Donnerstagsdiskussion, die 68.

Diese Zutat kommt mir (nicht mehr) in die Küche...

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Kommentare
JulietteG

Liebe KüchengötterInnen!


Samstag Nachmittag: Also wieder höchste Zeit für die Donnerstagsdiskussion!


Diese Woche möchte ich gerne von Euch wissen, welche Zutaten bei Euch nicht in die Küche kommen! Damit meine ich gar nicht Fertigprodukte, sondern einfach Gemüse, Kräuter oder andere Produkte, die Ihr einfach nicht mögt.... Habt Ihr trotz dessen öfter mit Ihnen rumexperimentiert, bevor Ihnen der Zutritt in Eure Küche verweigert wurde?


Ich freue mich wie immer auf Eure Antworten,


liebe Grüße, Juliette

Rinquinquin
ganz spontan: Schwarzwurzeln

Mich hat schon immer die beschönigende Bezeichnung "Winterspargel" geärgert. Schwarzwurzeln lassen sich doch geschmacklich nicht mit Spargel vergleichen und das Aussehen ist wohl nur zweitrangig. 

Aber ganz ehrlich gesagt: ich habe sie noch NIE gemacht, bin allerdings auch zu keinen Zugeständnissen bereit.

Sie kommen nicht in meine Küche.

 

@ Juliette: Du hast ja immer Einfälle! Ich hatte schon geglaubt, Du würdest dieses Mal die grössten Reinfälle aufrufen. 

 

Flicka
Fenchel

Nur ein einziges Mal habe ich Fenchelgemüse gekocht, aber seitdem mochte ich keine weiteren Versuche starten. Dieses Gemüse schmeckt mir einfach nicht. Mag es auch noch so gesund sein. Ich habe einfach eine Abneigung. Stoße ich auf ein Rezept, in dem verschiedene Gemüsesorten neben Fenchel auftauchen, lasse ich ihn eben weg. Passt meistens trotzdem. Fenchelsamen als Gewürz hingegen habe ich - in vorsichtiger Dosierung - durchaus schon mehrmals verwendet. Ob das ein Widerspruch ist, weiß ich nicht.

Aphrodite
Zunächst habe ich gedacht,

ich esse alles! Fenchel habe ich mir auch schon angewöhnt. Am besten man fängt mit einer kleinen Tüte kandierten Fenchelsamen an. Kochen würde ich Fenchel allerdings nie oder wenn lange als Tajine. Roh oder gebraten. SCHWARZWURZELN. Wenn mir damit jemand versuchen würde, mir eine Freude zu bereiten, wäre die Enttäuschung auf beiden Seiten groß. Und Donnerstagsdisskussion am Samstag, ist das beste, was es gibt. 

@Juliette, was machen wir denn, wenn Du mit Deiner 100-Fragen-Liste durch bist? Das ist ja schon fast olympia-verdächtig. Das müsste dann eigentlich gebührend gefeiert werden.

KleineKöchin
Die Kichererbsen und ich...

...wir werden einfach keine Freunde. Schon oft probiert, aber es wird nichts. Ich mag die Konsistenz nicht, den Geschmack nicht, und auch das Aussehen ist nicht so toll.

Aber ein Winter ohne Schwarzwurzeln??? Unmöglich. Persönlich finde ich den Vergleich mit Spargel jetzt nicht so weit hergeholt. Beides mag ich gerne, und im Winter braucht es einfach ein wenig Ecken und Kanten im Geschmack.

nika
Graue Erbsen

Hier in Ostfriesland gibt es ein Gericht: "Grau Arften mit Speckfett". Ich habe es einmal gekocht und es als lecker befunden. Allerdings lag uns das Essen derartig schwer im Magen, dass wir beschlossen: nie wieder.

Fenchel und Schwarzwurzeln und (leider) "gekochter" Kabeljau sind nicht das Ding meines GöGa. Deshalb sind diese Gerichte auch in unserer Küche tabu.

Kochmamsell
Fenchel, Schwarzwurzel, Graupen, Risotto ...

... damit kann man mich jagen. Waldpilzrisotto habe ich in Wien einmal probiert, das hat gereicht, um es nie wieder zu versuchen, allein wegen der Konsistenz. Schwarzwurzeln mag ich nicht und bei Fenchel muss ich an Fencheltee denken und das ist was für Kranke. Bei Graupen habe ich schlechte Kindheitserinnerungen, werden deshalb auch nicht mehr gegessen.

sparrow
dicke Bohnen

Ich habe lange überlegen müssen, was ich nicht mag. Ich esse eigentlich fast alles und bin sehr probierfreudig. Was aber nicht unbedingt sein muss, sind dicke Bohnen. Die heißen im Schwäbischen "Saubohnen". Die gab es bei uns einfach nicht zum Essen. Als ich sie dann mal bei einer Noirddeutschen Freundin zum Essen gekriegt habe, war ich nicht begeistert.

sparrow
süße Milchsuppe

mir ist doch noch etwas eingefallen - als Kinder mussten wir immer süße Milchsuppe mit Nudeln oder Sago essen. Damit kann man mich wirklich jagen

Kitchenqueen74
Fasan, Taube, Zunge, Aal,...

Bei dem Gedanken dreht sich mir der Magen um.

Rinquinquin
Graupen und Innereien

Graupen gab es mal bei meiner Schwiegermutter. Ich habe die Dinger nur beäugt und sie mal kurz probiert - nicht mein Ding.

Jahre später nahm ich an einem Kochwettbewerb teil und es waren Graupen auf der to-do-Liste. Da stand ich also vor meinem Herd im Hotel Atlantik, beäugt von Herrn Wehmann vom Landhaus Scherrer. Mir zur Seite ein Jungkoch des Hotels, der mir beistand und einflüsterte, was ich machen sollte. Ich konnte es fast nicht glauben, aber das Endprodukt schmeckte tatsächlich. Mit dem Ergebnis, dass ich bei 12 Teilnehmern den ersten Preis erhalten habe. Aber es war ja auch noch anderes auf dem Teller.

Ich habe danach Graupen gekauft, sie rotteten im Regal jahrelang vor sich hin - gemacht habe ich sie nie.

 

Innereien wie Bries, Hirn, Herz, Lunge und Leber gehören auch auf die Liste. Will mein Mann das mal essen, muss er es aushäusig tun. Andouille lass ich auch links liegen. 

 

Nur kurz zu den dicken Bohnen oder Saubohnen oder fave in Italien: ein Italiener käme doch nie auf die Idee, die gummiartige Umhüllung der fave mitzuessen. Der grüne Kern da drin schmeckt wunderbar, wenn die Bohnen frisch und jung waren, bei alten Exemplaren ist er mehlig, also auch nicht so besonders verlockend. Aber die Schwaben können ja nichts wegwerfen, also muss die Hülle mitgegessen werden und das wäre auch nichts für mich. 

JulietteG
Erst einmal...

liebe Rinquinquin, gott sei Dank habe ich immer noch Einfälle, denn ich persönlich mag die Donnerstagsdiskussion wirklich sehr und freue mich immer auf Eure Antworten!

Liebe Aphrodite! Danke! Die 100. sind zwar noch 32 Wochen hin, aber das wird hoffentlich klappen! So lang ist mein momentaner Fragenkatalog nicht mehr, aber ich habe mit 5 Ideen angefangen, von denen ich zwei noch nicht mal umgesetzt habe, weil ich sie jetzt nicht mehr gut finde! Ich gebe die Hoffnung nicht auf und würde mich natürlich sehr freuen, wenn diese Nummer erreicht werden würde!

 

Liebe KüchengötterInnen!

An dieser Stelle möchte ich mich aufgrund der vorhergehenden Kommentare noch mal ganz besonders bei Euch bedanken, dass Ihr Euch immer so fleißig beteiligt! Ich sitze hier zu Hause und freue mich jedesmal wie ein kleines Kinde, wenn ein Kommentar zur Donnerstagsdiskussion kommt! Vielen, vielen, DANK!

 

Jetzt zum Thema: Innereien gehen bei mir auch gar nicht. Das ist schon immer so glibberig (roh) anzufassen, das mag ich nicht! Wobei dies sicherlich auch damit zusammenhängt, wie man es kennt. Bei einer Freundin gab es früher bei ihren Eltern immer ganzes Kaninchen (mit Kopf) und sie und ihr Bruder haben sich darum gestritten, wer das Gehirn essen darf, weil es anscheinend so lecker schmeckt! Ich würde es freiwillig hergeben! Aber ganz schnell..... Wüsste nicht einmal, ob ich bei einem Hasen mit Kopf dran auf dem Tisch etwas herunter bekommen würde!

Ich bin ja froh, einen Metzger zu haben, der das ganze Teil in gewünschte Stücke auseinander nimmt. Wir hatten bei meinen Eltern auch mal ein ganzes Perlhuhn, dass meine Eltern online bestellt hatten (was heute alles so geht) und da war der Kopf noch dran! Mein Vater meinte, dass dies ein Qualitätsmerkmal sei! Ich hätte dem Huhn liebend gern auch so geglaubt, dass es ein Perlhuhn ist (zumindest, wenn ich den Hals + Kopf selbst hätte entfernen müssen).

Ich schweife ab...

Schwarzwurzeln habe ich noch nie probiert, aber werde ich nachholen, dann kann ich zumindest mitreden! :)

Ansonsten ist noch Kürbis ein Küchenfeind bei mir! Ich selbst habe ihn noch nie zubereitet, aber meine Eltern haben es ein paar mal probiert und wir sind liebend gern auf den Rest des Essens ausgewichen, weil es uns alle nicht überzeugt hat!

Noch einen schönen Sonntag, liebe Grüße, Juliette

 

crazycook
Eigentlich

esse ich alles oder probiere es zumindest. Meine Lieblingsspeisen sind Gerichte aus Innereien. Allerdings kommt es wesentlich darauf an, wie diese "Köstlichkeiten" zubereitet werden. So sind z.B. Andouille und Andouillette, obwohl in Frankreich als Spezialitäten geschützt, für mich ungenießbar. Als Jugendlicher habe in Butter gedünstete Möhren verabscheut und Spinat gehörte auch nicht gerade zu meinen Lieblings-Speisen, aber jetzt mag ich beides, den Spinat allerdings nur als Blattspinat ohne den Blupp. Schweinefleisch (auch als Wurst) gibt es bei uns nicht, weil ich es jetzt nicht mehr vertrage. Früher war das anders, da wurde jedes Jahr ein Schwein geschlachtet.

lundi
Pute

Es gibt viele Gründe für mich, Lebensmittel aus meiner Küche auszuschließen, z. Bsp. gesundheitliche (Asiasoßen, Paprika...), ökologische (Knasthühner, weit gereiste Produkte, nicht saisongerechtes Obst oder Gemüse, jaja, ich verwende wirklich von Dezember bis Juni keine frischen Tomaten, Zucchini usw.), finanzielle (Rinderfilet...), qualitätsbedingte und andere Gründe. Geschmackliche Gründe allerdings fallen mir nicht ein. Wir essen und probieren alles, wenn auch mehr oder weniger gern und unterschiedlich oft.

 

Oooooooh doch, mir fällt noch was ein: keine Pute in meiner Küche, niemals, weil ich persönlich sie verweigere! Lieber ein Sack voll Schwarzwurzeln mit Fenchel und Graupen.

Belledejour
Ach ja

obwohl wir fast alles essen, gibs auch noch Lebensmittel die ich niemals *anfasse*. z. B. Kichererbsen sind auch nicht so prickelnd, Nierchen (die mein Mann so gerne ißt) gibts dann nur im Restaurant und vor Graupen kann ich mich nur ekeln.

Schwarzwurzeln dagegen mag ich ungeheuer gern und die dicken Bohnenkerne von den sog. Saubohnen werden inzwischen häufig von uns verarbeitet.

@Juliette

Kürbis magst Du nicht ????????? Oh, das kann ich gar nicht verstehen, ich mache alles damit - Süßes (Stuten und Muffins) sowie Salziges - gerade am WE habe ich einen Heringssalat damit *veredelt* - einfach lecker !

Küchengötter User
Küchengötter User
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