Fotos zum anbeißen (Teil 2)

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte - diese Redewendung hört man oft. Sie stimmt auch, weil man heute weis, das menschliche Kommunikation aus 55% visueller Kommunikation, 38% stimmlicher Verlautbarung und nur 7% aus Wortbedeutung besteht. Nicht zu Letzt also ein guter Grund, gute Bilder zu kreieren. Darum ist nach dem fotografieren sehr oft eine nachträgliche Bildbearbeitung unumgänglich, denn wir sind keine Profifotografen und über ein Equipment jener verfügen wir längst nicht, um absolut perfekte Bilder einzustellen.

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Kommentare
Liebstöckel


Hier also ein weiterführend einige Überlegungen, um in unserer digitalen Dunkelkammer »Bildnachbearbeitung« unsere Fotos »aufzuhübschen«.(Bild 1: Kartoffelsuppe, unbearbeitet -  Bild 2: Kartoffelsuppe, bearbeitet) - Der Unterschied ist wohl bemerkenswert: Das Original, in unserem Fall bei normalen Lampenlicht fotografiert ist gelbstichig, flach und ohne Brillanz. In der bearbeiteten Version klare Farbzeichnung, eindeutiger Gelb - Blaukontrast, Zusammenspiel mit warmen Rot der Würstchen zur grünen Petersilie, es wirkt leicht und frisch. Kompositorisch werden die fallenden Diagonalen der Würstchen nach rechts unten durch die Gegendiagonale des Löffels aufgefangen. Die aktive Farbigkeit liegt im linken oberen Drittelbereich und zieht sofort den Blick auf sich.


 


1. SOFTWARE: Eine professionelle Software für viel Geld muss nicht sein (der Autor arbeitet beruflich mit Adobe Photoshop). Für einfache Korrekturen genügt schon oft eine recht gute Bildbetrachtungssoftware mit integrierten Korrekturfunktionen. Toscanafans »Infranview« ist da zweifellos die erste Wahl. Die beste kostenlose Freeware für Bildbetrachtung auf dem Markt. Mit Infranview kann man schnell durch Sammlungen von Grafiken blättern oder eine selbstablaufende Diaschau ansehen. Dazu kommen einfache Bildbearbeitungs-Werkzeuge, ein Grafik-Konverter und eine Scanner-Schnittstelle.


Zweitens werden zu jeder Digitalkamera gegenwärtig eine Betrachtungs- und Bearbeitungssoftware mit geliefert. So bekommt man z.B. zu einer NICON Coolpix das Programm ViewNX2. Auch mit jenen Programmen erreicht man schon sichtbare Verbesserungen.


Will man aber Drittens wirklich semiprofessionell arbeiten, empfehle ich das Opensource-Programm »GIMP«. Diese kostenlose Software reicht fast an den unumstrittenen Marktführer Adobe Photoshop heran. Auf der Internetseite www.gimpusers.de kann man dieses herunter laden. Diese Site beinnhaltet auch 145 Tutorials, die es dem Einsteiger (fast) leicht machen, um gut damit zu arbeiten.


Eines ist aber allen Programmen gemeinsam: Bildbearbeitung braucht etwas Zeit, macht Arbeit und Mühe. Zumal man sich ja erst mit der Software vertraut machen muss. Der sichtbare Erfolg ein tolles Bild zu haben entschädigt aber diesen Aufwand getrieben zu haben. Wichtig ist, man hat Spaß - bei anfänglichen Pleiten einfach nicht aufgeben. Bei entsprechender Übung ist ein Bild in 10 - 15 Minuten bearbeitet.


 


2. DAS FOTO: Haben wir alle im Teil 1 angebotenen Vorschläge beachtet, fotografieren wir unser stolzes Kochwerk: Die Bildidee haben wir im Kopf. Einige kleine Digitalkameras besitzen ein Scene-Menü. Im Menü, wenn vorhanden, »FOOD« einstellen. Die Farbigkeit kann von einer warmen bis kalten Gesamttonung geregelt werden. Wir fotografieren mit maximaler Bildqualität im Bildformat JPEG oder wenn möglich in RAW. Wenn die Digitalkamera über das RAW-Format verfügt (Rohdatenformat, sozusagen das digitales Negativ), können wir auch (z.B. bei ViewNX2) danach Belichtungskorrektur, Weißabgleich und Farbtemperatur korrigieren. Sind unserer Vorbereitungen gut geplant, dauert alles etwa eine Minute. Unser leckeres Gericht wird nicht kalt, bei vorgewärmten Tellern schon gar nicht. 3 - 5 Fotos aus unterschiedlichen vertikalen und horizontalen Winkeln genügen. Lieber einen größeren Bildausschnitt wählen. Das gibt uns mehr Möglichkeiten für das Wählen einen interessanten Bildausschnittes. Die Bilder auf den Rechner kopieren.


 


3. VORBEREITUNG ZUR BILDBEARBEITUNG: Wir wählen unser Bild aus, natürlich das Beste. Ganz wichtig - zuerst unbedingt ein Duplikat vom Originalfoto anlegen. Haben wir mit unserem Bemühen bei der Bearbeitung das Bild »verdorben«, kann man auf das Original zurückgreifen und beginnt von vorn. Für unsere Plattform der Küchengötter benötigen wir quadratische Bilder. Bilder also mit einem Freistellungswerkzeug frei stellen. Dabei kann man schon kompositorisch eingreifen und einen interessanten Bildausschnitt wählen. Der Autor arbeitet mit einer Bildgröße von 567 Pixel x 567 Pixel in einer Bildauflösung von 72 ppi (Pixel per Inch). Das entspricht einer Originalgröße von 20 cm x 20 cm bei dieser Auflösung. Die Datenmenge dieses Bildes liegt bei 941,9 KB (Kilobyte). - Für unsere Darstellung auf der Website mehr als ausreichend. Selbst für einem hochqualitativen Druck hätte diese Bild immerhin noch eine Größe von 4,8 cm x 4,8 cm. Damit kommen wir zu Schritt 4, der Bildbearbeitung an sich. Und diese folgt im Teil 3.


 


PS.: Vielen Dank für die wohlwollenden und aufmunternden Kommentare.


hmm...

ich find da bild besser als teil eins mal sehen was noch kommt :)

Toskanafan
Danke,,,,,,einfach schön,,,,,,

das es weitergeht, ich bin gespannt, wie nun der Teller und die Tischdecke blau wird. ????. Auf den Dritten Teil freue ich mich. Bitte mach weiter so. Schön, das ich mit Infranview schon mal richtig bin.

Toskanafan
Upps,,,,, Geübt,,,,,,altes Foto,
Fotos zum anbeißen (Teil 2)  

es war zu dunkel, gemacht,  abends mit meiner Casio EX-Z1000 auf dem Tisch mit warmer Esszimmer-Tageslicht-Neonleuchte.

Toskanafan
Neues Foto,,,,Kalbsleber,,,,
Fotos zum anbeißen (Teil 2)  

Mit Kartoffelpüree. Den gelben Teller kann ich jetzt nicht ändern. Damals hatte ich meine neuen weisen Teller noch nicht.

Nun habe ich die Belichtung und etwas die Farben geändert. Das Püree ist nun richtig gelb, allerdings sieht man nun das dunkle Fleck vom Braten auf der Leber, doch die karamelisierten Apfelscheiben/ rechts unten, kommen besser raus.

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