Donnerstagsdiskussion: Wie viel Trinkgeld gebt Ihr?

Welche Summe ist angemessen und wonach berechnet sie sich?

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Kommentare
küchengötter

Wenn im Restaurant die Rechnung kommt, stellt sich damit automatisch die Frage, wie hoch das Trinkgeld sein soll. In Deutschland gelten nach einer allgemeinen Faustregel zehn Prozent als angemessen. Ab 100 Euro reichen dann fünf Prozent aus.


Wieviel gebt Ihr in der Regel? Und was macht Ihr, wenn das Essen zum Beispiel nicht geschmeckt hat? Oder die Bedienung ihren Job nicht gut gemacht hat? Trotzdem Trinkgeld geben, die Summe entsprechend reduzieren oder gar keines zahlen?

Tine Putz
Großzügig

Ich muss sagen, ich bin ein ziemlich großzügiger Trinkgeldgeber. Die zehn Prozent halte ich in der Regel mindestens ein.

Das hat sicher damit zu tun, dass ich während meiner Studienzeit lange als Bedienung gearbeitet habe und nur zu genau weiß, wie hart (aber auch wie schön) dieser Job sein kann. Allerdings ärgere ich mich auch hin und wieder über unprofessionellen, miesen Service. In der Regel sage ich das dann auch den Betreffenden. Ich schaffe es aber trotzdem nicht, einfach kein Trinkgeld zu geben, auch wenn das sicher zuweilen angemessen wäre.

Bettina Müller
Kommt wirklich darauf an

Ich gebe gerne großzügig Trinkgeld, wenn der Service stimmt. Jetzt überlege ich schon die ganze Zeit, ob ich mich dabei an irgendwelche prozentualen Vorgaben halte. Nein, ich glaube nicht. ;-) Genauso kann es aber passieren, dass ich nichts oder kaum etwas gebe, wenn der Service wirklich katastrophal war. Dafür muss dann aber schon einiges schief gelaufen sein.

Gaston
Manchmal keins

Ich gebe im Allgemeinen Trinkgeld, ob ich die 10 % einhalte, kann ich nicht sagen. Ich habe aber auch schon kein Trinkgeld gegeben, wenn das Restaurant weit unter dem was man erwartet zurückbleibt. Was ich gar nicht mag, ist wenn die Bedienung einfach das Wechselgeld als Trinkgeld ansieht. Das ist mir zuletzt in Hamburg passiert. Das meinte die Chefin: Sie haben doch stimmt so gesagt. Von wegen, ein minderwertiges Essen und dann fast 8 Euro Trinkgeld? Nicht mit mir.

WOLLBAER
Warum soll man jemandem Trinkgeld geben?

Trinkgeld wird laut Wirtschaftlexikon so definiert, dass es eine „freiwillige und persönliche Zuwendung in Form von einer Barzahlung“ ist, weswegen in vielen Speisekarten in Urlaubsländern der Zusatz „ alle Speisen und Getränke inklusive 19% Mehrwertsteuer und Bedienungsgeld“ vermerkt ist. Das macht es dem Gast ersichtlich, dass er kein Trinkgeld mehr bezahlen MUSS.

 

Gehe ich in eine Art Frittenbude, dann erwarte ich logischerweise einen anderen Service als in einem Nobelrestaurant. Beide "Futterlokale" haben aber eines gemeinsam. Es ist Ihre Aufgabe den Aufenthalt eines Kunden so angenehm wie möglich zu gestalten. Das das Bedienungsgeld bereits kalkulatorisch im Preis der Speisen enthalten ist erübrigt sich eine weitere Zahlung.

 

Es ist mir aber eine Selbstverständlichkeit der Servicekraft herzlich und offen gegenüber zu sein.

 

LG Rolf

WOLLBAER
Ich möchte noch einmal nachlegen

Was will man mit dem Trinkgeld erreichen? Belohnen und Bedanken oder Korrumpieren und Eindruck schinden?

 

Für den Angestellten eines Unternehmens sollte es eine Selbstverständlichkeit sein Top Leistungen zu bringen, denn sie sichern ihm den Erhalt seines Arbeitsplatzes, wobei Trinkgeld in einigen Ländern sogar als Beleidigung empfunden wird.

 

LG Rolf

 

Pingu
Kommt drauf an...

Wenn der jenige der mich bedient für, mein erfinden, dies gut macht und mich wahr nimmt runde ich gerne auf oder gebe was extra.

@Wollbaer Du hast auch vollkommen recht, die Leute bekommen Geld dafür us zubedienen und uns eine schöne Zeit im Lokal zu bieten. Hier für werden ie Leute bezahlt. Nur das diese bezahlung für die Arbeit oft sehr gering ist und die Bedienungen das Trinkgeld benötigen. Klar sind die Kosten in den PReisen mit eingerechnent aber kein Bonus das die Bedienungen erhalten, die erhalten Ihren Lohn wie jeden Monat.

WOLLBAER
@Pingu
Donnerstagsdiskussion: Wie viel Trinkgeld gebt Ihr?  

Löhne sind beispielsweise in der Automobilindustrie sehr hoch aber dort sind auch 98% der Beschäftigten, wie das Beispiel VW zeigt, organisiert. Friseusen, Floristen, Servicekräfte sind nicht organisiert und dürfen sich als logische Folge an Niedriglöhnen erfreuen.

 

Das Volk, ich nenne es kurz die Deppen, hat sich die Butter vom Brot nehmen lassen. Die Arbeitgeber traten aus den Arbeitgeberverbänden aus, die Arbeitnehmer organisierten sich nicht mehr und wurden dadurch schwächer. Die Macht der Gewerkschaften wurde bei uns, wie auch in England, systematisch durch die Politik zerschlagen. Und wieder reagierten die Deppen nicht.

 

Nur so war es möglich das SGB II und SGB XII einzuführen. Vielen bekannt unter HARTZ IV und Sozialhilfe. Der Niedriglohnsektor wurde eingeführt. Beleg die Rede Gerhard Schröder aus dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos.

 

http://gewerkschaft-von-unten.de/Rede_Davos.pdf

Vorher hatte man noch 1998 die Einkommensteuerreform auf den Weg gebracht, 2002 die Rentenreform, 2003/4 die Abschaffung des Sterbegeldes, 2007 die Unternehmenssteuerreform und die deutschen Dweppen nickten alles ab.

 

Ich muß die Arbeit eines Niedriglöhners nicht aufwerten. Das ist ausschließlich ihre Aufgabe und egal zu welchem Lohn gearbeitet wird muss die Leistung am Gast immer optimal sein. Das ist mein Verständnis von Service.

 

Nun etwas nur für Dich:

 

https://www.youtube.com/watch?v=I8P80A8vy9I

 

Liebe Grüße

Rolf

 

Ps: Ich habe übrigens nie Trinkgeld bekommen.

Pingu
Das muss man auch nicht

"Ich muß die Arbeit eines Niedriglöhners nicht aufwerten. Das ist ausschließlich ihre Aufgabe und egal zu welchem Lohn gearbeitet wird muss die Leistung am Gast immer optimal sein. Das ist mein Verständnis von Service."

Wie schon geschrieben habe, du hast ja nicht ganz unrecht. Nur ich denke oft an mich selbst als ich noch Studentin war, ich habe auch gekellnert damit ich mir was gönnen konne. Durch das Trinkgeld konnte ich oft mir was erlauben was sonst nicht hätte gegangen. In meinem Arbeitsverhältnis war auch Trinkgeld mit ein Kalkuiert, sprich Stundenlohn plus Trinkgeld (war wie eine Provision)

WOLLBAER
@Pingu

Ich begreife das sehr wohl, was Du meinst und ehrlich gesagt kenne ich niemanden, der sich nicht über mehr Geld freut. Das ist weltweit so, weil es als Belohnung verstanden wird. Ich hatte meine Belohnung, da ich am Umsatz beteiligt war. Durch konsequente Arbeit wurde diese "Belohnung" dann immer höher.

 

Meine beiden Mädel haben während ihres Studium ebenfalls gejobbt um die Kasse für "Besonderheiten" aufzufüllen.

 

Ich halte aber dieses System des Trinkgeldes für falsch und dazu noch mehr als gefährlch, wie dieser Link Dir zeigt.

 

http://www.focus.de/panorama/videos/heftige-retourkutsche-ehemann-gibt-gogo-taenzerin-beherzt-trinkgeld-ein-grosser-fehler_id_4826452.html?utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_campaign=facebook-focus-online&fbc=facebook-focus-online&ts=201507242131

 

Also ich gehe auf Nummer sicher.

 

LG Rolf

Liebstöckel
Trinkgeld - natürlich ja!

 Das Trinkgeld hat eine sehr alte Tradition und geht in Deutschland bis in das späte Mittelalter zurück. Den Ursprung des Wortes kann man darin sehen, dass der Spender das Geld mit dem Wunsch gab, man möge es auf sein Wohl vertrinken. - Als unverbesserlicher Traditionalist fröne ich dieser Sitte immer noch.

 

Bei der Trinkgeldvergabe sollte man sich durchaus an die Gebräuche der Länder orientieren. Schnell kann es passieren, in den berühmten Fettnapf zu treten und sich im Gastland als der arrogante Deutsche bestätigt wissen oder gar beleidigend aufzutreten. Nur kurz ein paar Beispiele: In den USA gibt es in der Gastronomie Arbeitsverträge die nicht entlohnt werden und die Bedienung ausschließlich vom Trinkgeld von ca. 20% leben. Da ist der »Tip« einfach Pflicht. In der Türkei gilt, kein »Bakschisch« zu geben als grob unhöflich. Es ist immer noch Sitte, auch in Frankreich ein »pourboire« zu geben, was man dann auf dem Tisch liegen lässt. Das gilt auch für Spanien und Portugal. In Japan allerdings beleidigt man den Gastgeber mit einem Trinkgeld.

 

Letztlich ist es immer eine individuelle Entscheidung und eine sozialpolitische Diskussion bring da meines Erachtens nichts. Persönlich bin ich immer in meinem Leben gut gefahren, etwas mehr gegeben als erhalten zu haben. - Knickrigkeit ist eine sehr unschöne Tugend.

 

Belledejour
Trinkgeld ist eine echte Anerkennung

bei einer guten Leistung im Servicebereich.

Wir geben immer dann Trinkgeld, wenn es für uns angebracht ist. Nämlich wenn es eine wirkliche Anerkennung ist, weil die Leistung sehr gut und besser war.

Bei unzufriedenem Service haben wir es dann gelassen und die krummen Summen nur minimal aufgerundet.

 

Wenn das Essen nicht nach unserm Geschmack war, weil es z.B. verwürzt oder auch das Fleisch nicht nach Wunsch war, wurde das der Küche direkt mitgeteilt, damit eine Nachbesserung erfolgen konnte. Mit dem Service hat das dann nichts zu tun.

 

Natürlich orientieren wir uns auch im Ausland an die Gebräuche und gerade in den USA, wie von Liebstöckel bereits beschrieben, ist es wichtig das zu honorieren. Allerdings haben wir dort bei unzureichendem Service die Prozente auch schon mal gekürzt.

 

Daher stimme ich Liebstöckel in seinen Aussagen 100%ig zu.

Wir wissen doch, dass es in jedem Beruf gute und weniger gute Arbeit gibt.

 

WOLLBAER
@Liebstöckel und @Belledejour

Ich rede hier von europäischen Verhältnissen und das ist das Bedienungsgeld in den Preisen eingeschlossen. Frau Merkel schafft es tausendmal besser uns politisch arrogant aussehen zu lassen als ich es durch die Verweigerung von Trinkgeld mache.

 

Dafür liege ich nirgends besoffen herum, besuche Museen, Kirchen und Städte in angemessener Kleidung bin freundlich und offen gegenüber meinen Mitmenschen und zeige mich Ihnen interessiert an ihrer Lebensweise.

 

LG Rolf

Pingu
Gutes Trinkgeld für guten Service

Ich gehe mal wieder ein wenig weg von der politischen Diskussion und erzähle von meinem Umgang mit Trinkgeld: in meinem Lieblingsrestaurant, in das ich gerne mal einmal wöchentlich gehe, gebe ich immer 5-6 Euro Trinkgeld. Die Leute sind so nett und herzensgut, dass es mir das Wert ist. 

Wenn ich wo zum ersten Mal essen gehe, dann wäge ich immer ab, wie gut dass essen war, das Restaurant rein optisch und natürlich der Service. Und dann schaue ich mal, wie ich "aufrunden kann". 

Aber selbst wenn es nicht so gut war, dann muss ich gestehen, dass ich mich nie "traue", ganz ohne Trinkgeld zu bezahlen. Ich glaub ich mag die Blicke der Kellner nicht, auch wenn ich weiß, dass die mich nie wieder sehen.

WOLLBAER
@Pingu

Ich will dich nicht abhalten es so zu halten, wie Du es magst und es Deinem Verständnis entspricht. Mein Gerechtigkeitsempfinden ist ein anderes. Die Leistung erbringt die Küche, den Tip kassiert das Bedienungspersonal. Dieses macht aber nichts anderes als die Speisen von Punkt A zu Punkt B zu bringen.

 

Wenn Trinkgeldzahlung, dann aber nicht an eine Person sondern in einen Topf aus dem alle Angestellten des Hauses sich bedienen. Wie gesagt ich zahle prinzipiell kein Trinkgeld, denn mir zahlt die Servicekraft auch nichts, weil ich ein so netter Gast bin, der ihr es ermöglicht dort zu arbeiten.

 

Wäre ich Gast einer Strip Bar würde ich da sicherlich anders denken, denn da will ich mit dem Trinkgeld "Ware" einkaufen.

 

Mach das mal so weiter, wie bisher. Die "Bezahlten" danken es Dir. Lach!

 

LG Rolf

lundi
Trinkgeld?

In einem Restaurant, wo der Kellner nur das Essen von A nach B bringt, gebe ich ganz sicher kein Trinkgeld. Das klingt für mich reichlich steril. Auch nicht, wenn der Kellner mich nicht ansieht oder "nicht richtig bei mir ist" beim Bestellen oder mit dem Nachbartisch redet, während er mir das Essen serviert. Je teurer, größer oder gehobener ein Restaurant, desto seltener zahle ich Trinkgeld. Das ist nicht mein Wohlfühl-Milieu, da kann der Service nix für. Allerdings bevorzugen wir wohl eher eine andere Art gastronomischer Einrichtungen, kleine urige Restaurants mit Charakter und Atmosphäre, wo der Service "lebendig" und herzlich ist, sein Herz dran hängt, kleine regionale Erzeuger, Geschichte oder Familienbetriebe dahinter stehen u.ä. Wenn es insgesamt gemütlich ist und ich mich zurücklehnen kann und einfach wohl fühle. Wenn ich das spüre, gebe ich sehr gern etwas mehr. Nicht aus Höflichkeit/Pflichtbewusstsein, sondern weil ich es möchte. Über Prozentsatz denke ich nicht nach und in anderen Ländern passe ich mich natürlich den Gepflogenheiten an.

Je nachdem

Ich gebe gerne Trinkgeld, wenn es mir gut gefällt. Wenn der Service nicht stimmt (z.B. zu lange Wartezeiten) dann wird es etwas weniger oder gar nichts. Wenn es Probleme mit dem Essen gibt, spreche ich den Kellner darauf an und je nachdem wie eine Lösung dafür aussieht, gibt es dann Trinkgeld oder nicht.

WOLLBAER
@lundi und @maMu83

lundi, musste gerade schmunzeln, wie kommt denn Dein Essen an den Tisch? Holst du es an der Essensausgabe ab oder wird per Drohne geliefert?

Welche Aufgabe hat denn dann noch die Servicekraft, frage ich mich?

 

maMu83, Trinkgeld gabe es eine Zeit lang nur, wenn ich mit meinen Eltern in Restaurants war. Da wars mir zu lästig diese Unsinns-Diskussionen zu führen. Der oder die war doch soooooooo nett, das hättest Du dich erkenntlich zeigen sollen. Oder die Variante, was 10 € Trinkgeld? Hast Du denn im Lotto gewonnen?

 

Als ich Begriff das die Gabe von Trinkgeld oder die Verweigerung von Trinkgeld immer zu Diskussionen führte, habe ich das System geändert. Ich zahlte die Zeche, wenn meine Eltern zu Gast bei mir waren und meine Eltern das Trinkgeld. So hatte ich damit nichts am Hut.

 

LG Rolf


 

Liebstöckel
Deine Frage ist leicht zu beantworten

@ WOLLBÄR. - Der Service hat in einem Restaurant sehr wohl etliches mehr zu tun, als »nur« Essen von A nach B zu tragen:

 

Es gehört schon Kenntnis dazu, wenn ein perfekt gebratenes Chateaubriand am Tisch tranchiert, Filetspitzen auf einem Rechaud herein getragen und vor den Augen des Gastes flambiert werden, oder eine Dorade sachgerecht filetiert und vorgelegt wird. Ganz zu schweigen von profunden Weinkenntnissen, die ein Sommelier haben muss, um beratend als Service dem Gast zur Seite zu stehen, sowie umfassende Tätigkeiten im Buffet- und Bar-Bereich gehören zu den Aufgaben des Service. - Das ist wohl bemerkt bei weitem nicht alles.

 

Oben angeführtes findet man allerdings nicht in einer »Frittenbude«, die ich auch noch nie aufgesucht habe, denn schon der Gedanke an »Pommes rot-weiß« jagt mir einen gelinden Schauder über den Rücken.

 

Für mich ganz persönlich ist der Besuch in einem Restaurant mehr als »Futter« einschieben, sondern Sinnes-Genuss und hat etwas mit Kunst und Kultur zu tun. Gleich ob in einem verträumten Landgasthaus, einem urigen Ausflugsrestaurant oder im »VAU« bei Kolja Kleeberg. Und wenn ich irgendwo fremd bin, habe ich als Entscheidungshilfe, dem Gaumen etwas Gutes zukommen zu lassen, meinen Restaurantführer zur Hand.

 

So haben also die Menschen unterschiedliche Vorstellungen von Gastronomie wie auch in der Trinkgeld-Vergabe, um auf die Kernfrage zurückzukommen. Gut so. Denn wie sagt so schön eine Redewendung?: - Das kannst du halten wie Pfarrer Nolde, der hielt es auch so, wie er’s wollte.


 


 

Belledejour
@Liebstöckel

Du hast es mal wieder auf den Punkt gebracht und ich stimme Dir zu.

Gut, dass es jeder nach seinem Gusto halten kann und will.

WOLLBAER
@Liebstöckel und Belledejour

Wenn ich in ein Restaurant,sind es hier die Strandhallen am Elbdeich, mit Preisen von 8,50 € bis 29 € für ein Hauptgericht = 0,85 Cent bis 2,90 € Bedienungsgeld in den Preisen eingeschlossen.

 

Gehe ich nun zu Söl'ring nach Rantum/Slt zahle ich 45 bis 100 € für ein Hauptgericht = 4,50 € bis 10 € Bedienungsgeldanteil. Das die Servicekräfte dort mehr Brimborium machen müssen ist verständlich. In meinem Fall erübrigt sich der Sommelier, da ich meinen Geschmack habe und weiß welchen Wein ich haben will.

 

Die Servicekraft in der Strandhalle fillettiert die Kutterscholle natürlich auf Nachfrage, da die Nordeutschen im Regelfall gewohnt sind mit den Gräten eines Fisches umzugehen und die Servicekraft bereitet auch den Eiergrog am Tisch vor oder flambiert Nachtische am Platz.

 

Übrigens solltest Du dir einmal die Mühe machen nach Bochum in die Frittenbude zu Raimund Ostendorps zu gehen. Der Mann ist Sternekoch und Du lernst so vor Ort NRW Küche kennen.

 

http://www.profi-grill.de/

LG Rolf

 

Ps: Über Tringelder würde ich mich ehrlich gesagt auch freuen. Lach! Soll ich hier mal mein Konto veröffentlichen?

WOLLBAER
@Liebstöckel und @ Belledejour

Sollte auch noch in den Text zur Auflockerung.

 

Ina Müller - Jan Feddersen

 

An de Eck steiht'n Jung mit'n Tüddelband

 

https://www.youtube.com/watch?v=6opWBtkLAcU

 

LG Rolf

Bettina Müller
@WOLLBAER

Jetzt muss ich aber doch noch einmal nachhaken: Wenn Du so vehement gegen Trinkgelder bist, wie machst Du das dann beim Bezahlen? Lässt Du Dir das Wechselgeld auf den Cent genau rausgeben oder rundest Du dann schon auf?

WOLLBAER
@Bettina Müller

Ich zahle in der Regel per EC Karte oder American Express/Visa Karte, da erübrigt sich die Frage. Bei unserem Chinesen/Thailänder/Vietnamsen vor Ort zahle ich in bar, da er einer der wenigen Gastronomen ist, die keine Kartenzahlung akzeptieren. Das Mittagsbuffet kostet 6,90 € und mein Erdinger Hefeweizen 3,80 € = 10,70 € dann runde ich auf.

 

LG Rolf

Bettina Müller
@WOLLBAER

Weißt Du, Du stehst da felsenfest zu Deiner Meinung, und das sei Dir natürlich auch gegönnt. Liebstöckel hat ja schon gesagt, dass auch bei Trinkgeldern natürlich gilt: Jeder nach seinem Gusto.

 

Ich hoffe nur, dass den Kellnern, die kein Trinkgeld von Dir erhalten, dann auch klar ist, dass es rein gar nichts mit ihrer Leistung zu tun hat. Denn nach außen vermittelst Du damit nun mal genau das Gegenteil.

 

 

Liebstöckel
Noblesse oblige

Du gehst zu Söl’rings @ Wollbär? - Da beneide ich Dich aber! - Das allerdings kann ich mir leider nicht leisten. - Und ohne Empfehlung des Sommeliers aus den 1.000 Positionen des Weinkellers das Passende zu finden, beeindruckt mich zutiefst - ehrlich. - À la bonne heure!

 

Kannst Du nicht über Deine gastronomischen Erlebnisse bei Johannes King eine Kolumne schreiben? - Das interessiert bestimmt viele hier im Forum!

 

WOLLBAER
@Bettina Müller

Hallo Bettina,

 

den Wert Ihrer Arbeit kennen Mitarbeiter wohl sehr wohl und der drückt sich in Ihrem Gehalt aus. Ich mache mir keine Gedanken darüber, wie diese Mitarbeiter entlohnt werden. Das müssen sie mit ihrem Arbeitgeber ausmachen. Wenn sie unzufrieden sind würden sie den Arbeitsplatz wechseln.

 

Außerdem ist Lohn/Geld nur eine von vielen Möglichkeiten Zufriedenheit zu äußern. Außerdem kann die Servicekraft nichts dazu, wenn das Essen schmeckt oder nicht. Dafür ist die Küche zuständig.

 

LG Rolf

 

WOLLBAER
@Liebstöckel

Ich habe Söl'ring als Beispiel genommen für eine hochpreisige Gastronomie in meiner Nachbarschaft. Nebenbei gibt es einige Sterneköche in meiner Umgebung.

 

AHGZ-Druckausgabe Nr. 2002/50 vom 14. Dezember 2002

KIEL (pld). Schleswig-Holstein ist mit 11 Sterne-Köchen in der gastronomischen Elite-Liga vertreten. Neu mit dabei ist Holger Bodendorf („Landhaus Stricker“, Sylt-Ost). Das geht aus dem neuen Michelin-Führer hervor. Mit einem Stern dürfen sich folgende Köche aus Schleswig-Holstein schmücken: Bernhard Büdel im „Veneto“, Wenningstedt, Johannes King im „Dorint-Sölring Hof“, Rantum, Jörg Müller i…

 

Ich brauche keine 1.000 Flaschen Wein zur Auswahl. Mir reicht ein guter Roter aus dem Anbau der Winzergenossenschaft Hex vom Dasenstein oder ein guter Weißer von August Ziegler. Die Winzer haben über Jahre konstante Leistungen, die in vielen nationalen und internationalen Testungen bewertet wurden und ein hervorragendes Preis und Leistungsverhältnis erzielt haben.

 

Eines meiner Lieblingsrestaurants ist in Hamburg das Fischereihafenrestaurant mit einer exzellenten Speisekarte.

 

LG Rolf

 

 

 

Annika Mader
Oft wird geteilt!

Da ich sehr lange während meiner Schul- und Studienzeit als Bedienung und Barfrau gearbeitet habe, kann ich zum Thema Trinkgeld auch so einiges beitragen ;-)

 

Und lieber Rolf, bei uns war es so, dass das Trinkgeld - das natürlich die Bedienung am Tisch beim Kassieren entgegen genommen hat - jeweils unter allen im Team (Küche, Bar, Service!) aufgeteilt wurde! Unser Chef hat einfach ne Abrechnung gemacht, alle Geldbeutel, alle Einnahmen des Abends usw. Und dann wurde geteilt. Und alle haben sich gefreut. Er war auch der Meinung, dass die Zufriedenheit des Gastes sich aus vielen kleinen Komponenten zusammensetzt und deshalb alle ein Teil des Trinkgelds bekommen sollten. Was ja auch stimmt. Deshalb also immer gerne Trinkgeld geben, denn dieses Vorgehen ist keine Ausnahme!

 

:)

 

Ich selbst gebe gerne Trinkgeld, wenn der Service gut ist. Und ganz einfach vor allem darum, weil ich anderen gerne eine Freude mache! :)

Liebstöckel
Insider-Beiträge

finde ich durch ihre Authentizität besonders aufschlussreich, @ liebe Annika. - Sie bestätigen meine Auffassung als Außenstehender. So wird es auch in dem Hotel-Restaurant praktiziert, dass wir als Familie ein- oder zweimal im Jahr besuchen. (Hat nur ein halbes »F« vom Feinschmecker - die Sterne hängen hoch). - Aus sicherer Quelle weis ich, das da auch die Küchenbrigade ihren Anteil bekommt. Restaurant und Küche sind ja voneinander abhängig. Eine kleine, aber bemerkenswerte Besonderheit gibt es aber da: Der Directeur de Restaurant und der Chef de cuisine nehmen nichts.

 

Eine schöne Rest-Woche noch, ihr Lieben!


 

WOLLBAER
@Annika Mader und @ Liebstöckel

Nenne mir bitte einen einzigen Menschen der sich über eine "Mehrleistung" nicht freut, liebe Annika. Leider scheinst Du von vergangenen Zeiten zu reden, die von der Steuerwirklichkeiteingeholt wurden.

 

http://www.roedl.de/themen/trinkgeld-versteuern

 

Trinkgeld ist ein Ausdruck der Zufriedenheit mit der Qualität der Arbeitsleistung, die ausschließlich an die Person des Kellners, Taxifahrers, Friseurs etc. gebunden ist. Dabei besteht nur dann Steuerfreiheit, wenn der Kunde oder Gast das Geld direkt dem Mitarbeiter gibt. Reicht hingegen der Arbeitgeber Trinkgeld an seinen Angestellten weiter, geht die persönliche Beziehung zwischen Trinkgeldgeber und Empfänger verloren und es besteht Steuer- und Sozialversicherungspflicht. Ein weiterer Killer der Steuerfreiheit ist der Trinkgeldpool. Hier werden die empfangenen Trinkgelder gesammelt und auf die Angestellten verteilt. Die persönliche Beziehung zwischen Angestelltem und Trinkgeldgeber geht auch hier verloren, so dass erhaltene Trinkgelder ebenfalls lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig werden.

 

Aber Steuerrecht ist nicht meine Entscheidungsgrundlage. Ich empfinde eine Ungerechtigkeit zwischen der Arbeitsleistung anderer Arbeitskräfte im Hotel/Restaurant und der einer Bedienkraft. Mir geht es um nichts anderes.

Wann immer ich eine Job machte, bemühte ich ihn gut zu machen. Nicht anderes als diese Normalität erwarte ich auch von anderen Menschen. Das ist mein Schlussplädoyer für eine Zahlung ohne Trinkgeld. Sollen die Arbeitgeber ausreichende Löhne zahlen muss sich niemand seiner Angestellten prostituieren, wie es offenkundig ist bei den Damen vom Doll House. Amen!

 

LG Rolf

WOLLBAER
@Liebstöckel

Du schreibst:

 

Es gehört schon Kenntnis dazu, wenn ein perfekt gebratenes Chateaubriand am Tisch tranchiert, Filetspitzen auf einem Rechaud herein getragen und vor den Augen des Gastes flambiert werden, oder eine Dorade sachgerecht filetiert und vorgelegt wird. Ganz zu schweigen von profunden Weinkenntnissen, die ein Sommelier haben muss, um beratend als Service dem Gast zur Seite zu stehen, sowie umfassende Tätigkeiten im Buffet- und Bar-Bereich gehören zu den Aufgaben des Service. - Das ist wohl bemerkt bei weitem nicht alles.

 

Ich sitze mit Dir am Nachbartisch und habe zufällig da selbe Essen bestellt. Wie meinst Du wird es mir ohne Trinkgeldzahlung serviert? Und meinst Du ernsthaft, es schmeckt anders?

 

LG Rolf

 

Trinkgeld

Ich gebe Trinkgeld wenn ich gut bedient wurde. Wenn das Servicepersonal freundlich und aufmerksam ist.

Meist runde ich auf. Beim Frisör gebe ich 5 Euro extra.

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