Donnerstagsdiskussion, die 85.

Das Ei

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Kommentare
JulietteG

Liebe KüchengötterInnen!


 


Nach meiner erzwungenen Pause hier melde ich mich nun auch mit der Donnerstagsdiskussion wieder zurück!


 


Die Frage "Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?" und deren Antwort würde mich zwar brennend interessieren, aber heute soll es erst einmal nur um das Ei gehen.


 


Esst Ihr regelmäßig ein Ei / eine Eierspeise zum Frühstück? Lediglich am Wochenende oder auch in der Woche?


Und schließlich die entscheidenste Frage: wie kommt das Ei bei Euch am Allerliebsten auf den Tisch? Gekocht, gerührt, gespiegelt oder geomelettet? :)


 


Ich freue mich wie immer auf Eure Antworten!


 


Liebe Grüße,


Juliette

Rinquinquin
Juliette ist wieder daaaaa,

ganz wunderbaaaaa(r). Ich habe die wöchentliche Umfrage wirklich vermisst.

 

Doch jetzt zu den Eiern: die gibt es bei uns tatsächlich ganz unregelmässig. Mal habe ich Lust auf gekochte Eier und Rührei -ein paar Tage lang- und dann wieder können schon einige Wochen vergehen, bis sich das wiederholt. Am liebsten mag ich Ei gekocht, da finde ich es am vielseitigsten, alles kann man dazu geben von Curry , Senf, Kräutern etc., es kann Salate bereichern werden, zum Frühstück und auch der Hund ist begeistert. Dann wieder folgen ein paar ei-lose Wochen.Ganz locker.

Einige Eier habe ich natürlich immer im Kühlschrank, ich weiss doch nicht im voraus, zu welcher Verarbeitung ich sie brauche könnte.

Belledejour
Ähnlich

ist es bei uns. Eier habe ich immer im Kühlschrank. Ihr wißt ja, ich backe gern und das fast wöchentlich. Nicht immer etwas Süßes, aber Eier werden bei uns immer gebraucht.

Zum Frühstück gibt es bei mir gern ein wachsweich gekochtes Ei - nach Lust und Laune. Einmal wöchentlich immer, dafür gibt es keinen besonderen Wochentag.

Und falls ich wie heute noch Eier vor dem Wochenendeinkauf übrig habe, gibt es halt mal ein Bauernfrühstück oder Pfannkuchen.

nika
Das Ei aus dem Hofladen

Eher selten gibt es bei uns Eier. 10 Eier aus dem Hofladen in drei Wochen sind eher ein selterner  Verbrauch. Ähnlich wie bei Rinquinquin koche ich nur ab und zu ein weiches Ei am Samstag oder Sonntag. Die kleine Hundedame bekommt dabei bestimmt ein Drittel als Belohnung für die Insulin-Spritze. Allerdings lager ich meine Hühnereier nicht im Kühlschrank. Ich habe einmal einen selbstgebauten Eierschrank geschenkt bekommen und der wird in Ehren gehalten. Die Eier halten sich darin wunderbar. Allerdings habe ich mir extra  eine Plastik-Eierverpackung für den Urlaub gekauft, denn die Hühnereier in Spanien schmecken uns nicht und so werden immer welche im Koffer mitgenommen.

apprenti1
Eier gibts am Wochenende

Als 5 Minutenversion, oder in einer Version ei im glas. Unter der Woche natürlich zum Backen oder für Spätzle. Die Eier sind bei uns nicht im Kühlschrank, sie lagern bis zu 10 tagen im Keller

Aphrodite
Eierlegemaschine.

1. Versuch: Wir dachten uns, Hühner im Garten sind toll und die Eier gibt es dann gratis dazu. Es waren drei süße Küken und wurden drei stolze Hähne = keine Eier!

2. Versuch:  Der frechste Hahn, der am lautesten schrie, wurde geschlachtet. Der zweite brach sich am Gartenzaun das Genick. Viele Tränen, doch zwei nette Hennen zogen in unseren Garten ein. Junge Hennen = eifrige Eierproduktion.

3. Versuch: Was mir niemand erzählt hat: Werden Hennen älter, sinkt die Legeleistung. Gut! Aber ich schätze mal, die Hennen haben im Sommer einfach keine Lust. Sie sind den ganzen Tag schwer beschäftigt und im Garten unterwegs. Man hört sie nicht, man sieht sie nicht. Ab und an schauen sie, ob es Exras zum Fressen gibt und kommen angerannt. Natürlich gibt es Extras. Eier gibt es nicht! 

lundi
Täglich Eier

Wir gönnen uns täglich ein Frühstücksei. Ganz pur. Ohne Salz u.a. Jeden 2 Tag werden früh Eier gekocht, je für 2 Tage. Sie werden ohne Anpieksen ins kalte Wasser gelegt, sobald es zu blubbern beginnt, Herd ausstellen, nach 3-5 min (sie sind sehr unterschiedlich in Form, Farbe und Größe) herausnehmen. Eier aus dem Eierkocher schmecken mir gar nicht. Die Hühner laufen frei auf dem Nachbargrundstück zwischen Kuh, Schwein, Geflügel, Kaninchen und Hund. Ja, so etwas gibt es noch. Privat im Rentnerdasein. Ich gehöre zu den Glücklichen, die diese Eier käuflich erwerben dürfen.

 

Und ich gebe zu, zusätzlich essen wir mittags oder abends manchmal noch Rühr- oder Spiegelei, 2 Stück pro Person, welches für mich vor allem nicht "tot und trocken gebraten" sein darf.

 

Früher habe ich den Hühnern heimlich die noch warmen Eier unterm Hintern weggeklaut und ausgelutscht. Darüber bin ich hinweg. Wenn es mich überkommt (selten), mache ich mir nun ganz offiziell ein "Zuckerei". Da wird ein frisches Ei mit viel Zucker aufgeschlagen und gelöffelt. Das war früher Medizin von meiner Oma. Ei enthält so viel Gutes und Zucker baut geschwächte Kinder auf, pflegte sie zu sagen.

 

Ein schlechtes Gewissen habe ich schon wegen unseres hohen Eierverbrauchs. Aber nur wegen der Hühner.

nika
@lundi

Wenn es Dir schmeckt, dann wird es bestimmt nicht schlecht sein. In der Regel "holt sich der Körper, was er braucht"=Aussage meines alten Hausarztes.

 

Ich hatte frührer auch 13 Hühner und einen Hahn. Sie durften auf dem ganzen Grundstück herumlaufen und picken. Ich hatte den Vorteil, ich bekam nicht nur 1. gute Eier sondern 2. hatte ich weniger Unkraut im Garten. Ihre Hinterlassenschaften landeten immer im Gartenbeet niemals auf dem Rasen. Leider hat sich dann der Marder über meine Hühnerschar hergemacht und ich habe die überlebenden Hühner verschenkt. 

@Aphrodite: Meine Hühner hatten im Frühjahr ihre beste Legeleistung. Im Laufe des Jahres wurde es dann weniger. Besonders in der Mauser waren sie legefaul. Ich habe auch keine Legehennen-Futter gefüttert sondern das Korn, was vom Boden einer Bio-Mühle aufgefegt wurde. Den Rest fanden sie im Garten oder z.B. Granatschale von uns. Auf Granat-Pule waren sie wild. Ich hatte eine alte Henne "Hetti" geschenkt bekommen, die gerade gluckte und ihre Küken wunderbar betreut hat. Nach dem Glucken legte sie in 15 Tagen 13 große Eier. Sie hat sich wohl bei uns sehr wohl gefühlt. Nach wohlgemerkt 5 Jahren ist sie dann gestorben. Wie alt sie war als ich sie bekam: keine Ahnung. Ich trauere noch immer um die schöne Zeit mit den Hühnern. Am schönsten war es, die Glucke mit den Küken zu beobachten. Einmal hatten Ameisen in meinem Komposter genistet und als die fliegenden Ameisen herauskamen haben wir eine aufgeregte Glucke erlebt, die ihren Küken immer die Leckerbissen vorpickten. 

 

Die Ängste wegen Cholesterin sind meiner Ansicht nach übertrieben. Es gibt das gute und das schlechte Cholesterin. Das eine wie das andere sind wichtig für unseren Stoffwechsel. Wenn man sich gesund und ausgewogen ernährt, dann, so hoffe ich, wird man bestimmt gut mit hohem Eierverbrauch leben können.

Kochmamsell
Wir lieben Eier

Männe und ich essen Eier in allen möglichen Variationen, gebraten, gebacken, als weiches Ei, als Rührei oder "geomlettet". Gerade beim Rührei oder Omelett kann man so schön variieren. Früher hatten wir Angst vor so viel Eiern, aber nun hat sich ja herausgestellt, dass das mit dem Cholesterin so nicht stimmt, nun schmecken die Eier noch besser ohne schlechtes Gewissen.

Bettina Müller
Eier

Wir lieben auch Eier. An mindestens einem Tag am Wochenende gibt es ein Frühstücksei (7 Minuten). Außerdem gibt's unter der Woche auch gerne mal Rühreier als Beilage zum Abendessen. Das habe ich früher übrigens gar nicht gemocht. Aber wenn mein Mann des Hauses es macht, finde ich die Eier wirklich lecker. Trotzdem werde ich immer ein größerer Fan von Spiegeleiern bleiben. 

 

Wenn ich an Eier in meiner KIndheit denke, fallen mir vor allem Eier im Glas ein, die es bei meiner Oma immer gab, und Eier in Senfsauce. Lecker! Bei meiner anderen Oma gab es immer mittwochs und sonntags ein Frühstücksei. Auf den Eiern saßen dann immer selbst gestrickte Eierwärmer in Hühnerform. Wir KInder haben sie geliebt!

 

Eigene Hühner hatte ich leider noch nie, deshalb bin ich aus Kaufen angewiesen. Hier achte ich darauf, dass es Bio-Eier sind, und hoffe, damit den Hühnern etwas Gutes tun zu können.

Eier

Ich bekomme immer Eier von meiner Mutter, die in direkter Nachbarschaft wohnt. In ihrem Hühnerhof leben 3 weisse und 3 braune Hühner, die durchschnittlich etwa 5 Eier pro Tag legen, da kommt ganz schön was zusammen.

 

Und so gibt es bei uns öfters Eier, sei es als Frühstücksei am Sonntagmorgen oder einfach als Rührei oder Spiegelei, wenn ich mal wieder nicht weiss, was ich kochen soll oder einfach nicht viel Zeit habe. Wenn ich Speisen mit rohen Eiern zubereiten möchte, z. B. Tiramisu oder Eis, ist das natürlich auch super, da ich nach Bedarf absolut legefrische Eier bekommen kann.

 

Meine Grossmutter hat früher eine ganz ähnliche "Stärkungsmedizin" wie @lundi's Oma zubereitet. Allerdings kam bei ihr ausser Eiern und Zucker auch noch etwas Cognac mit dran. Ausserdem hat meine Grossmutter immer am Karfreitag drei Eier vom selben Tag in einer Dose in den Schrank gestellt, die "Karfreitagseier". Ein Jahr darauf, wieder an Karfreitag, wurden die Eier dann an die Wand des Miststockes geworfen und zwar so dass sie auch wirklich zerbrachen (nicht immer ganz einfach mit alten, ausgetrockneten Eiern). Das sollte angeblich Glück bringen und vor Blitzeinschlägen schützen.

lundi
Eierwärmer haha

Jaaa. Haben und nutzen wir immer noch. Natürlich selbst gestrickt aus Resten von Sockenwolle und personalisiert. Im Eierwärmer transportiere ich mein Frühstücksei zur Arbeit oder halte es am WE warm.

 

@Jarima haben die Karfreitagseier nicht gestunken?

@lundi

Das würde man ja eigentlich erwarten, nicht wahr? Aber die Eier stanken überhaupt nicht. Da die Eier in einer alten, offenen Konservendose aufbewahrt wurden, trockneten sie einfach aus und waren nach einem Jahr ganz leicht und innen praktisch leer. Da war dann schlicht nichts mehr da, das hätte stinken können.

nika
Lustiger Brauch

Karfreitagseier: Ich stelle mir die Eier federleicht vor. Aber gelacht habe ich herzlich. 

 

Eierwärmer habe ich auch, nicht nur gestrickte sondern auch gestickte zum Service passende und die werden Sonntags immer genutzt. Sieht auch schick aus und jeder freut sich darüber. Nur einmal war jemand gar unglücklich über ein weichgekochtes Frühstücksei: eine kleine englische Gastschülerin. Sie konnte einem solchen, auszulöffelnden Ei gar nichts abgewinnen.

@nika

Die Eier sind tatsächlich federleicht, da ja eigentlich nur noch die Schale vorhanden ist. Entsprechend schwierig war es deshalb jeweils, ein solches Ei mit ausreichend Schwung an die Mauer zu werfen, dass es zerbrach. Meine Grossmutter war sehr abergläubisch, heute macht das bei uns niemand mehr.

Kafreitagsei

Auf Wikipedia gibt es übrigens einen Beitrag zu den Karfreitagseiern, offenbar ist dieser Brauch ziemlich weit verbreitet. Und ich komme übrigens nicht aus den Urner Alpen, sondern aus dem Zürcher Oberland...

sparrow
Frühstücksei

Ein Sonntagsfrühstück ohne Ei geht nicht. Ich mag es weich, 3 1/2 Minuten gekocht. Die Eier bringt mir alle 14 Tag eine Bäuerin aus einer Nachbargemeinde vorbei. Die glücklichen Hühner laufen tagsüber im Garten herum. Ich habe immer Eier im Haus, da ich meine Kuchen selbst backen muss (glutenfrei) und Rezepte entwickle. 

Wenn es mal schnell gehen muss, gibt es eine Eierpfanne zum Mittagessen. Pfannkuchen, Spätzle, Nudeln etc. brauchen auch immer Eier. 

Eierwärmer habe ich auch, ganz schöne aus Blaudruck und wenn die Kinder später aufstehen, kommen die aufs Ei. 

 

Aphrodite
Tolle Geschichten sind da zusammengekommen.

@nika, herzlichen Dank für Deine Tipps. Und diese lustigen Eierwärmer werde ich mir auch wieder zulegen oder selber aus Filz nähen.

JulietteG
Super!!!

Ich habe nicht damit gerechnet, dass meine Frage nach dem Ei derart interessante und tolle Geschichten hervorruft! :)

 

Früher war ich eher der Rührei und Omelett-Typ. Zum Sonntagsfrühstück gab es zu Hause gerne mal Eier und ich war sonntags immer für die Zubereitung zuständig. Bei gekochten Eiern gab es bei uns zu unterschiedliche Vorstellungen über den Garzustand... 

Mittlerweile ziehe ich eher ein wachsweiches Ei oder Spiegelei vor. Weniger zum Frühstück als mehr eingebettet in ein warmes Abendessen. Während der Prüfungsvorbereitung habe ich das (damals noch) Dienstagskochrezept mit dem Strammen Max gerne öfters zubereitet, weil es mehr als schnell geht und lecker schmeckt.

 

Mein "Prüfungsessen" schlechthin waren jedoch Eier in Senfsauce. Herrlich! Das Rezept stammt ebenfalls vom Dienstagskochen und war das erste Rezept, bei dem ich aktiv mitgekocht habe. Nachdem mir die Senfsauce immer besser gelingt und ebenso die Eier immer treffsicherer wachsweich werden, könnte ich darin baden! Ich glaube, in den letzten Wochen kam das Gericht ca. 2x wöchentlich auf den Tisch! :) 

 

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