Donnerstagsdiskussion, die 64.

Kochen für Besuch

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Kommentare
JulietteG

Liebe KüchengötterInnen!


Heute geht es um das Thema Kochen für Besuch und zwar Eure Gerichtsauswahl dazu! Kreiert Ihr für Gäste grundsätzlich ein mehrgängiges Menü oder darf es auch mal einfach ein Gericht (evtl. noch Dessert) sein? Von welchen Faktoren macht Ihr dies abhängig? Hängt die Entscheidung von den zu erwartenden Gästen ab und wenn ja, welches Kriterium ist ausschlaggebend?


 


Ich freue mich wie immer auf Eure Antworten,


liebe Grüße,


Juliette

Rinquinquin
für Gäste

lege ich mich schon mal ins Zeug. Dann liefere ich ein Mehrgangmenu, das es im Normalfall bei uns nicht gibt (wo kämen wir da hin - diese Arbeit, diese Kalorien?). Andererseits geniessen wir es wiederum, wenn es mal ein vielfältiges Menu gibt. 

 

Meistens gibt bei uns der Wein vor, was auf dem Teller sein soll und im Endeffekt mache ich dann doch immer nach einer Vorspeise als Zwischengericht ein Fischgericht mit passendem Weisswein und als Hauptgericht ein Fleischgericht mit Rotwein, der sich dann zum Käse durchzieht. Selten andersrum - Reste vom Weisswein passen auch oft zum Käse.  

Das Dessert ist für mich immer ein Problem, weil ich dazu -wie Ihr wisst- oft keine Lust habe. Doch manchmal raffe ich mich tatsächlich auf und bereite eines vor - bevorzugt etwas, das ich schon am Vortag oder noch früher machen kann.

 

Es ist für mich selbstverständlich, mich auf Vorlieben, Allergien und sonstige Nebenwirkungen meiner Gäste einzustellen. Ich habe schliesslich Ohren und bekomme sehr genau mit, was jemand besonders gerne mag oder auch nicht und das merke ich mir. Nicht immer fliesst das in meine Planung ein, aber es beeinflusst sie schon sehr.  

Aphrodite
Nicht so sehr ins Zeug.

Irgendwo groß Essen gehen, das war einmal und kommt, wenn nur noch sehr selten vor. Genauso verhält es sich, wenn für Gäste gekocht wird. Die Richtung wird festgelegt (türkisch, indisch, italienisch, orientalisch, amerikanisch) oder einzelne Highlight-Zutaten. Und dazu gibt es dann eine große Auswahl von allem. Oder es werden Gerichte von Lafer & Co. nachgekocht oder ausgefallene Rezepte aus Kochbüchern: Müssen wir auch mal probieren, heißt dann das Credo. Und ein ausgefallener Aperitif vorab.

Und das ich für Gäste koche, gibt es so in Reinform auch nicht. Man trifft sich, bereitet etwas vor, erzählt sich was (natürlich über's Essen). Alle, die ich kenne, schwingen den Kochlöffel. Einkaufen und die Vorbereitung mache ich.

Rinquinquin
"müssen wir auch mal probieren"

Also echt, das macht ihr, wenn Gäste erwartet werden? Experimente? Also, die probe ich erst mal für uns zwei und dann weiss ich, ob es top oder flop ist. Ganz unabhängig davon, dass oft die Zubereitungszeiten nicht stimmen und das den Zeitplan durcheinander bringen kann,

Ach ja, der Apéritif vorher :-)), der hebt die Stimmung  - nichts wie her damit!

Aphrodite
@Juliette,

Donnerstagsdiskussion am Samstag. Das gibt's exclusiv nur bei KÜCHENGÖTTER. ich stelle mir gerade vor, der Montagskrimi läuft am Mittwoch. "Montags Ruhetag" ist am Donnerstag. Das Internet ist so schnell geworden, da kommt kein Mensch mehr mit :)

@Rinquinquin, bei mir hat Kochen eine ganz andere Tradition. Meine Mutter hat den Takt vorgegeben. Sie hat sich auch hingestellt und Menues geplant, Menuekarten geschrieben und für Freunde ganze Buffets vorbereitet. Ich durfte, wenn für die Familie gekocht wurde, Hilfsdienste verrichten. Das habe ich soweit perfektioniert, dass ich alles, was ich mir vorgenommen habe, selber kochen und zubereiten kann. Und bin bei der Umsetzung meist nicht buchstabengetreu. Und nach Rezeptvorgaben zu kochen. Das ist zumeist alles von den Garzeiten zu kurz bemessen oder wird lange weichgeprügelt und Gemüse verliert dann Geschmack. Ist ein Rezept neu, taste ich mich da heran und mach dann doch mein Ding.

nika
Urigerweise

werden bei mir neue Gerichte ausprobiert, wenn sich Gäste angesagt haben. Wi8r versuchen aber immer ein themenorientertes Menü auszusuchen. Da wir häufig Gäste haben, die so ihre Problemchen haben, wie Unverträglichkeit von Gluten oder Laktose, nehmen wir natürlich gerne Rücksicht darauf.

@Rinquinquin: Deine Idee, das Menü auf den Wein abzustimmen habe ich noch nicht ausprobiert. Macht mich aber sehr neugierig.

 

Gerade heute haben wir wieder einmal ein internationales Menü für 20 Personen geplant: Verschiedene Länder müssen dabei berücksichtigt werden: Türkei: türkische Linsensuppe mit Joghurtkleks als Vorspeise und Gruß an unsere türkischen Gäste, für die englischen Gäste gibt es hernach einen Crumble als Dessert. Zum Hauptgericht wird es eine Fideua-Paella mit Meeresfrüchten geben (spanische Gäste), als erste Nachspeise werden wir eine Käseplatte aus der Auvergne/Normandie herrichten (für unsere französischen Gäste) und für die finnischen Gäste ist mir noch nichts eingefallen, da bin ich noch auf der Suche.

 

Dazu werden wir ein wenig Wein und viel Wasser anbieten, alle müssen noch fahren.

 

Privat haben wir ebenfalls verschiedene Essensvarianten, die einen vertragen kein Gluten, die anderen keine Laktose, die nächsten sind Vegetarier und die übernächsten essen gerne Wild ...

 

Deshalb ist es für uns immer wieder eine gute Möglichkeit ein Buffet herzurichten. Sonst könnten wir unsere Freunde nicht alle auf einmal einladen. Dementsprechend bin ich mit Warmhaltevorrichtungen u.Ä. gut sortiert. Ich für mich würde es schöner finden, ein Gericht für alle zu kochen, aber die persönlichen Probleme der Gäste haben für mich natürlich Vorrang.

Für mich bleibt da aber keine Möglichkeit der Dekoration, denn das  oder die Menüs stellen mich dann schon auf eine harte Probe und meine Zeit fehlt mir. In unserem Freundeskreis ist es auch nicht üblich, etwas für das Essen mitzubringen (Dessert oder Salat), leider. Ich halte mich aber nicht daran und bringe immer etwas mit (sei es auch nur, um mein eigenes "schlechtes" Gewissen dabei zu entlasten :)).

 

Grüssle an alle liebe Gastgeber

lundi
Wenn Gäste kommen

@nika Also das finde ich ja Klasse. Aber bei uns ist es genau andersherum, für finnische, schwedische oder russische Gäste usw. gibt es genau nichts aus ihrer Heimat, sondern eher das Gegenteil.

 

Ich bin da mutig, kreiere oder "kopiere" gern auch mal was Neues für Gäste. Ich liebe es, für viele zu kochen. In mehreren Gängen oder auch nicht und vor allem ganz entspannt. Dessert ist die Kür und darauf kann ich nicht verzichten, hab ich inzwischen leider ans Töchterlein abgeben müssen, das ist ihr Revier. Ohne Suppe geht bei mir gar nichts. Ohne Fisch geht es meist auch nicht ab. Abhängig ist immer alles vom Anlass, nicht von Anzahl oder Art der Gäste. Manchmal tut es auch ein Eintopf oder eine Pizza plus Nachtisch, manchmal Buffett oder 6 Gänge. Spontanes Zusammentreffen, Bauarbeiten, Gartenfete, Geburtstag... ich lass mir immer was Nettes einfallen. Aber außer beim Nachtisch serviere ich niemals fertige Teller wie im Restaurant, es geht immer in Selbstbedienung.

 

Was ich wirklich hasse, ist die Frage: Was ist das? oder Was ist da drin? bevor jemand gekostet hat! Mein Motto: Erst probieren - dann fragen. Allergiker o.ö. sollten besser fragen, ob eine spezielle Zutat (Nüsse, Milch...) enthalten sind, falls ich den Gast und seine ... nicht kenne. Da bin ich empfindlich. Was ich wirklich liebe, ist schönes Geschirr, da bin ich schwach.

sparrow
Themenbezogene Menues

Ich koche sehr gerne Menues für Gäste. Genre mache ich themenbezogene Menues, z.B. einen Italienischen Abend mit Antipasti, Fleisch- oder Fischgericht und passendem Dessert. Der Wein muss natürlich auch stimmen.

Sehr gerne koche ich eine Chinesische Reistafel, da gibt es dann je Gast ein Gericht. Thailändisch oder Schwäbisch koche ich auch sehr gerne. Früher habe ich Buffets für bis zu 40 Personen zubereitet von rustikal bis edel. Inzwischen ist es mir aber lieber nur 8 Personen um den Tisch zu haben. Das ist gemütlicher, nicht ganz so arbeitsintensiv und die Unterhaltung ist einfacher zu bewältigen.

Diese Woche am Donnerstag koche ich mit 5 jungen Damen ein glutenfreies enue. Wir machen das gemeinsam und speisen dann auch gemeinsam. Eine der Mädels möchte das ihrer Freundin, die glutenfrei leben muss als Geburtstagsgeschenk machen. ich habe mich mit ins Boot ziehen lassen. Es wird kein sehr großes Menue. Die Mädels haben sich eine Tarte und Ravioli gewünscht.Wir werden zweierlei Ravioli machen, einmal mit Fleisch und einmal mit einer Ricottafüllung. Die Tarte wird mit Gemüse und Schinken zubereitet. Als Dessert gibt es eine Holunderblütenmousse mit Fruchtsoße. Bin schon gespannt darauf.

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