Ernährung die schier unerschöpfliche Geschichte

Ernährung ist ein schier unerschöpfliches Thema. Nur welche Ernährungsform wählen wir? VEGAN, VEGETARISCH, MISCHKOST, ATKINS, LOW CARB, PALEO und was es sonst noch alles

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Kommentare
WOLLBAER

Moin, Moin liebe Küchengöttinnen und Küchengötter,


 


Ernährung ist ein breit angelegtes Thema zu dem jeder etwas beitragen kann. Jeder Mensch in jedem Land hat seine Vorlieben, Gewohnheiten, Träume. Irgendwann liest man in den Zeitschriften vom neuen Hype, der eine Maschinerie in Gang setzt. Mit diesem Hype bildet sich eine Anhängerschaft, die Botschaften transportiert. Vielleicht sollte nicht alles ernst nehmen, da man viel zu wenig wissen hat um die Hintergründe zu beleuchten.


 


Ich verlinke auf einen Beitrag von Sarah Wiener auf focus.de


 


 


Zumindest verdienen sich einige Mitmenschen mit der entsprechenden Lebensphilosophie eine goldene Nase. Sei es Ihnen gegönnt. Bei mir in der Region wird gerade ein gutes Geshäft mit Bio Lamm gemacht. Da ich selber Schafe hatte ist mir die Schafhaltung bekannt. Nur was ist bloß ein BioSchaf? Meine haben keine Nägel, Metall oder Steine gefressen. Die standen im Sommer und Winter auf der Weide mit einer Unterstellmöglichkeit und gefressen haben sie alles was grün war oder ach Heu riecht.


 


Liebe Grüße


Rolf


 


Das Foto mit den Fischen habe ich auf Malta in La Valetta aufgenommen.


 


 


 


 


 


 

Mein Schlüsselerlebnis ...

... hatte ich in der Kindheit. Mitte der Sechsziger kam Nutella in Deutschland auf den Markt. Damals war ich ein kleiner Wutz, hin und weg von Nutella-Brot. Meine Geschwister und ich haben das Zeug regelrecht gefressen. Morgens, zum Abendbrot, wenn ich aus der Schule nach Hause kam und meine überbelastete Mutter kein Mittagessen gekocht hatte. Ach, die Kleine kann sich doch ein Nutella-Brot machen ... Die Kleine machte das - und wurde binnen kurzer Zeit rundlich. Es folgte ein Kampf gegen die Pfunde und Nutella. Damals erkannte ich buchstäblich am eigenen Leib, was es bedeutet, unüberlegt zu essen. Von Ernährungslehre sprach damals noch kein Mensch. Doch von da an habe ich instinktiv gewählt, mein Credo ist: Alles in Maßen. Klingt altmodisch, betulich und überholt. Ist aber meiner Meinung nach der beste Weg, um zu genießen, was Natur und menschliche Erfindungsgabe uns bieten. Ein bisschen Ehrfurcht vor diesen Gaben und die damit verbundene menschliche Arbeit tut uns auch gut. Wer einmal die Arbeit in den Reisfeldern Südostasiens gesehen hat, Menschen, die sich im Alter nicht mehr aufrichten konnten durch die lebenslange gebückte Arbeitshaltung - der wird kein Reiskorn in seiner Schale übrig lassen und keinen Löffel Reis wegwerfen. Alles andere ist buchstäblich " Geschmackssache" . Nach dem schönen Motto der Kölner Urbevölkerung: " Jeder Jeck ist anders" möge jeder seinen eigenen Ernährungsweg suchen und finden.

Aphrodite
Schöne, heile Welt.

Wenn alle Schafe von Wollbaer auf einem Bauernhof gehalten würden, wäre die Welt ja auch in Ordnung. Doch wer einmal gelesen hat (im Internet gibt es dazu auch grausame Videos) wie Schafe in Argentinien, den USA oder Australien zur Wollerzeugung gehalten werden und die Produzenten als "nachhaltige Farmen" ausgewiesen werden, dem wird schwindelig. Es ist die schiere Masse Tier, die da produziert wird. Auf das einzelne Tier kommt es nicht an, Hauptsache Futter O.K. (Bio!), Stallungen klimatisiert und hygienisch. Und was nicht passt, wird weggestümmelt. Das ist die Realität, gegen die sich Sarah Wiener auflehnt. Je genügsamer das Tier, um so besser lässt es sich ausbeuten. Und dann hilft es wenig, wenn ich an einem Soja-Eis lutsche und von meinen fünf glücklichen Hühnern träume. Dadurch ändern sich Produktionsbedingungen nicht. Und dann sind mir Transparenz und Nachhaltigkeit und Regionalität schon wichtig. Und dann lehne ich mich auf gegen Lippenbekenntnisse, die nur so tun als ob. In meiner Hilflosigkeit lasse ich mir dann auch keine sonst wie geartete, schöngeistige Ernährungsphilosophie aufschwatzen.

 

@Wollbaer, Du solltest nicht immer einen Blumenstrauß an Themen präsentieren. Sarah Wiener hat nichts mit ATKINS oder sonstigen Ernährungsformen zu tun. Ansonsten ist Ernährung vielfältig und immer schon gewesen, abhängig vom Kulturkreis und regionalem Angebot gewachsen. Da ist die Rasse Mensch sehr anpassungsfähig und in der Nahrungsbeschaffung schon immer kreativ gewesen.

WOLLBAER
@ingwer
Ernährung die schier unerschöpfliche Geschichte  

Das mit dem <jeder Jeck ist anders> kann ich gut nachvollziehen. So ernähre ich mich auch. Saisonale Produkte, Qualität und absolute Frische und ansonsten quer durch alle Lebensmittel mit einem extrem hohen Anteil an Früchten und Gemüsesorten und die gern roh esse, wie Radieschen, Kohlrabi, Tomaten und Gurken.

 

Ich hatte Zeiten, wo ich mich ohne Fleisch ernährte, eine Zeit, wo ich die Küche der Bhagwan Jünger in Hannover und Berlin genoss und es gab Zeiten, wo ich überwiegend Fisch und Fleisch aß.

 

LG Rolf

 

die Alexander von Humboldt II an unserem Südkai

WOLLBAER
@Aphrodite
Ernährung die schier unerschöpfliche Geschichte  

Da muss ich Dir leider recht geben, was die Haltung von Tieren angeht. Deshalb kaufe ich hier an der Nordseeküste nur Lammfleisch aus hiesigen Beständen. Meine Tiere liefen auf einer von uns gepachteten Wiese oder später bei unserem Schäfer, der die Emsauen im Auftrag der Landesregierung Detmold bewirtschaftete.

 

Meinen Blumenstrauß öffnete ich, weil ich der tiefen Überzeugung bin das Modetrends, wie ich sie aufführte nur einem dient und zwar dem Vermarkter, wie Atkins beispielsweise. Er verkaufte damit seine Bücher und machte Kohle. Logischerweise muss ein Pendant geschaffen werden, wie es andere Diätformen tun.

 

Die wenigsten Vegetarier schauen sich die Inhaltsprodukte der Lebensmittel an. Sie verzichten auf Fleisch Fisch und halten sich für Vegetarier.

 

LG Rolf

In der Römerberg Klinik, Badenweiler erntete ich im September Zitronen.

Niemand ist perfekt

Und deswegen kann man auch mit seiner Ernährung weder die welt retten, noch ein perfekter Gutmensch sein. Ich handle einfach nach bestem gewissen und so wie ich mich gut fühle und da ich mich unwohl mit dem gedanken fühle, Tiere zu essen und auch nie ein "Bedürfnis nach Fleisch" (bewusst Anführungsstriche, weil ich nicht mal genau weiß, was das eig sein soll :D ) habe, bin ich Vegetarierin. Ich würde aber nie jemanden dafür verurteilen, dass er Fleisch ist, warum auch ? Klar leiste ich damit meinen eigenen positiven Beitrag zur Umwelt, aber auf der anderen Seite tue auch ich Dinge, die der Umwelt schaden, zb Auto fahren, Rauchen etc. Also: Jeder nach seiner Facon!

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