Ekliges aus Mitteleuropa

Kennt ihr irgendwelche ekligen "Spezialitäten", die man hier in Mitteleuropa kocht? Hier in der Südsteiermark (Österreich) haben die Bauern sich einmal gefragt, was man mit dem Blut der geschlachteten Schweine so alles anstellen kann und so sind dann die "Bluttommerl" entstanden, eine Mehlspeise mit Blut... Falls es jemand ausprobieren möchte (vielleicht findet sich ja jemand xD ), hier das Rezept: http://www.steirische-spezialitaeten.at/Rezepte/Tommerl-und-Sterze/Original-steirischer-Bluttommerl.html

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Kommentare
zimtstern

Kennt ihr irgendwelche ekligen "Spezialitäten", die man hier in Mitteleuropa kocht? Hier in der Südsteiermark (Österreich) haben die Bauern sich einmal gefragt, was man mit dem Blut der geschlachteten Schweine so alles anstellen kann und so sind dann die "Bluttommerl" entstanden, eine Mehlspeise mit Blut...


Falls es jemand ausprobieren möchte (vielleicht findet sich ja jemand xD ), hier das Rezept: http://www.steirische-spezialitaeten.at/Rezepte/Tommerl-und-Sterze/Original-steirischer-Bluttommerl.html

So schlimm

hört sich das doch gar nicht an. Als ich Kind war, haben wir auch Schweine und Geflügel aufgezogen und geschlachtet. Ich musste immer das frische warme Schweineblut rühren, damit es nicht klumpt. Daraus wurde Blutwurst gemacht und rote Gerstengrütze. Besonders die Grütze mag ich bis heute sehr gern mit Sauerkraut und Pellkartoffeln. Leider gibt es sie in der Qualität von früher kaum noch. Und wo kann man zur Eigenproduktion schon Blut herbekommen? Eigentlich bin ich beim Essen nicht mäkelig. Was ich hier in Thüringen nicht gern mag ist Presskopf (ausser selbst gemacht - dann weiss ich was drin ist), der ist sonst manchmal knorpelig und da vergeht es mir.

Aphrodite
Habe am Wochenende eine Schlachtplatte genossen.

Schlachten war früher ein Fest. Und wie kommt man sonst an frische Blutwurst heran? Wenn es im Einklang mit der Natur ist, ist es O.K. und dann (auch selbstgemacht) eine Spezialität. Ich kenne genug Bauern, die sind mit Leib und Seele dabei. ... und dann esse ich auch 1x im Jahr eine Schlachtplatte. Eklig ist das nicht nur ziemlich kalorienreich für Leute, die den ganzen Tag vor dem Computer hocken.

Wischel
mit "Ekligem aus Mitteleuropa"

verbinde ich eher solche Leckerbissen wie fett-triefende "Pommes mit Mayo" oder gar "mit Alles",  die in irgendwelchen schmuddeligen, nach zum-weiss-ich-wievielten mal verwendeten, minderwertigen Öl stinkenden "Imbiss-Buden an der Ecke" angeboten werden.

Auch die kulinarischen Glanzleistungen der Gourmet-Küche gewisser "Fast-Food-Ketten" rücke ich eher in diese Richtung (Merke: "Kotzen kann so billig sein, schau mal bei Mäck-hm-hm rein).

Schöpsas - österreichisch

Das in österreich so genannte schöpsas, ist eine Spezialität auf die ich verzichten kann.

Lamm-Fleisch im Eigentlichen liebe ich. Es gibt nichts besseres als ein saftiges Lammsteak gegrillt auf Holzkohle. Aber Schöpsas ist eine Art Braten vom Schlögel. Der wird elend lange zusammen mit Kartoffeln im Ofen geschmort. Meistens werden auch schon ältere Schafe, wenn nicht sogar Böcke verwendet.

Lange Rede kurzer Sinn: das fertige Gericht schmeckt in etwa so, als würde man in ein lebendiges Schaf beissen. Schöpsas schmeckt so wie dreckige Schafe riechen ... nicht unbedingt eine Gaumenfreude und ich würde auch keinem empfehlen es zu probieren.

Achja wie immer ist dieses Gericht natürlich unter Einheimischen eine Delikatesse ... meines ist es allerdings nicht.

 

 

Schöpsas - Delikat

Ich kann meinem Vorposter nur zustimmen "Schöpsas" ist wirkliche keine Freude - mit Delikatesse hat das aber wohl hoffentlich sogar in Österreich nichts zu tun.


Erfahrene Esser, die den gewöhnungsbedürftigen Geschmack dieses Gerichts vermeiden wollen, würden wahrscheinlich unüberlegt sofort zu den Kartoffeln greifen. Aber falsch gedacht - dank dem studenlangen schmorverfahren haben auch diese den "wunderbaren" Geschmack alter Schafe aufgenommen - also bei den Kartoffeln auch Fehlanzeige.

 

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