Donnerstagsdiskussion: Würdet ihr für euren Partner auf Fleisch verzichten?

Ohne kleine Kompromisse funktioniert keine Beziehung. Aber würdet ihr für euren Partner auf Fleisch verzichten?

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Kommentare
küchengötter

Liebe Küchengötter, für die Liebe und eine harmonisch-glückliche Beziehung bringt man ja gerne das ein oder andere Opfer. Kompromisse sowie Toleranz gehören einfach dazu. Was aber, wenn ein Partner vom anderen "verlangt", dass auch in Ernährungsfragen ab sofort vollkommen im Gleichschritt gegangen wird? Würdet ihr für euren Partner auf Fleisch verzichten?

Wir sind gespannt auf eure Meinung! Liebe Grüße aus der Redaktion, eure Küchengötter

Christina Blümel
Kompromiss ja, Zwang nein

Bei uns ist es eher andersherum: Ich habe meinen Fleischkonsum in den letzten Monaten stark reduziert und da ich zuhause größtenteils für die Essensplanung und das Kochen zuständig bin, isst auch mein Freund weniger Fleisch. Ich würde ihn aber nie dazu zwingen. Er kann wann immer er möchte sich ein Stück Fleisch zusätzlich anbraten. Ich finde, dass sollte jeder für sich selbst entscheiden, denn ich würde auch nicht wollen, dass jemand von mir verlangt, komplett vegetarisch oder sogar vegan zu leben.

Annika Mader
Rücksicht

Also wenn mein Partner solch ein rigoroser Vegetarier wäre, würde ich auf jeden Fall Rücksicht nehmen und meinetwegen vor ihm und mit ihm kein Fleisch essen. Da ich ohnehin nicht sehr viel Fleisch esse, wäre es jetzt auch wirklich nicht so wild für mich ... Aber ein kompletter Verzicht, nur weil der Partner sich das wünscht/erwartet, das würde mir auch zu weit gehen. Ich fände es aber auch ehrlich gesagt komisch, wenn da jemand wäre, der behauptet mich zu lieben und dann auf so etwas besteht. Ich bin tolerant im Umgang mit meinem Partner und erwarte das auch andersherum ... :-)

Kein Zwang

Ich esse kein Fleisch, aber verlange auch von meinem Partner nicht, dass er nur mir zuliebe auch auf Fleisch verzichtet. Da muss er selbst eine Entscheidnung treffen.

Aphrodite
Warum?

Andersherum: Würde von mir jemand verlangen, etwas zu essen, was ich nicht mag? Das wäre doch absurd. Wegen des ganzen Fleischkonsums bin ich ernüchtert. Nun gut. Veganer essen kein Fleisch. Nicht, weil sie es nicht mögen, sondern weil sie Tiere mögen. Es wird also weniger Fleisch konsumiert, weil das gut ist. Gleichzeitig wird Fleisch in großem Stil für den Weltmarkt produziert (billig!) und in Deutschland mehr Fleisch gekauft, weil billig. Ich könnte mich also auf den Kopf stellen. Ändern würde sich nichts. Also dann lieber in die Tasche greifen und die landwirtschaftlichen Initiativen unterstützen, die diesen Irrsinn nicht mitmachen. Die keine Lobby haben, die für ihre Idee das volle wirtschaftliche Risiko tragen und nicht am Tropf von Subventionen hängen, die doch nur dem Zweck dienen, die Massentierhaltung zu befeuern und Flächenproduktivität zu steigern. An alle Nicht-Fleisch-Esser: Ihr schaut einfach nur zu? Das ist dann aber ein stiller Verzicht.

Toskanafan
Stimmt,,,

es ist wie @ Aphrodite schreibt, man muss das auch mal anders sehen. Ich zum Bsp., habe einen Spinatverweigerer, liebe aber Spinat. So kann ich diesen fast nur geniesen wenn ich alleine bin. Doch warum soll ich darauf verzichten?. Man muss eben Wege suchen. So ist es auch beim Fleisch. Fleisch, weniger ist mehr, stimmt schon, nicht-Fleisch-Esser ändern wenig, wie sich der Markt verhält. Die Masse schreit nach billig, man sieht es an den Einkaufswägen, was gehortet wird.

Kompromisse finden

Ganz verzichten würde ich nicht wollen und sollte man auch nicht von seinem Partner verlangen, so eine Entscheidung sollte man für sich selbst treffen sonst wird man nicht glücklich damit. Aber den Fleischkonsum etwas einzuschränken wäre für mich akzeptabel.

Definitiv nein.

Fleisch gehört für mich zu einer ausgewogenen Ernährung dazu. Gleiches gilt für eine Beziehung, sie muss ausgewogen sein. Dementsprechend nein, es sei denn es ist nur für eine bestimmte Zeit.

Auf gar keinen Fall

Ich würde mir nie meinen Nahrungsmittelkonsum vorschreiben. Wenn man zusammen lebt, arrangiert man sich natürlich. Das bedeutet aber nicht das man auf Teile der eigenen Lebens und Esskultur eliminieren muss. Natürlich ist es etwas anderes wenn es um gesundheitliche Aspekte geht.

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