Frühling in Helsinki

Eigentlich ein Workshop mal wieder, aber es wurde ein gelungenes Wochenende

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Vorletztes Wochenende durfte ich an einem Workshop in Helsinki teilnehmen. Ich freute mich auf die Stadt und den Hohen Norden. Schon Norwegen und Schweden hatten es mir angetan.


Helsinki ist eine relativ junge Hauptstadt. Erst im 16. Jahrhundert begannen ihre Einwohner, Steinhäuser zu bauen. Vorher wurde die Stadt immer wieder durch Brände zerstört, welche sich bei den Holzhäusern verheerend auswirkten.


An unserem Ankunftstag war es kalt, trüb und regnerisch. Genau das Wetter, was ich erwartet hatte. Allerdings blühten die Osterglocken und Tulpen. Unsere Reiseführerin erzählte uns, daß der Winter dieses Jahr sehr hart und lang war. Und der Schnee ist erst vor 2 Wochen gewichen.


Jetzt hieß es erstmal ankommen und noch ein wenig in die Innenstadt zum Shoppen. Am Abend aßen wir in einem kleinen Fischerrestaurant. Es gab ein herrliches Fischbufett als Vorspeise. Der Hauptgang war gebratener Fisch und zum Dessert Schoko-Kuchen mit Vanilleeis. Alles war sehr lecker und wir rundrum satt.


Am nächsten Tag schien die Sonne und bei 15°C kam es uns fast wie 20° vor. Leider mußten wir erst den Workshop mit Betriebsbesichtigung und Vorträgen über uns ergehen lassen. Das Mittagsbufett wurde in der Betriebskantine gereicht. Ich wußte nicht, daß Kantinen so ein tolles Essen zaubern können. Natürlich durfte auch der obligatorische Weißfisch und Lachs dabei nicht fehlen. Den Tag vollendete eine Stadtrundfahrt. Am Abend wurden wir in den Hafen in ein ganz tolles Restaurant entführt. Das Menue bestand aus 4 wundervollen Gängen, die ich schon gar nicht mehr aufzählen kann. Das Restaurant wurde mit einem Michelin-Stern jedes Jahr ausgezeichnet.


Der letzte Tag wurde ein Abstecher in die Umgebung. Unvorstellbar schnell fanden wir uns auf einer Schäreninsel mit dem typischen Birkenwäldchen wieder. Nach einer relativ kurzen wissenschaftlichen Einlage und einem tollen Mittagsbufett mit Fischsuppe, Kartoffelsalat, Heringssalat...begaben wir uns auf eine kurze Naturwanderung. Neben den auch uns bekannten Waldkräutern wachsen ja auch viele Flechten. So erfuhren wir wie man aus den vertrockneten Flechten des Vorjahres eine Suppe kochen kann, um zu überleben. Wir fanden auch Hasenklee, Rucola und Vogelbeere. An einem Feuer mitten im Wald wurde ein am Feuer zubereiteter Kaffee gereicht. Dieser wird türkisch aufgebrüht und dann in der Kanne in der Glut mehrfach erhitzt. Erst dann kann man evtl. von trinkbar sprechen. Es war aber ein Erlebnis. Auf die Flechtensuppe hatten wir auch nicht unbedingt Lust und so blieb es bei der Theorie. Nach der Wanderung hatten wir Gelegenheit zum Angeln und Saunieren. Zum Abend wurden wir mitten in der Wildnis von einem Sterne-Menue überrascht. Hier möchte ich jetzt nur noch die Hummercremesuppe mit mit Hummer und Frühlingszwiebeln gefüllten Tortellini erwähnen.


Auf der Rückfahrt in die Stadt liefen uns auch noch 2 Elche über den Weg. Perfekter konnte ein Tag fast nicht sein.


Der nächste Tag war dann der Rückreise vorbehalten.


Ein kleines Fazit: Als Stadt bietet Helsinki nicht allzu viel. Aber es gibt viele kleine hervorragende Restaurant mit Spitzengerichten. Auf jeden Fall lohnt sich aber ein Ausflug in die Umgebung. Die Natur ist noch sehr ursprünglich trotz der relativ "dichten" Besiedlung.


Mir fiel es sehr schwer, 5 meiner fast 200 Fotos für Euch auszuwählen. Es gibt also nur einen kleinen Einblick in die ganze Vielfältigkeit meiner Erlebnisse.

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