Donnerstagsdiskussion, die 6.

Heute stelle ich die Donnerstagsdiskussion bereits am Mittwochabend ein, da ich morgen früh viel unterwegs sein werde! Das Thema für heute bzw. morgen (und wie immer natürlich auch die kommenden Tage): Kalorien, die kleinen Tiere, die nachts die Kleidung enger nähen! :)

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Kommentare
JulietteG


Liebe Küchengötter/Innen,


das heutige Thema habe ich im Zusammenhang mit dem
Dienstagskochen aufgegriffen und der dabei mysteriös erscheinenden Kalorienangabe! Achtet Ihr bei Rezepten grundsätzlich auf die Angabe der
Kalorien oder ignoriert ihr diese bzw. interessiert Euch vielleicht sogar gar
nicht dafür?


Und im Anschluss stellt sich natürlich die interessante
Frage, wie Ihr bei Rezepten verfahrt, die über keine Kalorienangabe verfügen.
Schließlich ist dies bei der Mehrzahl (wenn ich fast bei allen) Userrezepten
hier der Fall! Für Eigenkreationen gilt natürlich ähnliches! Rechnet Ihr sodann die Kalorien aus oder kocht Ihr dadurch
Gerichte, deren Kalorienzahl Euch höchstwahrscheinlich abschrecken würde,
soweit sie Euch bekannt wäre?


Ich bin wieder immer gespannt auf Eure Antworten und freue
mich natürlich wieder über eine rege Teilnahme!


Liebe Grüße, Juliette



 

nika
Sorry

aber ich habe es noch nicht geschafft, eine mögliche Kalorienangabe einzugeben. Allerdings ist es mir persönlich auch nicht wichtig, da eine ausgewogene Ernährung keine großen Probleme bereiten sollte. Aber ich sehe das Problem genauso und würde es begrüßen, wenn ich es berechnen könnte, was ich vorher gekocht, und meinen Lieben als Essen anbiete.

JulietteG
Liebe nika!

Vielen Dank für Deinen schnellen Beitrag! Du brauchst Dich wirklich nicht dafür entschuldigen, dass Du die Kalorien nicht angibst! Mache ich ja genauso wenig! Nachdem am Dienstag die Diskussion über die Kalorien der Pizza aufkam, habe ich im Internet mal nach Kalorienrechnern geschaut, aber nichts vernünftiges gefunden! Falls sich hier die Mehrheit dafür interessiert, können wir die Küchengötterredaktion ja vielleicht dazu anspornen, einen solchen hier einzurichten (falls das überhaupt möglich sein sollte!)! Aber vielleicht ist es Euch größtenteils ja sogar egal!? Ich bin weiterhin gespannt! :)

nika
Kalorienrechner

@JulietteG: Meine Tochter hat solch ein Programm. Da muss sie aber erst einen Fundus selbst eingeben bevor sie ein Gericht berechnen kann. Sehr lästig. Aber sie ist tapfer und macht es. Anschließend kommt die Waage ins Spiel und sie misst jede Zutat auf ihrem Teller ab. Mit einem anderen Programm kontrolliert sie ihre verbrauchten Kalorien am Tag/in der Woche. Beide Programme sind Freeware.

lundi
Essen, weil`s lecker ist

@nika: Hoch interessant. Da gibt sich Dein Töchterlein aber große Mühe. Nur wozu? Aus Interesse, Spaß oder um der lieben Kleidergröße Willen?

 

Ich habe nicht einmal eine Personenwaage und Kalorien interessieren mich eigentlich überhaut nicht. Mir ist es viel wichtiger, dass mein Essen nicht "chemisch verunreinigt" ist, und Obst und Gemüse esse ich sowieso lieber roh als zu Kompott verkocht, da braucht man dann einfach keinen Zucker o.ä. und die Inhaltsstoffe sind abschätzbar. Die Zusammensetzung aus Kohlenhydraten, Eiweißen usw. finde ich noch ganz spannend, aber nicht wegen meiner Ernährung, sondern aus Interesse. Kalorien zählen halte ich um sich ordentlich zu ernähren für ziemlich daneben, selbst wenn man abnehmen will, ich sehe das mehr als Freizeitbeschäftigung mit einem wissenschaftlichem Hintergrund, in diesem Sinne sicher interessant. Gerade bei etwas zuviel Hüftgold ist es doch besser, ein Gefühl für Essen und Sattsein und was tut mir gut zu entwickeln.

 

Übrigens benutze ich absichtlich nie die Redewendung "gesunde Ernährung", weil es die nach meiner Ansicht nicht gibt, genauso wenig wie gesunde oder ungesunde Lebensmittel oder Gerichte. Falsch ist oft nur die Menge oder die Chemisierung. Kein Mensch verarbeitet eine bestimmte Anzahl an Kalorien genauso wie ein anderer. Jeder einzelne Körper setzt an jedem einzelnen Tag seine Nahrung ganz individuell um, jedem tut etwas anderes gut und genau das sollte man für sich herausfinden. Jahrelang jedes Mal bei der Blutspende sagte mir der Arzt (ein reifer Mann kurz vor der Rente): Bitte essen Sie mehr Fleisch, und zwar dunkles vom Rind oder Wild, und lassen Sie den Joghurt weg, besser ist ein wenig Sahnequark. Lange hab ich das ignoriert, da es ja nun gar nicht den allgemeinen Empfehlungen entspricht. Seit ich es tue, fühl ich mich besser und einige kleine Zimperlein quälen mich nicht mehr. Heute weiß ich auch warum. Man soll auf seinen Körper hören (und viele können das wohl leider nicht mehr) statt Kalorien zählen - ein Spruch von meiner Oma.  Was die Ernährungswissenschaftler behaupten, schlägt sowieso alle paar Jahre ins Gegenteil um...

Pflichte lundi bei!

Kann nur sagen, dass ich lundi mit ziemlich allem Recht gebe. Habe noch nie Kalorien gezählt, sondern schon immer gegessen was mir schmeckt. Seit ich daheim ausgezogen bin und nicht mehr von meiner Mutter das "da-ist-noch-was-im-Topf-das-muss-noch-weg" auf den Teller geklatscht bekomme, sondern nur noch esse was und wieviel ich will, habe ich ganz mühelos und ohne es anzustreben merklich überflüssige Pfunde verloren. Glück habe ich allerdings auch damit, dass Naschkram mich kaum reizt. Ich kenne allerdings eine Person, die wirklich äußerst (ungesund) dick ist und wenn man die Person dann auf Familienfeiern essen sieht, wundert man sich auch nicht wirklich warum. Aber sowas muss jeder für sich selbst entscheiden, man kann ja schließlich niemandem vorschreiben wann er "genug" hat. Eine liebe Freundin quält sich jedesmal beim Italiener mit der Frage rum, ob sie sich eine Pizza "leisten" kann und wählt dann sichtlich unglücklich doch einen Salat. Da kann man nur sagen lieber ein paar Pfund mehr und sich ab und zu ein kleines Glück gegönnt. Und dass man an einem Tag an dem man nur eine Gemüsesuppe gegessen hat, sich noch eher ein Eis gönnen kann, als an einem Tag an dem man 3 Stück Flammkuchen gegessen hat, sollte jedem auch ohne Kalorienrechner klar sein, oder!? 

lundi
Im Restaurant

@KleinerGourmand: Süße Idee! Ich stell mir gerade eine edle Speisekarte in einem gehobenem Restaurant vor, auf welcher unter einem fantasievollen Menünamen in geschwungener Schrift auch noch Kalorien, Inhaltsstoffe und Aufsplittung der Fettsäuren im Kleingedruckten stehen, gleich neben einer großen, albernen, eigentlich nichtssagenden Ampel, die anzeigt, wie "gesund" dieses Menü ist. Ich würde bestimmt die Flucht ergreifen oder das Essen mit dem größten roten Ampel-Punkt wählen... hihi

 

Aber so ganz abwegig ist das nicht, man denke an MCD, da gibt es diesen Beipackzettel ja schon, was aber wohl kaum jemanden vom Verzehr abhält, der dort zu speisen pflegt.

nika
Ein paar Pfund mehr

Ich sehe das genauso. Selbst bin ich allerdings normalgewichtig und brauche mich mit derlei Kalorienzählerei nicht herumplagen. Allerdings haben einige Jahre Frustesserei nicht ganz wenige Kilo Hüftgold anwachsen lassen. Mein Töchterlein hat noch zwei Jahre Zeit und muss bis dahin noch einige Kilo gesund - sprich langsam und unter ärztlicher Aufsicht - abnehmen, sonst kann sie in ihrem Beruf nicht eingestellt werden. Sie hat für sich diese Entscheidung getroffen und sich die Kalorienzählerei herausgesucht. Überaus stolz ist sie, wenn es wieder einmal neue Kleidung gibt.

JulietteG
Die anderen sehen das offenbar genau so?!

Kalorien habe ich noch nie gezählt! Wie schon gesagt wurde, ist insgesamt eine ausgewogene Ernährung wichtig!

Meine Eltern sind beide schlechte Futterverwerter (also nehmen schnell zu) und so habe ich dies natürlich geerbt. Deshalb gab es bei uns schon immer relativ gesundes Essen und das in Maßen. So sind wir trotz dessen alle ziemlich schlank ohne das Gefühl zu haben, auf irgend etwas verzichten zu müssen!

Als ich vor sieben Jahren ausgezogen bin, war dies natürlich auch für die Ernährung eine Umstellung, vor allem weil ich anfangs keine Lust hatte, für mich allein zu kochen! Erst mal bin ich mittags in die Mensa! Zum einen gar nicht meine Essenszeit (ich war es von zu Hause gewohnt abends zu essen) und geschmacklich natürlich auch nicht der Hit! Da ich es trotz des Mittagessen als unbefriedigend empfand, abends nicht mehr zu essen, habe ich mir dann noch immer was hergesucht! Ende des 1. Semesters passte keine Hose mehr, also musste was geändert werden! :)

Ich fing also an abends auch für mich zu kochen! Es war ja nicht so, dass ich nicht wusste wie es geht! :)

Insgesamt halte ich mein Gewicht dadurch, dass ich grundsätzlich nur etwas esse, wenn ich tatsächlich Hunger habe! Damit signalisiert der Körper schließlich, dass er wirklich etwas benötigt. Appetitgelüste kann ich insgesamt (zumindest mittlerweile) ganz gut ignorieren bzw. werden einfach durch Obst gestillt! Vor allem seit dem ich 7 Tage die Woche an meinem Schreibtisch am Lehrstuhl sitze und der heimische Kühlschrank mit den Leckereien weit weg ist! :) Da sitze ich tagsüber sonst ganz gerne mal bei! Auch eine Art der Resteverwertung! :)

Und seit ich hier bei den Küchengöttern aktiv bin, koche ich insgesamt sogar aufwändiger als vorher (bzw. das jeden Tag)! Trotz dessen habe ich in den letzten Wochen ein gutes Kilo abgenommen! Einfach aus dem Grund, dass ein solches Essen in ganz anderer Weise verspeist wird! Ein paar Nudeln werden mal eben so "verschlungen", während man nach der Zubereitung eines aufwändiges Mahls viel mehr genießt und sich an dem Essen erfreut!

Am Ende muss das jeder für sich selbst entscheiden... Einerseits wie man sich in seinem Körper wohl fühlt und natürlich auch, in welcher Weise man dieses Wohlfühlgewicht erhält! 

Aphrodite
Ich will ja nicht lügen.

Natürlich war Kalorienzählen irgendwann einmal in. Mit der Brigitte-Diät war das revolutionär, der Verkäuferin an der Fleischtheke abzunötigen, für den Wochenplan ein Scheibe Wurst abzuwiegen. Ach, was fanden wir das alles schick. Eine Diät nach der anderen wurde ausprobiert und der Erfolg in Gramm und Kilo gemessen. Irgendwann habe ich dann angefangen zu überschlagen und gar nicht mehr zu zählen. Ausgewogene Ernährung war ab da das Zauberwort und der Wochenplan hatte ausgesorgt. Methode Montignac war ab da angesagt. Trennkost für Fortgeschrittene: Krabbensalat mit Mayo und Käse aber ohne Toast. Ich war begeistert. Die Fetteinbahnstraße war gebannt. Fett und Zucker raus, war dann die Devise bei Weightwatchers. Punkte statt Kalorienzählen für alle, die zu faul sind, sich zu bewegen. Egal was man macht, man muss nur dabei bleiben und konsequent sein. Und dann ist es eine Lebensauffassung. Fett lasse ich nur in gutem Olivenöl zu. Die Unmengen an Käse in den Rezepten lasse ich entweder weg oder reduziere ich. Die Gesamt-Kalorienangabe eines Gerichts erleichtert die Orientierung. Da kalkuliere ich wie KleinerGourmand. Einmal über die Stränge hauen und sich das Dessert verkneifen.

tolutolo
Die leidigen Kalorien...

... wenn ich wirklich frisch und aus guten Zutaten koche, muß ich keine Kalorien zählen - von so etwas nehme ich nicht zu. Dafür sind - zumindest bei mir - andere Dinge verantwortlich (Streßessen z.B.). 

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