Donnerstagsdiskussion: Sagt ihr es dem Gastgeber, wenn es nicht schmeckt?

Was tun, wenn man von einem lieben Menschen zum Essen eingeladen wird und es einfach nicht schmecken will? Sagt ihr es offen, wenn es nicht schmeckt?

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Kommentare
küchengötter

Liebe Küchengötter, so ging es sicher jedem von uns schon einmal: Man wird von einem stolzen, vor Freude strahlendem Gastgeber zum Essen eingeladen, der einem im Zweifelsfall auch noch sehr nahe steht. Das Essen wird serviert und dann das unangenehme Erwachen: Das Essen schmeckt einfach nicht. Das Leeren des Tellers wird zur Qual und sowieso wollen wir doch eigentlich ehrlich sein. Gerade mit Freunden und der Familie.

Sagt ihr es dem Gastgeber, wenn es nicht schmeckt? Oder haltet ihr euer ehrliches Urteil in diesen Fällen lieber zurück? Wir sind gespannt! Liebe Grüße aus eurer Küchengötter-Redaktion

Annika Mader
Unschlüssig

Schwierige Geschichte, finde ich. Ganz guten Freunden oder innerhalb der Familie würde ich es schon sagen. Die sagen es mir ja auch ganz ehrlich, wenn etwas nicht so gut gelungen ist. Und am Ende bringt es ja allen etwas, man lernt daraus und kann es beim nächsten Mal besser machen. Im Restaurant sage ich es nur, wenn es wirklich gravierend ist. Und einige Dinge sind ja nun einmal schlichtweg Geschmacksache, wie zum Beispiel Schärfe ... da finde ich tatsächliche Kritik unangebracht.

Kommt drauf an...

Also in der Regel kann man ja alles essen, auch wenn es nicht so gut zubereitet wurde, wie man es selber gemacht hätte. Ich würde später dann Vorschläge machen, wie das Essen "auch ganz gut werden könnte". Z.B würde ich dann vorschlagen, dass es "auch gut schmeckt, wenn man das Flesich richtig gut anbraten würde" oder dass man mal "ausprobieren kann, die Marinade einen ganzen Tag einwirken zu lassen."

Aphrodite
Nur auf Augenhöhe.

Die Not am Herd kennt glaube ich jeder. Schon drei Mal ausprobiert und wenn es darauf ankommt, passieren dumme Fehler (kein Salz im Nudelwasser, ein Gewürz oder ein Kraut, was noch auf seine Verarbeitung wartet, wenn das Essen schon auf dem Tisch steht, ein Zubereitungsschritt, der nicht gelingt). "Mein Fisch ist hier noch nicht ganz durch - Das Fleisch ist aber noch sehr blutig"! Dann geht das Ganze noch mal Retour in die Küche. Das sind unsere Essen in der Familie. Meistens koche ich und bin dann auch diejenige, die einstecken darf. Ganz ungenießbar hat bisher auch niemand geschafft. Bin ich eingeladen, freue ich mich, dass ich nicht kochen muss. Das tröstet über vieles hinweg. Kritik finde ich unpassend und der Gastgeber braucht sich auch nicht entschuldigen. Kann mal passieren und Mühe wird belohnt.

Schwierig

Die Situation kenne ich auch. Eigentlich sollte man ehrlich sein und ihm die Wahrheit sagen, aber meist traut man sich das nicht und will denjenigen nicht verletzen.

Kommt drauf an

Engen Freunden sage ich schon wenn mir etwas nicht geschmeckt hat aber auch dann natürlich lieber vorsichtig, möchte ja nicht undankbar erscheinen. Außerdem ist es auch wirklich selten das mir etwas gar nicht schmeckt

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