer überreichlich vorhanden und - das war ja das ausschlaggebende -  von ausgezeichneter Qualität, verarbeitet wurden Tiere aus der Umgebung und geschlachtet wurde selbst. Immer bekamen auch wir etwas ab- natürlich ist es ein unbeschreiblicher Vorteil, immer Fleisch bester Qualität bei der Hand zu haben.

Der Familienbetrieb wurde Anfang des Jahres geschlossen - doch, leider - und somit gibt es jetzt auch bei uns nur wenig Fleisch. Wurst ist zwar immer daheim, aber ich esse sehr wenig davon.

Um einen Überblick zu haben (ich bin der Meinung, der Mensch blendet unbewusst viel aus) versuche ich, Montags, Mittwochs und Freitags absolut keine Fleisch- und Wurstprodukte zu essen. Ich verfolge das jetzt nicht ganz streng. Wenn wir essen gehen an besagten Tagen, und ich bekomme ein schönes Stück Fleisch, esse ich eben am nächsten Tag keines. So gleich sich das wieder aus.

 

Ich finde, in der heutigen Zeit wird es zum Glück immer leichter, sich vegetarisch zu ernähren. Veganer werden dies vielleicht ein wenig anders sehen, aber auch sie müssen zugeben, dass solch ein unbeschreibliches Angebot an veganen Produkten noch vor wenigen Jahren nicht bestanden hat.

 

Der Grund warum ich meinen Fleischkonsum immer mehr einschränken möchte, ist einerseits natürlich von gesundheitlicher Natur. Man weiß, dass zuviel Fleisch und vor allem Wurstprodukte das Risiko vielerlei Krankheiten erhöhen.

Andererseits habe ich für mich beschlossen, nach Möglichkeit überhaupt kein Fleisch und keine Fleischpodukte mehr zu essen von Tieren, die nicht artgerecht gehalten wurden. Es gibt fast überall eine nicht-tierische Alternative zu essen zum Glück.

Fleisch genieße ich seither viel mehr, ich kann mir nun beste Qualität leisten seit ich weniger davon esse - und das schmeckt man eben auch.

Somit ist es ein Gewinn in jeglicher Hinsicht!

Was ich aber ehrlich gesagt nicht verstehen kann (auch wenn ich sowas auf alle Fälle akzeptieren kann) - sind zb Frutarier, Rohköstler und Co. Das wär einfach nichts für mich als Genussmensch durch und durch.

 

Danke fürs Thema liebe Juliette!

Aphrodite
Kartoffeln sind nur was für Pflanzenfresser.

Mir ist der Trickfilm "Das Geheimnis der Frösche" wieder eingefallen. Warum sollten Menschen kein Fleisch essen? Nur nicht in Massen konsumieren und bewusster essen. Und sich vor allen Dingen diese schöne Bauernhofwelt aus den Kinderbüchern aus dem Kopf schlagen und besser hinterfragen. Es muss nicht alles Fleisch sein. Für Fleischesser gibt es ein neues Standardwerk. Heißt "Grill-Bibel". Hühnchen auf Zendernholz gebraten muss ich unbedingt einmal ausprobieren, wenn ich irgendwann des Grillens mächtig bin. Also, wenn schon richtig und nicht dieses schlabber-vorgefertigte, marinierte Zeug. Da muss eine Trennlinie gezogen werden.

Kochmamsell
Ich bin ein Flexitarier,

d.h. es gibt noch Fleisch, aber nicht mehr so oft und nur vom Metzger meines Vertrauens oder gleich Bio,Wurst esse ich fast gar keine mehr, dafür mache ich lieber pflanzliche Brotaufstriche oder futter Salat. Außerdem entdecke ich gerade meine Vorliebe für vegetarische Gerichte, die werden jetzt öfter auf den Tisch kommen.

sparrow
gesunde Mischung

Als bei mir die Zöliakie noch nicht diagnostiziert war, habe ich mit der Ernährung experimentiert und auch mal vegetarisch und vegan ausprobiert. Ich muss aber sagen, dass ich ab und zu ein gutes Stück Fleisch brauche. Das Fleisch kaufe ich beim Metzger meiner Wahl, der mir sagen kann woher das Fleisch kommt. Wir essen immer weniger Fleisch. Wurst mag ich fast garnicht mehr, höchstens gekochten oder rohen Schinken. Meine Tochter hat 2 Jahre vegetarisch gelebt, nachdem sie einen Film über Tiertransporte gesehen hatte. Inzwischen isst sie auch wieder gerne gutes Fleisch.

antenne
Gesunde Ansicht

Ich halte es ebenso wie Sparrow und andere Vorredner/innen. Aufgrund meiner Darmerkrankung habe ich meine Ernährung ziemlich umgestellt, und versuche wenigstens an 2-3 Tagen die Woche auf Zucker, alle Getreideprodukte, Kaffee, Milchprodukte zu verzichten - also rein Vegan zu leben, weil ich merke wie gut es tut. Die restl. Tage vegetarisch + Kaffee ( ich liebe kaffee, ganz ohne geht es leider nicht ), und wenn ich Essen gehe auch gerne mal ein besonders leckeres Stück Fleisch oder Fisch, oder ich hole mir ein gutes Fleisch beim Bauern meines Vertrauens. Das reicht dann aber auch alle 2-3 Wochen. Damit komme ich sehr gut zurecht, besonders da meine Tochter seit einem Jahr Vegetarierin ist.

Mal schauen wie lange ;)

lundi
Nachgedacht - probiert - zurück zum Fleisch

Ich bemühe mich um folgende Ernährungsform: nur Obst und Gemüse der Saison. Also sind im Winterhalbjahr Tomaten, Paprika, Kopfsalat u.ä. komplett ausgeschlossen, ab spätestens März auch Äpfel und Birnen, im Sommer gibt es keinen Chicoree oder Feldsalat usw. Auch Exoten (Importe überhaut, derzeit z.Bsp. Frühkartoffeln) versuche ich weitgehend zu vermeiden, also Bananen, Orangen u.ä. verwende ich selten und sparsam. Weiterhin trinken wir keine Milch und verwenden auch wenig Milchprodukte. Eier(Bio) jedoch schon gerne. Das ist meine Philosophie und mein Beitrag für Umwelt und Gesundheit. Da wird es rein vegetarisch schon schwieriger, aber sicher nicht unmöglich. Jedenfalls hab ich diese Kombination probiert und war nach ein paar Wochen nur noch müde und hatte Krämpfe. Hab wohl was falsch gemacht. Außerdem hatte ich ständig Appetit auf Fisch, auf Fleisch nur manchmal. Aber ich hatte doch dauernd das Gefühl, ich verzichte, und das hat mich nicht glücklich gemacht. Eine meiner Töchter hat mitgemacht, der fehlte dann das Jod, das wir sonst reichlich mit Seefisch bekamen. Jodsalz ist für mich keine Alternative, zum einen unnatürlich, zum anderen bei vielen Gerichten nicht einsetzbar.

 

Wer vegetarisch gut zurecht kommt, soll es genießen. Dass es gesünder oder ungesünder ist, beides bezweifele ich, ist nur anders. Wir essen gerne Fleisch (mit Vertrauen in die Herkunft) und noch viel lieber Fisch (nur selbst geangelt) und sehen keinen Grund für Verzicht. Natürlich in Maßen und nicht täglich. Eine komplett vegetarische Grillparty kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

 

Ausnahme ist Geflügel. das esse ich nur, wenn ich es persönlich kannte. Ohne Ausnahme. Biogeflügel ist mit einfach zu teuer (20 € für ein kleines Hähnchen?) Geflügel gibt es bei uns also sehr selten.

 

Und Wurst? Ist ja eigentlich das letzte. Leberwurst und Mett mach ich selbst. Aber unsere Stullenpakte müssen den ganzen tag über reichen, bei wenig Milchprodukten und nur Saisonalem ist auch häufig Wurst dabei. Dafür ist mir noch kein Ersatz eingefallen.

nika
Tja,

ich halte es ebenso wie meine Vorredner/innen.

 

Ein Versuch, vegetarisch zu leben brachte Familienzwist, denn wir haben fleissige Fleischesser in der Familie. Wenn ich Fleisch zubereitet habe, dann will ich es auch essen, somit gehören wir zu den Fleischessern. Allerdings wird unser Fleisch beim Fleischer, der auch Erzeuger ist und seine Tiere artgerecht hält, gekauft. Die Eier kaufe ich bei einem anderen Bauern. An manchen Tagen ist dort Schlachtfest und ich kann mein Geflügelfleisch dort kaufen und gleich einfrieren. Ich versuche, wöchentlich einmal Fisch auf den Tisch zu bringen. Da musste mein GöGa richtig umerzogen werden, denn von Haus aus war er Fisch-Hasser. Nach und nach hat er aber auch die Vorzüge eines gebratenen Fischs kennengelernt, ich muss jedoch auf wenige Filets zurückgreifen. Er probiert aber auch ganz tapfer meinen Fisch.

Gemüse wird nach Möglichkeit roh als Salat und gekocht zubereitet.  

 

trudine
Könnte ich mir nicht vorstellen

Ich esse gerne Fleisch. Ich liebe ausländische Küche, in der man Geschnetzeltes mit jeder Menge Gemüse und Gewürzen variiert. Ich könnte es mir nicht vorstellen, mich vegetarisch zu ernähren.

Wenn ich darüber nachdenke ist eigentlich jeden Tag irgendwie Fleisch in meinem Essen und wenn es nur ein wenig Bacon in Spaghetti Carbonara ist.

Ganze Fleischstücke Kottlet etc. esse ich eigentlich meist mariniert und gegrillt. Einen Braten gibt es bei mir selten (lebe alleine), seit dem ich einen Hund habe, mache ich 2 -3 Mal im Jahr einen - sehr zur Freude meines Hundes.

Arancia
Ich glaube schon,

dass ich problemlos ohne Fleisch auskommen würde. Aber es ist ja auch etwas Leckeres - und deshalb kommt es ab und zu auch auf den Tisch. Wie wohl die meisten hier, habe ich auch einen Metzger, dem ich vertraue und der seine Tiere ausschließlich aus der näheren Umgebung bezieht. Für Geflügel fehlt mir eine solche Vertrauensperson - weshalb ich dieses schon seit langer Zeit nicht mehr auf dem Speiseplan habe. Wenn es also sein müsste, der Verzicht auf Fleisch würde mir nicht schwerfallen. Vegan zu leben, das kann ich mir nur sehr schwer vorstellen.

unentschlossen...

Ich war drei Jahre lang Vegetarier und das hat auch ganz gut geklappt. Aber ich hatte zum Schluss auch immer mehr Lust mal wieder ein Stück Fleisch zu essen und hab mich eine Weile dagegen gestreubt. Aber ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich mich nicht weiter in eine Kategorie einordnen möchte. Ich esse überwiegend vegetarisch, aber ich greif auch mal zum Fleisch wenn ich das Bedürfnis habe. Wichtig ist glaub ich einfach ausgewogen zu essen und frisch zu kochen.

Bettina Müller
Versuch gescheitert

Ich habe mit 16 (oh ist das lange her) aufgehört Fleisch zu essen und das ganze 5 Jahre durchgehalten. Auf Fisch habe ich nicht verzichtet, aber da ich sowieso kein großer Fischesser bin, kam auch der selten auf den Tisch. Am Ende dieser 5 Jahre habe ich gemerkt, dass ich einfach nicht mehr satt wurde und mir immer irgendwas fehlte. Ich habe sinnlos Sachen in mich hineingestopft, um dieses Gefühl zu besiegen, aber es hat einfach nicht geklappt. Bis ich eines Abends die Wurstsemmel meines Freundes geschnappt und reingebissen habe - da hat er vielleicht gestaunt. Dann kam eine Phase, in der ich viel mehr Fleisch als vorher gegessen habe, aber das hat sich in den letzten Jahren wieder eingepegelt. Heute probiere ich, wirklich nur noch Fleisch in Bio-Qualität zu essen und halte das bei Milchprodukten und Eiern genauso. Wenn Ich ein Suppenhuhn im Supermarkt für beispielsweise unter 3 € sehe wird mir fast übel bei der Vorstelleung, was das Huhn wohl für ein Leben geführt hat, wenn es am Ende nur so wenig wert ist. 

 

Ich habe in letzter Zeit wieder viel über Tierhaltung gelesen und auch im Fernsehen gesehen und frage mich immer häufiger, ob ich es noch verantworten kann, tierische Produkte zu mir zu nehmen (ich denke beispielsweise an die Probleme in der Hühnerzucht und hoffe, dass sich Zweitnutzungshühner bald mehr und mehr durchsetzen). Doch durch den 5-jährigen Selbstversuch weiß ich nun mal, dass ich nie ganz darauf verzichten werden kann. Also lautet die Devise: Weniger tierische Produkte, aber dafür in besonders guter Qualität. 

Ceilyn
Mode-erscheinung....

Ich weiss nicht, ich bin inzwischen so weit, dass ich nicht verstehen kann warum man vegetarier oder veganer wird. fuer mich persoenlich ist das nur eine mode-erscheinung die mal mehr und mal weniger aktuell ist und im moment halt einfach sehr beliebt ist. 

erstmal kann ich es nicht wirklich verstehen warum: ich habe viele lebensmittelallergien und muss mich daher schon extrem einschraenken was ich essen darf oder nicht. warum soll ich das freiwillig tun...?! ich bin eher der meinung: weniger ist mehr und vorallem ausgewaehlte sachen. So kaufe ich kein Fleisch im Supermarkt ein. Bei mir kommt nur Fleisch aus Biohaltung bzw. frisch vom markt auf den Tisch. Dafuer nicht so oft. Wobei ich natuerlich auch schaue woher mein Obst und Gemuese kommt.. :)

von vielen weiss ich auch, dass sie irgendwas verarbeiten muessen. der vater war zB jaeger ... oder solche sachen ... 

Desweiteren machen es die meisten doch nicht richtig. Viele trinken Alk, wo doch auch Gelantine zum groessten teil mit verarbeitet wird.. dazu tragen sie kleider von H&M und Co. die fuer ihre Kinderarbeit bekannt sind... und natuerlich darf man die ledersachen nicht vergessen... 

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