Gepökeltes Eisbein

wie zubereiten?

8
Kommentare
WOLLBAER

Gestern grinste mich in der Auslage eines Schlachters ein riesengroßes gepökeltes Eisbein an, was unbedingt mit mir nach Hause wollte.

Nur wie bereite ich die Haxe zu?

Liebe Grüße
Rolf

Liebstöckel
Ist ganz einfach

In einem großen Topf soviel Wasser gießen, dass das Eisbein bedeckt ist. Wurzelwerk (3 Karotten, 1/4 Knolle Sellerie, Petersilienwurzel) putzen und in Stücke schneiden, 2 - 4 Lorbeerblätter, 1 TL schwarzer Pfeffer, 4 Stück Piment dazu, aufkochen lassen, das Eisbein einlegen und etwas 21/2 - 31/2 Stunden (je nach Größe) zugedeckt köcheln lassen. - Das Fleisch sollte dann fast vom Knochen fallen. Dazu mit der Fleischgabel Garprobe machen.

 

Dazu passt natürlich Sauerkraut, Erbspüree, Salzkartoffeln und Senf. Ein Klassiiker der Berliner Küche. Aus der würzigen Brühe kann eine leichte Meersettichsoße zubereitet werden, oder aber ein wenig »en natur« dazu.

 

Restliche Brühe reduzieren und einfrieren. Da hat man etwas für einen kräftigen Eintopf.

 

Aus den Knochen Schlittschuhe bauen = Eisbein :-)))

Liebstöckel
Präzisierter Nachtrag

Ich hatte in der Eile noch 2 halbierte Ziebeln und 1 Knoblauchzehe vergessen, die dazu kommen. - Das Eisbein nur mit den Gewürzen aufsetzten und die Gemüse 3/4 Stunde vor Garende zufügen. - Persönlich setze ich das Eisbein mit einer kaum gesalzenen leichten Rinderbouillon an, das gibt noch mehr »Schmackes«

Die Brühe zum Schluss natürlich durch ein Sieb abgießen, das Gemüse ist ausgekocht und wird nicht mehr gebraucht.

WOLLBAER
@Liebstöckel

I könnte you knutschen. Danke für das Rezept! So meine ich mich auch es in Berlin vor Jahren gegessen zu haben. Damals bekamen wir Sauerkraut und Knödel als Beilagen.

 

Liebe Grüße

Rolf

Liebstöckel
Danke für das Vorab-Kompliment

Nee, keene Knödel. Det is‘ nich‘ typisch. Det is Bayern. - Ur-Berliner Küche is' Kartoffel pur, simpel und doch so schön.

 

Einfach Salzkartoffeln, die kann man schön in die Bouillon quetschen. Das Highligt dazu ist das Püree aus »gelber Erbswurscht« mit Speck - muss aber nicht sein. - Guten Appetit bei dem Kampf um die Selze!

 

Lass mal hören, wie es geschmeckt hat!

nika
@Liebstöckl: Aus den Knochen Schlittschuhe bauen = Eisbein :-)))

Richtig und dann mit anderen eine lange Kette bilden und über zugefrorene Kanäle von Stadt zu Stadt "schweelen": gleiten. Dann schwingen die 5er- oder 6er-Ketten so schön von einer Seite zur anderen, aber das können nur noch die Alten und die Holläner (11-Steden-Tocht).

WOLLBAER
@Liebstöckel
Gepökeltes Eisbein  

Jau......... datt mache ich so, wie es mir von Dir vorgeschlagen wurde. Deine Zeilen weckten Erinnerungen an meine Kindheit, wo ich im Ruhrpott lebte. Gulaschtag war so ein Knetschtag. Lach!

 

Liebe Grüße

Rolf

WOLLBAER
@nika
Gepökeltes Eisbein  

klingt so nach holländischer Nachbarschaft. Heute ist nichts mehr mit zufrieren. Die milden Winter lassen dies nicht mehr zu.

 

Liebe Grüße

Rolf

WOLLBAER
@Liebstöckel

Moin, Moin Liebstöckel,

getsern Abend kamen noch ganz überraschend zwei Freunde von mir zu Besuch. Ich habe das Eisbein mit Sauerkraut und Rotkraut gemacht. Dazu gab es frischen Kartoffelbrei und Kellerbier.

 

Danke für Dein Rezept. es lohnt sich es nachzukochen.

 

Liebe Grüße

Rolf

Küchengötter User
Küchengötter User
Noch nicht eingeloggt?

Hier könnte dein Kommentar stehen :-)

Login