Homepage Community Forum Donnerstagsdiskussion: Marmeladen selbst machen - Eure geheimen Tricks & Rezepte

Donnerstagsdiskussion: Marmeladen selbst machen - Eure geheimen Tricks & Rezepte

Marmeladen, Konfitüren & Gelées schmecken am allerbesten selbst gemacht! Jetzt ist Hochsaison fürs Einkochen und wir würden uns für Eure "geheimen" Tricks & Rezepte inter

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küchengötter

Von der Oma "geerbt", aus dem Urlaub mitgebracht oder durch Zufall im Internet entdeckt: Einige Rezepte für Marmelade, Konfitüre oder Gelée wachsen uns über die Jahre so ans Herz, dass wir nicht mehr ohne sie können. Weitergegeben werden sie natürlich nur an die beste Freundin, die Schwester oder an die liebste Nachbarin. Aber sonst: psssst!


 


Für genau diese "geheimen" Rezepte und Eure ultimativen Tricks bei der Marmeladen-Herstellung, interessieren wir uns heute. Verratet Ihr sie uns?


 


Liebe Grüße aus der Küchengötter-Redaktion

Über Nacht ziehen lassen.

Hier können wir uns noch streiten über Begriffe wie Marmelade und Konfitüre.

Da wir einen Zwetschen-Pflaumenbaum im Garten haben gibt es immer auf ein Mal große Menge an Früchte. Dann heißt es Konfitüre kochen. Als ich noch gearbeitet habe, sollte das Pflücken, Entsteinen und Kochen von Konfitüre sich auf Samstag und Sonntag begrenzen. Also am Samstag Nachmittag Baum schütteln, Früchte einsammeln und dann mit einem Gerät (funktioniert sehr gut) entsteinen. Da man nicht mehr als 2 Kg Früchte pro Kochvorgang nehmen soll, gebe ich 2 Kg-weise entsteinte Pflaumen in einer großen Schüssel. Gelierpulver 3:1 mit entspechender Zuckermenge mischen, über die Pflaumen geben, etwas stehen lassen, rühren und über Nacht stehen lassen damit die Früchte reichlich Saft geben. Ich reihe die Töpfe auf dem Boden in der Küche. Beim Vorbeikommen immer wieder rühren. Am anderen Tag brauche ich nur noch die jeweilige vorbereitete Portion in dem Kochtopf zu geben. Mit der Mixstab zerkleinere ich noch das Ganze. Während des Kochen gebe ich etwas Orangenpulver, Zimt und etwas Essig damit es Herzhafter schmeckt. Ich nehme meine selbstgemachte Estragonessig. Die empfohlene Kochzeit von 3 Minuten verlängere ich auf 5 Minuten, so bin ich sicher dass es richtig gekocht ist. Gelierprobe mache ich mittlerweile nicht mehr, es geling immer. Falls eine größere Menge Schaum sich auf dem Kochgut gebildet hat, nehme ich den Topf vom Feuer und warte ich noch 2 bis 3 Minuten damit sich der Schaum auflösen kann, dabei langsam ein wenig rühren. Die Konfitüre ist noch ganz heiß und kann in Gläser gefüllt werden. 

Marmeladen

In meinem Leben gibt es keine Geheimnisse Marmeladen  herzustellen. Ich koche meine Marmeladen immer 500 Gramm Weise. 250 Gramm Früchte und 250 Gramm Gelierzucker (1:1), da ich ein Kindheitstrauma noch heute auslebe.

 

Wenn es Erntezeit war, kochte meine Mutter beispielsweise 100 Gläser Erbeermarmelade ein und wir hatten zu futtern. NEIN DANKE!!!!!!!!!! Nie wieder soll das so in meinem Leben sein.

 

Ich kaufe Früchte wie Himbeeren, Erdbeeren, Brombeeren, Blaubeeren, Mirabellen und Kirschen frisch oder tiefgekühlt und mache mir dann die Marmelade, auf die ich Appetit habe. Da kommt auch kein Schnickschnack rein, wie beispielsweise Cognac, Whiskey oder Whisky sonstige Dinge. Zucker und Früchte sonst nichts.

 

 

MEIN LEBEN SOLL NIE WIEDER DIE HÖLLE SEIN. (Bernd das Brot)

 

LG Rolf

Reife Früchte

Meine Lieblingsmarmeladen (ich weiß, korrekt heißt das Konfitüren)sind Marille und Himbeeren. Ich nehme wirklich nur reife/überreife Früchte und verwende 2:1 Zucker. Für mich ein auf alle Fälle notwendiges Utensil zum Marmelade abfüllen ist ein extra Trichter um die Marmelade in die Gläser zu füllen. Und ich koche immer nur 1 Kilo Früchte auf einmal zu Marmelade.

3 Teile Frucht und 1 Teil Zucker

ist für uns die beste Variante. Da ich immer für Familie und Freunde Konfitüren koche, habe ich schon vieles ausprobiert. Dieses Verhältnis ist einfach für uns das Optimale, weil man mehr Frucht schmeckt und das Ganze nicht so süss ist. Auch gebe ich ab und zu etwas Alkoholisches dazu.

Meine letzte diesjährige Konfitüre waren franz. Aprikosen mit Passionsfrucht. Sie wurde verfeinert mit etwas Marillenlikör - einfach köstlich !

Klingt ja verführerisch gut

Liebe Belldejour. Da wir auch nur 3:1 Konfitüre machen werde ich dein Rezept mir merken!

Konfitüre, Pflaumenmus, Konservierungsmittel

Pflaumenmus ist ganz einfach. Ich entsteine die Pflaumen (2-3 kg) mit einem Messer und  gebe sie auf ein tiefes Backblech. 2-3 Steine dürfen dazu. Ebenso eine Zimtstange, etwas normaler Vollrohr- und weißer Zucker nach Gefühl. Das kommt für ein paar Stunden in den Backofen, bis die Konsistenz stimmt. Umrühren, ggf. nachsüßen, in Gläser füllen und fertig.

 

Alle Marmeladen-Experimente wurden von der Familie als nicht gut empfunden. Schokolade zu Sauerkirschen, Gewürze oder Alkohol usw. So bleibe ich nur noch klassisch.

 

Wir haben einen Garten und konservieren recht viel. Marmelade kommt bei uns aufs Brot, auf den Streuselkuchen, in den Quark, zum Milchreis...Wenn ich genug von einer Sorte habe, wird die Konfitüre sortenrein. Erdbeer immer mit etwas Rhabarber. Ansonsten hau ich alles zusammen, was gerade "weg" muss.

 

Zucker 3:1 kommt mir nicht ins Glas. Zusätze und Konservierungsstoffe haben in meiner selbst gekochter Marmelade nichts zu suchen. Außerdem muss sie lange halten und manchmal lange Strecken zurücklegen. Für saure Früchte verwende ich 1:1, für Sauerkirschen zum Beispiel. Für süße Früchte wie Felsenbirne oder Erdbeere 2:1, seit es diesen Gelierzucker ohne Konservierungsstoffe gibt. Um die Kosten geringer zu halten verwende ich jetzt meistens einfach nur Zucker und Pektin. Das kann ich auf die Früchte abgestimmt genau dosieren. Felsenbirne und Johanna bringen schon reichlich Pektin mit. Wie ich Rhabarber fester kriege, habe ich noch nicht herausgefunden. Etwas Zitrone oder geriebener Apfel helfen auch beim Gelieren. Wir mögen es, wenn die Marmelade zähflüssig vom Löffel rutscht, also nicht zu fest ist.

Gelierzucker 2:1

Ich verwende normalerweise Gelierzucker 2: 1, also 2 Teile Frucht und ein Teil Zucker. Steinobst wird entsteint, Äpfel oder Birnen werden geschält und vom Kerngehäuse befreit. Das vorbereitete Obst drehe ich durch den Wolf. Ich verwende seit einigen Jahren nur noch Schraubgläser, die sehr voll aber nicht randvoll gefüllt werden. Oben lasse ich ein paar Milimeter Luft. Das Glas wird sofort nach dem Einfüllen verschlossen. Vom Umdrehen der Gläser bin ich abgekommen.

 

Noch ist die Zeit nicht so weit, aber probiert mal im Herbst ein Federweißergelee zu kochen, der Federweiße muss dazu noch recht jung sein. Es geht auch mit Federroter. Und die erste Marmelade des neuen Jahres ist bei uns traditionsgemäß Blutorangenmarmelade aus frisch ausgepressten Blutorangen, möglichst dunkelrot.

 

Gruß

Gaston

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