Donnerstagsdiskussion, die 96.

Kochen oder Backen?

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Kommentare
JulietteG

Liebe KüchengötterInnen!


 


Kochen oder Backen... Das ist diese Woche die Frage, denn mich interessiert ob Ihr einer der beiden Leidenschaften eindeutig lieber nachgeht und natürlich welcher?


 


Oftmals hört man, dass eine der beiden Küchenaktivitäten gerne vorgezogen wird. Warum ist das so? Ist es die Vorliebe die Süßes oder diejenige (wie bei mir) für Herzhaftes oder gelingen Euch in einem jeweiligen Bereich die Gerichte besser? Vielleicht habt Ihr noch ganz andere Begründungen....


 


Ich freue mich wie immer auf Eure Antworten,


liebe Grüße,


Juliette

Aphrodite
In meinem zweiten Leben...

werde ich backen. Schöne, kleine Kuchenkreationen für den Nachmittags-Kaffee. Nachmittags-Kaffee und Kuchen ist für mich eigentlich ein Highlight des Tages. Dazu reicht eine Kleinigkeit. Verkneife ich mir aber. Anderes geht vor. Da fehlt die Zeit und Muße zum Backen. Im Sommer kann das auch ein schönes Eis sein.

Im Augenblick rackere ich mich ab, um mein Bewegungsdefizit zu beseitigen. Die Umstellung war echt schwer. Aber dann ist auch irgendwie wieder mehr drin und nicht gleich alles Tabu. Natürlich nicht dieses Fertigzeug und diese Zuckerbomben. Backen kann so kreativ sein. Es geht glaube ich gar nicht anders. Da muss man sich schon selber hinstellen. Das, was es regulär in Bäckereien zu kaufen gibt, ist einfach nichts. Was ich da schon an Tiefschlägen erlebt habe, kann ich mir auch verkneifen.

 

Und Kochen ist Tagesgeschäft und die ewige Frage: Was gibt es heute? Mal mehr oder weniger zum Austoben. Aber da geht die Effizienz vor. Die Uhr läuft jedes Mal mit.

nika
Kochen oder Backen - oder und?

Wenn ich mich selbst frage, dann stellt sich bei mir die Frage: Kochen, Backen oder Konditor'n? Ich koche sehr gerne auch aufwendigere Gerichte. Vorspeisen sind auch mein Ding. Wenn es dann zum Dessert übergeht: Puhh, da mache ich gerade eine Wandlung mit: pro Dessert. War früher fast undenkbar. Dafür gehört für mich ein Postre in Form von einem Cafè Solo (Espresso) oder eine Käseplatte dazu. 

 

Backen: supergerne, allerdings unterscheide ich da zwischen "Süß-Kram" und dem "alltäglichen" wie Brot und Brötchen. Für mich zählen dann auch Pizzen, Flammkuchen,, Quiche und Gemüsekuchen dazu. Torten ? Co zähle ich zum "Konditor'n", die sind absolut für mich ab und zu lecker, aber mehr nicht. Ich setze mich gerne an eine Tee- oder Kaffee-Tafel. Für diese Bastelei habe ich weder die Lust noch die Zeit. Denn ich habe einen Nörgler, dem dann meine Zeit gestohlen wird und der mir ständig über die Schulter schaut und fragt: "Bist Du bald fertig?" Deshalb sehen meine Teller auch immer so mässig hingeklatscht aus (:.

Bettina Müller
Backen!

Mein größere Leidenschaft ist eindeutig das Backen, auch wenn es leider immer viel zu kurz kommt. Vielleicht kommt es daher, dass ich viel früher mit backen als mit kochen angefangen habe. Ich war glaub ich 12, als ich von einer Freundin einen Hermann geschenkt bekommen habe, und dann alle 10 Tage einen Kuchen in die Röhre geschoben habe. Zu Schul- und Unizeiten war ich dnan auch immer diejenige, die fürs Backen der ganzen Geburtstagskuchen zuständig war. 

 

Ich finde es einfach immer wieder total faszinierend, was für leckere Sache aus einem Teig entstehen können. Mein einziges Vorsatz für dieses jahr war, wieder mehr zu backen. Mal schauen, es ist ja noch nicht zu spät, ihn noch umzusetzen. ;-)

Kochmamsell
Kochen ...

steht bei mir an erster Stelle. Ich liebe es, neue Rezepte auszuprobieren, neue Geschmacksrichtungen kennenzulernen usw.

Backen tu ich nicht so gern, ich bin keine "Süße". Da ich auch noch Diabetikerin bin, kommt mir das sehr entgegen. Da Göga Kuchen liebt, muss (darf) ich backen, aber das mache ich nur alle zwei Wochen.  Gerne backe ich allerdings Brot, Brötchen, Quiches, Tartes usw. Kaffee und Kuchen nachmittags gibt es bei uns auch nicht, also finde ich die fehlende Kaffeelust garnicht so schlimm.

maritimu
Keine Gewissensfrage...

Gleich vorneweg - ich kann beides recht ordentlich, muss wohl an den Genen liegen, denn alle meine weiblichen Verwandten waren begnadete Bäckerinnen und durchweg auch gute Köchinnen.

 

Allerdings hält sich bei mir die Liebe zum Backen sehr in Grenzen, genauer gesagt ist es eher eine Art Hassliebe, denn mich stören das ganze Abwiegen, Zusammenrühren, Kneten, Füllen, Dekorieren und besonders verabscheue ich klebrige Finger. Dazu möchte ich noch anmerken, dass im Hause maritimu aus Platzmangel keine Küchenmaschine existiert, weshalb ich alles von Hand machen muss. Wahrscheinlich hätte ich nie im Leben mit dem Backen angefangen, hätte mich nicht mein Sohn vor vielen Jahren nach dem Tod meiner Mutter (ein paar Wochen vor Weihnachten) mit großen Augen gefragt, wer denn jetzt all diese leckeren Plätzchen backen würde. Leider Gottes habe ich mir den Affen seinerzeit auf die Schulter gepackt und da sitzt er nun halt, seufz... Mittlerweile habe ich Oma, Tanten und Mutti sogar überflügelt, denn ich backe natürlich nicht nur ihre traditionellen deutschen, sondern auch sehr viele ausländische Rezepte. Hier in unserem kleinen Ort im ländlichen Mittelitalien jedenfalls bin ich sogar recht bekannt für meine Backkreationen, was natürlich auch Vorteile hat, denn so bin ich bei Einladungen eigentlich nie um ein Gastgeschenk verlegen - zumal die Italiener es ja nicht unbedingt so mit dem Backen haben. Aber lieben? Nein, lieben tue ich das Backen trotzdem nicht...

 

Kochen hingegen ist in meinen Augen wesentlich kreativer, da muss ich mich nicht akribisch genau an irgendwelche Zutaten halten, kann dabei variieren, mit Gewürzen und ungewohnten Kombinationen experimentieren und vor allem muss ich nicht nach Rezept kochen - meistens jedenfalls. Wenn ich am Kochtopf stehe, kann ich richtig entspannen und auf jeden Fall würde ich lieber 5 Stunden kochen als nur eine Stunde backen!

 

Und da ich ja schon ein ganzes Weilchen nicht mehr arbeiten muss, habe ich natürlich für beides - das Kochen und das Backen - ausreichend Zeit und Muße.

 

LG

maritimu

Lieber Kochen

Ich bin da bei Maritimu und finde Kochen viel kreativer. Da kann man mal eben eine Zutat ersetzen oder die Menge ändern. Beim Backen sollte man sich ja schon an die Rezepte halten, sonst hat man statt einem Kuchen eine Suppe oder einen Stein (bissl überspitzt)

Ich bin aber auch nicht so eine "Süße". Daher sind meine Backwerke eher herzhafte Quiches oder Muffins. Wenn ich spontan Lust auf was Süßes habe, "back" ich schnell Pfannkuchen oder Quarkkeulchen in der Pfanne.

plaisir
Mittlerweile beides...

Bis vor kurzem wäre meine Antwort eindeutig "Kochen" gewesen. Doch dieses Jahr gab es einen kulinarischen Neujahrs-Vorsatz: Jede Woche einen Kuchen backen. Gründe: Oft kommen nachmittags Leute auf einen schnellen Kaffee vorbei und dann? Bis vor kurzem gabs halt gekaufte Kekse oder wenn sich der Besuch rechtzeitg angekündigt hatte, was vom Bäcker. Das ging ganz schön ins Geld und gesund ist das auch nicht. Man weiß ja schließlich nicht was drin ist. Aber gar nichts zum Kaffeeratsch ist auch nichts. Deshalb nehme ich mir am Wochenende die Zeit und backe und die Freude und auch die Schnelligkeit kommt mit der Übung. Seitdem gilt Kochen UND Backen.

Belledejour
Einfach für mich

Ich ziehe dem Kochen das Backen vor.

Ich bin nicht so kreativ wie z.B. Rinquinquin, Liebstöckel oder Aphrodite beim kochen und daher ziemlich rezepttreu.

Das kommt mir beim Backen entgegen, auch esse ich gern süß und bin daher evtl. dem Backen mehr zugetan. Das gekaufte Zeug vom Bäcker schmeckte uns nie, daher wurde immer schon gebacken.

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