Donnerstagsdiskussion, die 57.

Und schon wieder Samstag... Aber hat ja letzte Woche auch gut geklappt... :)

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Kommentare
JulietteG

Liebe KüchengötterInnen!


Leider ist es schon wieder der Samstag geworden, aber verzeiht mir einfach! Also diese Woche bin ich ja nicht einmal wirklich zum Kochen gekommen, wurde dafür aber stets auswärts versorgt, was automatisch mal mehr und mal weniger gut war! :)


Diese Woche interessiert mich: Befolgt Ihr bestimmte Ernährungs- bzw. Diätregeln. Also man muss ja nur beim Friseur sitzen und liest in 5 Zeitschriften wieder 5 verschieden Vorschläge....


Ich weiß, dass Ihr Euch grundsätzlich nach Euren Bedürfnissen ernährt, aber gibt es trotzdem Grundsätze die bei Euch gelten? Beispielsweise ab 18.00 Uhr wird nichts mehr gegessen, oder "Frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein König und abends wie ein Bettler"? Ich könnte hier sicherlich DIN A 4 Seiten füllen, aber bin vor allem erst einmal gespannt auf Eure Mitteilungen!


 


Einen schönen Samstag, liebe Grüße,


Juliette

nika
Schon meine Großmama

hat den Satz "...Frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein König und Abendessen wie ein Bettler ...." tief in uns Kindern eingeprägt. Sicherlich ist etwas Wahres dran. Jedoch wenn ich sehe, wir haben jahrelang nur abends warm essen können und es hat uns nichts geschadet. Ebenso kann ich anführen: die Mittelmeer-Anrheiner essen hauptsächlich abends warm, mittags gibt es nur eine Kleinigkeit und das Frühstück fällt auch nicht so üppig us wie bei uns Deutschen... Ich richte mich danach, wie mein Tagesablauf geplant ist. Muß ich arbeiten, dann brauche ich ein gutes Frühstück mit einem leckeren Kräutertee und einem Glas O-Saft. Denn, wenn ich heimkomme und anfangen kann zu kochen, dann ist es bereits 14:00 Uhr. In der Regel essen wir mittags (für uns 15:00 Uhr), dafür fällt das Abendessen aus. Ist aber Wochenende, dann schmausen wir je nach Hungergefühl und gönnen uns auch abends eine kleine Käseplatte mit etwas saisonaler Rohkost: Tomaten, Radieschen, Gurken o.a.

Allerdings versuche ich die Version "Schlank im Schlaf" ein wenig durchzuhalten, also abends kein Brot. Eine feste Uhrzeit halten wir dabei nicht ein.

sparrow
glutenfrei

Ich lebe seit 17 Jahren glutenfrei. Gefrühstückt wird immer und das gut. Mittags gibt es meistens ein warmes Essen und abends eine Kleinigkeit. Ich versuche wie Nika abends keine Kohlehydrate zu essen und zwischen den Mahlzeiten 5 Stunden Abstand zu halten. Das gelingt nicht immer. Wenn ich zum Kaffee eingeladen bin und es einen glutenfreien Kuchen gibt, esse ich den mit Genuss.

Kochmamsell
Wenig Kohlehydrate

Ich frühstücke selten, esse mittags warm und abends möglichst Rohkost. Außerdem versuche ich als Diabetiker, so wenig wie möglich Kohlehydrate in Form von Kartoffeln, Reis, Teigwaren und Brot zu mir zu nehmen, und wenn, dann nur kleine Portionen. Auch von Süßigkeiten versuche ich, möglichst wenig zu essen,, gelingt aber nicht immer.
Was ich zur Zeit entdecke, dass immer öfter Vegatarisches auf den Tisch kommt (Männe schreit schon nach Fleisch).
Meine Devise: Genussvoll schlemmen, aber ohne Übertreibungen. Und wenn doch mal "gesündigt", dann kein schlechtes Gewissen.

High live

Also wir essen so ziemlich wann wir wollen (am Wochenende - kommt drauf an wann der Tag beginnt). Aber in der Woche geht bei mir nix ohne einem ausgeprägten Frühstück. Auch ein leichtes Mittag und ein leichtes Abendbrot ist angesagt.  

Prinzipiell wird das gemacht wonach man Appetit hat und was die Zeit zulässt

lundi
Zeitschriften

Diäten und Ernährungstipps in Zeitschriften lese ich nicht. Jeder erzählt was anderes, alles ändert sich dauernd und realisierbar ist das für uns sowieso fast nie. Also wozu sich damit beschäftigen? Verschenkte Zeit. In Wartezimmern lese ich lieber den Teil mit den Witzen, habe aber meist ein eigenes Buch dabei.

 

Zeit ist bei der Ernährung für uns schon ein Schlüsselwort und ein wesentlicher Faktor. So höre ich das auch bei Euch oft heraus. Unser Ritual ist: Wir gehen inzwischen alle 5 morgens (allerspätestens 6.30 Uhr) nüchtern aus dem Haus, trinken nur jeweils Kaffe oder Tee, aber immer mit morgens frisch geschmierten Stullenpaketen und mundgerecht geschnittenem Obst/Gemüse. Wer so früh essen kann, Respekt, wir nicht. Über den Tag isst jeder, wie er Zeit und Lust hat. Dann gibt es 2 Varianten: entweder Kuchen am Nachmittag (ca. 16:45 Uhr) falls mal wer da ist und jemand welchen gebacken hat oder reichlich Abendessen (ca. 19:30 Uhr) inkl. Kohlenhydrate und allem, was der Vorrat hergibt. Kuchen und Abendbrot nacheinander nicht, das wäre zuviel des Guten.

 

Eine wichtige Regel haben wir aber noch: Wir versuchen, uns jeden Tag einmal zu einer gemeinsamen Mahlzeit zusammenzufinden, so ganz in Ruhe mit Reden und Genießen und Durchatmen. Das ist echt schwer bei 5 Personen mit Beruf, Schule, Hobbies, Sport, Ehrenämtern... - aber darauf lege ich gesteigerten Wert und alle geben sich Mühe, dass es oft auch klappt.

Bettina Müller
Nur eine einzige Regel

Mit Regeln beim Essen hab ich es ja auch nicht so (obwohl ich selbst Ökotrophologie studiert habe). Gegessen wird, wenn wir Hunger haben und auf den Tisch kommt, was schmeckt (und sich auch möglichst mit der saisonalen Küche vereinbaren lässt). Das Mittagessen fällt allein durch den Job meist recht klein aus, dann werde ich abends bestimmt nicht auf eine richtige Mahlzeit verzichten. Wir gehen auch super gerne mal abends nach Feierabend essen. Sonntag abends kochen wir inzwischen immer etwas größeres, das pünktlich zum Tatort fertig ist - ein Ritual, dass ich sehr lieb gewonnen habe.

 

Doch es gibt eine einzige Regel, die ich mir selbst auferlegt habe und auch jedes Jahr strikt einhalt: Keine Lebkuchen vor dem 1. Advent! Basta. ;-) 

Diät?

Ich versuche mich gesund und abwechslungsreich zu ernähren. Ich esse gerne ausgiebig Frühstück, jedoch kommt das in der Woche meistens zu kurz. Deswegen nehm ich mir am Wochenende extra viel Zeit und schlemme regelrecht :) Von Diäten halte ich nicht viel. Ich hab es mal versucht, aber früher oder später bekomme ich solche Heißhungerattacken, dass die Diät vorbei ist. Ich versuche aber auf weißen Zucker zu verzichten und abends nur wenig bis gar keine Kohlenhydrate zu essen. Man sollte sich aber wenigstens einmal die Woche gönnen worauf man wirklich Lust hat. Egal ob Pizza, Kuchen, etc. Denn ich glaube wenn man nur verzichtet und sich vieles selbst verbietet ist das nicht gut für den Körper und auch nicht für die Seele.

Aphrodite
Die Regel....

"Keinen Lebkuchen vor dem ersten Advent!", finde ich gut. Da kann man sich besonders im Sommer gut darauf ausruhen. Aber es ist schon viel dran an diesen Binsenweisheiten. Nach 19.00 Uhr nichts mehr zu essen und so einen Magen einfach mal knurren zu lassen (er darf sich dann auf's Frühstück freuen), hat mir auch immer geholfen. Doch mittlerweile bin ich ein Regelbrecher par excellence. Wie lundi schreibt: Essen ist mehr, als diese Summe von Einzelteilen. Und wenn man zusammensitzt und sich Zeit nimmt, isst man auch nicht so viel. Es ist also vielmehr eine Sache der Organisation, seinen Rhythmus zu finden und einzuhalten, als alle Diäten der Welt, die ja auch nur ein Regelwerk sind.  

JulietteG
Ich glaube, dass...

jeder Ernährungsexperte die Hände über dem Kopf werfen würde, wenn er wüsste, zu welchen Zeiten ich esse. Aber um es gleich vorwegzunehmen: Mir geht es gut damit!

Grundsätzlich variiert mein Essen auch je nach den Terminen, die für den Tag anstehen. Es gibt Tage, an denen ich zur Zeit noch von zu Hause aus arbeiten kann (muss). Wenn ich außer Haus bin, besteht manchmal die Möglichkeit zu Mittag zu essen, wobei an anderen Tagen die Termine bis in den späten Nachmittag so vollgepackt sind, dass ich ganz einfach gar keine Zeit zum Essen habe. 

Morgens bekomme ich grundsätzlich einfach kein Essen hinunter. Aus diesem Grund esse ich morgens auch nichts. Wobei ich an den Tagen, an denen wirklich Termine bis in den späten Nachmittag sind und ich dazwischen nicht zum Essen kommen kann, morgens drei Mal von einer Scheibe Brot abbeiße, um wenigstens etwas im Magen zu haben.

An den anderen Tagen esse ich so gegen die Mittagszeit Obst oder Brot und Obst. Je nach Hunger.... Da höre ich auf meinen Körper. Manchmal gehe ich mittags auch mit anderen Essen. Insbesondere an den Tagen, wo schon feststeht, dass ich vor 20.30 Uhr nicht zu Hause bin, denn irgendwann braucht man ja doch mal etwas zu essen. Meine richtige und genau genommen fast einzige Hauptmahlzeit liegt jedoch am Abend. Dann esse ich meist zwischen 18-20 Uhr, je nach dem, wie es gerade passt.

Viele können mein Essverhalten insofern nicht nachvollziehen, dass das sie gegen Mittag einfach Hunger haben. Aber das habe ich wirklich selten. Ich bekomme auch keine Konzentrationsprobleme oder ähnliches. Vielmehr ist es so, dass ich nach dem Mittagessen (also wenn ich es in Form einer Hauptmahlzeit zu mir nehme) einfach nur müde bin.... Dann habe ich nicht nur die Stunde Mittag sondern auch eine Stunde danach verloren. Dafür lieber früher Feierabend (soweit möglich) und dann selbst gekocht, was ja in 99 % der Fälle auch besser schmeckt.

Die Kaiser, König, Bettler-"Regel" kehre ich damit sozusagen um, aber solange ich mich wohl fühle, kann ich sehr gut damit leben! :)

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