Donnerstagsdiskussion, die 63.

Hausgemachtes

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Kommentare
JulietteG

Liebe KüchengötterInnen!


Ich weiß, es ist schon Samstag, aber ich hoffe trotz dessen auf Eure Diskussionsfreude! :)


Heute geht es um die Frage "Hausgemacht oder Fertigprodukt"?


Damit meine ich natürlich nicht die Fertigprodukte im klassischen Sinne, denn unsere allgemeine Abneigung gegen diese ist ja bekannt.


Vielmehr geht es darum, wann fängt für Euch sozusagen die Schwelle zum "Fertigprodukt" an bzw. was bereitet Ihr grundsätzlich selbst zu? Kommen die Nudeln bei Euch nur selbstgemacht auf den Tisch oder darf es auch schon mal eine Gekaufte sein? Wie geht es dann weiter mit Gnocchi oder gefüllten Nudeln? Muss das Pesto, dass darunter gehoben wird, grundsätzlich aus eigener Herstellung stammen oder darf auch mal ein Glas herhalten?


An die Süßen unter Euch könnte sich das Thema ebenso bei Marmelade stellen... Muss das Brot aus der eigenen Backstube stammen?


Vielleicht fallen Euch sogar noch weitere Beispiele ein!


Diesbezüglich hat sicherlich jeder seine eigenen Richtlinien und eigenen Vorstellungen, deshalb bin ich sehr auf Eure Antworten gespannt!


Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,


Juliette

Aphrodite
Wenn nur die Zusatzstoffe nicht wären.

Grundsätzlich keine Fertiggerichte, in denen sich Zusatzstoffe tummeln, Vollei aus Käfighaltung verwendet wird, etc. 

Selbermachen geht bei mir nur sehr eingeschränkt (Einmal-Aktionen). Also halte ich Ausschau nach Produkten, die "hausgemacht" sind. Das kann ein gutes Pesto sein und all' die kleinen Helferlein. Und auch ein gutes Fertiggericht. Dann habe ich gar nichts dagegen einzuwenden. 

JulietteG
Eigentlich spielen verschiedene Faktoren eine Rolle...

Zeit, Qualität des gekauften Produktes und die "Rolle", die es in dem jeweiligen Gericht spielt. Der zeitliche Faktor ist natürlich vor allem auf Nudeln, Gnocchi, etc. bezogen! Die Herstellung erfordert schon so seine Zeit, wobei dazu natürlich noch der Faktor der Mehlschlachtbeseitigung hinzukommt. Ich gehe jetzt mal gleich über in den Punkt der Quantität, die ich benötige. Wenn die Nudeln, Gnocchi, etc. lediglich der Beilage dienen, dann greife ich schon mal schnell zum fertig Gekauften. Wenn ich jedoch ein reines Pastagericht koche und die Zeit da ist, dann dürfen es gerne die Selbstgemachten sein. Eigentlich spielt die Sauce manchmal auch eine Rolle! Die Parmesan-Knoblauch-Pasta schmeckt aufgrund ihrer puristischen Zubereitung mit selbsthergestellten Nudeln immer noch am Besten! :)

Gleichzeitig habe ich auch überhaupt kein Problem damit, fertige Gnocchi zu verarbeiten. Wie die Gesamtumstände eben passen... Auch hier gibt es qualitative Unterschiede, aber ich habe mittlerweile ich gute Sorte gefunden! 

Natürlich müssen die gekauften Produkten ohne E.. und sonstige Zusatzstoffe sein. Mir kommt in meiner neuen Heimat der Vorteil zu, dass es hier schon mal schnell einen kleinen Feinkosttempel zu entdecken gibt und insgesamt vermehrt hochklassige Produkte angeboten werden. Da findet man schon mal Stände mit selbstgemachten Nudeln und Ravioli (naja, jetzt auch nicht an jeder Ecke, aber wenn man es kennt....). Da greife ich auch mal gerne zu. Dazu stellt mein Bioladen selbstgemachte Pesto her und da ich keine Kräuter im Garten habe, sondern diese kaufen muss und die Qualität super ist und ich dazu weiß, wer es gemacht hat, bin dafür gerne empfänglich.... Selbst gemacht ist es natürlich individueller (besser will ich gar nicht sagen)... 

Dadurch, dass ich hier sehr verwöhnt bezüglich der Auswahl bin und dazu wenig Zeit habe, sage ich zu guten "Fertigprodukten" nicht nein...

Sowohl mein Fleischer als auch mein Bioladen stellen dazu noch selbst Gerichte her, die sie in Ein-Personen-Portionen einfrieren bzw. einwecken... Über beide Anlaufstationen und Gerichte habe ich schon viel Positives gehört, sie jedoch noch nicht probiert. Hatte immer den Gedanken, dass ich es selbst mache! Manchmal denke ich nun abends aber: Also für das Hergesuche (ist ja schon besser geworden :)) hätte ich aus das Mal ausprobieren können!

Werde ich einfach versuchen! Wenn es nichts ist, dann nie wieder, aber die nehmen ja ihre eigenen Produkte zur Herstellung und da weiß ich, dass diese sehr gut sind! Probieren geht über studieren gerade an stressigen Tagen, wenn die Reste aufgebraucht sind....

Oder hättet Ihr ein Problem damit sozusagen "Fertiggerichte" vom Metzger/Bioladen (von denen gekocht und eingeweckt/eingefroren) zu verwenden? 

nika
Selbsthergestellt contra Fertiggericht

Ich gebe zu, Pasta stelle ich gerne selbst her, gekaufte kann aber ebenfalls sehr gut sein. Wenn ich alles selbst herstellen wollte, dann bräuchte ich mehr als 24 h am Tag, denn dann müsste ich buttern, käsen und viele andere Dinge selbst herstellen. Dazu gehören auch dann für mich auch Zahnpasta u.a. Da wo ich es ermöglichen kann werde ich weiterhin meine Lebensmittel selbst bearbeiten und herstellen. Natürlich freue ich mich über ein selbstgebackenes Brot mehr als über ein gekauftes.  Für mich sind Lebensmittel, die vorgefertigt sind und mit Zusatzstoffen haltbar gemacht werden unerträglich. Dazu zählen fertige Gerichte, die nur in die Mikro geschoben werden und in jedem Supermarkt angeboten werden. Sie strotzen nur von Zusatzstoffen, die ich nicht vertrage. Meine beiden Töchter und mein GöGa sind Neurodermitiker und so erübrigt sich die Frage nach weiteren fertigen Gerichten. Wenn allerdings die liebe Oma meines Metzgers einen Sonntagsbraten im Weckglas anbietet, dann kann ich davon ausgehen, das dieses "Fertiggericht" keine Zusatzstoffe enthält und tatsächlich das an Lebensmittel enthält, was ich davon erwarten würde, wenn ich es selbst herstelle. Insofern würde ich dieses Fertiggericht wohl als Ausweichmöglichkeit sehen, wenn ich keine Zeit habe, selbst zu kochen. Was mich aber an diesen vorgefertigten Gerichten stört, es wurde natürlich anders gewürzt und schmeckt uns nicht so gut. Ich lehne also grundsätzlich keine anderen Gerichte ab, versuche aber, soviel wie möglich selbst herzustellen.

lundi
Die moderne Hausfrau

mit Kindern, Freunden, Hobbies, Garten, Sport... und Vollzeitjob kann nicht alles selbst machen. Wie Aphrodite studiere ich das Kleingedruckte und verwende durchaus fertige Nudeln, Pesto, Brot usw., mache dies unregelmäßig auch selbst, und einiges mache ich einfach, um mal zu sehen wie das geht und dann nie wieder. Niemals würde ich auf die Idee kommen, Blätterteig, Bratwurst, Matjes o.a. nur noch selbst zu machen, außer eben dieses eine oder andere Mal. Es gibt auch Dinge, die ich nicht fertig kaufe: Brathering, Räucherfisch, Süßes im Plastebecher...

 

Wenn ich allerdings eine Feier ausrichte, ist bei mir immer alles handmade, vom Brot über Leberwurst bis zum Eis, sogar der Wein (aus Johanna, Schlehe, Hagebutte o.ä.), da habe ich meinen Stolz.

 

Fertiggerichte beim Fleischer wie Suppe oder Gulasch verwende ich im Alltag nicht, nur zu Anlässen wie Richtfest o.ä., wo keine Zeit und Gelegenheit ist, für viele zu kochen. Alternativ koche ich gern in großen Mengen und friere/wecke portionsweise ein, so ist immer was da. Es muss auch nicht immer Bio sein, eine Frage des Geldes, außer bei allem rund um Geflügel, da gibt es keine Kompromisse. Es gibt sehr viele Sachen von bester Qualität außerhalb von Bio. Auf Glutamat reagiere ich allergisch, also davor bin ich ich auf der Hut.

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