Donnerstagsdiskussion: Steuer auf Süßwaren und Zucker?

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Kommentare
küchengötter

Liebe Küchengötter,


 


leider kann JulietteG. die Donnerstagsfrage aus Zeitgründen nicht mehr einstellen Uns hat sie so gut gefallen, dass wir diese Diskussion gerne weiterführen möchten. Falls Ihr eine Frage habt, die Ihr gerne hier stellen wollt, Vorschläge werden gerne genommen :-) Oder Ihr stellt sie einfach selbst...


 


Unsere heutige Frage: Die Bundesregierung plant die Einführung eines Mehrwertsteuer-Aufschlags
auf zuckerhaltige Lebensmittel. Angeblich will sie damit chronischen
Krankheiten bei den Bundesbürgern vorbeugen.


 


Was meint Ihr dazu: Ist das eine unzulässige Bevormundung oder glaubt Ihr, dass diese Steuer tatsächlich Menschen dazu bringt, weniger Zucker zu essen?


 


 


 

Aphrodite
Ich bin grundsätzlich für Straf-Steuern.

Alkohol-Sünder, Raucher, alle ab in einen Topf. Dann noch alle Kaffeetanten dazu. Aber bitte mit Sahne! Recht so, wenn sie es nicht lassen können: Rauchen, Trinken und Essen für's Gemeinwohl. Deshalb schlage ich hier die Zucker-Maut vor mit Blutzucker-Messstationen vor jedem Lebensmittelladen. Wer zu "süß" ist, darf gar nicht erst rein. Das ganze Zuckerzeug. Gestrichen!

Besser wäre jedoch ein Bonus-System. Dann gibt's nicht nur Kindergeld. Nein, jeder, der auf seine Gesundheit achtet, zahlt keine Krankenkassen-Beiträge mehr, jeder der seinen CO2-Fußabdruck seiner Steuererklärung beilegt, bekommt Nachhaltigkeit erstattet. Sollen die, die krank werden, doch sehen, wie sie klarkommen. Und wenn ich mir noch 10 andere Steuer- oder sonstige Modelle ausdenke, bekomme ich bestimmt einen Preis. Den goldenen Zuckerhut.

Kochmamsell
Noch mehr Strafsteuern ...

... fallen mir auch ein. @Apharodite, du hast so was von Recht. Frage mich aber, was von der Menschheit übrig bleibt, wenn alles "Schlechte" besteuert wird. Irgendwann kann sich Otto Normalverbraucher keine Lebensmittel mehr leisten, so kann man auch für die Reduzierung der Bevölkerung sorgen.
Ich finde, Leute, die ihr Hirn zum Denken benuzen, merken selbst, was Gutes oder Nichtgutes in den LM steckt. Und umerziehen kann man Erwachsene sowieso nicht.

nika
Strafende Steuern

Vorab: Ich bekenne mich schuldig: ich bin eine Kaffeetante und nehme meinen Kaffee oder Espresso mit Zucker.

 

Ich kann Aphrodite nur gratulieren, sie hat es auf den Punkt gebracht. Allerdings kaufe ich keine zuckerhaltigen Lebensmittel (hoffe ich wenigstens und wenn dann aus Unwissenheit). Wenn diese Steuer erhoben werden sollte, dann müsste eine deutliche Kennzeichnung zeigen, dass Vater Staat an dem Produkt mehr als normal mitverdient. Ein "Umerziehen" von Erwachsenen, die ihre Gewohnheiten seit vielen Jahren pflegen ist denkbar schwierig. Es ist ja auch so bequem, mal eben so eine Brause zu kaufen oder einen Fabrik-Joghurt mit sogenannten Früchten oder deren Zusätzen: das meiste an Inhalt ist Zucker.

lundi
Steuern sind gesund!

Alles zum Wohle des Volkes. Vater Staat meint es gut mit uns. Höhere Steuern helfen also uns einfachen Menschen, chronische Krankheiten zu vermeiden! Win-win-win-win-Situation. Mehr Einnahmen, weniger Ausgaben, gesündere Menschen, Umsatzsteigerung künstlicher Süßstoffe... Also alles nur posititiv. Warum ist nicht früher jemand darauf gekommen?

 

Ganz sicher: Die Leute würden erst meckern, dann brav bezahlen und sich letztlich so daran gewöhnen, als wäre es selbstverständlich. Kaum jemand wird wegen ein paar Cent auf Limo oder Fruchtzwerg verzichten. Eigentlich ein guter Anlass, mal wieder für eine Lohnerhöhung oder höhere Sozialleistungen zu streiken. Wegen erhöhter Lebenshaltungskosten.

 

Ganz neu ist die Idee allerdings nicht, auch in Norwegen wird dieses Thema seit einiger Zeit diskutiert.

 

Steuern sind nicht nur gesund, sondern auch lustig. Eine Reform der USt. - ja das finde ich durchaus erstrebenswert. Wenn ich so gucke, was mit 7% und was mit 19% besteuert wird... Wenn stark Zuckerhaltiges in die höhere Kategorie eingeordnet wird, von mir aus JA.

trudine
Jaja die Steuern ...

vor (ich glaube 3 Jahren) hat man hier in Dänemark die "Fettsteuer" eingeführt! Damals schon in meinen Augen völlig daneben! Der "offizielle Hintergrund" war, dass die Menschen zuviel Fett essen. Aber wen hat es getroffen - Familien mit mehreren Kindern, das Pausenbrot, der Kuchen zum Geburtstag, kochen mit Butter, Margarine oder Öl etc. Alle Backwaren, alle Lebensmittel, die Fett enthalten wurden plötzlich viel teuerer. Die Steuer wurde dann auch nach 2 Jahren wieder abgeschafft.

Die "Zuckersteuer" wird zu den gleichen Resultaten führen! Der Staat bekommt mehr Geld, aber Familien mit Kindern bezahlen. 

Ich denke jeder Staat sollte auf die Vernunft seiner Bürger setzen und solchen Unsinn an Gesetzen lassen!

Aber darum geht es ja gar nicht, es geht dem jeweiligen Staat nur um die zusätzlichen Einkünfte!

Ich bin z.B. Raucher, rauche seit 41 Jahren! Wie oft sind die Tabaksteuern in den Jahren erhöht worden? Es ist unglaublich, wieviel Geld der Staat dadurch verdient!

Wohl gemerkt - ich bin (immer noch Raucherin) - warum verbietet der Staat nicht einfach den Tabak- Zigarettenhandel? Ich würde es begrüssen, dann müssten alle aufhören zu rauchen! 

In meinen Augen sind diese ganzen Steuern zum Wohle unserer Gesundheit nichts anderes, als Geldschneiderei!

WOLLBAER
Steuern auf Süßwaren

Moin, Moin,

 

interessant welche Wege der Staat gehen will um an Geld zu kommen. Süßwaren sollen besteuert werden weil Sie gesundheitsschädlich sind. Drogen, Alkohol, Kaffee, Tee, fettes Fleisch, Sahne sind es auch.

 

Dann sollten wir auf jeden Fall Sportarten besteuern. Fußball, Ski, Fallschirm, Tauchen, Rennsport egal ob mit dem Fahrrad, Auto, Flugzeug, Höhlenforschung, Bergsport, Free Climbing usw............

 

Wer Schach, Mühle, Dame und Halma spielt sollte durch monatliche Zahlungen unterstützt werden.

 

Leute mal ehrlich gehts noch? Wo will man die Grenzen ziehen? Sein Gesundheitsbewusstsein muss jeder für sich selber entwickeln.

 

Wäre es nicht viel sinnvoller darüber nachzudenken 100% aller Bürger in die Sozialversicherung aufzunehmen und genau wie bei der Autoversicherung zur Zahlung zu verpflichten. Ganze Berufszweige sind ausgenommen, wie Beamte, Selbstständige, Freiberufler.

 

Also 100% aller Bürger müssen in die Sozialversicherungssysteme einbezahlen, wobei die Beitragsbemessungsgrenze wegfällt. Jeder kann sich dann privat zusätzlich absichern. Dann hätten wir mit unseren Sozialversicherungssystemen keine Probleme mehr.

 

Liebe Grüße

Rolf

 

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