Donnerstagsdiskussion, die 60.

Zwei verschiedene Teller...

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Kommentare
JulietteG

Liebe KüchengötterInnen!


Jetzt denkt Ihr bei der Überschrift bestimmt erst einmal: Was will die Juliette denn heute von uns? Hat die zu lange am Pool gelegen? :)


Nein... Zu lange bestimmt nicht! :)


Mir ist nur schon öfter mal aufgefallen, dass Ihr für Euch und Euren GöGa oder auch andere Personen zwei verschiedene Gerichte zubereitet. Manchmal nur leichte Abwandlungen, die ich noch mit Abneigungen der einen Seite nachvollziehen kann, aber teilweise fast komplett verschiedene Gerichte! Vielleicht irritiert mich dies auch nur, weil ich das von zu Hause gar nicht kenne!


Nun will ich also Eure Hintergründe erfragen? Warum manchmal zwei ganz verschiedene Gerichte? Eines wäre doch viel unaufwendiger!


Ich freue mich wie immer auf Eure Antworten,


liebe Grüße,


Juliette

nika
Zwei Teller

Diese Frage zu beantworten ist für mich ganz einfach: Es gibt bei meinem GöGa ganz andere Vorlieben. Er ist kein Freund von Fisch, also bekommt er den Fisch, den er so gerade noch mag: Barsch- oder Dorsch. Während er Forelle oder Saibling vollkommen ablehnt kann ich mir so meinen Fisch zubereiten. Ich esse kaum Kohlehydrate und dafür liebend gerne Salat. Da er keinen Blattsalat isst, kommen Blattsalate später in die Salatzutaten und so kann ich ihn ein wenig "überreden", auch ein bisschen Salat zu essen. Ich koche also für beide das gleiche, kann aber Abwandlungen einbauen. Ich mag z.B. keinen Fisch zubereiten, wenn mein GöGa Fleisch hätte. Der Fischgeruch in der Küche wäre für ihn unangenehm. Jedoch brate ich Fleisch und z.B. Leber (für mich) gleichzeitig in verschiedenen Pfannen.

lundi
Immer nur ein Teller

Zu wenig Zeit und 5 Personen! Aber rücksichtslos bin ich deshalb nicht. Ich erwarte einfach etwas Toleranz. Die Kleine mag z.B. nicht so gern grünen Bohnen, akzeptiert aber eine kleine Menge in Gemüsesuppe o.ä. Also halte ich mich damit etwas aber nicht komplett zurück, und so richtig ein Grüne-Bohnen-Gericht gibt es dann in ihrer Abwesenheit. Ich mag keine süßen Hauptgerichte wie Eierkuchen oder Grießbrei, was alle anderen lieben. Aber so ab und zu lasse ich das eben über mich ergehen. Man muss mit gutem Beispiel vorangehen. Und letztlich steht es jedem frei, eine Komponente einfach wegzulassen, das tut aber eigentlich niemand, eine Kostprobe nehmen alle. Denn dank verschiedener Zubereitung oder Kombination entdeckt man manchmal für sich auch Sachen neu, die man eigentlich bisher nicht mochte. Insgesamt sind wir alle überhaut nicht mäkelig, eher sehr neugierig und essen so ziemlich alles, wenn auch mehr oder weniger gern, das macht es leicht. Auf diesen Teil meiner Erziehung bin ich schon ein klein wenig stolz.

 

@nika Mein Mann aß früher gar keinen Fisch, außer viereckig und paniert. Seit er mit zum Nordkap und nach Island reist und dort selbst angelt, vor Ort die frischen Fische unter freiem Himmel zubereitet gekostet hat, hat das ins Gegenteil umgeschlagen. Mit Pappschachteln von Iglo brauch ich ihm nicht mehr kommen.

Rinquinquin
Extrawürste

in Form verschiedener Gerichte für verschiedene Personen, nein, das gab es früher nicht. 

Aber ich gehe gerne den bequemen Weg und wenn einer etwas nicht mag, was der andere gerne isst, warum dann keine Kurve machen?

 

Liebe Juliette, Du musst Dir mal vorstellen, jemand sitzt Dir gegenüber, Du hast Dich angestrengt mit der Zubereitung des Essens, Dir schmeckt es, aber Dein Gegenüber stochert und mäkelt. Dann verliere ich auch die Freude. Nein, das kannst Du auch nicht von zuhause kennen, aber bei neu in die Familie integrierten Personen kannst Du es schon erleben. Es hat halt jeder Mensch, bis er mal die 20 erreicht, seine eigene Geschmackslaufbahn hinter sich. Die einen lernen gerne dazu, die anderen nie, wollen auch nicht.

Toskanafan
Ein Teller,,,,Extrawurst wie

@Rinquinquin, schreibt,  gibt es nicht. Mein Mann mag z.B. keinen Spinat, hatte ihn jedoch letztes Jahr in der Toskana gegessen,,, also hab ich mal Spinatsalat, und Mangold im Garten diesen isst er gerne. Überhaubt,, seit neuestem probiert er schon mal wenn der Spinat dann mal plötzlich in der Suppe gelandet ist. Oft habe ich meinen Lieblingsspinat gemacht wenn ich eh für mich alleine gekocht habe. Und siehe da er ist genauso wie in der Toskana Dann die Sache mit der Einladung,,,,,,, Früher habe ich oft Miesmuscheln für Gäste gemacht,,,,. Allen schmeckte es hervorragend. Nur einer wusste nicht, was er denn will,,,ob er es essen mag,,,, was macht man nicht alles für Gäste,,,,,für diesen einen Gast hatte ich Spagetti wie gewünscht gemacht, das würde ich heute nicht mehr tun. Es wird ""gegessen was auf dem Tisch ist""".

lundi
Für Gäste schon

Während es im Alltag keine "Extrawurst" gibt, nur Rücksicht, für Gäste biete ich immer eine Alternative. Besonders bei ausgefallenen Sachen wie Muscheln würde ich mich ohne nicht als guter Gastgeber fühlen, da kenne ich zu viele, die dieses oder jenes nicht mögen. Das geht los bei Oliven, Kapern, Tomaten, Fisch, Reis... und Vegetarier sind auch mal dabei. Außerdem mag ich es ja auch nicht, wenn ich eingeladen bin und es gibt "nur" einen Auflauf, der in Sahne schwimmt und unter Käse erstickt. Hab ich oft genug erlebt. Überhaupt bin ich ein "Trenner" beim Kochen, seit ich Kinder habe. Als Babies mochten sie zwar alle Gemüsesorten, aber nur einzeln, mit Mischgemüse waren sie überfordert. das setzte sich fort. Das Vermeiden von Durcheinander oder zu vielen Zutaten in einem Gericht praktiziere ich bis heute so, nicht nur beim Gemüse. Deshalb gibt es auch für Gäste gern "Komponenten-Essen". Mit Sachen wie "bunte Pfanne" oder "bunter Salat" bin ich sehr vorsichtig, im Alltag zu Hause wie bei bei besonderen Anlässen. Vor kurzem habe ich beim Partyservice mal ein Buffet bestellt und wollte das Gemüse nach Sorten getrennt und rein vegtarisch und auch beim Fleisch keine gemischte Partypfanne sondern eine Schweinekeule in Reinkultur und im Ganzen. Es hat mich etwas Mühe gekostet, den Herrn davon zu überzeugen, weil er seine bunten Pfannen und Aufläufe als der Hit anpries. Ich selbst sehe auch ganz gern, was im Essen ist.

 

@Rinquinquin

Das jemand mal was nicht mag, ist OK, darauf nehme ich gern Rücksicht. Aber wer nicht dazulernen will, der hätte mit mir ein echtes Problem. Und ich mit ihm. Mäkelfritzen sind mir ein Graus. Ich bin sehr froh, diese Erfahrung bisher nicht machen zu müssen.

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