Donnerstagsdiskussion, die 92.

Während des Kochens….

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Kommentare
JulietteG

Liebe KüchengötterInnen!


 


Nach längerer Abstinenz der Donnerstagsdiskussion würde ich selbige gerne erneut starten und mich freuen, wenn Ihr ebenfalls wieder Spaß daran findet!


 


Heute möchte ich von Euch wissen, wie Ihr es mit dem Abschmecken während des Kochens haltet! Wird bei Euch das Essen erst ganz am Ende abgeschmeckt oder tunkt Ihr zwischendurch bereits immer Euren Löffel in die Töpfe, um das ideale Ergebnis herbeizuführen? 


 


Ich freue mich wie immer auf Eure Beiträge,


 


liebe Grüße,


Juliette

JulietteG
Ich zähle...

ganz eindeutig zu der Fraktion, die während die Kochens bereits alles mindestens 3x probiert. Selbst wenn das Essen schon schmeckt, muss ich "sicherheitshalber" überprüfen, ob es sich nicht ins Negative gewendet hat! :)

 

Gerade wenn ich für Besuch koche und alles ganz perfekt werden soll, dann bin ich meistens schon fast angesättigt, bevor das Essen serviert wird! :)

 

Ich kann mir ein Kochen, ohne zwischendurch zu probieren, mittlerweile gar nicht mehr vorstellen!

Kochmamsell
Weniger Abschmecker

Ich schmecke bei Gerichten, die ich kenne, nur am Schluss ab. Kommt Besuch, muss ich auch mehrmals probieren, ebenso, wenn ich ein neues Rezept nachkoche. Dann geht's mir wie JulietteG, ich sitz dann am Tisch und bin satt. Meistens lasse ich den Herrn des Hauses zum Schluss auch nochmal probieren, dann bin ich sicher, gut ist es. 

nika
Mischung

Schön, dass es die Diskussion wieder gibt, obgleich ich natürlich verstehe, weshalb JulietteG sie ein wenig aufgehoben/aufgeschoben hat. Vielen Dank für das Wiederaufleben.

 

Manchmal, wenn es ganz schnell gehen muss, dann probiere ich gar nicht und es schmeckt trotzdem. Ich stelle dann immer eine Salzmühle auf den Tisch, die dann aber selten zum Einsatz kommt.

Wenn ich aber etwas Besonderes kochen will und erst angefangen habe zu Probieren, dann probiere ich soviel, dass ich aufpassen muss, dass z.B. noch genügend Sauce für meine Mitessenden übrig bleibt und ich dann drauf verzichte :)).

Beim Sauerkraut probiere ich selbstverständlich das Kraut und anschließend darf nur noch mein GöGa gekochtes Sauerkraut essen, denn ich habe meine Portion bereits verschlungen :)).

Bei Tzatziki schmeckt nur mein GöGa ab, wieso? Kann ich nicht erklären.

Beim Brotbacken probiere ich allerdings den Teig, damit er genügend gesalzen ist, denn sonst schmeckt das gebackene Brot fad. 

Aphrodite
Da fehlt...?

@Juliette, für mich ist das ein ganz heißes Eisen, weil ich viel zu zaghaft bin. Die meisten Standard-Rezepte kitzeln in punkto Gewürze auch nicht so viel heraus. Saucen begleite ich von Anfang an. Da ist es immer interessant zu verfolgen, wie sich der Geschmack entwickelt. Im Jonglieren mit Gewürzen bin ich jedoch ungeübt und halte mich an das Rezept. Das heißt Rezepte, die den gewissen Kick haben, haben dann eine magische Anziehungskraft. Das macht das Nachkochen dann auch so interessant. Apfel, Honig und Sternanis muss ich in Kürbissuppe probieren. Kürbis habe ich eigentlich schon abgehakt. Sternanis habe ich noch nie in Kürbissuppe probiert. 

Nur, wenn es schnell gehen soll, wird nicht abgeschmeckt und dann bin ich bei den schnellen Gerichten auch sehr tolerant, weil ich ja weiß, wie es besser geht. Manchmal ist der Hunger größer :)

Ansonsten wenn ich in Freundeskreis koche, werden alle Mitesser herbeizitiert und jeder gibt seinen Senf dazu. Grabenkämpfe, die sich da manchmal entwickeln, wenn es sich um's Rechthaben dreht. Und Totschlagargumente sind dann immer die, die mit "Meine Mutter..." anfangen oder mittlerweile auch "XY-Sternekoch macht das so und so". Ich krame derweil, dass ich das finde, was gerade noch benötigt wird. Meist ist es die reinste Faulheit, weil ich irgend ein heißgeliebtes Gewürz oder Mischung wieder verlegt habe.

Belledejour
Es wird immer zwischendurch abgeschmeckt

Auch wenn nach Rezept gekocht wird, testen wir den Geschmack während der Zubereitung. Zumal alles für mich nicht zu scharf sein darf und ich einige Gewürze nicht vertrage, weil es mir dann einfach nicht bekommt. Allerdings steht auch während des Essens die Salz- und Pfeffermühle immer auf dem Tisch.

trudine
Ich bin bekennende

Topfguckerin und Abschmeckerin! Schon als Kind fand ich es immer spannend zu gucken und schmecken, was meine Mutter kochte.

Ich koche sehr gerne, liebe den Duft von gutem Essen beim Kochen und kann es mir nicht verkneifen, immer mal wieder abzuschmecken! Ich liebe Kräuter und Gewürze, die bei mir auch mannigfaltig eingesetzt werden. Im Mittelalter wäre ich wohl Kräuterhexe gewesen :).

apprenti1
Bei Soßen

geht nichts über permanentes Abschmecken. Da gibt es keine Rezepte!. Ansonsten halte ich mich an die grundsätzlichen Rezeptvorgaben während des Kochens. Jedoch Salz und Pfeffer kommen grundsätzlich zum Schluss! Hier wird dann peu a peu abgeschmeckt.

Toskanafan
Von Fall zu Fall,,,,,heisst das bei "Stubbe"

bei Gerichten die ich gut kenne und zu meinen Basics gehören, muss ich gar nicht abschmecken.Höchstens mal kurz zum Schluß. Bei neu probierten Rezepten sieht es wieder anders aus, da muss ich schon mal testen, was das wohl wird. Manchmal wird auch Männekinn zum Testen gebeten. Meist ist es gut. Doch gestern, sah es ganz anders aus,,,,,,,. Bei meinen Rehmedaillons, eine Wacholdersauce hatte ich noch nie gemacht, Rehmedaillons auch nicht. Beim probieren der Sauce, dachte ich zuerst wirklich, oh, "ist in die Hose gegangen", doch es nützt nichts, muss auf den Tisch,,,,,. Und dann, war es die perfekte Sauce zu den Rosa gebratenen Reh-Medaillons.

lundi
Geduldig

Da verlasse ich mich auf meinen Instinkt. Außerdem liebe ich Überraschungen. Letztes WE kochte ich Pflaumensoße. Mein ungeduldiger Mann probierte zwischendurch, verzog das Gesicht und fragte mich irritiert, was ich denn damit vorhätte. Nach dem Essen leckte er mit dem Finger den Soßentopf aus.

 

Abschmecken gehört für mich wirklich ans Ende. Aromen und Konsistenz entwickeln sich während des Kochens. Zu frühes Kosten verleitet mich eher zu Fehleinschätzungen und Unzufriedenheiten. Geduld hat sich für mich bewährt.

Rinquinquin
Während des Kochens

probiere ich nur wenig. Ein Stück Pasta, wenn ich mal wieder vergessen habe, die Uhr zu stellen. Saucen "rieche" ich und schmecke sie erst am Schluss ab. Suppen (mache ich selten) sind da etwas schwieriger und wenn ich Monsieur eine Kostprobe gebe, sind es schon zwei verschiedene Meinungen. 

Während des Kochens freue ich mich auf das gemeinsame Verspeisen, das kann ich mir doch nicht damit verderben, durch vieles Probieren bereits satt zu sein.

 

Koche ich für Gäste, habe ich ein anderes Phänomen: da es dann oft mehrere Gänge gibt, ist mein Hunger/Appetit durch den zeitlich längeren Umgang mit Essen fast verschwunden, wenn ich am Tisch sitze. Ich könnte problemlos den anderen beim Essen zugucken, ohne vorher davon gegessen zu haben.  

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